Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  4. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  5. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  6. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  7. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  8. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  9. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  10. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  11. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  12. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  13. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  14. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  15. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf

PID-Stellungnahme des "Nationalen Ethikrats" eine Farce

23. Jänner 2003 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


CDU-Bundestagsabgeordneter Hubert Hüppe kritisiert, dass auf die Bedenken von Frauen- und Behindertenverbänden nicht eingegangen worden ist.


Berlin (www.kath.net)"Niemand kann über die heute vorgelegte Stellungnahme zur PID verwundert sein. Schließlich hatte Bundeskanzler Schröder bei der Zusammenstellung des Ethikrats darauf geachtet, dass bevorzugt Befürworter der Embryonenforschung vertreten sind." Das meinte der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe am Donnerstag in einer Aussendung zur Stellungnahme des "Nationalen Ethikrats" zur Präimplantationsdiagnostik (PID). Hüppe war in der vergangenen Legislaturperiode stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin". Der Ethikrat will offenbar eine begrenzte Zulassung der bislang verbotenen Gentests bei künstlicher Befruchtung empfehlen. Es gebe eine Zweidrittelmehrheit für eine Zulassung der PID, sagen Mitglieder. Die Position des Ethikrats wird am Donnerstag in Berlin offiziell vorgestellt.

Es sei im vorgelegten Text klar ausgewiesen, wer sich mit der Mehrheit für, bzw. mit der Minderheit gegen PID ausspricht.Das Votum stehe "in diametralem Gegensatz zum Bericht der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" vom Mai 2002", so Hüppe. "Die überwiegenden Bedenken von Frauen- und Behindertenverbänden gegen PIDfinden im Mehrheitsvotum des Ethikrats keinen Niederschlag, was nicht erstaunlich ist, da diese Gruppen im Ethikrat nicht vertreten sind. Besonders befremdlich ist das Fehlen der Behindertenvertreter im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen, das unter dem Motto steht "Nichts über uns ohne uns"."

Hüppe kritisierte, dass sich in der Vergangenheit Mitglieder des Ethikrates mehrfach öffentlich für PID und Embryonenforschung ausgesprochen hätten. "Der Vorsitzende Simitis hatte schon im September 2002 vor dem US-amerikanischen Bioethikrat seine Sympathie für eine Zulassung der PID erkennen lassen. Auf Schloß Elmau, wo im Juli 2002 sieben der 25 Ethikräte eine öffentliche Tagung des "Nationalen Ethikrates" abhielten, wurde illustriert, wie weit sich das Diskussionsniveau absenken lässt. So bestritt Ethikratsmitglied Dreier die Mensch-Qualität des Embryos mitder launigen Bemerkung, bei Verkehrsunfällen würden tote Schwangere ja auch nicht doppelt gezählt. Und Ethikratsmitglied Gerhardt rechtfertigte die Selektion durch PID mit einem Blondinenwitz: Wer mit rothaarigen Frauen flirte, diskriminiere nicht die blonden, sondern habe eben andere Vorlieben."

Bei der Einordnung der heutigen Äußerung des "Nationalen Ethikrats" sei außerdem zu berücksichtigen, "dass es sich um ein von Gerhard Schröder unter politischen Gesichtspunkten zusammengestelltes außerparlamentarischesBeratergremium ohne demokratische Legitimation und ohne gesetzgeberische Entscheidungsfunktion handelt".



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bioethik

  1. Euthanasie an Kindern 1-12 Jahre. Die Schranken fallen
  2. Französische Nationalversammlung stimmt für neues Bioethikgesetz – „So sterben Zivilisationen“
  3. Pariser Erzbischof Aupetit nennt Humanae Vitae eine „Prophetie“
  4. Japan: Chimären sollen bis zu Geburt heranwachsen
  5. Bischof Fürst: Präna-Test lässt Druck auf die Eltern steigen
  6. Schweizer Parlamentarier lehnen Legalisierung der Eizellspende ab
  7. Genom-Editing: Weltweite Empörung über gentechnisch veränderte Babys
  8. "Kritik der Medien und vieler Wissenschaftler unglaubwürdig"
  9. "Schockierender Verstoß gegen die Menschenrechte"
  10. Ethikerin: Keimbahneingriff für Forschung ein Schlag ins Gesicht






Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  6. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  7. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  8. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  9. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  10. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  11. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  12. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  13. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  14. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  15. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz