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Voderholzer: Piusbrüder haben ihre Chance nicht genutzt

8. Juli 2013 in Deutschland, 32 Lesermeinungen
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Nach Ansicht des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer hat die traditionalistische Piusbruderschaft die günstige Phase zur Versöhnung mit der katholischen Kirche verpasst


Regensburg (kath.net/KNA) Nach Ansicht des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer hat die traditionalistische Piusbruderschaft die günstige Phase zur Versöhnung mit der katholischen Kirche verpasst. Papst Benedikt XVI. (2005-2013) habe die Hand ausgestreckt, «und sie ist nicht angenommen worden», sagte Voderholzer am Montag vor Journalisten in Regensburg. Die Piusbrüder forderte er auf, Schluss zu machen mit der Beschuldigung, das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) habe den Glauben der Kirche verraten. Wenn sie diesen Vorwurf nicht zurücknähmen, könnten sie nicht damit rechnen, noch in der Einheit der katholischen Kirche zu sein.


Die Kirche habe eigens für die Anhänger des vorkonziliaren Ritus einen «Mittelweg» in der Liturgie eingeführt, erinnerte der Bischof. So habe die Petrusbruderschaft dafür die Erlaubnis. Den Vorwurf, nach dem neuen Messbuch könne keine würdige Liturgie gefeiert werden, wies Voderholzer zurück. - Im Bistum Regensburg befindet sich in Zaitzkofen ein Priesterseminar der Piusbrüder.

Das Münchner Magazin «Focus» hatte am Wochenende berichtet, der Vatikan wolle den Dialog mit der Piusbruderschaft beenden. Dazu werde Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller in Kürze eine Erklärung abgeben. Das Heft berief sich auf Informationen aus der Römischen Glaubenskongregation, die von Müller geleitet wird. Anlass für das Ende des Dialogs seien aktuelle Äußerungen der Bruderschaft zum 25. Jahrestag ihrer illegalen Bischofsweihen Ende Juni. Darin hatten die Piusbrüder erneut die Beschlüsse des Konzils und das römische Lehramt massiv kritisiert.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: (c) Bistum Regensburg


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