Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  4. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  13. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  14. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  15. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter

Nächste Etappe im Streit um istrisches Kloster Dajla

13. April 2013 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kroatiens Höchstgericht nahm Entscheidung einer Quasi-Enteignung durch Staat zurück und gab wertvolles Grundstück an Diözese Porec-Pula und Pfarre Dajla zurück - Aber auch italienische Abtei Praglia erhebt mit Vatikan-Unterstützung Ansprüche.


Zagreb-Vatikanstadt (www.kath.net/ KAP)
Der seit Jahren schwelende Konflikt um das Kloster Dajla auf der kroatischen Halbinsel Istrien geht in die nächste Etappe: Wie kroatische Medien berichteten, setzte das kroatische Höchstgericht die Entscheidung des Justizministeriums aus dem Jahr 2011 außer Kraft, wonach der Staat das Kloster samt wertvollem Grund übernahm. Laut der Entscheidung gehört Dajla also wieder der Kirche - und zwar der Diözese Porec-Pula und der Pfarre Dajla.

Ob damit der Streit um das Kloster mit etwa 400 Hektar Liegenschaften in bester Lage beigelegt ist, scheint angesichts des Tauziehens um die wertvolle Immobilie fraglich. Denn auch die italienische Abtei Praglia erhebt mit Vatikan-Unterstützung Anspruch auf Entschädigung.

Der mit der Causa vertraute, in Slowenien lebende österreichische Benediktiner P. Edmund Wagenhofer schilderte gegenüber "Kathpress" die verwickelte Vorgeschichte: Das Kloster Dajla wurde im 19. Jahrhundert durch die Benediktinerabtei Praglia errichtet. Nach kommunistischer Machtübernahme wurden die dortigen Mönche vertrieben bzw. verhaftet, der Besitz wurde verstaatlicht. 1975 wurde ein Teil der Liegenschaft durch eine "Vereinbarung" zwischen der Diözese Porec-Pula und der italienischen Abtei - die dies allerdings anders interpretiert - der Pfarre Dajla übertragen. Der Rest des Besitzes wurde in der Restitution 2002 der Diözese zugesprochen.


Dagegen erhob die Abtei Praglia Einspruch - zunächst ohne Erfolg. 2011 betraute der Vatikan eine Kardinalskommission mit der Causa, die Ansprüche der Abtei wurden bestätigt. Bischof Ivan Milovan von Porec-Pula verweigerte dem entsprechenden Vertrag die Zustimmung, die Diözese wollte Dajla den italienischen Benediktinern nicht zurückgeben, beziehungsweise konnte es auch nicht, weil sie Grundstücke teilweise bereits zu Geld gemacht hatte. Es kam in ganz Kroatien zu Protesten gegen den Vatikan und zu Unterstützungserklärungen für Milovan sowie gegen den - die vatikanische Position verteidigenden - Zagreber Erzbischof Kardinal Josip Bozanic.

Der Vatikan sah sich gezwungen, Bischof Milovan abzusetzen. Drazen Kutlesa wurde zu seinem Nachfolger ernannt. Die kroatische Bischofskonferenz bekräftigte noch einmal den Standpunkt des Vatikans, die örtliche Kirche dagegen rief den Staat Kroatien um Hilfe an. Dieser reagierte prompt mit einer Verstaatlichung, die nun vom Höchstgericht wieder aufgehoben wurde.

Zur Entscheidung haben sich die kirchlichen Beteiligten bisher noch nicht geäußert. Noch bis einschließlich Donnerstagabend tagt die kroatische Bischofskonferenz. Von ihr wird eine Positionierung in der Kloster-Frage erwartet.

Neue Linie unter Papst Franziskus?

"Es wird spannend, ob der neue Papst Franziskus eingreifen und eine Revision des Vertrages veranlassen wird", kommentierte P. Edmund Wagenhofer die neue Entwicklung. "Tut er das, so wäre dies aber ein Weg gegen den Willen von Noch- Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone und der Abtei Praglia."

Klar sei, dass es bei der Causa um hohe Summen geht: Der Diözese Porec-Pula droht der Bankrott, denn sie muss den Besitz und vier Millionen Euro Gewinn aus Grundstücksverkäufen an die Benediktiner von Praglia abtreten. Dieser Erlös ist laut Wagenhofer längst in andere Projekte der Diözese geflossen. Um die noch vorhandenen Liegenschaften der Abtei lastenfrei zurückgeben zu können, seien weitere 2,5 Millionen Euro erforderlich.

Durch den Höchstgerichtsentscheid wurden auch alle Verträge, welche die Diözese und die Pfarre Dajla mit Dritten abschlossen, für rechtsgültig befunden. Dies ermöglicht es nun der Firma Golf Istra Magica, endlich das fertig geplante umstrittene Megabauprojekt "Golf nel Bosco dei Frati" mit einer kolportierten Investitionssumme von 115 Millionen Euro zu realisieren.

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kloster

  1. Karmeliter bauen gotisches Kloster in den Rocky Mountains
  2. Verheerender Großbrand zerstört Kloster in Norditalien komplett
  3. Äbtissin kritisiert vorgeschriebene Schließung kleiner Frauenklöster
  4. Prager Ordensfrauen verwandeln verfallenes Bauernhaus in Kloster
  5. Sie diente der Kirche - Mutter Julia Verhaeghe
  6. Neue Äbtissin für das Kloster St. Walburg gewählt
  7. Stiftsbibliothek Admont zählt laut CNN zu schönsten Bibliotheken
  8. Vatikanarchive: Pius XI. enthob österreichische Äbte aus Amt
  9. 'Du bleibe in deiner Zelle, sie wird dich alles lehren'
  10. Klosterneuburgs 'Kirchenfledermäuse' wieder auf Sommerurlaub







Top-15

meist-gelesen

  1. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  2. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  3. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  4. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  5. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  6. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  7. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  8. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  9. Programm für Lateinamerika-Reise des Papstes veröffentlicht
  10. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  11. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  12. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  13. Fast der gleiche Glaube?
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz