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EU-Bürgerinitiative für Lebensschutz gestartet

12. Jänner 2013 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
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Kampagne "Einer von uns" will Recht auf Leben ab der Empfängnis in der EU verankern - Eine Million Unterstützer in sieben Staaten nötig


Brüssel (kath.net/KAP) Eine EU-weite Unterschriftenaktion "Einer von uns" ("One of us") setzt sich für den rechtlichen Schutz des menschlichen Lebens von Beginn an ein. Ziel ist, das Recht auf Leben ab der Empfängnis in allen relevanten EU-Kompetenzbereichen zu verankern.

Nach Angaben der Initiative definiert der Europäische Gerichtshof in einem aktuellen Urteil (im Fall Brüstle gegen Greenpeace) den menschlichen Embryo als die erste Entwicklungsstufe des menschlichen Lebens. Daran orientiert “One of Us” die Forderung, jegliche EU-Finanzierung von Aktivitäten, mit denen die Zerstörung menschlicher Embryonen einhergeht, einzustellen. Dies betrifft besonders die Bereiche Forschung, Entwicklungshilfe und Öffentliche Gesundheit.


Die Kampagne läuft bis 1. November 2013. Die Initiatoren wollen eine Million Unterschriften in sieben EU-Mitgliedsstaaten auf Papier und Online sammeln. So viele Unterzeichner sind laut dem Vertrag von Lissabon nötig, damit die EU-Kommission einen entsprechenden Gesetzesentwurf ausarbeiten kann.

Als eine der ersten registrierten Bürgerinitiativen der Europäischen Union wurde "Einer von uns" von der zuständigen Behörde in Luxemburg am Dienstag offiziell genehmigt.

Carlo Casini, Lebensschutz-Aktivist und Vorsitzender des Ausschusses für konstitutionelle Fragen des Europaparlaments, gab gegenüber der Nachrichtenagentur "Zenit" an, "Einer von uns" wolle vorrangig verhindern, dass EU-Gelder in Programme fließen, die menschliches Leben vernichten.

Bisher sei dies der Fall: So unterstütze die EU etwa Organisationen, die in Entwicklungsländern Abtreibungen durchführen oder diese international bewerben, sowie auch wissenschaftliche Forschungsprojekte, die menschliche Embryonen manipulieren und vernichten. Jährlich wird laut Aussage des Politikers 1,2 Mio. Kindern "das Recht genommen, auf die Welt zu kommen".

Eine Anerkennung des Rechts auf Leben ab der Empfängnis wäre laut Casini ein "erster Schritt, um die europäische Politik aufmerksamer für Probleme des entstehenden Lebens zu machen", zudem würde die Entscheidung in den einzelnen EU-Staaten wie auch international Signalwirkung haben.

Koordiniert wird die Kampagne "Einer von uns" von einem Gremium aus Bürgern aus sieben EU-Mitgliedsstaaten sowie von einem zentralen Büro in Brüssel, das von der italienischen Lebensschutz-Organisation "Fondazione Vita Nova" finanziert wird.

Weitere Informationen und Möglichkeit zu unterschreiben unter www.oneofus.eu

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten.


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