27 Oktober 2012, 09:10
Über den 'Umbau' der Natur des Menschen
 
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Ein brisantes Aufklärungsbuch von Gabriele Kuby: Die globale sexuelle Revolution – Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit. Eine Rezension von Mechthild Löhr.

Kisslegg (kath.net) Gabriele Kuby hat ein neues, äußerst brisantes Buch geschrieben, das für jeden empfehlenswert ist, der die Ursachen der tiefen kulturellen und sozialen Krise unserer Gesellschaft verstehen will. Schicksalshaft für Gegenwart und Zukunft wird sich das auswirken, was Gabriele Kuby als machtvolle „globale sexuelle Revolution“ analysiert. Dabei geht sie mit beeindruckendem Mut den weithin verdeckten Ursachen dieser dramatischen Entwicklung ebenso gründlich wie systematisch nach.

Mit der ihr eigenen besonderen Klarheit, Stringenz und Präzision führt sie dem Leser vor Augen, wie stark die öffentlich wie privat geförderte Sexualisierung unserer Gesellschaft das familiäre Zusammenleben von Frauen und Männern, von Eltern und Kindern bereits grundlegend verändert hat. Aus dem begründeten Anliegen der Gleichberechtigung von Mann und Frau ist, zunächst unter Federführung radikaler Feministinnen und der sog. „Homo-Lobby“ eine neue Ideologie entstanden, die im Mann- und Frausein wie im Vater- und Muttersein nur noch ein beliebiges, willkürliches, soziales Konstrukt und Diktat sieht, nicht aber die natürliche und menschliche Weise der Existenz. Die Abschaffung der Familie, der absurde Befreiungsversuch vom biologischen Geschlecht durch die Aufhebung der Geschlechtsidentität von Mann und Frau, sind die erklärten Ziele der internationalen „Gender“-Theorie und -Praxis, die mit öffentlichen Geldern weltweit verbreitet wird.

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Mit hunderten von Quellen und Beispielen glaubwürdig und detailliert belegt, zeigt die kenntnisreiche Soziologin Kuby auf, wie weit dieser fundamentale Umbau bereits erfolgreich umgesetzt ist. Durch bestens vernetzte, staatlich geförderte Lesben-und Schwulenorganisationen, ihre zahllosen Kooperationspartner, ja durch Umerziehung hin zu einer hypersexualisierten, promiskuitiven, kinder-und familienfeindlichen Gesellschaft.

Sie deckt, stets spannend und mit sprachlicher Wucht geschrieben, schonungslos auf, was viele Leser inhaltlich und innerlich bewegen, ja sogar erschüttern wird: dass wir Zeugen und Zeitgenossen einer beispiellosen kulturellen Revolution sind, die sich den „Umbau“ der Natur des Menschen selbst, seiner Geschlechtsidentität als Mann und Frau und seiner heterosexuellen Komplementarität zum Ziel gesetzt hat. Dies alles geschieht im Namen der Freiheit des autonomen Individuums, führt in Wirklichkeit aber, wie der Untertitel sagt und das Buch bedrückend erhellt, in die Zerstörung der Freiheit, sowohl im Einzelnen wie in der ganzen Gesellschaft.

„Gender-Mainstreaming“ lautet das Programm, mit dem auf allen gesellschaftlichen Ebenen durch gezieltes „social-engeneering“ ein neuer, „befreiter“ Mensch entstehen soll, der sich und seine beliebige sexuelle Identität ständig neu erfindet. Bindungslosigkeit als Programm, Beliebigkeit und Willkür gegenüber den Kindern als Selbstverständlichkeit, das Recht auf Abtreibung, auf Reproduktion und Kinderadoption, auf „Elter 1 und Elter 2“ – dies ist nichts anderes als ein Zerstörungsprojekt der menschlichen und familiären Fundamente der Gesellschaft.

Die beeindruckende Fülle der Fakten, tiefgehende Aspekte und Argumente, machen das neue Buch zur wahren Fundgrube für jene, die als Eltern oder Großeltern, als Pädagogen oder Theologen, als Politiker oder Bürger wissen und verstehen wollen, woran unsere Gesellschaft, unsere Familien, viele Menschen heute tragisch leiden: am dramatischen Verlust von kultureller und sexueller Identität, am Auseinanderbrechen der Familien und an der Abkehr und dem Verlust von Lebenssinn und Zukunftshoffnung.

Kein Geringerer als der Philosoph Prof. Robert Spaemann wünscht dem Buch in seinem Geleitwort zu Recht weiteste Verbreitung. Es ist ein packendes Plädoyer für die bedrohte Würde des Menschen, der als Ebenbild Gottes geschaffen ist. Ein tatsächliches Enthüllungs- und Aufklärungsbuch, sachlich, ohne Aggression, aber mit dem Mut und der nötigen Entschlossenheit zum bekenntnisvollen Widerstand geschrieben. Kein Leser wird es aus der Hand legen, ohne auf- und wachgerüttelt zu sein.

Mechthild Löhr ist seit 2006 Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), einer Organisation in der CDU und der CSU, die sich für den Schutz menschlichen Lebens einsetzt.

Gabriele Kuby
Die globale sexuelle Revolution
Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit
Fe-Medienverlag 2012
453 Seiten
20,60 EUR

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