Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Der entschärfte Gott
  5. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  6. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  7. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  8. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  11. Realitätsverlust im Bistum Chur
  12. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  13. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  14. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  15. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"

Erzbistum Bamberg verurteilt Hexenwahn gestern und heute

27. August 2012 in Deutschland, 26 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Schick: Als Christen lehnen wir jede Folter und Gewalt ab und können die Todesstrafe nicht akzeptieren – Vergebungsbitte erneuert


Bamberg (kath.net/bbk) Das Erzbistum Bamberg verurteilt den Hexenwahn mit der Verfolgung und Tötung unschuldiger Menschen und bekräftigt die Vergebungsbitte aus dem Jahr 2007.

Angesichts wiederholter Forderungen, die katholische Kirche solle sich für die Hexenverbrennung in Bamberg entschuldigen, erinnert Erzbischof Ludwig Schick daran, dass am 11. März 2007 anlässlich des 1000. Bistumsjubiläums die Erzdiözese für den „Hexenwahn im Hochstift Bamberg, der zu Beginn des 17 Jahrhunderts etlichen hundert Menschen das Leben kostete“, um Vergebung gebeten habe.


Diese Bitte gelte auch heute und für die Zukunft, betont Erzbischof Schick und fügt hinzu: „Katholische Amtsträger und andere Kirchenmitglieder haben Unrecht begangen. Den Opfern und ihren Familien ist Furchtbares geschehen. Die Prozesse, die geführt wurden, sind nach unserem heutigen Rechtsverständnis Unrecht und die Urteile deshalb null und nichtig."

Aufgabe der Kirche sei es heute mitzuwirken, dass sich so etwas nicht wiederhole. „Als Christen lehnen wir jede Folter und Gewalt ab und können die Todesstrafe nicht akzeptieren“, betont Erzbischof Schick.

Er weist darauf hin, dass auch heute noch unschuldige Menschen als „Hexen“ verfolgt und getötet werden. Dabei verweist er auch auf Ereignisse der letzten Zeit in Afrika und Südostasien.

„Die Erinnerung an Leid und Schuld vergangener Zeiten ist wichtig. Ebenso nötig ist auch die Mahnung, dass sich solche schlimmen und unmenschlichen Entwicklungen nicht wiederholen“, so der Erzbischof.

Deshalb sei es nötig, die sehr komplexen Hintergründe der Hexenverfolgung zu analysieren. Dazu seien Historiker, Theologen, Psychologen und Soziologen gefragt.

Wir können die Vergangenheit nicht ungeschehen machen. „Was wir aus ihr lernen können, müssen wir aber für eine bessere Zukunft annehmen“, so Schick.

In einer Projektgruppe der Stadt Bamberg, die sich mit der Aufarbeitung des Hexenwahns beschäftigt, beteiligt sich auch das Erzbistum und ist durch den Leiter der Hauptabteilung Kunst und Kultur, Domkapitular Dr. Norbert Jung, vertreten.

Foto: (c) Bistum Bamberg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Bamberg

  1. Bamberger Erzbischof Schick warnt vor „Liturgie light“
  2. Erzbischof Schick: 'Augen auf, Ohren auf und Mund auf'
  3. Die Kirche bietet die Schätze des Himmels
  4. Den Glauben behält man nur, wenn man ihn weiter gibt
  5. ‚Der christliche Glaube macht lebenstauglich und einsatzpflichtig‘
  6. Missbrauch: Kirchengericht verurteilt früheren Personalchef
  7. Erzbischof Schick: 'Das Wahre, Gute und Schöne muss Normalität sein'
  8. Missionarisch Kirche sein für den Dienst am Menschen
  9. ‚Zu Benedikt kommen sie, um ihn zu hören’
  10. ‚Die Geister unterscheiden, um nicht dem Zeitgeist zu verfallen’






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Vom Elend der Fürbitten
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  11. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  12. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  13. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  14. Der entschärfte Gott
  15. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz