27 Juli 2012, 11:00
Das Wappen des zukünftigen Weihbischofs Florian Wörner
 
Hildegard13
 
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„Christus Gottes Kraft und Gottes Weisheit“, so lautet der Wappenspruch von Florian Wörner, der am 28.7. die Bischofsweihe empfangen wird. Die Diözese Augsburg stellt das Wappen ihres zukünftigen Weihbischofs vor.

Augsburg (kath.net/pba) Das Wappen von Weihbischof Florian Wörner (Foto) ist kreuzweise in vier Felder geteilt. 1 und 4 sind den Farben des Bistums Augsburg Rot und Weiß in der heraldisch den Weihbischöfen zugewiesenen Streifenform vorbehalten. 2 und 3 stellen sein persönliches Wappen vor, in dem er seine Sendung und Aufgabe gleichsam verbildlicht. Der Wappenspruch, auch Devise genannt, ist die Kurzfassung seiner Botschaft in Gestalt eines Heroldsrufes:

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CHRISTUS GOTTES KRAFT UND GOTTES WEISHEIT.

Diese Worte sind genommen aus dem Ersten Korintherbrief, in dem Paulus sagt, dass die Juden Zeichen fordern und die Griechen Weisheit suchen, wir aber den Gekreuzigten verkündigen, in dem sich Gottes Kraft und Gottes Weisheit heil wirkend kundgibt. Im 3. Feld des Wappens bezeugen dies die Nägel, während das Silberkreuz die Auferstehung verkündet.
Im 2. Feld des Wappens flackern vier goldene Flammen, die für die vier Evangelien stehen und auch Sinnbild für das Wirken des Heiligen Geistes sind. Die Frohe Botschaft verlangt unsere Antwort und Zustimmung. Blau in den Feldern 2 und 3 steht für Maria, die als Urbild der Kirche Vorbild im Glauben und in der Treue zum Wort Gottes ist. Hier verkörpert Blau vor allem die Treue Gottes, der in der Menschwerdung zu all seinen Verheißungen im Alten Bund sein großes Ja [griech. TONAI] in Christus spricht (2 Kor 1,20).

Will man die Farben des Wappens mit der Herkunft von Weihbischof Florian in Verbindung bringen, so kann man Rot, Silber und Schwarz auch im Wappen seines Geburtsortes Eschenlohe finden; Silber, Blau, Schwarz und Gold zieren das Wappen von Kloster Ettal, wo er das Gymnasium besuchte.

Wer nach der Bedeutung des Hutes und der Schnüre fragt, soll wissen, dass der „Pastoralhut“ ursprünglich ein Hirtenhut ist, den der Hirte bei Sturm und Gewitter mit Schnüren festzurrt, um allen Unbilden zum Trotz mitten unter der ihm anvertrauten Herde bleiben zu können. Die Quasten sind heraldische Würdezeichen.

Mittig, hinter dem Schild, steht der Kreuzstab. Er zeigt an, dass der Bischof im Auftrag und Namen Christi spricht und wirkt.

Heraldische Beschreibung

Schild geviert; 1 und 4 dreimal gespalten von Rot und Silber; in 2 auf Blau vier (2:2) goldene Flammen; in 3 auf Blau ein durchgehendes silbernes Kreuz, belegt mit drei schwarzen gekreuzten Nägeln. Devise: CHRISTUS DEI VIRTUS ET DEI SAPIENTIA (Christus: Gottes Kraft und Gottes Weisheit. 1 Kor 1,24). Kreuzstab pfahlweise hinter dem Schild, darüber grüner Hut mit zwei liegenden und 12 hängenden Quasten. (Wappen-Entwurf: Prof. Franz Bernhard Weißhaar
München, Landsberg).





Foto des Wappens: (c) Bistum Augsburg
Foto Florian Wörner: © Kommunikation Bistum Augsburg / Bernd Müller






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