Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  9. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  10. Der Bischof und der Denunziant
  11. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  12. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  13. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  14. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  15. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

Jerusalem: Holocaust-Opfer fordern mehr Hilfe von Bundesregierung

23. Juni 2012 in Österreich, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vorsitzender des "Zentralkomitees der Juden aus Österreich in Israel", Eckhaus, im "Kathpress"-Gespräch: Nur noch 2.000 Überlebende in Israel, viele verarmt.


Jerusalem (www.kath.net/ KAP)
Mehr Hilfe der heimischen Bundesregierung für die letzten österreichischen Überlebenden des Holocaust hat der Vorsitzende des "Zentralkomitees der Juden aus Österreich in Israel", Gideon Eckhaus, eingefordert. Auch wenn er Verständnis für die krisenbedingten Sparzwänge habe, dürfe Österreich seine Verantwortung gegenüber den letzten noch lebenden Holocaustopfern nicht vernachlässigen. Eckhaus äußerte sich im "Kathpress"-Gespräch am Donnerstag in Jerusalem anlässlich einer Begegnung mit Kindern und Jugendlichen aus dem niederösterreichischen Herzogenburg - die Sprösslinge waren zum ersten "Children's Festival Bethlehem" angereist.

Laut Eckhaus leben weltweit nur noch etwa 12.000 bis 14.000 österreichische Holocaust-Opfer, rund 2.000 davon in Israel. Viele seien verarmt und könnten sich oft notwendige medizinische Versorgungen nicht leisten; die österreichischen Pensionen würden nicht ausreichen, so der Zentralkomitee-Vorsitzende.


Zwar habe der frühere Finanzminister Josef Pröll vor Jahren 100.000 Euro für die Belange der Holocaust-Überlebenden in Israel zur Verfügung gestellt, doch das reiche nicht - nicht einmal, um die notwendigsten sozialen und medizinischen Unterstützungen abzudecken.

Im Übrigen müsse Österreich seine Verantwortung allen Holocaust-Opfern gegenüber wahrnehmen, nicht nur den jüdischen, meinte Eckhaus gegenüber "Kathpress". Dem gebürtigen Wiener war 1939 die Flucht nach Israel gelungen. Viele seiner Familienmitglieder wurden aber von den Nazis ermordet; sein Vater etwa in Auschwitz, sein Onkel in Buchenwald.

Das unbeschreibliche Unrecht könne er zwar nie vergessen, trotzdem wolle er auch das Positive nicht verschweigen, so der Alt-Österreicher. Er erinnerte u. a. an Kardinal Franz König, der viel zur Versöhnung zwischen Christentum und Judentum beigetragen habe. In seiner Jugendzeit sei die Kirche noch in großem Ausmaß antijüdisch eingestellt gewesen sei, so Eckhaus. Kritik übte er auch am damaligen Wiener Erzbischof Kardinal Theodor Innitzer (1875-1955).

Programm heimischer Kinder für Überlebende

Mehr als 80 Kinder aus Herzogenburg präsentierten im Rahmen des Treffens mit Eckhaus einer Gruppe von rund 40 österreichischen Holocaust-Überlebenden ein buntes musikalisches Programm. Diese zeigten sich davon berührt und beeindruckt: "Wir dürfen nicht nur an die Vergangenheit denken, wir müssen an die Zukunft denken. Und diese Zukunft liegt darin, dass wir Kinder aus Israel und Österreich zusammenbringen."

In Israel hätten er sowie viele weitere Überlebende unter großen Mühen das Land mit aufgebaut und auch für dieses Land gekämpft, erklärte Eckhaus im "Kathpress"-Gespräch weiter. Die aktuelle Sicherheitslage bereite ihm freilich große Sorgen. Es brauche viel Idealismus, um in diesem Land zu leben. Mit Blick auf den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern erklärte er, solange einzelne palästinensische Gruppierungen oder auch andere Staaten wie der Iran das Existenzrecht Israels negieren, könne es keinen Frieden geben. Eckhaus: "Was wir hier aufgebaut haben, müssen wir auch schützen."

Auftakt für "Children's Festival Bethlehem"

Die Matinee der österreichischen Kinder für die Holocaust-Überlebenden in Jerusalem war der inoffizielle Auftakt für die ersten Herzogenburger Kindersommerspiele in Bethlehem, dem "Chirdren's Festival Bethlehem". Die Kinder, ihre Eltern, Lehrer und Betreuer reisten von Jerusalem aus weiter nach Bethlehem, wo Freitagabend die Eröffnung des zweitägigen Kinderfestes anstand.

Auschwitz: Jüdische Frauen und Kinder gehen zur Gaskammer



Copyright 2012 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Antisemitismus

  1. Israel wird Charlie Kirk für dessen Einsatz gegen Antisemitismus ehren
  2. Sydneys Erzbischof: "Angriff auf Juden ist Angriff auf uns alle"
  3. „Die katholische Gemeinschaft hat heute Morgen für unsere jüdischen Nachbarn und Freunde gebetet“
  4. Wien: Erzdiözese distanziert sich "auf das Schärfste" von Palästina-Flaggen auf Votivkirche
  5. Schweizergarde: Jüdische Betroffene schildert Details zu antisemitischem Vorfall im Vatikan
  6. Eklat durch NS-Vergleich gegenüber Israel bei interreligiösem Kongress in Rom
  7. Botschaft Israel: „Ein Gotteshaus in Deutschland darf nicht für Blutlügen missbraucht werden“
  8. Jüdische Studenten und Professoren begrüßen Vorgehen der Regierung Trump gegen Antisemitismus
  9. Deutschland: Muslime eher antisemitisch als der Durchschnitt der Bevölkerung
  10. „Jerusalem Post“: Davidsstern wird von Twitter als „hasserfülltes Bild“ gesperrt






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  5. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  6. Bistum Limburg: Franziskaner verlassen nach mehr als 150 Jahren Kloster Marienthal
  7. Kardinal Aveline: „Der christliche Glaube hat heute viel mit Widerstand zu tun“
  8. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  9. Frankreich: Massenansturm auf Kartenreservierungen für die Papst Leo-Reise!
  10. Karekin II. – persönliche Erinnerungen und der Versuch einer nüchternen Bilanz
  11. Trauer im Bistum Hongkong: Ältester Trappist der Welt im Alter von 108 gestorben
  12. Katholisches College erwirbt Freimaurertempel
  13. Jugendliche: Mladifest in Medjugorje "Tankstelle für den Glauben"
  14. Generalstaatsanwalt von Texas: „Baby Gabriel verdient eine Chance auf Leben“
  15. „Habt keine Angst – Noch sind die Glocken nicht verstummt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz