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Marx: „Entsetzt und erschüttert über feigen Anschlag von Halle“

9. Oktober 2019 in Deutschland, 23 Lesermeinungen
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Marx nach Anschlag auf Synagoge: „Wir sind den Juden in unserem Land, unseren Schwestern und Brüdern, eng im Gebet verbunden“ – Erzbischof Koch: „Es lässt mich verzweifeln, dass immer noch Juden bei uns nicht in Frieden leben können“


Bonn-Berlin-Halle (kath.net/pl) „Ich bin entsetzt und erschüttert über den feigen Anschlag von Halle.“ Das sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, nach dem Anschlag vor der Synagoge in Halle an der Saale gemäß Presseaussendung. „Unser Mitgefühl gilt den Todesopfern, ihren Angehörigen und den Verletzten. Die Täter hatten offensichtlich gezielt die Synagoge von Halle ausgesucht, um am höchsten jüdischen Feiertag Blut zu vergießen. Wir stehen solidarisch an der Seite der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Antisemitismus oder gar blinde Gewalt dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. Wir sind den Juden in unserem Land, unseren Schwestern und Brüdern, gerade in diesen Stunden eng im Gebet verbunden.“

Ebenso hatte sich der Berliner Erzbischof Heiner Koch bestürzt gezeigt von den schrecklichen Nachrichten aus Halle. Der Presseaussendung zufolge sagte er: „Es lässt mich verzweifeln, dass immer noch Juden bei uns nicht in Frieden und ohne Angst leben können. Ich stehe an der Seite unserer jüdischen Nachbarn und trauere mit ihnen.“


Auch der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki äußerte sich bereits: „Ich bin erschüttert über die Nachrichten aus #Halle. Beten wir für die Opfer und ihre Angehörigen und arbeiten wir gemeinsam daran, dass Juden in Deutschland nie wieder Angst haben müssen!“

Papst Franziskus hat am Ende des Bischofssynodenarbeitstages der Opfer des Anschlags gedacht, teilte die Pressestelle des Vatikans mit. Bereits am Morgen - also noch vor dem Anschlag - hatte der Papst mit den Synodenteilnehmern anlässlich des Jom Kippur-Festes für die jüdischen Gemeinden gebetet.

Mehrere Täter hatten in der Stadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt Schüsse abgegeben, offenbar war versucht worden, die Synagogentür aufzuschießen, während darin die Gottesdienstgemeinde für die Feier des höchsten jüdischen Feiertags Jom Kippur versammelt gewesen war. Zwei Menschen starben (eine Frau, die gerade den jüdischen Friedhof verließ und ein Mann bei einem Dönerstand, der etwas entfernt von der Synagoge stand), Verletzte werden im Krankenhaus behandelt. Die rund 80 Gottesdienstteilnehmer konnten die Synagoge erst nach längerer Zeit verlassen und wurden danach ärztlich betreut. Vor vielen Synagogen in Deutschland wurde vorsichtshalber die Polizeipräsenz verstärkt. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen.

Zwei Todesopfer nach Schüssen in Halle


Eine junge jüdische Mutter twitterte nach dem Anschlag:

Foto: Symbolbild (c) kath.net


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