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US-Erzbischof: Gott hat einen Plan für jeden von uns

9. Dezember 2011 in Spirituelles, 6 Lesermeinungen
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Der New-Yorker Erzbischof Timothy Dolan über die Kernfrage jeder christlichen Berufung: „Was möchte Gott, wie ich mein Leben verbringe?“. Die Krise der Priesterberufungen könne man nicht von der Krise der Eheberufungen trennen.


New York (kath.net/pl) Der Gedanke, „dass Gott einen Plan für jeden von uns hat“, gehöre zur „katholischen Weltanschauung“. Dies sagte der Erzbischof von New York, Timothy Dolan, in einem Interview mit „Our Sunday Visitor“. Gott „lädt uns ein, ein Leben zu führen, das uns zu Ihm zurückbringt“.

Die „Kernfrage“ von Berufung sei deshalb: „Was möchte Gott, wie ich mein Leben verbringe?“, aus dieser Frage entsprängen dann die Lebensformen des Priestertums, des Ordenslebens, der Ehe, der geweihten Ehelosigkeit. „Ich fürchte immer, dass wir den Zug verpassen, wenn wir nicht über die Ehe als eine Berufung sprechen“, betonte Dolan. Darin läge „die größte Berufungskrise“ der heutigen Kirche. „Wenn nur die Hälfte unserer Katholiken heiratet, müssen wir uns nicht wundern“, wenn auch „die Zahlen der Berufungen ins Priester- und Ordensleben“ krisenhaft reagieren würde.


Vor kurzem „sagte ein junges Paar zu mir, dass sie ihren Pfarrer gefragt hätten – und der habe gesagt, sie sollen ihren Erzbischof fragen – ob es okay wäre, wenn sie sich während der Trauung auf den Boden niederwerfen würden, während die Allerheiligenlitanei gesungen werde. Ich habe gedacht: „Wow, warum nicht?“

Wenn er von einer „Berufungskultur“ spräche, dann meine er damit, dass wenn „junge Menschen in einer Kultur aufwachsen, welche sie dazu ermutige, den Willen Gottes zu erfüllen“ und den Wunsch zum Priestertum bestätige, „dann wird man Priester bekommen“, erläuterte Dolan. Denn die Familie nehme viel Einfluss darauf, wenn ein junger Mann über eine Berufung zum Priestertum nachdenke

Über die Berufung zum Priestertum solle nicht verwässert gepredigt werden, sondern „unverblümt“. Es gehe um „Nachfolge“. Der junge Mann soll „seine Beziehung zu Jesus Christus“ pflegen. „“Wir lernen Jesus kennen, wir sprechen mit Ihm, wir sagen Ihm, dass wir Ihn brauchen, Ihn lieben, nichts ohne Ihn tun können. Wir sagen Ihm, dass er unser Herr und Erlöser ist, aber wir sagen Ihm ebenso, dass wir Ihn für unseren besten Freund halten. Wir sagen Ihm, dass wir unser restliches Leben, hier und in der Ewigkeit, mit Ihm verbringen möchten.“ „Wir lesen Sein Evangelium. Wir sitzen vor Ihm in seiner eucharistischen Gegenwart. Wir sehnen uns danach, Ihn in der Heiligen Kommunion zu empfangen; wir sehnen uns danach, die Zusage seiner Gnade im Sakrament der Versöhnung zu hören“.

kathTube-Kurzvideo: Die große Berufung des Priesters (Berufungsfilm der Erzdiözese New York)



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