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Kirchenrechtler Müller: Aufruf zum Ungehorsam erfüllt Straftatbestand

14. September 2011 in Österreich, 14 Lesermeinungen
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Der Aufruf der österreichischen „Pfarrerinitiative“ verstößt gegen Canon 1373, erklärt der Wiener Kirchenrechtsexperte im ORF-Radio


Wien (kath.net) Der Wiener Kirchenrechtler Ludger Müller sieht im „Aufruf zum Ungehorsam“ der österreichischen „Pfarrerinitiative“ einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Rechtsordnung der Kirche. „Die Überschrift ist auf jeden Fall anstößig. Sie würde für sich genommen schon einen Straftatbestand erfüllen, nämlich den Straftatbestand des Canon 1373, der Aufforderung zum Ungehorsam.


Dieses Delikt ist bedroht mit einer 'gerechten Strafe', wobei als Maß das Interdikt genannt wird. Das Interdikt ist sozusagen eine kleine Exkommunikation, also der Ausschluss von den Sakramenten.“ Das sagte Ludger Müller, Professor für Kanonisches Recht (Kirchenrecht) an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien, in der Sendung „Religion aktuell“ im ORF-Radio Ö1 am 8. September.

Canon 1373 des "Codex Iuris Canonici", des Gesetzbuchs der römisch-katholischen Kirche, lautet: „Wer öffentlich wegen irgendeiner Maßnahme der kirchlichen Gewalt oder eines kirchlichen Amtes Streit der Untergebenen oder Haß gegen den Apostolischen Stuhl oder den Ordinarius hervorruft oder die Untergebenen zum Ungehorsam gegen diese auffordert, soll mit dem Interdikt oder anderen gerechten Strafen belegt werden.“

Auch inhaltlich sei der Aufruf untragbar, weil er klare Aufforderungen zum Gesetzesverstoß enthalte. Müller sieht Handlungsbedarf von Seiten der Bischöfe. Als ersten Schritt müssten die betroffenen Pfarrer schriftlich ermahnt werden.



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Lesermeinungen

 Maria7 14. September 2011 

Strafstandbestand. Das hört sich zunächst wie eine unheilvolle Drohung an, vor der man sich fürchten müsste. Die Paragraphen des CIC regeln allerdings ausschliesslich interne Angelegenheiten der RKK. Wer sich ausserhalb dieser befindet, wird daher auch keine Angst vor diesen haben. Eine Drohung mit dem CIC wird mit Sicherheit in die Leere gehen. Daher muss es hier einen andern Ansatz geben.


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 pfaffenheini 14. September 2011 

Kirchenrecht.
ganz böse.
aber es wirkt.

www.gehorsam.net/#CIC


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 Genesis 14. September 2011 

@ Katholik

Sie sprechen mir aus der Seele.
Aber was kann man da machen?
Also, ich plädiere wenigstens für ein \"paar Abnäher\" in dessen Schafspelz, denn bisweilen fühlen sie sich sichtlich wohl in ihm.


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 spesalvi23 14. September 2011 

@ supernussbi

100% ige Zustimmung!!


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 Tradi 14. September 2011 
 

@supernussbi

eigentlich haben Sie Recht! Und Sie stellen eine interessante Frage: Warum zerbrechen so viele junge Priester? Nun ich kenn da zwei: Einen der von der Pius- zur Petrusbruderschaft gewechselt ist und einen jungen Ordenspriester. Der erstere ist glücklich, wieder in der Einheit mit dem Hl. Vater zu sein, der andere hat mehr oder weniger aufgegeben und jetzt kommts: Weil er von seinen Oberen und dem Bischof einfach mal im Stich gelassen wird. Er DARF(!) nicht den unverkürzten Glauben verkünden (hauptsächlich ging es dabei um die \"letzten Dinge\" in der Kathechese) Ich erwarte einfach mal von unserern Hirten Rückgrat und kein herumlavieren, das macht nämlich alles immer nur schlimmer. Mit der klaren und unmissverständlichen Botschaft des Evageliums gewinnt man Herzen, und nur damit!


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 supernussbi 14. September 2011 

Trotz allem freundschaftlich für und mit den Bischöfen

Ob das notwendig ist - lieber Tradi - so direkt unseren Bischöfen an den Karren zu fahren? Ich finde es nicht gut, zumal man in der Regel ja manche Vorgänger-Bischöfe zur Rechenschaft ziehen sollte. Damit erreicht man kaum was, gewinnt man kaum einen Vorgesetzten. Es ist wie bei uns in den Pfarreien: Wenn die Pilgerwege unserer Vorgänger mit dem Pfarreivolk eher bergab gegangen sind, kann man nicht mittendrin mit allen gerade 500m Höhenunterschied zurücklegen. So ist es für manchen Hirten kein Schleck nur schon die nächsten Mitarbeiter für das Aufwärts - sprich: Neuevangelisierung - zu gewinnen. War zerbrechen denn so viele junge Priester? Darum lasset uns beten: \"VENE SANCTE SPIRITUS!


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 elisabetta 14. September 2011 
 

Bischöflicher Ordnungsruf

Viele Bischöfe können ihre Priester auch deshalb schlecht zur Ordnung rufen, weil sie selber in demselben Fahrwasser schwimmen (sprich: Falsch verstandene Meinungsfreiheit, Opposition gegenüber dem Papst, Verwässerung bzw. Nichteinhalten der Katholischen Glaubenslehre usw.) und sie daher den ungehorsamen Priestern gegenüber unglaubwürdig wären. Wieviel Glaubwürdigkeit sie bei den gläubigen Katholiken haben ist ihnen offensichtlich egal.


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 Katholik 14. September 2011 

Einmal umgekehrt formuliert

Die Hirten sind unbarmherzig gegenüber der ihnen anvertrauten Herde, wenn sie ihr nicht den kirchenrechtlich vorgeschriebenen Schutz vor den unheilstiftenden Wölfen (mit oder ohne Schafspelz) zukommen lassen. Nicht-Anwendung des Gesetzes ist Unbarmherzigkeit gegenüber denen, die in ihrem Glauben und in ihrem Festhalten an den Hirten der Kirche geschädigt werden!


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 st.michael 14. September 2011 
 

@Eichendorff

Da haben Sie Recht, aber urteilen Sie nicht so hart, denn wer soll letztendlich das Recht durchsetzen wenn viele der hochrangingen Kirchenvertreter mit Ignoranz und offener Opposition das Kirchenrecht aushebeln.
Oder könnte man sich vorstellen unser interviewwütiger EBZ würde Recht nach dem 6.Gebot durchsetzen ?
Natürlich nicht er eiert lieber in der Mitte herum.
Die Parrallele verläuft quer durch die Gesellschaft deren Aufgabe es ist geltendes Recht dermäßen zu beugen, das es bricht.
Insofern passen sich Teile der Ortskirchen nahtlos in den Zeitgeist Konsens, das nur Recht ist was die Mehreit will.
Satt dem Credo beten sie alle : \" Mehrheit ist Wahrheit \"
Die Resultate kann man \"bewundern\" auf dem Müllplatz !
Erbärmlich !


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 supernussbi 14. September 2011 

Bei weltl.Firma schon längst freigestellt

Ein liberaler Firmenchef sagte mir schon vor zehn Jahren: \"Herr Pfarrer, was ist mit der Kirche los? In keiner Firma können sich Mitarbeiter gegen die Chefs mobilisieren und werden dann noch weiter beschäftigt...!\"
Natürlich ist die Hl. Kirche Gottes keine Firma, sondern es geht ihr immer auch um den fehlerhaften Mitarbeiter, der die Chance einer barmherzigen Einbindung haben muss. Allerdings hat die jahrelange scheinbare Barmherzigkeit mancher Hirten in den Gemeinden und Bistümern weniger mit dieser Art Barmherzigkeit als mit Feigheit und eigener Untreue zu tun.
Das Heil der Seelen und die Einheit der Kirche in Bewahrung der sakramentalen Grundstruktur würde schon längst unzählige Abberufungen und Neubesetzungen erfordern. Aber eben, man kann in keiner Familie tatenlos zusehen, wie Pubertierende ihre Freiheit gegen das eigenen Daheim missbrauchen. Die Werbung für mehr Gläubige und neue geistliche Berufungen scheitert wohl auch am öffentlichen Verhalten des Personals.


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 Eichendorff 14. September 2011 
 

wenn dieser Ungehorsam toleriert wird

dann ist das ganze Kirchenrecht Makulatur


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 Tradi 14. September 2011 
 

Unsere Bischöfe

bestrafen weder den Verstoß gegen liturgische Vorschriften, noch den Verstoß gegen Kleiderordnungen für Kleriker, noch weisen Sie auf die Voraussetzungen für den Empfang der Eucharistie hin. Sie versuchen nur noch, nicht anzuecken und das liebe Excellenzen ist nicht das, was Sie bei Ihrer Priester- und Bischofsweihe gelobt haben, und schon gar nicht das, was Christus vorgelebt hat! Besinnung auf den Herrn täte gut, aber das kann man ja von Ihnen, liebe Excellenzen im Dialogprozess auch nicht erwarten....


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 Katholik 14. September 2011 

Beispiel Irland

Im Brief an die Katholiken in Irland hat der Papst ganz klar darauf hingewiesen, dass die Nichtanwendung des Kirchenrechts durch Bischöfe sehr schwerwiegende Folgen hat. Dort ging es um moralische Fragen, hier um Fragen der Lehre und der Disziplin, aber der Grundsatz ist gleich: Kann ein Bischof von sich aus darüber bestimmen, welche im Kirchenrecht festgelegten Straftaten er ahndet und welche nicht, unabhängig davon, was das Gesetz vorschreibt oder vielleicht sogar nach Ansehen der Person (dieser Priester ist in den Medien bekannt, den bestrafe ich lieber nicht)?


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 Interessiert 14. September 2011 
 

Handlungsbedarf

Gesetze, die man nicht anwendet verlieren Ihre Kraft und ermutigen zum Rechtsbruch. Dies sollten sich die Bischöfe vor Augen halten.


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