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Kinder haben ein Recht auf Religion von Anfang an

4. August 2011 in Deutschland, 1 Lesermeinung
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Limburger Bischof Tebartz-van Elst schreibt Eltern der Schulanfänger


Limburg (kath.net) Am Montag gehen viele Mädchen und Jungen in Hessen und Rheinland-Pfalz zum ersten Mail in die Schule. In einem persönlichen Schreiben wendet sich Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst an die Eltern der Schulanfänger und lädt sie ein gemeinsam mit ihrem Kind, die Chancen zu entdecken, die das Fach Religion bietet. Dem Brief liegt auch eine Gebetskarte bei: Das Gebet greift die Anliegen von Eltern für ihre Kinder und die Wünsche der Kinder für das gemeinsame Lernen und gelingende Freundschaften auf.

„Religion macht das Leben reich und weitet den Horizont“, schreibt der Bischof von Limburg. Das Evangelium sei die gute Nachricht des Lebens, die Kindern nicht vorenthalten werden dürfe. „Kinder haben ein Recht auf Religion und auf den Religionsunterricht ab dem ersten Schuljahr, also von Anfang an“, so Tebartz-van Elst. Religionsunterricht erschließe „einen eigenen, unverzichtbaren Zugang zur Welt, der durch keinen anderen Zugang zur Wirklichkeit ersetzt werden kann und der unschätzbarer Bedeutung für die kindliche Entwicklung ist.“


Religiöse Fragen hätten immer Bedeutung für die Seele. Man werde sensibel und aufmerksam für Gott und die Menschen, für Freude und Hoffnung und gegenüber Ungerechtigkeit, Not und Leid. Der Glaube sei ein Geschenk Gottes, das die Menschen nicht machen könnten. Bischof Tebartz-van Elst verweist in seinem Brief auch auf die große Bedeutung der Religion für die Gesellschaft: „Das Christentum hat unsere Kultur geprägt und wir können unsere Gesellschaft weder verstehen noch gestalten, wenn wir die Werte, die aus der biblischen Tradition kommen, nicht beachten“, so der Bischof. Jesus von Nazareth und sein Evangelium, das im Alten Bund wurzle, sei in der Kultur tief verankert.

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst bittet die Eltern um ihr Engagement, wenn der Religionsunterricht an der Schule des Kindes drohe auszufallen und dieses wichtige Unterrichtsfach zu unterstützen. Er ermutigt sie auch, im Gespräch den Kontakt zu den Religionslehrern der Kinder zu suchen, und sich über Ziele, Inhalte und Methoden modernen Religionsunterrichts zu informieren.


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