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Mannheim und was dann?

20. Juli 2011 in Kommentar, 30 Lesermeinungen
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Wer sich nicht mit der Lehre der Kirche identifiziert, spricht sich selber die Katholizität ab. Eine verhinderte Klärung der Standpunkte ist eine Form von Dialogverweigerung - Ein Gastkommentar von Prof. Hubert Gindert / Forum Deutscher Katholiken


Mannheim (kath.net)
Die Auftaktveranstaltung für das überdiözesane Gesprächsforum ist am 9. Juli in Mannheim zu Ende gegangen. Sie zielte, wie im Einladungsschreiben steht, nicht auf „Beschlüsse und Handlungsprogramme“. Das Treffen sollte aber „Perspektiven und Handlungsprogramme“ für die Jahre 2012 bis 2015 bringen. Die Delegierten sind von Mannheim mit der Frage, wie wird es weiter gehen, nachhause gefahren. Viele sind ratlos und verwirrt. Die Erwartungen an den Dialogprozess gehen weit auseinander.

Die rund 300 Teilnehmer sollten „die reiche Vielfalt der Katholischen Kirche in Deutschland“ widerspiegeln. „Zu 90% ist hier der Mainstream der Katholiken in Deutschland versammelt“, so Theodor Bolzenius, der Sprecher des Zentralkomitees der Katholiken (ZDK). Was heißt hier „Mainstream“, wenn noch 10% der Katholiken am Sonntag den Weg zur Kirche finden? Sind die repräsentiert, die den Katholischen Glauben praktizieren und für ihn in der Öffentlichkeit einstehen? Sind die vertreten, die ihr Leben nach dem unverkürzten und unverfälschten Evangelium ausrichten wollen, die sich nach einer Liturgie in der Ordnung der Kirche sehnen? Sind die repräsentiert, die für ihren Glauben missionarisch in der Öffentlichkeit einstehen? Diese findet man heute besonders in den neuen Geistlichen Bewegungen und in neuen Initiativen, wie „Deutschland pro Papa“ oder bei den Unterzeichnern der Petition „Pro Ecclesia“.

Zweifellos wollen die Bischöfe mit dem Gesprächsforum erreichen, dass der Glaube in Deutschland nicht verdunstet, sondern wieder belebt und an die nächste Generation weiter gegeben wird.

Das Mannheimer Treffen war überschrieben mit „Im Heute glauben, wo stehen wir“?
Das „Wir“ suggeriert eine Einheit im Glauben. Stehen die Teilnehmer des Dialogprozesses im gleichen Glauben? Eine Selbstvergewisserung im Glauben wäre angesagt. Erzbischof Johannes Dyba äusserte sich am 27. Sept. 1988 zur Weitergabe des Glaubens so: „Wenn wir von Weitergabe des Glaubens an die kommende Generation sprechen, dann gehört zuerst Eines: Wir müssen selber fest im Glauben stehen, sonst können wir den Glauben nicht weitergeben. Wenn wir selbst mit einer ganzen Bürde von Wenn und Aber belastet, wenn wir selbst voller Probleme sind, dann können wir eben nur Probleme weitergeben. Wenn wir selbst unsicher sind, können wir nur Unsicherheiten weitergeben“.

Glauben wir noch fest an die fundamentalen Aussagen unseres Glaubens, wie wir sie im Credo bekennen: An die Geburt Jesu aus der Jungfrau Maria, an die Auferstehung Jesu am dritten Tag, an seine Wiederkunft; aber auch an Aussagen, wie die reale Gegenwart Christi in der Verwandlung von Brot und Wein, an die Notwendigkeit der Stiftung der Kirche durch Jesus Christus, an die besondere Stellung des Papstes als Stellvertreter Christi auf Erden?

Diese Selbstvergewisserung im Glauben geschah in Mannheim nicht. Aber ohne diese macht man sich mit einer trügerischen Hoffnung auf den Weg. Jeder versteht die Sorge der Bischöfe um die Einheit. Aber eine Scheineinheit wird nicht weit tragen. Auf dem Spiel steht nicht weniger als der Glaube an Jesus Christus, für den die Kirche steht.


In der Selbstvergewisserung geht es nicht um eine Auseinandersetzung zwischen einem „konservativen“ und einem „reformerischen“ Lager, wie gerne behauptet wird, um das Problem zu vernebeln. Tatsächlich interessiert, ob sich die einen oder die anderen ganz oder nur teilweise mit der Lehre der Kirche identifizieren. Niemand darf dem anderen die Katholizität absprechen, so hören wir. Soll damit das Problem unter dem Deckel gehalten werden? Wer sich nicht mit der Lehre der Kirche identifiziert, spricht sich selber die Katholizität ab. Eine verhinderte Klärung der Standpunkte wäre auch eine Form von Dialogverweigerung.

Stehen noch alle, die sich als Katholiken bezeichnen, in der gleichen Kirche? Im Offenen Brief vom 5. Juli 2011 sagt die KirchenVolksbewegung Wir sind Kirche: „Wir fürchten, dass eine allgemeine Erörterung der Fragestellung: „Wo stehen wir mit unserem Glauben und als Kirche heute in der Welt?“ sowie das angekündigte Bemühen „um eine vertiefte Klärung und Vergewisserung des Zeugnisses der Kirche in der Welt und ihrer Sendung zu den Menschen“ nicht ausreicht, sondern von den drängenden Fragen eher ablenkt“.

Zu den „Minimalforderungen“ von deren Regelung „die Glaubwürdigkeit aller weiteren Reformbestrebungen abhängt“ zählen für „Wir sind Kirche“: „Abschaffung des Pflichtzölibats, Zugang der Frauen zu allen kirchlichen Ämtern, das gemeinsame Abendmahl mit anderen Konfessionen und wieder verheirateten Geschiedenen, das Ende der Diskriminierung Homosexueller“.

Die Vertreter von „Wir sind Kirche“ waren nicht nach Mannheim eingeladen. Aber die Musik von draussen, hat drinnen längst ein Echo gefunden, besonders bei den Delegierten der katholischen Verbände und Rätegremien, gut zwei Drittel der Teilnehmer. Ihr Forderungskatalog deckt sich mit dem von „Wir sind Kirche“.

Von „Reform“ geht eine Faszination aus. Die Katholische Kirche hat eine fast unüberschaubare Zahl von Reformern. Das sind die Heiligen, die wirklich Großen in der Kirche. Sie haben durch 2000 Jahre die Kirche auf Kurs gehalten, sie immer wieder auf den „schmalen Weg“ zurück gebracht. Wir haben heute zu viele selbst ernannte Reformer, aber zu wenige Heilige.

In einer Versammlung, die die Katholiken verträte, müsse man auch über Zölibat, Frauenpriestertum etc. reden können. Natürlich! Aber man soll nicht so tun, als sei das noch nicht geschehen. Im Kirchenvolksbegehren 1995 wurden die bekannten Forderungen breit unter das Volk gebracht. Jetzt stehen wir an einem entscheidenden Punkt für die Einheit im Glauben und für das Gelingen des Dialogprozesses. Bei unerfüllbaren Forderungen ist Glaubensgehorsam gefordert. Glaubensgehorsam ist für viele Delegierte zum Fremdwort geworden.

Ein Beispiel: Im Schreiben vom 22. Mai 1994 „Über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe“ stellt Johannes Paul II fest: … Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32), dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben“. Diese biblisch am Beispiel Jesu begründete Entscheidung wird ständig, obwohl alle Gläubigen „religiösen Gehorsam des Willens und des Verstandes leisten“ müssen, in Frage gestellt.

Die seit Jahren gebetsmühlenhaft vorgetragenen Forderungen müssen auf dem weiteren Weg des Dialogprozesses, wenn keine Klärung möglich ist, zur Frustration oder zum offenen Aufstand gegen die Gesamtkirche führen. Der Ruf nach einem deutschen Sonderweg, der aus der Universalkirche herausführt, liegt auf der Hand.

Die gefährdete Einheit ruft nach dem Pontifex, dem Brückenbauer. Das ist der Papst in Rom. Will man ihn hören? Auf die Frage in Mannheim „was berichte ich als Botschafter zuhause?“, sagt Rita Waschbüsch vom ZDK und Vorkämpferin von Donum Vitae, dass sie das Wort „Rom“ an diesem Wochenende nicht ein einziges Mal gehört habe. Als Echo kam aus dem Publikum: „Gott sei Dank!“. „Wir sind Kirche“ sagte es im offenen Brief vom 5. Juli noch etwas deutlicher: „Wir lehnen einen Verweis auf eine „weltkirchliche Ebene“ ab, wenn damit nur die römische Sicht stabilisiert werden soll“. Das kann nicht überraschen.

Im 40-seitigen Dossier der Kirchenvolksbewegung, abgedruckt in „Publik–Forum“ vom 26. Jan. 1996 steht: „So wird der Gehorsam gegenüber Rom zum eigentlichen Problem für einen Dialog zwischen einem demokratisch, freiheitlich gesinnten Kirchenvolk und einer hierarchischen, diktatorisch strukturierten Kirchenführung. Der Wert dieses Kadavergehorsams muss vom Kirchenvolk öffentlich in Frage gestellt werden und gleichzeitig seine Problematik in Bezug auf Dialogmöglichkeiten bewusst gemacht werden“.

Es wird der Hinweis von Bischöfen, dass bestimmte Forderungen außerhalb ihres Kompetenzbereichs lägen, zunehmend nicht mehr akzeptiert. Die Situation spitzt sich zu. Frühere Versäumnisse rächen sich jetzt.

Die Bischöfe sind die berufenen Hirten und die ersten Glaubenslehrer. Auf sie kommt in den nächsten Jahren die Aufgabe zu, den Delegierten die Wahrheit mit Einfühlungsvermögen, aber auch mit Autorität zu verdeutlichen.

Werden sie auf offene Ohren stoßen?
Mannheim sollte Perspektiven aufzeigen und Impulse für die Grundvollzüge unseres Glaubens liefern. Nehmen wir das Glaubenszeugnis. Es setzt die Kenntnis des Glaubens voraus. Wer auf den niedrigen Stand religiösen Wissens hinweist, verrät nichts Neues. Die Kleinkinder lernen in der Familie kaum mehr Gebete, religiöse Lieder, das Kreuzzeichen. Sie wachsen nicht mehr mit dem Gottesdienstbesuch in die Kirche hinein, weil die Eltern meist nicht mehr praktizieren. Die Schüler bringen vom Religionsunterricht wenig Glaubenswissen mit.

Die Erwachsenenkatechese spart Themen, die gegen die „politische Korrektheit“ in der Kirche verstoßen, wie voreheliches Zusammenleben, die Kommunion geschiedener Wieder- verheirateter etc. aus. Wenn der Dialogprozess zum Glaubenszeugnis führen will, kommt er nicht daran vorbei, auch über eine Neuordnung des Religionsunterrichts und der Erwachsenenkatechese und vor allem über die Feier der Eucharistie, in der die Gläubigen zur Ehrfurcht und Anbetung finden, zu sprechen.

Die Benediktinerin Johanna Domek versprach in Mannheim, der Kölner Konvent werde für den guten Verlauf des Dialogprozesses beten. Sie hat einen Ausweg aus der Sackgasse aufgezeigt. Reformen in der Kirche waren stets von einem Gebetssturm begleitet. In der Kirchengeschichte gab es Klöster und Gebetsgemeinschaften, die die großen Reformanliegen vorangebracht haben. Die Neuevangelisierung in unserem Land ist eine riesige Aufgabe. Das geht nicht mit Machertum. Das Resultat von Aktivitäten ohne Gebet ist bekannt. Es sind endlose Konferenzen, Sitzungen und wertlose Papiere. Wann rufen die Bischöfe zu einem landesweiten Gebet und zur eucharistischen Anbetung für das große Vorhaben auf. Der Text eines Kurienkardinals fasst unsere Anliegen zusammen:
„Heiliger Bonifatius, heiliger Petrus Canisius, all ihr Heiligen und Seligen unseres Landes!

Nach allem Kampf und Leid dieser Erdenzeit seid ihr in seliger Vollendung in Gottes Herrlichkeit. Mit euch vollendet ist dort auch eure Liebe zu Deutschland, eurer irdischen Heimat: die Liebe hört nimmer auf!

So kommen wir voll Vertrauen zu euch, um euch die Not unseres Vaterlandes vorzutragen. War Deutschland einst ein Hort des Glaubens und der Treue zu Jesus Christus und seiner Kirche, so leben heute Millionen in unserem Lande ohne Wissen um das Woher und Wohin ihres Lebens, ohne Hoffnung und wahre Freude.

Erbetet ihr nun von Gott die Gnade, dass die vielen, die Gefahr laufen, verloren zu gehen, dies erkennen und Jesus Christus den einzigen Retter der Menschen und der Welt.

Bittet vor allem für die Bischöfe, Priester und Ordensleute Deutschlands, für alle, denen die Weitergabe des Glaubens aufgetragen ist. Möge der Heilige Geist sie mit Licht und Kraft erfüllen, dass sie nach eurem Beispiel Zeugnis geben für Christus und Wegweiser werden für die vielen, die nach Sinn und Ziel ihres Lebens suchen.

Erbittet für alle getauften und gefirmten Christen die Gnade, Licht auf dem Leuchter und Salz der Erde zu sein für alle die ihnen begegnen.

Betet ihr lieben Heiligen, bete vor allem Du Maria, Mutter unseres Erlösers, gemeinsam mit uns, wie der Herr uns zu beten gelehrt hat.

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Lesermeinungen

 Christa 25. Juli 2011 

Wer sich nicht mit der Lehre der Kirche identifiziert, spricht sich selber die Katholizität ab.

Sehr richtig, Herr Prof. Gindert. Der Dialogprozess weicht sehr von der Lehre ab. Aber ich stelle fest für dieses Thema wurde der richtig Ort ausgesucht. Da steht man dem Papst-Gegner Küng näher als unserem HL. Vater. Es wird alles getan, um weitere Kirchenaustritte zu vermeiden. Gebetet wird so gut wie nicht unter den Gremiumskatholiken. Wie soll da der HL. Geist wirken.


0
 
 Schreiberei 22. Juli 2011 
 

Hervorragende Analyse

Ich kann Herrn Prof. Gindert nur in allen Punkten zustimmen und bin der Meinung, daß dies die sorgfältigste Analyse der ganzen Problematik ist.


1
 
 friedolin 21. Juli 2011 
 

Sorgfältige Analyse

Hubert Gindert hat eine sorgfältige Analyse und kritische Sicht des Mannheimer Dialogs vorgelegt, die meiner Ansicht nach alle kritischen Punkte beleuchtet.
Herzlichen Dank an Hubert Gindert


2
 
 M.Schn-Fl 21. Juli 2011 
 

Korrektur

Tippfehler. Es soll \"im Himmel erhöhter Herr\" nicht erhört heißen. Sorry.


0
 
 M.Schn-Fl 21. Juli 2011 
 

@placeat tibi

Vielen Dank.
Ich stimme Ihnen voll zu. Die Bischöfe müssen nun endlich klare Entscheidungen treffen. Ein Jein ist lau und dem im Himmel erhörten Herrn so zuwider, daß er sie aus seinem Mund ausspeien will.


2
 
 placeat tibi 21. Juli 2011 
 

@M.Schn-Fl

\"Die Katholiken sind unschuldig daran, daß die Katechese gestrichen wurde\"

Ja, man muß sich in der Tat klamachen, daß es hier Millionen Katholiken gibt, die weder die Gnade hatten, in rom- und lehrentreuen Milieus in den Glauben reinzuwachsen, noch die Gnade, es durch heilige Priester und würdige Messen neu- oder wiederentdecken zu dürfen.
Durch ein Schisma würde das Unheil Unzähliger besiegelt, Widerspruch innerhalb der Kirche verstummte, es spielte den Glaubensverderbern voll in die Karten.
Es wäre völlig ausreichend, die Ingenieure der Häresie in der Kirchenbürokratie und ihre Gremien zu entmachten. Deprimierend allerdings ist, daß die Bischöfe bestenfalls ein Appeasement signalisieren. Beten wir um neue Dybas, auch um mehr Kurienkardinäle wie Exz. Brandmüller und viele heilige Priester!


2
 
 M.Schn-Fl 21. Juli 2011 
 

@Dottrina

Vom Forum Deutscher Katholiken haben zwei Männer aus der Leitung am Mannheimer Gesprächskreis teilgenommen. Sie wafren eingeladen von der DBK. Allerdings kann man schon sagen, daß es mehr als zwei hätten sein müssen.


1
 
 M.Schn-Fl 21. Juli 2011 
 

Schisma?Trennung?

@Dominik [email protected]
Schismen in der Kirche haben immer großes Leid für die Kirche gebracht.
Die heilige Katharina von Siena ist über dem großen Schisma, daß sie kommen sah, zerbrochen. Sterbend betete sie: \"Herr, drücke mein Herz aus über dem Antliz deiner Kirche.\"
Die Katholiken sind unschuldig daran, daß die Katechese gestrichen wurde, ihnen im Relogionsunterricht der Glaube ausgetrieben oder nicht vermittelt wurde und sie in Predigten gegen Papst und Kirche aufgehtzt wurden.
Trennen muß man sich zwingend und sofort von den Tätern, die dieses alles betrieben haben und bis heute betreiben.


2
 
 Bulle 21. Juli 2011 
 

Super, Herr Professor!

Schön, dass es doch noch alte Katholiken gibt, die nicht zerfressen sind vom falschen Zeitgeist!
Vielen herzlichen Dank für die Analyse.


4
 
 Dominik Pallenberg 20. Juli 2011 

Klartext

Zitat: „Die seit Jahren gebetsmühlenhaft vorgetragenen Forderungen müssen auf dem weiteren Weg des Dialogprozesses, wenn keine Klärung möglich ist, zur Frustration oder zum offenen Aufstand gegen die Gesamtkirche führen. Der Ruf nach einem deutschen Sonderweg, der aus der Universalkirche herausführt, liegt auf der Hand.“

So ist es. Und weil die „Minimalforderungen“ – welche Anmaßung! – von den Bischöfen nicht erfüllt werden können, wird am Ende des Palavers das Schisma folgen – und das ist auch gut so. Es muß einmal ein Ende haben.


1
 
  20. Juli 2011 
 

Danke. Prof. Gindert.

Für diese klaren Worte, beten, beten und nochmals beten.

ber dennoch wäre es in meinen Augen überlegenswert, ob es nicht doch Sinnvoller wäre, wenn sich die HRKK von denen trennen würde, die sich wohl nach außen hin noch als katholisch ausgeben, innerlich aber schon längst geistig von dieser verabschiedet haben. Denn diese tragen genau das in die Kirche Gottes unseres Herrn, das am 11 Mai 2010 Papst Benedikt XI in Fatima ausgesprochen hat:

„Heute sehen wir in wirklich erschreckender Weise, dass die größte Verfolgung der Kirche von Feinden nicht von außerhalb kommt, sondern aus der Sünde innerhalb der Kirche entsteht“

Die Spreu vom Weizen trennen.

Gott zum Gruße


1
 
 Dottrina 20. Juli 2011 
 

Prof. Gindert

ist ein hervorragender Mann und bringt es auf den Punkt. Wo, bitte schön, war in Mannheim ein Vertreter des Forums deutscher Katholiken? Wenn man nur einseitige \"Dialoge\" führt, ist es natürlich kein \"Dia\"log mehr, sondern ein \"Mono\"log. Ich freue mich schon auf den kommenden Kongress des Forums!


2
 
 El Greco 20. Juli 2011 
 

Palaver-Theologie im Anflug

Also diese Gesprächstherapie in Mannheim spiegelt sicherlich den katholinken Mainstream in Deutschland wieder. Die dortigen Teilnehmer haben die Gesprächstherapie besonders dringend nötig.

Wenn die mal genauso viel beten würden, wie sie rumpalavern wäre der Kirche schon sehr geholfen.

Im Prinzip werden wieder Nebelgranaten geworfen. Manche Bischöfe sympathisieren offen mit den protestantischen Forderungen, aber da ist ja noch \"leider\" Rom


3
 
 Kathole 20. Juli 2011 
 

@Beaconsfielder: Die Zielbeschreibung des DBK-Dialogs

Das von Ihnen aus dem Artikel herausgegriffene Zitat aus dem Dossier der Kirchenvolksbewegung, abgedruckt im „Publik–Forum“ vom 26. Jan. 1996, ist anscheinend der Schlüsel zum Verständnis von Sinn und Zweck des ganzen \"Dialogprozesses\" der DBK .

Die Absicht der \"Dialog\"-Architekten (Lehmann, Zollitsch, Langendörfer, Kiechle) ist offensichtlich die, einen Prozeß maßgeschneidert so in Gang zu setzen, daß am Schluß der Veranstaltung \"Rom\" als der Bösewicht und Störenfried schlechthin des dialogseligen deutschen Kirchenfriedens medienwirksam an den Pranger gestellt wird, ohne daß die grauen Eminenzen und Exzellenzen dabei selbst allzu sehr in Erscheinung treten müssen. Sie können im Hintergrund bleiben und sich die Hände reiben.

Aber das generalstabsmäßig geplante und organisierte Schüren des \"spontanen\" deutschen Volksorns gegen mißliebige Feinde hat in Deutschland ja schon (fast 80-jährige) Tradition.


3
 
 placeat tibi 20. Juli 2011 
 

Danke auch kath.net für den Abdruck!

Für einen einzigen Mann vom Schlage Prof. Ginderts, könnte die DBK mindestens 150 Laien beim \"Dialogprozeß\" wieder ausladen.

Dazu sagt er treffliche Dinge in einer Art, wie man sie zu Recht vergeblich von den Bischöfen schon im Vorfeld Mannheims hätte erwarten dürfen!

Dieser kurze Artikel bringt viel Wesentliches der heutigen Situation in klarer Sprache auf den Punkt, die gestammelten Wunschzettel die allzu offensichtlich und wortwörtlich die \"Sprachfähigkeit\" erst noch erringen müssen, nur glaubensferne Verwirrung.

Vergelt\'s Gott, Herr Professor!


2
 
 Beaconsfielder 20. Juli 2011 

Zitat:

„So wird der Gehorsam gegenüber Rom zum eigentlichen Problem für einen Dialog zwischen einem demokratisch, freiheitlich gesinnten Kirchenvolk und einer hierarchischen, diktatorisch strukturierten Kirchenführung. Der Wert dieses Kadavergehorsams muss vom Kirchenvolk öffentlich in Frage gestellt werden und gleichzeitig seine Problematik in Bezug auf Dialogmöglichkeiten bewusst gemacht werden“. Wenn das jetzt tatsächlich direkt von 1996 in die heutigen Reformen überging, ist meinerseits dazu wirklich kein Kommentar mehr nötig.


4
 
 Cyrill Erswill 20. Juli 2011 
 

Danke lb. Prof. Gindert. Was jetzt tun? -Teil 2-

Das bedrängte Schiff der Kirche Jesu Christi an den Säulen des Allerheiligsten Altarsakramentes und der Gottesmutter (auch: Mutter und Urbild der Kirche; feierliche Ausrufung dazu zum Ende des II. Vaticanums) festmachen. Alle Priester hier im Forum sollten jetzt in den Kirchen in denen sie tätig sind entsprechend mindestens wöchentliche Anbetung des Herrn auf einem Thron in der Monstranz auf dem Altar und mindestens wöchentliches Rosenkranzgebet - sowie Barmherzigkeitsrosenkranz - einführen und selbst leiten bzw. anwesend sein zum Zeugnis für die Liebe zum Herrn und zu seiner liebevollen Mutter, die ER selbst uns zur Mutter geschenkt hat. Sie wird alles für uns tun, was ihr noch möglich ist.

Auch könnten wir alle uns - wieder - angewöhnen möglichst täglich (manche vielleicht sogar dreimal täglich zur Ehre des Dreifaltigen Gottes) wieder den \'Engel des Herrn\' zu beten; und anschliessend das Erzengel-Michael-Gebet. Je mehr dies tun, umso eher wendet sich das Blatt. Ora et Lab


3
 
 Cyrill Erswill 20. Juli 2011 
 

Danke lb. Prof. Gindert. Was jetzt tun? -Teil 1-

Das sog. \'Kirchenvolks-Begehren\' hat die ganze deutschsprachige Kirche inzwischen durchsetzt. Leider auch viele Theologie-Professoren. Der Stolz ist das Problem. Demut ist zum Fremdwort geworden. Der Feind scheint mit seinem Weltdenken in der Kirche zu siegen. Unsere \'Intelligentia\' meint doch tatsächlich, dass sie die Kirche durch weltliche Mittel retten können. Aber sie kennen weder die Bibel noch die Verlautbarungen unseres Heiligen Vaters. Sie argumentieren weltlich, nie mit Bibel-Stellen oder Papst-Worten.

Die modernistische Exegese hat vielen das Vertrauen auf die Macht und Kraft der Worte Jesu in den Evangelien genommen. Und sie meinen zu wissen: Mit der Heiligen Schrift ist die Offenbarung abgeschlossen; und daher bräuchten wir die Botschaften der Gottesmutter, der Königin der Propheten, nicht zu beachten. Welch folgenreicher Irrtum für uns alle.

Dem hl. Johannes Don Bosco - und verschiedenen Päpsten - würde das Heilmittel für diese Zeit schon mitgeteil


4
 
 Leo Christi 20. Juli 2011 

Ecclesiastical correctness

Eines zeigt der Beitrag von Herrn Gindert ganz bestimmt: Es ist höchste Zeit, die ecclesiastical correctness zu überwinden. Wenn in bestimmten Gremien vom \"Glauben weitergeben\" die Rede ist, dann müsste man sofort nachhaken und fragen, von welchem Glauben die Rede ist: vom katholischen oder von einem Auswahlglauben (= Häresie).


2
 
 st.michael 20. Juli 2011 
 

@frajo

Wo Sie Recht haben, haben Sie Recht. Natürlich, wenn man das so betrachtet, lebt diese Gesellschaft auch wirtschaftlich, als gäbe es kein Morgen, auch dieser Finanz-Gau kommt auf die Wegwerf Typen zu.
Ich höre auch das Wort Dialog immer mit Schaudern, denn zum Dia- gehören laut Definition immer Zwei.
In welcher Sprache will man eigentlich reden ?


1
 
  20. Juli 2011 
 

Hinweis

Ich möchte an dieser Stelle erneut den Hinweis aufgreifen, den Dismas vor einigen Tagen gegeben hat.

Die geschätzte Stimme von Prof. Dr. Hubert Gindert erhält Gewicht mit der Anzahl der Mitglieder im Forum Deutscher Katholiken. Unter diesem Link kann man den Mitgliedsantrag herunter laden. Ich denke, die € 50,- Jahresbeitrag sind eine gewinnbringende Investition!

http://forum-deutscher-katholiken.de/htm/mitgliedschaft.html

Totus tuus


2
 
 Waldi 20. Juli 2011 
 

Man muss diesen hervorragenden Bericht...

vom Prof. Hubert Gindert nicht kommentieren, man muss ihn nur aufmerksam lesen und dann von Herzen zustimmen. In diesem Bericht steckt die volle, unverfälschte Wahrheit, ohne Besudelung durch den Mainstream.
Danke Herr Professor Gindert.


5
 
 Bernd220 20. Juli 2011 
 

Wer sich nicht mit der Lehre der Kirche identifiziert

Fortsetzung:
Sie hat dabei aus dem Blute Christi und der Gabe des Heiligen Geistes die Gewalt, ihre Söhne und Töchter von der Sündenschuld zu befreien.
Auszug aus dem KKK.
Die Kirche braucht auch in Zukunft ihre Lehre nicht ändern. Wer das nicht begreift, muss die Kirche studieren. Also der Kirche treu bleiben, seine kirchlichen Pflichten erfüllen und besonders in der bevorstehenden Lage Nächstenliebe üben.

Gott Dank, dass ich katholisch bin
Und stets geschützt vor falschen Lehren.
Katholisch sein ist mein Gewinn.
Nie soll der Irrtum mich betören.
Katholisch bin und bleibe ich.
Katholisch leb` und sterbe ich.
So wird` ich nicht verderben.
Katholisch ist gut sterben.
Amen.


4
 
 Christa Dr.ILLERA 20. Juli 2011 
 

Danke!

Prof. Hubert Gindert danke für Ihren Artikel.


5
 
 frajo 20. Juli 2011 

@st.michael

ganz richtig, bis auf ...? Nennen Sie mir doch bitte \"... die paar wirtschaftlichen Erfolge\". Ich sehe sie nicht. Ich sehe nur ein total kaputtes Wirtschaftsystem, das nur mit der Druckerpresse künstlich am Laufen gehalten wird. Mit einer beispiellosen Staatsverschuldung ringsum. Das ist blanker \"Tanz auf dem Vulkan\". Von Erfolgen redet keiner, der von Wirtschaft auch nur ein bißchen Ahnung hat. Fragen Sie die entsprechenden Professoren. Die scheuen dieses Wort wie der Teufel das Weihwasser. Von Erfolgen reden nur die, für die es keine Zukunft gibt sondern nur das Jetzt!


3
 
 Bastet 20. Juli 2011 

Herr Prof. Hubert Ginder
Ein herzliches \"Vergelts Gott\" für Ihre klaren und aufrüttelden Worte.


5
 
 rosenberg 20. Juli 2011 

Bittet vor allem für die Bischöfe, Priester und Ordensleute Deutschlands,

„Heiliger Bonifatius, heiliger Petrus Canisius, all ihr Heiligen und Seligen unseres Landes!

Nach allem Kampf und Leid dieser Erdenzeit seid ihr in seliger Vollendung in Gottes Herrlichkeit. Mit euch vollendet ist dort auch eure Liebe zu Deutschland, eurer irdischen Heimat: die Liebe hört nimmer auf!

So kommen wir voll Vertrauen zu euch, um euch die Not unseres Vaterlandes vorzutragen. War Deutschland einst ein Hort des Glaubens und der Treue zu Jesus Christus und seiner Kirche, so leben heute Millionen in unserem Lande ohne Wissen um das Woher und Wohin ihres Lebens, ohne Hoffnung und wahre Freude.

Erbetet ihr nun von Gott die Gnade, dass die vielen, die Gefahr laufen, verloren zu gehen, dies erkennen und Jesus Christus den einzigen Retter der Menschen und der Welt.

Danke verehrter Herr Prof. Hubert Gindert. Mehr Dialog zur Rettung der Seelen bräuchte es nicht. Gebe Gott, dass dieses Flehen reiche Früchte trägt.


5
 
  20. Juli 2011 
 

Zitat:

\"Die Bischöfe sind die berufenen Hirten und die ersten Glaubenslehrer. Auf sie kommt in den nächsten Jahren die Aufgabe zu, den Delegierten die Wahrheit mit Einfühlungsvermögen, aber auch mit Autorität zu verdeutlichen.\" Sie werden also JAHRE brauchen, um die WAHRHEIT ZUVERDEUT- LICHEN. mit EINFÜHLUNGSVERMÖGEN. Auf was
für einem Narrenschiff leben wir. Zum Verzwei-
feln.


3
 
 dominique 20. Juli 2011 
 

Die Kirche hat keinerlei Vollmacht

- die Lehre Jesu auf den Kopf zu stellen.
Arme kath. Kirche Deutschlands, von geistiger Lähmung befallen.


6
 
 st.michael 20. Juli 2011 
 

Endlich sagts mal einer

Es gibt keine eierlegende Wollmillchsau, auch nicht in der Kirche.Entweder man teilt ihre Ansichten oder nicht. Ein bischen katholisch gibts nicht.
Aber es passt gut in die Zeit der Übersatten und total Verspaßten Happygesellschaft.
Nimm dir überall was heraus, wenn es Spaß macht und in den Kram paßt.
Das Phänomen dabei (oder eine grenzenlose Anmaßung heute) ist, das die Kirche sich zu ändern hat, der Mensch hat keine Fehler.
Unglaublich, aber auch wieder logisch, denn eine solche Gesellschaft schafft, außer ein paar wirtschaftlichen Erfolgen, nichts mehr.
Und sich selber ab, wie wir ja hinrechend beweisen (Abtreibung und Euthanasie)
Vielen Dank lieber Hubert Gindert für den aufschlußreichen Beitrag.


7
 

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