15 Juli 2011, 11:58
Die Stadt Madrid zeigt Mut: Kondomwerbung beim Weltjugendtag abgelehnt
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Weltjugendtag'
Die pseudo-katholische Organisation „Catholics for Choice“ darf im Madrider Verkehrssystem während des Weltjugendtags 2011 keine Werbung für Kondome machen

Madrid (kath.net) Die pseudo-katholische Organisation „Catholics for Choice“ darf im Madrider Verkehrssystem während des Weltjugendtags 2011 keine Werbung für Kondome machen. Die zuständige Madrider Werbeagentur Publimedia hat den Werbeauftrag abgelehnt. „Catholics for Choice“ nennt dies „Zensur“. Die Organisation hatte schon bei den Weltjugendtagen in Köln und in Toronto ihre von der katholischen Lehre abweichende Meinung verbreitet und unter den jungen Pilgern Kondome ausgeteilt. Dies berichtete Lifesitenews. Die katholische Bischofskonferenz der USA hatte schon vor längerem bekanntgegeben, dass diese abtreibungsbefürwortende Organisation nicht "für die katholische Kirche" spricht.

Werbung
ninive 4


Der Vorsitzende der „Catholics for Choice“, Jon O´Brien, behauptete in einer Pressemeldung, „es scheint Druck ausgeübt worden zu sein“, um diese Werbungen zu verhindern. Egal ob „dieser Druck von der kirchlichen Hierarchy, von konservativen Politikern oder von anderen Kräften“ komme, es handle sich um „haarsträubenden Übergriff auf das Recht auf freie Rede“, so O´Brien.

Die geplante Werbekampagne war darauf angelegt gewesen, Papst Benedikt XVI. für seine angebliche Unterstützung von Kondombenutzung zu danken. Dies bezog sich auf eine missverstandene Bemerkung von Papst Benedikt XVI. gegenüber Peter Seewald im Interviewband „Licht der Welt“. Die Glaubenskongregation hatte wiederholt betont, dass Papst Benedikt den Einsatz von Kondomen nicht billigt, egal aus welchen Gründen und in welchen Umständen.

Die amerikanische Bischofskonferenz hat der Organisation „Catholics for Choice“ (früherer Name: Catholics for a Free Choice) schon im Jahr 2000 das Recht abgesprochen, als „authentisch katholische Stimme“ zu sprechen und ordnet sie der US-amerikanischen Abtreibungslobby zu. Die Gruppe stehe mit ihrer Unterstützung der Abtreibung, so warnt die Bischofskonferenz auf ihrer Homepage, „im Gegensatz zur Lehre der katholischen Kirche“, vgl. Amerikanische Bischofskonferenz: Statement on Catholics for Choice.

Die Organsisation „Catholics for Choice“ wurde 1973 gegründet. Nach eigenen Angaben verstehen sie sich als „eine Stimme für Katholiken, welche glauben, dass die katholische Tradition das moralische und legale Recht einer Frau unterstützt, in den Angelegenheiten von Sexualität und Fruchtbarkeit ihrem eigenen Gewissen zu folgen.“ Die Organisation mit Sitz in Washington DC arbeitet bei UN-Konferenzen mit und hat Kontakt zum Europäischen Parlament.







kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 

meist kommentierte Artikel

Facebooksperre für Birgit Kelles Kritik an Hidschab-Barbie - UPDATES! (53)

Wiederverheiratete und 'Pathologie schismatischer Zustände' (50)

Gouverneur Brown zum Klimawandel: ‚Gehirnwäsche’ notwendig (42)

Ist die Bibel grausam? (40)

Das größte Problem der Kirche ist ein Glaubensproblem (33)

„Kanzlerin Merkel ist doppelt geschwächt, aber noch alternativlos“ (31)

Justizklage gegen belgischen Priester wegen Beichtgeheimnis (26)

Bärtige Männer fordern Ordensfrauen zur Konversion zum Islam auf (24)

Limburg: „Bischof und Bistum werben nicht für Abtreibung“ (20)

'Repräsentanten einer ethisch, humanistisch orientierten Organisation (19)

Für mich einfach traurig (17)

Kardinal Marx gegen bedingungsloses Grundeinkommen (15)

Angst und Unsicherheit führen zu einem falschen Gottesbild (15)

Papst zum Lebensende: Einstellung der Therapie ist keine Euthanasie (15)

Euthanasie: ‚Wenn es ein Tabu gegeben hat, ist es verschwunden.’ (12)