Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  3. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  12. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  15. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!

Vor einer gesellschaftlichen Zeitenwende?

29. März 2011 in Deutschland, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wie christliche Experten den Machtwechsel in Baden-Württemberg bewerten – Alexander Kissler: Baden-Württemberg könnte Vorreiter der Gleichstellung von Schwulen, Lesben und Transgendern werden


Stuttgart/Wetzlar (kath.net/idea) Was bedeutet der Machtwechsel in Baden-Württemberg für die Menschen dort und für Deutschland? Dazu befragte die Evangelische Nachrichtenagentur idea Medienexperten, Theologen und Vertreter der evangelikalen Bewegung.

Für den Kulturjournalisten Alexander Kissler (München) markiert der Wahlsieg der Grünen „eine gesellschaftliche Zeitenwende“, sofern sich deren Spitzenkandidat Winfried Kretschmann an das Wahlprogramm halte: „Dann muss er Baden-Württemberg zum ‚Vorreiter bei der Gleichstellung und der Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern, transsexuellen und intersexuellen Menschen’ machen.“ Dann werde in allen Unterrichtsfächern „der Alltag verschiedener Familienformen“ abgebildet und das Adoptionsrecht für schwul-lesbische Paare mit Hilfe des Bundesrats vorangetrieben.

Der Medienforscher Prof. Wolfgang Stock (Woltersdorf bei Berlin) kommentiert den Wahlsieg der Grünen so: „Wer ahnen will, wie es in Berlin weiter gehen wird, der schaue auf den Bundesrat: 25 von 69 Stimmen hat Schwarz-Gelb dort jetzt nur noch.“ Damit sei klar, dass die von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Bundestagswahl versprochene Politik, ein ‚Durchregieren’ gar, nun „völlig ausgeschlossen“ sei.


Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), begrüßt die höhere Wahlbeteiligung und bedauert, dass im Wahlkampf die Wertediskussion keine Rolle gespielt habe. Es habe sich gezeigt, dass die Wähler oft noch kurzfristiger reagierten als die Politiker: „Man entscheidet aufgrund der Tagespolitik.“ Steeb rief dazu auf, für die Gewählten und für die zu beten, die mit ihrem Amtsverlust zurechtkommen müssen. An die Christen appellierte er: „Wir müssen uns noch viel deutlicher und engagierter zu Wort melden und konstruktiv mitarbeiten.“

Sieg der demokratischen Vernunft

Der Rundfunkjournalist und Baptistenpastor Andreas Malessa (Hochdorf bei Stuttgart), sieht in dem Wahlergebnis einen „zweiten Sieg demokratischer Vernunft über Klüngel- und Klientel-Politik“: „In Sachsen-Anhalt wählten Steuerzahler nicht die FDP, weil Steuersenkungen Unsinn wären. In Baden-Württemberg wählten Unternehmer nicht die CDU, weil billiger Strom aus maroden Kernkraftwerken Wahnsinn wäre.“ Der Bürger beweise Besonnenheit wie auch der Spitzenkandidat der Grünen, Kretschmann, so Malessa.

Hoffnung auf Fortsetzung ohne Traditionsabbruch

Die Pfarrerin und Dozentin an der Evangelischen Missionsschule Unterweissach, Dorothea Gabler (Weissach), sagte, viele Wähler der Grünen hätten ihre Stimme für einen Politikwechsel mit der Hoffnung verknüpft, „dass es nicht einfach zu einem Traditionsabbruch kommt“. Man traue dem Katholiken Kretschmann nicht nur eine ökologische Politik zu, sondern auch Augenmaß im Umgang mit den konservativen Werten Andersdenkender. Sie hoffe, „dass die neue Regierung ihr Amt in Verantwortung vor Gott und den Menschen so ausübt, dass auch in Zukunft christliche Traditionen gefördert, Ehen und Familien unterstützt und die Schöpfung bewahrt werden“.

Eltern fördern, statt Kinderfrühbetreuung

Die von Hartz-IV lebende arbeitslose Sozialpädagogin Beate Seitz (Reutlingen), Mutter von sieben Kindern, hofft, dass besonders begabte oder förderungswürdige Kinder künftig nicht durch das Netz des Bildungssystems fallen. Noch schlimmer findet sie die „Frühbetreuung, die Grün-Rot schon kleinsten Kindern zukommen lassen will“. Es sei falsch, Kinder ab zwei Monaten in einen Hort stecken zu wollen, weil man den Eltern die Kindererziehung nicht zutraue. Wichtiger wäre es, die Eltern zu fördern.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Bundesland Brandenburg plant Neutralitätsgesetz für Justiz: Kein Kopftuch, Kippa, Kreuz
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  4. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  5. Zwischen Wölfen und Brüdern
  6. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  7. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  8. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  9. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  10. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  4. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  5. Über das Dämonische
  6. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  7. Wissen Sie, wer die Idee zum fünffarbigen Missionsrosenkranz hatte?
  8. 'Ich habe mich geirrt'
  9. Der Mensch als Mitarbeiter Gottes - Fortschritt ist kein Gottesersatz
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  14. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  15. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz