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Schmerzliche und demütigende Prüfung für unser Priorat

8. Juli 2010 in Österreich, 50 Lesermeinungen
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P. Denis Borel, ein Bruder der Sankt Johannesgemeinschaft, ist wegen Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses vor einem Gericht zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt worden - Die Gemeinschaft veröffentlicht dazu eine Erklärung


Marchegg (Kath.net)
Das Priorat der Sankt Johannesgemeinschaft in Marchegg hat eine Erklärung zum Gerichtsurteil über eines ihrer Ordensmitglieder veröffentlicht. P. Denis Borel war vergangene Woche vom Landesgericht Korneuburg wegen Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses gegenüber zwei erwachsenen Frauen zu sechs Monaten bedingter Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Eine der beiden Frauen (23 Jahre alt) habe am Apostolatsprogramm der Gemeinschaft teilgenommen, die andere (30 Jahre alt), sei zu Gast im Kloster Marchegg gewesen, heißt es in der Erklärung. Der Geistliche habe „unkorrekte und wenig respektvolle Gesten gegenüber den beiden Frauen“ gestanden. Dabei sei „das rechte Verhältnis von Nähe und Distanz in einer pastoralen Situation deutlich verletzt“ worden.


Die Johannesgemeinschaft betont in ihrer Erklärung: "Es hat weder eine Nötigung, noch eine Vergewaltigung oder gewalttätiges körperliches Handeln, noch eine geschlechtliche Beziehung stattgefunden", heißt es wörtlich. Worin das Fehlverhalten konkret bestanden hat, geht aus der Erklärung nicht hervor.

Der Bruder habe bei der Staatsanwaltschaft Wien Selbstanzeige erstattet, schreibt die Johannesgemeinschaft. Der Orden habe bei der Aufklärung der Ereignisse eng mit den Justizbehörden zusammengearbeitet. Auf Anweisung der Ordensleitung habe der Bruder die Gemeinschaft in Marchegg bereits Ende März 2010 verlassen müssen und werde auch nicht mehr zurückkommen. Der Ordensmann hat weitere Sanktionen seitens der Sankt Johannesgemeinschaft zu erwarten. Er wird sich außerdem einem kirchlichen Verfahren stellen müssen, heißt es weiters

Einem Bericht der Tageszeitung „Die Presse“ zufolge trat der Geistliche mittlerweile eine zweijährige berufliche Auszeit an. Die Erklärung der Johannesgemeinschaft weist darauf hin, dass die vielen Aufgaben und Verantwortungen, die ihr Ordensmitglied in den letzten Jahren übernommen habe, zu einem Burn-Out geführt hätten.

Hier der Link zur Erklärung der Johannesgemeinschaft.


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Lesermeinungen

 jacksie 17. Juli 2010 
 

zum Burn-Out

Ein Burn-Out ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Die Frage die sich mir stellt, ist, warum P.Denis trotzdem in der geistlichen Begleitung eingesetzt war und die Verantwortlichen in der Gemeinschaft ihn nicht von seinen \"vielen Aufgaben und Verantwortlichkeiten\" freigestellt haben?


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 tweety 16. Juli 2010 
 

Beten

das tue ich...ganz sicher....:-)

und ich hoffe dass er zu seiner Berufung zurückfindet....und das auch darf.
Ich hoffe dass das kirchliche Gericht nicht vergisst dass wir alle Menschen sind die Fehler machen.


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 lumendelumine 16. Juli 2010 
 

Ich stimme Dir voll und ganz zu, tweety!

\"Ein Burn Out in diesem Beruf macht mich persönlich sehr sehr nachdenklich.... (...)
Und dass sich ein Burn Out dann so äussert....stimmt mich grade wieder sehr nachdenklich.....überhaupt bei solch einem Menschen von dem ich das nie erwartet hätte.\"

Genau das habe ich mir auch gedacht... Ich denke mir aber, dass das aber oft schleichend kommt. Nach all dem, was ich bisher in geistlicher Lektüre darüber gelesen und in der geistlichen Leitung (mit einer Frau ;-)) darüber gehört habe, besteht diese Gefahr immer dann, wenn das Gebet (vor allem das persönliche) im Leben die erste Stelle verliert und immer mehr von anderen Pflichten überlagert wird... Man merkt\'s zuerst gar nicht, aber irgendwann ist man lau geworden, kreist nur um sich selbst und dann reicht eine kleine Versuchung, um zu fallen... Auf diese Gefahr müssen wir alle achten, das geht nicht nur die Priester was an.

Ich muss aber auch sagen, ich mache mir über Fälle wie P. Denis - der ja seine Sünde erkannt und bereut hat, und nun sicher auf einem guten Weg ist, seine innige Beziehung zu Gott wiederzufinden - Sorgen, als über Priester und Ordensleute, die, bildlich gesagt, \"liegenbleiben\", ihre Berufung hinschmeißen bzw. sich von der Lehre der Kirche abwenden.

Deshalb müssen wir umso mehr und jeden Tag für die Priester beten!


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 tweety 15. Juli 2010 
 

kommt die Realität sogar dem Ideal nahe, Gott sei Dank!

ja.

und ich sage kurz mal Danke dass es die Johannesbrüder gibt.

:-)


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 Morwen 15. Juli 2010 

Ideal und Realität

Was Alpenglühen wirklich schön ausgedrückt hat ist der Idealzustand. Ich habe bei meinen Kommentaren mehr an die Realtität (da draußen im Leben) gedacht. Aber: manchmal, das kann ich sogar als realistische Zynikerin zugeben, kommt die Realität sogar dem Ideal nahe, Gott sei Dank!


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 tweety 15. Juli 2010 
 

Schöne Ansicht...

@Alpenglühen
du hast natürlich recht....mancher mag diese Anonymität...manchmal denkt man wohl zu einseitig.

Exkommunizierung ist sowas Schreckliches......als ob sich ein Gericht auf Erden rausnehmen dürfte wer auszuschliessen ist und wer nicht.


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 Alpenglühen 15. Juli 2010 

Einige Anmerkungen

Ich muß vorneweg sagen, ich kenne weder die Sankt Johannesgemeinschaft noch P. Borel. Es soll keinerlei Schuldzuweisung, Beschönigung oder Entschuldigung sein. Aber beim lesen der Lesermeinungen sind mir verschiedene Gedanken durch den Kopf gegangen, die ich einfach nur weitergeben möchte:
Sowohl Frauen- als auch Männerklöster haben Exerzitienhäuser. Es gibt Kursangebote, und auch Einzelexerzitien sind möglich. Wer daran teilnehmen möchte kann kommen – unabhängig vom Ge-schlecht! Es gibt Gespräche und Vorträge, und Exerzitien münden meist in ein abschließendes Beichtgespräch. D. h. der Priester - männlich - gehört dazu, unabhängig davon, ob z. B. Benediktinerinnen oder Franziskaner das Haus leiten.
Ich habe gelernt, daß eine Beichte bzw. Beichtgespräch nicht „nur“ die Sündenlast von der Seele nehmen, sondern mir auch in meiner Beziehung mit Gott weiterhelfen soll. Oder z. B. Klarheit zu finden für meinen Lebensweg. Beides hat seine Berechtigung, sowohl das Aussprachezimmer als auch der ‚alte‘ Beichtstuhl. Der eine Mensch braucht die Anonymität des Beichtstuhles, der andere braucht das persönliche Gespräch, bei dem er dem Priester gegenüber sitzt. Nicht jeder Priester oder Pater sitzt nur deshalb dort, weil er gerade Dienst hat. Und ist es nicht ein unwahrscheinliches Angebot, nicht als „Schnäppchen“ gedacht sondern eigentlich als Reichtum, daß in unzähligen Kirchen Woche für Woche ein Mensch einfach da ist, um zuzuhören? Und wer dieses Angebot annimmt kann sicher sein, daß das Gesprochene nicht weitergetragen wird!
Die Kirche empfiehlt mir, daß ich einen geistlichen Begleiter haben sollte, der mich kennt. Der mir dadurch in meinem Leben eben auch helfen kann. Wenn ich den Priester jedoch darauf reduziere, daß ein Kontakt zu Mitmenschen nur für die Spendung der Sakramente möglich sein soll, dann degradiere ich ihn m. E. zu einem Automaten. Er ist aber kein Automat, sondern ein Mensch. Ein Mensch, der nicht etwas besonderes ist, sondern der von Gott in SEINEN besonderen Dienst gerufen wurde. Weil Gott durch ihn an uns Menschen handeln will. D.h. jedoch nicht, daß er nicht mehr die Bedürfnisse eines Menschen hätte. Er braucht genauso Freunde und daß er auch in privater Runde mit ihnen zusammensitzt. Und warum sollen z. B. die Teilnehmer eines Glaubensgesprächskreises nicht im Anschluß zusammen mit dem Priester z. B. noch ein Eis essen gehen? Wie viele scheitern vielleicht deshalb, weil sie die Einsamkeit nicht mehr durchtragen können? In einer Predigt zum 40. Priesterjubiläum wurde mal gesagt: „Die Gemeinde hat ein Anrecht darauf, daß der Priester für die Menschen Zeit hat, daß er sie ernst nimmt und für sie betet. Aber genauso hat der Priester ein Anrecht darauf, daß die Gemeinde für ihn da ist; daß sie ihn ernst nimmt und für ihn betet.“ Wird Priestern nicht oft vorgeworfen, sie seien weltfremd und hätten keine Ahnung vom „wirklichen“ Leben? Falls der Dienst nur auf das Spenden der Sakramente und das Feiern der Liturgie reduziert würde, dann wäre dieser Vorwurf eines Tages berechtigt.
Wenn das Beichtzimmer verboten würde, stelle ich dann nicht alle! Priester unter Generalverdacht, daß sich einer ungeziemend verhalten könnte? Ich bitte zu bedenken, daß es auch ein ungeziemendes Verhalten mit Worten gibt. Das ließe sich ggf. auch im „alten“ Beichtstuhl nicht verhindern, denn das Beichtgeheimnis ist ab-solut. Ein Aufzeichnen in irgendeiner Form würde die Exkommuninizierung nach sich ziehen. Und ungeziemend kann sich jeder Mensch gegenüber seinem Mitmenschen verhalten – in Wort und Tat. Unabhängig vom Geschlecht.......
Der Mensch besteht nicht nur aus Kopf und Verstand, so wichtig es auch ist, beides zu gebrauchen. Es gibt bei unseren Sakramenten viele Zeichen, Gesten und Symbole, die auch für unsere Sinne ausdrücken sollen, wie sehr Gott uns liebt. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn wird gerne als Beispiel genommen, wie Gott uns in der Beichte annimmt.. Er will uns gleichsam in den Arm nehmen und uns damit sagen, daß wir neu anfangen dürfen. Eine verkleinerte Form des „in den Arm nehmens“ ist die Auflegung der Hände. Das hat nichts mit „gefühlige Kuschelrunde“ zu tun. Handauflegung mit den Worten der Lossprechung. Ich glaube, daß ein Mensch, der vielleicht immer nur getreten wurde, dadurch Heilung erfahren kann. Vielleicht sogar mehr Heilung erfährt, als bei einem Psychiater,/Psychotherapeuten, für den er möglicherweise nur ein „Fall“ ist, über den er im Kollegenkreis auch noch reden darf.


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 tweety 15. Juli 2010 
 

Missverständnis

ja super jetzt kommt das so rüber als ob ich einen Priester bräuchte um menschliche Defizite auszugleichen...
:-))
Stimmt aber nicht.
Manche Menschen sind halt ev. emotional stärker an manche gebunden als andere.
Und um Missverständnisse auszuräumen deswegen hab ich ja auch nachgefragt wie ihr das so seht.
Ich sehs anders......soll ja jetzt kein Streitthema werden.

Eine ausreichende Distanz soll schon da sein ...aber auch keine übertriebene, verkrampfte meiner Meinung nach.
Wenn ich heute auf Exerzitien gehe dann habe ich auch einen männlichen Exerzitienmeister, egal jetzt ob einzel oder Gruppengespräche und eine ev. Neuorientierung braucht sehr viel Kraft wie ich finde und dazu braucht man einen Menschen der dir das Gefühl vermittelt du bist bei ihm gut aufgehoben.
Ich weis nicht...ev. können das andere ohne dieses Gefühl...ich könnts nicht.
Zu einem Menschen...und dass Priester Menschen sind hätten wir ja schon geklärt...:-)...muss ich Vertrauen haben damit ich zu ihm beichten gehen kann oder meine Kinder taufen lasse oder oder oder...ganz egal was.

Aber auf was ich jetzt auch wieder hier aufmerksam geworden bin....Priester sind wirklich sehr \"belastet\"....ich meine, viele Menschen denken sich anscheinend er wäre ein toller Ansprechpartner....und wenn man so ein bisschen in unsere heutige Zeit blickt denke ich dass das gar nicht so verwunderlich ist.
Aber ich denke auch wenn mal als Priester einer solchen Anforderung nicht mehr oder nicht mehr genügend gewachsen ist, sollte man sich menschlicherweise nicht zu stolz sein und das zugeben.
Ein Burn Out in diesem Beruf macht mich persönlich sehr sehr nachdenklich....natürlich ist es wohl emotional sehr anstrengend und auch die ganzen Aufgaben, Pflichten sind sicher kein Pappenstiel, haben manche Priester ja teilweise schon 3 bis 5 Gemeinden zu betreuen weil so ein Mangel herrscht.
Aber ich persönlich weis halt nicht so recht ob das schon soweit angekommen ist....dass es menschlich ist einfach nicht mehr zu KÖNNEN.
Priester bist du dein Leben lang......gibt keinen Ruhestand...
Und dass sich ein Burn Out dann so äussert....stimmt mich grade wieder sehr nachdenklich.....überhaupt bei solch einem Menschen von dem ich das nie erwartet hätte.


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 lumendelumine 15. Juli 2010 
 

Übrigens...

...mal ganz pejorativ gesagt: wer emotionale Geborgenheit sucht, soll sich einen (Ehe)partner oder einen guten Freund suchen, nicht einen Priester. Wenn das mehr Leute machen würden, wären unsere Seelsorger, Berater, Psychotherapeuten usw. schon deutlich entlastet und müssten sich nicht mit Leuten herumschlagen, die die professionelle Beziehung zu diesen Berufsgruppen missverstehen oder missbrauchen, weil sie Angst vor dem Risiko echter privater Beziehungen/Freundschaften haben und sich daher auf jene stürzen, die sie nicht abweisen können/dürfen....


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 lumendelumine 15. Juli 2010 
 

@tweety:

Mir kommt diese Diskussion ziemlich so vor, als würdest Du auf der einen Seite und Morwen&ich auf der anderen Seite aneinander vorbeireden...

Ja, ein Priester ist für andere Menschen da!
Aber nein, ein Priester ist nicht dazu da, um deren emotionale Einsamkeit zu befriedigen! Das ist einerseits zu viel (für ihn als Mensch) und andererseits zu wenig (er ist ja da, um den Menschen die Fülle Christi zu bringen, nicht bloß sich selbst!).

Ich kenne ausgesprochen herzliche, warmherzige Priester, die gleichzeitig mit Frauen einen sehr klugen, auf natürliche Weise (also nicht verkrampft) distanzierten Umgang pflegen. Das ist sehr passend und (wie man aus Fällen wie diesen sieht) auch sehr klug.

Tweety, wenn Du Dir vorstellen willst, was wir meinen, denk mal an den Pfarrer von Ars! Er war sicher ein Priester, der mit ganzem Herzen, zu 100% und mit all seinen Kräften für die Gläubigen da war! Von Bedrohlichkeit oder Teilnahmslosigkeit keine Spur! Aber gleichzeitig hat er mit Frauen einen körperlich ausgesprochen distanzierten Umgang gepflegt. Er hat eben gewusst, dass man nicht einen auf \"Hawara\" machen muss, um den Menschen Jesus selbst zu bringen...


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 tweety 14. Juli 2010 
 

Empfindest du das Wirken

von vielen Heiligen und von Jesus selbst als Kasperltheater?


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 tweety 14. Juli 2010 
 

Berufung

und was ist die Berufung eines Priesters?

Verzeih mir bitte wenn ich fehlinterpretiere...aber für mich ist ein Priester die Nachfolge Jesu Christi.
Nichts anderes.
Kein Ersatzjesus....wie dus betitelt hast.
Sondern DIE Nachfolge die da ist.


Ich finde es schade dass du das mit der Jugend so siehst.
Denn eine wirklich lebendige Kirche zieht die jungen eher an als dass sie sie abstösst.


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 Morwen 14. Juli 2010 

Präzisierung

Es könnte sein, dass ich hier dauernd missverstanden werde, deshalb möchte ich (für mich eigentlich selbstverständliches) betonen:
Ich bin nicht dagegen, dass ein Priester zB Fussball spielt (oder irgendein anders (angeblich) jugendliches Hobby pflegt), wenn er es gerne tut, wenn es ihm und/oder seinen Gemeindemitgliedern Spaß macht. Ich finde es aber nicht sinnvoll, wenn man glaubt, das müsse getan werden, nur um \"DIE Jugend\" in der Kirche zu halten, wenn man sich damit nur anbiedern will.
Ich wollte auch nicht sagen, dass ein Priester keinen persönlichen/emotionalen Kontakt oder geistigen/geistlichen Austausch mit Frauen haben darf. Aber die Form, die Art und Weise der Begegnung sollte seine (wahrlich nicht leicht zu tragende) Berufung nicht untergraben.


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 Morwen 14. Juli 2010 

Eins…

…hab\' ich vergessen: ein Priester braucht auch KEIN Kasperl für die Jugend sein. Die macht nämlich sowieso, was sie will (und zahlt die Rechnung dafür dann in der Midlife Crisis).
Fast jeder Priester muss heutzutage Fussball spielen, auf Jungscharlager mitfahren und dergleichen mehr. Das ist überhaupt nichts besonderes mehr. Und was bringt\'s? – Nichts.
Grosso modo treten sie trotzdem aus der Kirche aus. Es bringt nichts, ihnen nachzulaufen. Sehr wohl sinnvoll ist es aber, sich um diejenigen wenigen (egal welchen Alters) zu kümmern, die der katholische Glaube noch ernsthaft interressiert.


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 tweety 13. Juli 2010 
 

hmm...

ich finds ausserdem irgendwie bedenklich dass man anscheinend glaubt dass Frauen bei Männern immer nur ihren Kuschelinstinkt ausleben möchten....
Ich hab weiter unten schon geschrieben dass da doch eigentlch mehr sein sollte zwischen Männern und Frauen...also im Sinne von Diskussionen, gegenseitigen Denkanstössen und aufmerksam werden auf des anderen Meinung.

Das würde mich schon noch interessieren warum sofort davon ausgegangen wird Frauen würden Männer gerne als Kuscheltierchen haben.....:-)


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 tweety 13. Juli 2010 
 

PS

ich hätte bitte gerne ein Bild einer eierlegenden Wollmilchsau......:-)))


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 tweety 13. Juli 2010 
 

Von Ersatzvater war auch nicht die Rede

vielleicht liest du meinen Beitrag noch einmal genauer denn das wollte ich damit sicher nicht ausdrücken.

Deinem letzten Satz stimme ich komplett zu.

Allerdings wenn ein Priester als junger Mensch eine Berufung von Gott erfährt dann ist er wenn er sich entscheidet in die Weihe zu gehen sehr viel in allem. Und das hört nicht beim Beichtvater auf für meine Begriffe.
Don Bosco hat das sehr schön gemacht...ev. hast du dich mal mit ihm befasst und kennst sein Leben.
DAS war ein Mensch der das konnte...alles verbinden und gleichzeitig ein Freund seiin.

Viele junge Menschen sagen mir....\"du wenn ich einen Priester kennen würde der mal mit Fussball spielt oder mit aufs Jugendlager fährt dann würd ich öfters in die Kirche gehen...\"
Und hinter diesem Satz steht ganz ganz viel Sehnsucht nach menschlicher Präsenz.

Um ein bisschen wieder aufs Thema zu kommen.....es wird sehr sehr viel verlangt von Priestern ja.
Aber die Zeiten ändern sich.
Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen.....junge Menschen WOLLEN gerne bei Gott und in der Kirche sein...aber was sie nicht wollen ist wie in unserem hektischen Leben da draussen eine Nummer sein die mal eben anonym im Beichtstuhl sitzt, zwischen 15 und 16 Uhr weil der Pater da grad Dienst hat.
Sie wollen niemanden der ihnen sagt wie schlecht die heutige Jugend ist sondern jemanden der ihnen sagt wie enthusiastisch und belebend junge Menschen sind.

Wie du so richtig sagst...ein Priester ist ein Mensch.
Ja...und es ist unheimlich toll das auch zu erleben.


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 Morwen 13. Juli 2010 

Ein Priester ist KEIN Ersatzpapa

und auch keine Ersatzmama und kein Trostpflaster für anderswo erllttene Kränkungen, keine Gratiskuschelecke, keine \"eierlegende Wollmilchsau\" (will heißen: kann nicht alle Erwartungen efüllen), kein Ersatzjesus, kein Superman, in den allermeisten Fällen auch kein guter Psychotherapeut - er ist - schlicht und einfach - auch ein Mensch wie alle anderen.


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 tweety 13. Juli 2010 
 

Aber das was du beschreibst

genau das wollen doch die Leute nicht mehr.
Vor allem die jungen Leute heutzutage. Die \"Alten\" sind es so gewöhnt, auch dass ein Pfarrer noch einen höheren Rang eingenommen hat.

Die jungen Menschen von heute wachsen nicht mehr in Grossfamilien auf wo sie jederzeit betreut werden können, wo immer einer da war und sich gekümmert hat. Heute sind die Alten im Heim, Mutter und Vater arbeiten und die Kinder streifen alleine durchs Leben, fühlen sich einsam und gerade WEIL es immer noch sehr viele Pfarrer und Gemeinden gibt die sich vom weltlichen Leben so derart distanzieren gehen genau diese jungen Leute die die Kirche so dringend brauchen würde auch nicht in die Kirche.
Für sie ist das dann ein weiterer Ort der Anonymität und des \"geh weiter, ich will nichts mit dir zu tun haben\".
Ist das denn wirklich das was Jesus Christus wirklich gewollt hat als er alle Menschen um sich versammelt hat?
Die alten Leute, die jungen Menschen, die Kinder, die Behinderten, die Kranken.....
War es wirklich sein Wille....er der getröstet, geheilt, geliebt und berührt hat, seine Nachfolge weiter von den Menschen wegzutreiben?
Hat er es wirklich gewollt dass man sich dem Menschen abwendet anstatt zuwendet?

Ich denke nicht.
Jesus hat sich sogar mitten in den Dreck gesetzt um Leuten zu helfen, damit man ihm zuhören konnte und hat sich geweigert wie ein König behandelt zu werden.
Er wollte DA sein wirklich da sein und das ist es was in der heutigen Kirche so sehr fehlt.
Eine menschliche Präsenz für alle....aber besonders für Menschen die sie dringend brauchen würden.

Gerade unsere Kinder sollten die Chance haben mit Geistlichen aufzuwachsen die ihnen Nähe und Sicherheit vermitteln, eiinen sicheren Hafen in den man jederzeit kommen kann wenns zuhause ev. nicht so läuft und wenn man nicht mehr weis wohin einen das Leben führt.

Es gibt soviele Menschen aus früheren Generationen die aussagen dass sie Angst hatten vor ihrem Pfarrer....
Ich meine hallloooo bitte Angst....vor dem Menschen zu dem ich beichten gehe und der mir in der Kirche über Jesus Christus den Menschen der ALLE bedinungslos geliebt hat erzählt, davon predigt es ebenfalls zu tun.....

Nein das möchte ich nicht.
Priester oder Ordensmensch zu sein bedeutet für mich mehr als im Kloster oder in der Kirch zu sitzen und am Sonntag und für Beichten rauszugehen und gut Freund mit den Leuten zu sein. Es IST auch mehr. Viel mehr.

Nämlich die Nähe zu den Menschen die da kommen und suchen, die verzweifelt sind, keinen Ausweg sehen, ihr Gewissen erleichern wollen, die Kinder bringen...
Die Kirche braucht sich meiner Meinung nach nicht zu wundern wenn die Gotteshäuser immer leerer werden und dafür die Diskos, Suchtstationen und Kinderheime immer voller....weil gerade den jungen Menschen oft nicht gegeben wird was sie brauchen.

Nämlich Nähe und Liebe nach der Lehre Jesu Christi.


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 lumendelumine 12. Juli 2010 
 

Genau, Hausverstand...

...das habe ich gemeint. Bei jeder Art von intensiver persönlicher Betreuung (egal ob seelsorgerisch oder psychologisch) entstehen sehr intensive Emotionen, das ist fast eine therapeutische Binsenweisheit.

Hier geht es einfach darum, dass die äußeren Umstände so gestaltet sein müssen, dass die beiden Seiten nicht in Versuchung geraten (z. B. geistliche Gespräche immer im Beichtstuhl, kein privater Kontakt und weitgehende Vermeidung von privatem Smalltalk ohne Bezug auf das geistliche Leben, Telefon-, SMS-, E-Mail-Kontakt auf das Notwendigste beschränkt usw.).

Ich kann ja meinen Beichtvater trotzdem innig lieben und mit ihm emotional und geistig verbunden sein, auch wenn ich nicht dauernd mit ihm in einem Zimmerchen eingesperrt sitze...

Man denke nur an intensive geistige Freundschaften von Heiligen wie Franziskus und Klara, Franz von Sales und Johanna von Chantal usw. Das ist deswegen nicht nur gutgegangen, sondern hat auch entschieden zur geistlichen Vervollkommung beider Seiten beigetragen, weil sie genau wussten, dass in solchen Situationen geistige Nähe mit deutlicher körperlicher Distanz einhergehen muss.

Tweety, vielleicht ist für Dich das wegen Deiner eigenen Erfahrungen mit einem brutalen Pfarrer nicht so leicht nachzuvollziehen, aber es gibt eben auch genug liebe Pfarrer, wo das sehr wohl eine Gefahr werden kann... ;-)


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 tweety 12. Juli 2010 
 

das ist mein Alltag....

es gehört für mich zum Leben dazu.
:-)
und...sind wir nicht alle irgendwo Laien auf der Suche nach der vollkommenen Wahrheit?

Jesus selbst hat auch keine Unterschiede gemacht, er sollte unser aller Vorbild sein und auch bleiben. Was die Gemeinschaft versucht ist einzig und alleine die komplette Nachfolge.
Und das ist eine bewundernswerte Einstellung.


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 Morwen 12. Juli 2010 

Männer etc.

Auseinandersetzung mit Männern, dazu gibt es im Alltag genug Gelegenheit, zumindest als Laienfrau braucht man sie nicht extra zu suchen.

@ryan: Eins will mir doch nicht aus dem Kopf: Wenn die beiden Damen so selbstbewußt, gesund und sicher im Leben standen, warum wurde Pater Borel dann verurteilt? Sie wären dann ja nicht schutzbedürftig oder abhängig gewesen, sondern hätten wie jede andere erwachsene reife Frau ohne weiteres das Wörtchen \"nein\" benutzen können.
Freilich könnte Manipulation im Spiel gewesen sein, wie sie auch Sekten benutzen, aber hätte das Gericht das verurteilt? Denn Sekten werden ja auch nicht gerichtlich verurteilt für ihre Methoden. Sonst bliebe noch der Tatbestand \"sexuelle Belästigung\" übrig. Bekommt man dafür 6 Monate bedingt? Mag sein, ich weiß es nicht.


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 tweety 12. Juli 2010 
 

engstirnige Sichtweise

weisst du auch warum?

Ich bin zb. ein Typ Mensch der die Sichtweise von Männern braucht um manches besser zu verstehen.
Es ist ganz egal auf was sich das jetzt bezieht.
Frauen können wohl mit Frauen am besten das ist klar aber um als Frau auch ein bisschen Ahnung davon zu bekommen wie es Männern in ihrem Glauben zu Gott geht ...gerade bei der Johannesgemeinschaft funktioniert das ganz toll.

Eine Gemeinschaft die auch mal aus dieser sturen, starren Regel ausbricht dass Frauen in einen Frauenorden gehören und Männer zu einem Männerorden.
Es wird einfach jeder aufgenommen.
Und das soll ja nach der Lehre von Jesus Christus so sein...jeden anzunehmen der da kommt und sucht.
Und ich hoffe inständig dass es so bleiben wird denn ein Stück weit ist es auch grosse Hilfe, sich mit Männern auseinanderzusetzen.


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 Morwen 12. Juli 2010 

Hausverstand!

Hilflosigkeit, Naivität und (oft falsche) Gefühle sind in der heutigen Kirche leider viel zu weit verbreitet.
Was es außer Gebet, Glauben und Gnade dringend braucht ist Nüchternheit, Hausverstand, klare und sinnvolle Regeln und ein gewisses Maß an (einsichtiger) Ordnung und Disziplin.
Wer als Frau Einzelexerzitien machen oder Lebensfragen klären möchte, geht hierfür üblicherweise für ein paar Tage (falls nötig auch länger) in einen Frauenorden, nicht in einen Männerorden (mit gutem Grund).
Es wäre Aufgabe des Ordens oder der Diözese hier verbindliche Regeln zu schaffen und auch für die Einhaltung zu sorgen.
Strafbares Verbrechen bleibt natürlich, was es ist, ich will hier auch niemanden verurteilen oder entschuldigen, diese Aufgabe hat allein das Gericht zu erfüllen und hat es in diesem Fall ja auch getan.
Auch wenn der Einzelfall (mehr oder weniger gut) erledigt ist, bin ich mir sicher, dass all diese Ereignisse noch einige Konsequenzen zur Prävention nach sich ziehen müssen und werden.


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 Carmelita 10. Juli 2010 

Barmherzigkeit ist nicht Rechtfertigung des Bösen

@ryan

Es geht mir in keiner Weise darum, den Strafbestand, das Unrecht, zu rechtfertigen oder auch nur abzuschwächen. Es gibt keine Entschuldigung für ein Fehlverhalten dieser Art, weder für einen Priester noch für einen Chef noch für einen Lehrer usw., und noch viel weniger geht es mir darum, die beiden betroffenen Frauen in ein schlechtes Licht zu rücken.

Gott weiss, wie sehr ich mit ihnen fühle. Ich weiss zu genau, was emotionaler und sexueller Missbrauch durch einen Seelsorger ist, und mein Leben wird bis zum Ende unter diesem Schatten stehen.

Es geht mir darum, für ein Verbrechen, das geahndet und gesühnt werden muss, nicht den ganzen Menschen zu vernichten, nicht alles, was er Gutes getan hat, auf einmal den Bach runter zu schicken. Jeder Mensch, auch der grösste Verbrecher, hat ein Recht, als ganze Person wahrgenommen zu werden. Jeder Sünder, der aufrichtig bereut, darf auf die Barmherzigkeit Gottes hoffen.

Ich sage das, nachdem ich jahrelang emotional und sexuell missbraucht worden bin und ich bitte darum, dies nicht meiner \"Kraft\" zuzuschreiben, sondern der Gnade Gottes allein.

Wir beten mit unserer ganzen Ordensgemeinschaft für die beiden jungen Fraune, die Opfer dieses Verbrechens geworden sind.

Schmerz und Hilflosigkeit.


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 Carmelita 10. Juli 2010 

Burnout

@morwen

Ja, es trifft die, die alles geben. Ich kenne verschiedene Priester, die mit der Überbelastung nicht klar kommen und in ein affektives Ungleichgewicht kommen. Sie sind oft so beschäftigt, dass sie kaum in Gemeinschaft sind, keine gesunden und stabilisierenden Freundschaften pflegen können, und eben: zu wenig Zeit zum Beten und entspannen haben. Und wer einfach nicht mehr kann... wen erstaunt es, dass er sich einfach mal \"in den Arm nehmen\" lassen will? Und vielleicht wird dann eben auch mehr draus.
Ich frage mich bei all unseren skandalisierten Mitbrüdern und MItschwestern aus den Gemeinden, wie sehr sie vorher ihre Priester unterstützt und mitgetragen haben, wie sehr sie ihnen ein menschliches Umfeld geboten haben, in dem ihre Berufung blühen konnte.
Die Aktion Ninive sagt es schön: WIR sind die Sünder, nicht einfach nur die, deren Sünde offensichtlich geworden ist.


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 tweety 10. Juli 2010 
 

@ryan

wollte ich noch sagen....
den Schmerz vom anderen sieht man nie! Auch kein Freund oder kein Bekannter kann den sehen, nachvollziehen, aber manche Menschen können ihn vielleicht verstehen.

Ich wurde als kleines Mädchen von unserem Pfarrer regelmässig geschlagen und gedemütigt.
Ich habe meiner Mutter damals gesagt die Jungs ausu der Schule wärens gewesen weil ich mich nicht getraut habe alles zu erzählen. Er war ein sehr brutaler Mensch der seine Authorität gnadenlos an den Kleineren und Schwächeren missbraucht hat und eigentlich in eine Therapie gehört hätte. Niemand hat jemals etwas gesagt, ich frage mich bis heute ob er das nur bei mir getan hat oder auch bei anderen Mädchen oder Jungs in der Gemeinde.
Wahrscheinlich hat jeder geschwiegen.

Es ist gut dass nicht mehr geschwiegen wird und auch so schmerzhaft es für seine Mitbrüder im Moment auch ist....es MUSS so gehandelt werden auch das Beste für Br. Denis selbst denke ich, wenn er wirklich krank ist, sich Hilfe zu holen.
Es ist so wichtig dass allen Beteiligten geholfen wird und jeder die Chance hat irgendwann neu zu beginnen.
Es wird für die beiden Frauen sicher niemals so werden wies mal war....das kann ich nachvollziehen, noch heute habe ich Angst davor beichten zu gehen und mit einem Priester alleine zu sein, ich bekomme Panikattaken und brauche eine Begleitperson....aber man arbeitet sich vor...Stück für Stück.
Ich hoffe für die beiden dass es irgendwann wieder ein Vertrauen geben wird.


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 Linda 10. Juli 2010 

Ps.:

Beschimpfungen gegen P. Denis aber ebensowenig!
Alle Behauptungen sind hier nicht nachprüfbar. Vielleicht sollte man die Kommentierfunktion zu diesem Artikel beenden.


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 Linda 10. Juli 2010 

@ryan

Mal langsam. Niemand hat hier die zwei Frauen beschimpft. Alle sind schwer getroffen von den Ereignissen und versuchen nun halt, menschenüblich, Erklärungen zu finden. Gegen die Frauen hat niemand was gesagt, und Beschimpfungen ihnen gegenüber würden hier auch nicht geduldet werden!


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 tweety 10. Juli 2010 
 

Ich glaube

hier sollte und wollte auch niemand den Frauen die Schuld zuschieben.
Ganz im Gegenteil....aber auf der anderen Seite muss man natürlich auch verstehen dass die Leute die Br.Denis kannten sich fragen warums so weit gekommen ist. Ich hoffe nur dass die Wunden irgendwann mal heilen werden, vielleicht aber trotzdem hoffe ich auch dass das Verzeihen irgendwann mal Platz in den Herzen finden wird.


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 ryan 10. Juli 2010 
 

na dann danke

habt ihr eigentlich nur im geringsten eine ahnung was ihr da von euch gebt? ich kenne die zwei frauen, um die es sich hier handelt! und ich sehe sie weinen, sehe wie sehr ihre freunde und familien leiden!
es ist im moment eine extrem schwere zeit in ihrem leben und derart dumme meldungen sind echt nicht angebracht, denn sie haben gelesen was hier steht und ihre reaktion könnt ihr euch ja vielleicht vorstellen. für die, die es durch ihr mangelndes mitgefühl nicht wissen: angst, panik, schmerz, trauer. denn was hier steht, war ihre größte angst. dass man ihnen nicht glaubt! dass es menschen gibt, die sie als lügnerinnen oder schlampen darstellen wollen, wie dieser \"priester\" es auch versucht hat!
und zu seiner \"selbstanzeige\": die war ein absoluter witz! eigentlich hat er nur versucht eines der mädchen als krank, drogenabhängig usw. darzustellen. erst später, als er gemerkt hat, seine lügen bringen ihn nicht weiter, hat er gestanden.

seid ihr nicht christen? nach allem was im moment in der kirche passiert (und ich bin mir sicher, dass nicht alle pfarrer \"böse\" sind) sollten die letzten die verurteilt werden, die opfer sein. sie leiden schon genug. und wenn ihr wirklich so auf nächstenliebe stehen solltet, solltet ihr lieber beten, oder sowas, und nicht über menschen urteilen, die ihr nicht kennt und deren schmerz ihr nicht seht!
die jungen frauen leben seit monaten versteckt und haben angst. beide sind in psychologischer behandlung (eine nimmt sogar starke medikamente um wieder schlafen zu können) und ihr unterstützt den heilungsprozess nicht sehr mit derartigen dummheiten! man muss eine frau nicht schlagen oder vergewaltigen um sie zu missbrauchen. man sollte sich mit dem thema vielleicht mehr beschäftigen oder den mund halten! er hat schreckliche dinge getan und glaubt mir, ich würde gott danken, wenn ich an ihn glauben würde, dass er es nicht getan hat. das wäre ja noch schöner!!! braucht ihr eine vergewaltigung oder eine gebrochene nase um zu sehen, dass böses getan wurde???

die frauen waren mal schöne, selbstbewusste junge frauen, die mit beiden beinen im leben standen und heute ist davon nicht mehr viel übrig. wegen einem mann, der die kirche nicht liebt, wie er selber gesagt hat. er bereut nichts, sondern sieht sich selbst als opfer. na dann hoffe ich für ihn, dass er nicht auch jede nacht schreiend aufwacht, weil er im traum versuchte vor den \"zwei bösen schlampenn\" davon zu laufen....


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 tweety 9. Juli 2010 
 

Kein Gefühl?

das find ich aber schade deine Meinung......dann wären wir ja an Jesus und an Gottes Lehre komlett vorbeigegangen der da wollte dass wir unseren Nächsten lieben oder?

Ich geh seit meinem 6.Lebensjahr nicht mehr in einen Beichtstuhl beichten, ich möchte bitte gerne das Gesicht sehen dem ich meine Sorgen und Ängste anvertraue, ich möchte den Menschen neben mir gerne bei mir haben und nicht getrennt durch ein anonymes Gitter.

Aber da sind die Menschen verschieden.


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 Morwen 9. Juli 2010 

Burnout - Überlastung ist das Schlüsselwort dieser Angelegenheit

Ich habe durch einen Gebetskreis ebenfalls vor Jahren Pater Borel flüchtig kennengelernt und bin deshalb von der Geschichte erschüttert. Es fällt mir auf, dass diese \"Skandale\" häufig gerade besonders tüchtige und beliebte Priester treffen.
An Priester werden heute unmenschlich hohe Erwartungen und Ansprüche gestellt. Alles Mögliche und Umögliche sollen sie leisten, für jeden - und sei er noch so lästig oder unverschämt - sollen sie Verständnis aufbringen, Arbeit Ende nie und kaum Zeit zum Erholen und Beten. Und wenn dann so ein Dauer-Überbelasteter, an den sich alle mehr oder weniger Hilfsbedürftigen dranhängen wie die Kletten, zusammenbricht (was irgendwann passieren muss) und einen Aussetzer hat - ja dann fallen alle über ihn her.

Die Aufgaben von Priestern sollten - so wie früher - nur darin bestehen zu beten und katholische Riten (Messe etc.) durchzuführen.
Die alten Beichtstühle sollten zwingend wieder eingeführt und Aussprachezimmer verboten werden. Sie dienen dem Schutz sowohl der Laien als auch der Priester, sind also eine sehr kluge Einrichtung.

Die katholische Kirche ist keine gefühlige Kuschelrunde!!!! Wer so eine braucht, findet sie dutzendfach in der \"Welt\".
Die Aufgabe der Kirche ist es, uns zu helfen nach diesem Tal der Tränen zu Gott zu finden, nicht mehr und nicht weniger.


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 tweety 9. Juli 2010 
 

Nachtrag

Ich meine es kann doch jetzt nicht sein dass man anhand eines solchen Vorfalles schreit \"zieht die Mauern zwischen den Menschen hoch und höher\".....
Das ist doch total an der Aussage von Jeus vorbei. Das kann einfach nicht sein...wenn ich beichten gehe zu einem Priester oder mit einem Ordensbruder spreche dann geb ich doch soviel privates von mir her und noch dazu wenn ich beichten gehe dann sage ich doch noch viel mehr private Dinge von mir...wie soll ich die jemandem sagen dem ich nicht in die Augen sehen darf...oder sagen darf du und ich wir sind ein Nebeneinander, kein du da oben und ich da unten.
Warum ist das flasch wenn ich mich zu einem Priester ins Aussprachezimmer setze und ihn um Hilfe bitte, mit mir zu beten und zu fragen...hey was hältst du davon, kannst du mir was raten?

Soll man lieber wieder zurück zum kalten Beichtstuhl, wo ein Geistlicher drinnensitzt weil er halt Dienst hat und den Mittler spielen muss zwischen Gott und mir, der seine Gebetsformeln herunterleiert und mir zwar die Absolution gebetstechnisch gibt aber mein Gewissen trotzdem nicht im geringsten erleichtert?

Ich bin dagegen dass Priester laut vieler Katholiken eine Stufe höher stehen als \"normale\" Menschen.
Ich bin dagegen dass diese Menschen so einen Druck von aussen bekommen die sie zwingen ständige Distanz zu halten nur damit nichts sein kann was nicht sein dürfte.

Man ist erwachsen....und wenn etwas sein sollte dann muss man für beide entscheiden was das richtige ist und was das falsche ist, und Gott um seine Mithilfe bitten den Weg zu zeigen und zu begleiten.
Wenn eine Grenze einmal unterschritten ist die man haben sollte, das stimmt schon, dann sollte man sich immer bewusst machen dass das eine sehr grosse Tragweite an Konsequenzen mit sich zieht. Also muss man gut entscheiden denke ich.

Wer oder was entscheidet eigentlich wie man fühlen denken darf...das tut nur Gott alleine...und er gibt uns das was er von uns haben möchte.


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 tweety 9. Juli 2010 
 

Ich finde nicht

dass es eine Mauer braucht.
Ganz im Gegenteil.....es braucht sogar sehr viel Nähe und Vertrauen, gerade zu einem Priester.
Und schon alleine weil man nicht genau weis was sie wie zugetragen hat kann man sowas auch schlichtweg nicht behaupten denke ich.

Eine Frau ist eine Frau und ein Mann bleibt immer ein Mann, egal ob ein Priester oder ein Ordensbruder...mit Gefühlen ob jetzt negativ oder positiv.
Warum sollte man sich distanzieren nur damit nichts sein KANN?
Ich meine sowas ist doch irgendwo nicht das Verhalten reifer Erwachsener, ausserdem sollte der eine nicht Angst vorm anderen haben, gerade nicht in so einer Beziehung.


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 lumendelumine 9. Juli 2010 
 

@Linda:

Ja, so gesehen hast Du vermutlich recht.

Ich frage mich allerdings auch, warum diese Frauen in so etwas haben hineinziehen lassen. Immerhin sind sie ja beide erwachsen und keine Kinder mehr... Da hätten sie doch etwaige Avancen umgehend zurückweisen und evtl. sofort auf einem anderen Beichtvater bestehen müssen.

Ich habe aber schon öfter die Erfahrung gemacht, dass sich viele (weibliche) Laien oft zu wenig bewusst sind, dass nicht nur die Priester für ihre eigenen Reinheit verantwortlich sind, sondern auch wir für sie - selbst wenn man sich denkt, \"es kann eh nichts sein\". Daher wären die Vermeidung von Alleinsein zwischen Frauen und Priestern, zu großer innerer und äußerer Nähe usw. eigentlich selbstverständlich, scheinen heute aber auch oft unter \"guten Katholiken\" die Ausnahme zu sein. Ich bin immer wieder entsetzt, wie vertraulich Frauen mit Priestern umgehen - bis dann in manchen Konstellationen dann sowas herauskommt... ;-(

\"Entre santa y santo, pared de cal y canto.\" (ganz frei übersetzt: Zwischen einem Heiligen und einer Heiligen braucht es eine Mauer), das wussten schon die alten Spanier.


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 Linda 9. Juli 2010 

@lumendelumine

Ich glaube, die Art damit so verbal \"undeutlich\" umzugehen und mehr zu sagen, was NICHT stattgefunden hat, wird wohl vermutlich nicht nur zum Schutz von P. Denis bzw der St. Johannesgemeinschaft so sein, sondern vorallem auch zum Schutz der beiden Frauen, die man bei der ganzen Geschichte nicht vergessen darf! \"Missbrauch des Autoritäsverhältnisses\" sagt ja auch schon alles aus, wenn man weiß, was das heißt. Da muss man dann ja auch wirklich nicht weiter herumvermuten.


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 tweety 9. Juli 2010 
 

Verurteilen

ich glaube das steht niemandem zu.

Allerdings bin ich auch eine Frau....

Ich bin sogar ein bisschen stolz auf ihn, weil er die Stärke und den Mut hatte seine Schuld selbst zuzugeben und sich zu stellen.
Viele können das nicht.

Aber ihr habt recht.....alles was er getan und bewirkt hat wird dadurch nicht geschmälert.


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 jacksie 9. Juli 2010 
 

DANKE

@ Carmelita @ Joy
Niemandem von uns steht es zu, zu urteilen und zu verurteilen. Die Besten sind offenbar den stärksten Angriffen ausgesetzt! Beten wird für P. Denis! Das Geschehene nimmt nichts weg an dem Guten, das er gewirkt und gelehrt hat.


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 lumendelumine 9. Juli 2010 
 

Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses

Danke, preacherman!

Was mich allerdings stört, ist, dass die Erklärung so beschwörend erklärt, was alles nicht stattgefunden hat. §212 StGB sagt nämlich ganz klar, dass \"Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses\" ausschließlich auf geschlechtliche Handlungen zu beziehen ist (nicht auf Druck oder Manipulation anderer Art).

Ich habe P. Denis vor einigen Jahren oberflächlich kennengelernt und war sehr beeindruckt von ihm. Daher empfinde ich es als sehr schmerzhaft, was jetzt passiert ist. Es ist sehr-sehr wichtig, dass wir für ihn beten.

Mich stört bei der ganzen Sache weniger das, sondern dass die Gemeinschaft damit auf so eine, meine Erachtens etwas etwas verschwurbelte Art umgeht.

Ich wünsche P. Denis viel Segen und die Rückkehr zu einer tiefen Beziehung mit Christus, einschließlich des Ausharrens bis zum Ende... :-)

http://www.jusline.at/212_Mi%C3%9Fbrauch_eines_Autorit%C3%A4tsverh%C3%A4ltnisses_StGB.html


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 tweety 9. Juli 2010 
 

nicht umsonst

bekommt man 6 Monate Haft.
Wie gesagt möchte ich nicht wissen was passiert ist, aber für eine Liebesbeziehung geht man nicht ins Gefängnis soweit mit bekannt ist.

Aber es bringt auch nichts das hier jetzt zu analysieren, es macht es nicht ungeschehen.

Ich bin grade einfach nur traurig....vor allem aber dass er nicht mehr zurückkommen wird.


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 Linda 9. Juli 2010 

@ tweety @ preacherman

@ tweety ich verstehe das Wort ent-täuschung genau so: wachgerüttelt. Das einfach JEDER fallen kann (vorallem man selbst natürlich, auch da, wo man es nicht für möglich hält, oder GENAU da) und auch die \"ganz Tollen\". Gerade gute Priester haben auch viele Anfechtungen und brauchen unser Gebet.

@preacherman
Die Erklärung wiederpricht dem durchaus nicht. Es steht nur da, das es keine \"geschlechtliche Beziehung gab\", das es gar kein sexuelles Verhältnis gab steht ja nicht da. Das man nicht alles genau beschreiben will ist ja klar. Ich meine jedenfalls durchaus zu verstehen.

Beten wir!


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 tweety 9. Juli 2010 
 

Menschlichkeit

Ich glaube die vergessen wir alle sehr sehr oft, besonders in den letzten Wochen und Monaten in denen auch die Kirche und Gemeinschaften ein schweres Kreuz zu tragen haben.

Ich bin nicht enttäuscht, eher wieder einmal wachgerüttelt dass Priester, Geistliche, Ordensbrüder auch nur Menschen sind denen Fehler unterlaufen für die sie am Ende bitter bezahlen müssen.
Traurig...nicht enttäuscht.
P.Denis ist ein wunderbarer Mensch und in der Zeit in der ich ihn kennenlernen durfte, im Marchegger Kloster war er für mich ein sehr liebevoller geduliger Zuhörer und auch ein toller Erzähler.
Ich persönlich weis nicht was vorgefallen ist, er war eines Tages einfach weg...deshab war ich sehr traurig. Umso geschockter bin ich ehrlich gesagt dass das für ihn sofort Gefängnis bedeutet.
Ich will auch gar nicht wissen was wirklich passiert ist, nur dass meine Gedanken die letzen Tage sehr viel bei ihm und seinen Mitbrüdern waren, die ich alles sehr zu schätzen gelernt habe.

Auf diesem Wege möchte ich P.Denis gerne sagen dass er stark bleiben soll und dass ich mir ganz ganz sicher bin dass die Vergebung in den Herzen der Menschen sein wird und dass Gott ihn in der nächsten Zeit auf seinen schweren Wegen begleiten wird.


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 Joy 8. Juli 2010 
 

Danke, Carmelita!

Der Beitrag von Carmelita fasst wohl die Gedanken vieler gut zusammen, die P. Denis kennen, und ihm persönlich oft viel zu verdanken haben. Dieses unendlich traurige Ende seiner Zeit in Österreich möge uns nicht vergessen lassen, was P. Denis alles aufgebaut und getragen hat.


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 Anita-Therese 8. Juli 2010 
 

Barmherzigkeit

Auch ich kenne die Johannesbrüder seit Jahren und bin ihnen sehr dankbar für so viel Gutes, das ich von ihnen empfangen habe.
Ich kenne kaum eine Gemeinschaft, die so aufrichtig und herzlich um die Menschen bemüht ist, wie die Johannesbrüder.
Es stimmt natürlich traurig, was passiert ist und dass P. Denis durch sein Fehlverhalten den Ruf der Kirche, der Priester und besonders der Johannesbrüder belastet.
Beten wir für alle Betroffenen!

@lumendelumine
Der Straftatbestand ist ja ganz klar genannt:
\"Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses\"
und wurde in der Erklärung ergänzt mit \"wenig respektvolle Gesten\", was meines Erachtens einfach einen Annäherungsversuch meint, da - siehe oben - das \"Verhältnis von Nähe und Distanz verletzt wurde\".
Mehr sollte uns wirklich nicht interessieren ...


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 preacherman 8. Juli 2010 
 

die erklärung mimt mich wunder

also man muss ja nur im bezirksblatt nachschauen,w enn man es genauer wissen will. die haben meist den reporter im gerichtssaal und wissen daher genauer was nun wirklich war. wie die bruderschaft danach behaupten kann es habe sich um keins exuelles vergehen gehandelt ist mir schleierhaft. wenn jemand 6 monate bekommt, dann kann es sich ja nicht um einen - entschuldigung - klaps auf den allerwertesten gehandelt haben...

Ordensbruder vor Gericht
(07.07.10) MARCHEGG/KORNEUBURG (mr). Wegen des Vergehens des Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses stand ein Bruder der St. Johannesgemeinschaft Marchegg vor dem Korneuburger Richter Helmut Neumar.
Staatsanwältin Gudrun Bischof legte ihm zur Last unter Ausnützung seiner Stellung als Seelsorger an zwei Frauen (25 und 30) in der von ihm betreuten Schule des Lebens geschlechtliche Handlungen vorgenommen zu haben. Trotz Ablegung des zölibatären Gelübdes sei es zwischen September 2009 und März 2010 zu sexuellen Kontakten gekommen, mit einer Frau bis zu dreimal wöchentlich, mit der anderen nur zweimal an einem Tag – so die Anklage.
Der Autor mehrerer Bücher und Philosophieprofessor französischer Herkunft hatte nach dem Vorfall eine klösterliche Auszeit genommen und lebt derzeit in Südfrankreich. Er verantwortete sich voll geständig und vermittelte den Eindruck eines aufrichtig reuigen Sünders. „Mir tut die Situation sehr weh“, versicherte er dem Gericht.
Im Hinblick auf sein umfassendes Geständnis nahm das Gericht von der Vernehmung der beiden Zeuginnen Abstand und verurteilte den Ordensbruder zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe, für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Er nahm das Urteil an, die Staatsanwältin gab zunächst keine Erklärung ab, ließ aber die dreitägige Berufungsanmeldefrist ungenützt verstreichen - das Urteil war daher bei Redaktionsschluss rechtskräftig.“


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 Linda 8. Juli 2010 

Natürlich...

.... ist jetzt Beten angesagt für alle Beteiligten. Ich schätze die St. Johannesgemeinschaft ungemein und bin ihnen gegenüber voller Dankbarkeit für so Vieles.
Das man \"enttäuscht\" ist, finde ich jetzt aber nun auch wieder nicht so schlimm, sondern sehr verständlich. Das ist noch kein Steine Werfen sondern eine menschlich logische Reaktion auf eine solche Nachricht.
Wachet und betet fällt mir auch noch dazu sein, und das man sich niemals einbilden sollte man wäre vor irgendwas gefeit- und das sage ich jetzt nicht zum konkreten Fall, sondern das kann sich wohl jeder selbst sagen.


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 Carmelita 8. Juli 2010 

Vorsicht mit Urteilen

Klar, in der hochsensiblen Stimmung, die diesbezüglich momentan herrscht, sind Spekulationen nicht zu vermeiden. Ich kenne P. Denis seit Jahren persönlich und habe ihn immer als äusserst korrekten, zurückhaltenden und integren Priester erlebt. Ich schätze nicht nur seine intellektuellen Fähigkeiten enorm (wir haben im Uni-milieu zusammen gearbeitet), sondern auch seine menschlichen und spirituellen Qualitäten.

Wahr ist, dass er in den letzten Jahren über die Massen mit Aufgaben und Verantwortungen belastet worden ist. Wie ihn das beeinflusst hat, weiss ich nicht.

In der Erklärung der Gemeinschaft heisst es, dass P. Borel sich vor Monaten selber angezeigt hat. Ich glaube, es wäre angebracht, einen Bruder, der Fehler gemacht hat und sie sühnen will - und das scheint mir durchaus der Fall zu sein - mit Barmherzigkeit und Gebet zu unterstützen, was auch immer geschehen ist, und nicht mit Steinen zu werfen.

P. Denis ist Priester und Ordensmann mit Leib und Seele, aber er ist ein Sünder wie wir alle. Seien wir nicht \"enttäuscht\" und empört. Unsere Sünden sind vielleicht weniger sichtbar und schlagen weniger in die aktuelle gesamtkirchliche Wunde, aber das Urteil würde ich doch denen überlassen, die mit der Sache betraut sind.

Was wirklich vorgefallen ist muss uns nicht interessieren, da sich weltliche und kirchliche Autoritäten bereits darum kümmern.

Beten wir für die Opfer, für die Gemeinschaft, und vorallem für unseren Bruder.


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 Argument 8. Juli 2010 
 

Ich bin enttäuscht

Man weiß jetzt aus der Erklärung der Johannesbrüder wirklich nicht, was genau er sich zu Schulden hat kommen lassen. Aber es wird wohl keine Lapalie gewese sein, wenn der Vorfall so hohe Wellen schlägt...

Ich bin wirklich enttäuscht. Ich kenne P. Borel aus dem Priestervideo \"ADSUM\", was mich damals sehr beeindruckt hat. Darin hat er auch sehr schön über seine Berufung zum Priesteramt geprochen. Warum passiert das nur gerade bei ihm? Ich bin wirklich enttäuscht!


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 lumendelumine 8. Juli 2010 
 

Ich verstehe diese Erklärung nicht ganz

Sie verschleiert mehr, als sie erhellt, trägt nur zu Spekulationen bei. Warum schreiben sie nicht ganz offen, was passiert ist (zumal man sich fragt, was das für ein strafbarer Tatbestand gewesen sein könnte, der weder etwas mit Sexualität, noch mit Gewalt zu tun hatte - Ehrenbeleidigung?). Ich frage mich, ob es sinnvoll ist, diese Dinge unbedingt öffentlich zu machen, wenn es sich um kein schweres Verbrechen handelt. Aber wenn man es schon öffentlich macht, sollte man m. M. n. wirklich den konkreten Straftatbestand hineinschreiben, nicht so \"herumeiern\"...


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