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Bischof Mixa wird sich zu einer Zeit des Schweigens zurückziehen

1. Juli 2010 in Aktuelles, 98 Lesermeinungen
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Papst Benedikt hat heute Bischof Mixa empfangen und bestätigt nochmals, dass der Rücktritt endgültig ist - Papst spricht von "Zeit oft maßloser Polemik" - Päpstliche Ermahnung für Mitbrüder - UPDATE: Vatikanerklärung im Wortlaut auf kath.net


Vatikan (kath.net)
Papst Benedikt XVI. hat sich an diesem Donnerstag mit dem früheren Bischof von Augsburg, Walter Mixa, getroffen wie "Radio Vatikan" berichtet. Für die Begegnung im Apostolischen Palast des Vatikans hatte der Papst fast eine Stunde Zeit angesetzt – mehr als für andere Audienzen dieses Tages. Benedikt hatte im Mai den Rücktritt Mixas angenommen, später hatte der Bischof sich um eine Rücknahme dieser Entscheidung bemüht. Rund um den Rücktritt sind derzeit noch zahlreiche Sachen ungeklärt.

Der Vatikan hat zu dem Treffen folgende Erklärung veröffentlicht:

Der Heilige Vater hat am 1. Juli 2010 den emeritierten Bischof von Augsburg Msgr. Walter Mixa in Audienz empfangen. Der Papst hatte mit Schreiben vom 4. Mai 2010 der Bitte des Bischofs um Entpflichtung von seinen Ämtern als Oberhirte der Diözese Augsburg und als deutscher Militärbischof entsprochen; die Endgültigkeit dieser Entscheidung wurde in der Audienz nochmals bestätigt.


Bischof Mixa wird sich zu einer Zeit des Schweigens, der Sammlung und des Gebets zurückziehen und nach einer Periode der Heilungen und der Versöhnung wie andere emeritierte Bischöfe für Aufgaben der Seelsorge im Einvernehmen mit seinem Nachfolger zur Verfügung stehen.

Bischof Mixa hat betont, daß er seinen bischöflichen Dienst immer gern und gewissenhaft zu erfüllen sich mühte. Er hat aber auch in aller Ehrlichkeit und Demut sein Bekenntnis bekräftigt, daß er Fehler und Irrtümer begangen hat, die zu einem Vertrauensverlust führten und den Rücktritt unvermeidlich werden ließen.

Er hat erneut für all seine Fehler um Verzeihung gebeten, bittet aber zu Recht auch darum, daß man über seinen Fehlern das Gute, das er getan hat, nicht ganz vergessen möge.

Der Heilige Vater hat die Hoffnung ausgedrückt, daß die Vergebungsbitte auf offene Ohren und Herzen stoße. Nach einer Zeit oft maßloser Polemik wünscht er sich Versöhnung, ein neues Sich-Annehmen in der Gesinnung der Barmherzigkeit des Herrn und im gläubigen Sich-Anvertrauen an seine Führung.

Er bittet vor allem auch die Mitbrüder im bischöflichen Amt, Bischof Mixa mehr als bisher ihre freundschaftliche Nähe, ihr Verstehen und ihre Hilfe zur Findung der rechten Wege spüren zu lassen. Alle Gläubigen der Diözese Augsburg bittet der Papst, neu aufeinander zuzugehen und den Bischof offenen Herzens anzunehmen, den er als Nachfolger von Bischof Mixa bestellen wird.

Die Welt wartet in einer Zeit der Gegensätze und der Unsicherheit auf das gemeinsame Zeugnis der Christen, das sie von ihrer Begegnung mit dem auferstandenen Herrn her zu geben vermögen und in dem sie einander wie der ganzen Gesellschaft helfen, den rechten Weg in die Zukunft zu finden.

Diskussion im Forum

JA! zur Kirche - Facebook

WELT-INTERVIEW mit Bischof Mixa

kathTube: Bischof Mixa - Vortrag über Feindesliebe und Versöhnung




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