27 Mai 2010, 12:22
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Mit einer "Pfingst"-Erklärung
wollten einige Diözesanfunktionäre des Bistums Augsburgs (noch) einmal mit Bischof Walther Mixa abrechnen. Die Erklärung hat allerdings mit Pfingsten und Heiligen Geist wenig zu tun

Augsburg (kath.net)
Im Bistum Augsburg wurde vor wenigen Tagen im "Wir-sind-Kirche-Geist" eine sogenannte "Pfingsterklärung" veröffentlicht, mit der einige Diözesanangestellte noch einmal mit dem ehemaligen Augsburger Bischof Walther Mixa abrechnen. Die Erklärung hat mit Pfingsten allerdings nichts zu tun. Inhaltlich heißt es in der Erklärung unter anderem: "Rückblickend fragen wir, wie es dazu kommen konnte, dass Dr. Walter Mixa trotz der Warnungen vieler Verantwortungsträger Bischof von Augsburg und zuvor schon Bischof von Eichstätt geworden ist. Wir fragen auch, welche systemimmanenten Faktoren dazu beigetragen haben, dass er sein Amt in einer Weise wahrnehmen konnte, die nun viele Wunden und eine tiefe Spaltung im Bistum hinterlässt."

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Dann wird in der Erklärung behauptet, dass es der Kirche schade, wenn "die Stimme der Ortskirche" übergangen werde. Deshalb möchte die Gruppierung "eine breite Beteiligung des Volkes Gottes" auf dem Weg zur Ernennung eines neuen Bischofs haben. Verlangt werde auch eine "offene und freimütige Art des Dialogs" und dass die "Gremien der Laien" "stärkere Entscheidungskompetenzen" erhalten. Entstanden ist die Aktion bei einem Treffen von Priestern und Laien unter der Mitwirkung des Penzberger Pfarrers und Dekans Josef Kirchensteiner wie der Münchner Merkur berichtet. "Die Pfingsterklärung soll ein Signal an die Basis sein", meint dieser. Auch Regionaldekan Peter Brummer zählt wie der in Altenstadt lebende ehemalige Schongauer Stadtpfarrer Hans Frieß und Pfarrer Günther Bäurle aus Steingaden und der Wielenbacher Dekan Bernhard Schönmetzler gehört zu den Verfassern der Erklärung. "Das Echo ist überwältigend“, meint Schönmetzler. Unterschrieben haben die Erklärung bis jetzt allerdings nicht einmal 1000 Menschen, davon offensichtlich viele Kirchenfunktionäre, darunter Gemeindereferenten und Religionslehrer. Der Zuspruch bei der gläubigen und betenden Kirchenbasis dürfte daher de facto sehr gering sein.

Foto: (c) Screenshot Münchner Merkur

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