Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  14. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  15. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'

'Öffentliche Hinrichtung'

17. Mai 2010 in Deutschland, 43 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof Mixa: "Es tut mir weh, dass viele treue Christen wegen der haltlosen Missbrauchsvorwürfe an mir gezweifelt haben" - Mixa-Anwalt übt scharfe Kritik am Bistum Augsburg: Hat die Staatsanwaltschaft "auf eine abstruse Vermutung hin" eingeschaltet


Augsburg (kath.net)
Der frühere Augsburger Bischof Walter Mixa hat sich am Sonntag in der Bild am Sonntag (Bams) zu Wort gemeldet und sich über die Berichterstattung mancher Medien beklagt. "Es tut mir weh, dass viele treue Christen wegen der haltlosen Missbrauchsvorwürfe an mir gezweifelt haben", sagte Mixa. Auch der Anwalt von Mixa, Gerhard Decker, beklagte insbesondere, "dass eine erkennbar vage Mitteilung zur öffentlichen Hinrichtung meines Mandanten missbraucht oder zumindest in Kauf genommen wurde". Die falschen Hinweise kamen laut Medienberichten von einer Angestellten aus dem Bistum Eichstätt und (!) von einem Priester, die die falschen Behauptungen direkt nach Augsburg weitergaben und die Bistumsleitung von Eichstätt nicht informierten. Vergangene Woche hatte die Staatsanwaltschaft klargestellt, dass sich der Verdacht des sexuellen Missbrauchs durch Mixa in keiner Weise erhärtet habe.


Im "Donaukurier" übt Deckers dann scharfe Kritik am Bistum Augsburg, da diese die Staatsanwaltschaft nur "auf eine abstruse Vermutung hin" eingeschaltet habe. Danach, so Decker, "wurde die Anzeige des Bistums Augsburg allein mit dem persönlichen Eindruck einer Pastoralreferentin in Eichstätt begründet, die in der Nachbarschaft des vermeintlichen Opfers wohnt". Diese Frau, so Decker, "wollte festgestellt haben", dass Veränderungen im Verhalten ihres Nachbarn in den letzten Jahren auf "einen sexuellen Missbrauch schließen ließen". "Die kirchenrechtlichen Vorschriften, fordern zuallererst den Anschein von Wahrheit eines zu meldenden Verdachts", heißt es in der der vorliegenden Erklärung von Mixas Anwalt. Da die Meldung nicht wie zunächst behauptet aus dem "Umfeld des Opfers" gekommen sei, sondern von einer namentlich bekannten Mitarbeiterin der Diözese Eichstätt, "wäre in Zusammenarbeit mit dem dortigen Missbrauchsbeauftragten eine sofortige Aufklärung unschwer möglich gewesen". Dann hätte sich, so Decker, herausgestellt, dass gegen Mixa "niemals der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs erhoben wurde".

Laut Decker haben der Münchner Erzbischof Reinhard Marx und der Augsburger Weihbischof Anton Losinger vor der Annahme des Rücktritts Papst Benedikt ein Dossier über angebliche Verfehlungen von Bischof Mixa überreicht. "Es wäre ein Gebot der Fairness gewesen, meinem Mandanten die Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, bevor man dem Papst ein Dossier überreicht.", betont der Anwalt. Kritik an der Vorgangsweise rund um Bischof kommt auch von Josef Beyrer, dem Nachfolger von Bischof Mixa als Stadtpfarrer in Schrobenhausen. Dieser verurteilt den Umgang mit den Missbrauchsvorwürfen. Die Vorverurteilung und der damit verbundene Rufmord durch Mitarbeiter der eigenen Kirche seien skandalös, sagte Beyrer am Sonntag im Gottesdienst.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Mixa

  1. 'Kirche beginnt nicht mit jeder Bischofsweihe und jedem Bischof neu'
  2. Emeritierter Augsburger Bischof Mixa wird 75 Jahre alt
  3. Mixa: Es tut noch immer sehr weh, was man mit mir gemacht hat
  4. Dieb in Villa des emeritierten Bischofs Mixa
  5. Bischof Mixa bietet via Internet Seelsorge an
  6. 'Jesus ist Arzt, Freund und Retter der Menschen'
  7. Mixa sagt in Betrugsprozess aus
  8. Altbischof Mixa wird als Zeuge in Betrugsprozess aussagen
  9. Gott begegnen - Reise durch das Kirchenjahr
  10. Entspricht der Tätigkeit eines Ruhestandsgeistlichen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  4. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  5. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  6. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  7. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  8. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  11. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  12. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  13. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  14. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  15. EILT! - Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz