Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  8. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  9. Was auch immer Synodalität sein soll
  10. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  11. „Warum bin ich Christ“
  12. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  13. Was eine Messe wiegt
  14. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  15. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete

Scharfe Kritik an 'Abfall vom Christentum' in der EU

4. Februar 2010 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Frühere italienische Senatspräsident Marcello Pera übt schwere Kritik an der Haltung der EU zum Christentum. Ergebnisse des Relativismus und Multikulturalismus sind Gettos, Spannungen, Konflikte und Fremdenfeindlichkeit


Brüssel (kath.net/KNA)
Der Philosoph und frühere italienische Senatspräsident Marcello Pera hat scharfe Angriffe gegen die Haltung der Europäischen Union zum Christentum vorgebracht. Noch immer würden Relativismus und Multikulturalismus praktiziert, auch wenn die Ergebnisse dieser Politik Gettos, Spannungen, Konflikte und Fremdenfeindlichkeit seien, beklagte Pera am Mittwoch im Europaparlament. Er warf den politischen und intellektuellen Eliten der EU einen Abfall vom Christentum vor. Dadurch könnten die großen Probleme in Europa nicht gelöst werden.

Pera nannte als Beispiele unter anderem die Weigerung, die christlichen Wurzeln Europas in den neuen EU-Vertrag aufzunehmen sowie die 2005 erfolgte Ablehnung des designierten italienischen Kommissars Rocco Buttiglione wegen seiner Haltung zu homosexuellen Partnerschaften. Alle EU-Staaten hätten bei Abtreibung, Sterbehilfe, Eugenik und Embryonenforschung Gesetze, die christlichen Traditionen widersprächen. Heimlich habe die EU zudem das Recht auf homosexuelle Partnerschaften in die EU-Grundrechtecharta eingefügt.


Der italienische Philosoph warf der EU vor, beim Dialog mit dem arabischen Raum die Forderung nach Gegenseitigkeit aufgegeben zu haben. Ein interreligiöser Dialog sei ohnehin unmöglich, so Pera. Ein interkultureller Dialog müsse aber auch scheitern, wenn die EU nicht bereit sei, die christliche Flagge hochzuhalten.

Pera äußerte sich bei einem Seminar der christdemokratischen EVP-Fraktion. Bei der gleichen Veranstaltung warf der irische Journalist David Quinn der EU vor, durch ihre Antidiskriminierungsregeln nationale Gesetze auszuhöhlen. So würden etwa familienrechtliche Bestimmungen ausgehebelt, wenn der Europäische Gerichtshof Hinterbliebenrenten auch gleichgeschlechtlichen Paaren zuspreche. Die EU müsse Schluss damit machen, das Antidiskriminierungsrecht über alle anderen Rechte wie etwa die Religionsfreiheit zu stellen.

Europaparlaments-Vizepräsident Pal Schmitt rief dazu auf, konkrete Vorschläge für den im neuen EU-Vertrag vorgesehenen Dialog mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften zu machen. Bislang habe keine der Religionsgemeinschaften konkrete Vorschläge unterbreitet, wie der Dialog geführt werden solle. Der ungarische EVP-Politiker unterstrich, ein Dialog könne keine einseitige Veranstaltung sein, sondern müsse «in zwei Richtungen funktionieren».

(C) 2010 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

EU

  1. EU-Parlament beschließt Resolution gegen Islamismus - Gegenstimmen von Grünen und SPÖ
  2. Europa ist ‚ein müder, unterwürfiger und sogar ein wenig verwöhnter Kontinent’
  3. Europäischer Familiendachverband mit heftiger Kritik an Macron
  4. Dunkle Stunde für den europäischen Rechtsstaat
  5. EU-Initiative begünstigt Leihmutterschaft "durch die Hintertür"
  6. Europäisches Parlament: Abstimmung über neue Abtreibungs-Entschließung steht bevor
  7. EU-Parlament brüskiert Polen und Ungarn und erklärt Europa zur ‚LGBTIQ-Freiheitsraum’
  8. EU: Angriff auf konservatives polnisches Institut
  9. EU-Abgeordnete der ÖVP für ‚Recht auf Abtreibung’?
  10. EU-Kommissions-Vize: Europa braucht mehr christliche Werte







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  3. Wien: Über 3.000 Teilnehmende beim "Marsch fürs Leben"
  4. Frankreich: Jugendliche schänden Kirche und feiern islamistischen Rap-Song
  5. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  6. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026
  7. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  8. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  9. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  10. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  11. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  12. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  13. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  14. Bischofstreffen zu Ehe und Familie will Abschlussbericht publizieren
  15. Der Beginn eines neuen Kapitels im Vatikan?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz