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Papstattentäter frei - Agca kündigt in Brief Ende der Welt an

18. Jänner 2010 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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In einem Brief kündigt Agca an, eine neue "Bibel" zu verfassen, da die überlieferten Texte voller Fehler sei. Außerdem meint er: "Alle Menschen werden binnen dieses Jahrhunderts sterben"


Istanbul (kath.net/KNA)
Papstattentäter Mehmet Ali Agca ist am Montag aus türkischer Haft entlassen worden. Mehrere türkische Fernsehsender zeigten live, wie Agca am Morgen von Polizisten aus dem Gefängnis im zentralanatolischen Sincan gebracht und zu einem Militärkrankenhaus in Ankara gefahren wurde. Dort sollte er gemustert werden. Sollte sich der 52-Jährige als wehrtauglich erweisen, könnte er noch am Montag zum Militärdienst eingezogen werden. Von seinen Anwälten ließ Agca am Morgen ein auf Englisch verfasstes kurzes Schreiben an Journalisten verteilen, in dem er sich selbst als Messias bezeichnet.

Agca wurde in einem silbergrauen Auto zur Musterung gefahren war und für die Kameras nur kurz sichtbar. Die Musterung zog sich am Vormittag über mehrere Stunden hin und schloss vermutlich auch eine psychologische Untersuchung ein. Eine frühere Untersuchung hatte ergeben, dass er wegen anti-sozialer Persönlichkeitsstörungen voraussichtlich nicht wehrtauglich sei.


In seinem handschriftlich verfassten und fünf Punkte umfassenden Brief kündigt Agca an, eine neue «Bibel» zu verfassen, da die überlieferten Texte voller Fehler sei. Unter Punkt Vier verkündet er zudem das nahende Ende der Welt. «Alle Menschen werden binnen dieses Jahrhunderts sterben», schreibt er.

Über seinen Anwalt ließ Agca verbreiten, er wolle aus religiöser Überzeugung keine Waffe in die Hand nehmen. Die Türkei kennt allerdings kein Recht auf Wehrdienstverweigerung. Sollte Agca nicht sofort zum Wehrdienst eingezogen werden, will er sich nach Angaben seiner Anwälte ein paar Tage lang ausruhen und dann in Istanbul eine Pressekonferenz geben.

Agca, der 1981 auf dem Petersplatz den damaligen Papst Johannes Paul II. angeschossen hatte, war im Jahr 2000 nach 19 Haft in Italien begnadigt und in die Türkei abgeschoben worden. Dort saß er seither die Reststrafe für den 1979 begangenen Mord an dem türkischen Journalisten Abdi Ipekci ab, für den er zum Tode verurteilt worden war, bevor er aus dem Gefängnis floh. Die Todesstrafe wurde später in eine Haftstrafe umgewandelt.

Vor seiner Entlassung hatte Agca über seinen Anwalt Haci Ali Özhan angekündigt, das Grab von Johannes Paul II. in Rom besuchen zu wollen. Zudem wolle er mit Benedikt XVI. sprechen. Özhan gab an, in dieser Angelegenheit im März vergangenen Jahres in Rom persönlich mit Vatikansprecher Federico Lombardi gesprochen zu haben. Zugleich habe er die Bitte seines Mandanten schriftlich an Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone geschickt. Es gebe aber noch keine Klarheit darüber, ob das Gespräch auch zustande komme. Zudem sollen Agca verschiedene Angebote für Interviews, Filme und Bücher vorliegen.

(C) 2010 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Radieserl 18. Jänner 2010 

Ja, JP2 bitte bete für ihn

Angesichts einiger Wortmeldung von Mehmet Ali Agce bin ich mir sicher, dass er psychisch krank ist. Auch sein Bruder sprach vor vielen Jahren davon.
Die übrliche Geschichte, Vater so gut wie nicht anwesend und ein Säufer.
Er braucht einen guten Arzt, der ihm jetzt akut hilft und dann, falls es mit seiner Absicht ist, sich taufen zu lassen, eine gute und tiefe Katechese durch einen Priester und die Hilfe einer christlichen Gemeinschaft.

Ich wünsche ihm von Herzen, dass Mehmet Ali Agca Ruhe findet.


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 denkmal 18. Jänner 2010 
 

Johannes Paul II bitte für ihn !

Es ist die typische islamische Ansicht, daß die Bibel verändert wurde und Fehler enthält. Es ist wirklich bedauerlich, daß Agca offensichtlich in den letzten 10 Jahren keinerlei geistlichen Beistand hatte, der ihm, der ja ausdrücklich den Wunsch hatte, zum Katholiszismus zu konvertieren, geholfen hätte, die Glaubenswahrheiten zu verstehen.


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  18. Jänner 2010 
 

Natürlich

werden alle Menschen vor Ablauf dieses Jahrhunderts sterben. Allerdings werden manche von uns bis dahin keine Menschen mehr sein.


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