Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  5. Der anderskatholische Papstkritiker
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

Papstattentäter frei - Agca kündigt in Brief Ende der Welt an

18. Jänner 2010 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In einem Brief kündigt Agca an, eine neue "Bibel" zu verfassen, da die überlieferten Texte voller Fehler sei. Außerdem meint er: "Alle Menschen werden binnen dieses Jahrhunderts sterben"


Istanbul (kath.net/KNA)
Papstattentäter Mehmet Ali Agca ist am Montag aus türkischer Haft entlassen worden. Mehrere türkische Fernsehsender zeigten live, wie Agca am Morgen von Polizisten aus dem Gefängnis im zentralanatolischen Sincan gebracht und zu einem Militärkrankenhaus in Ankara gefahren wurde. Dort sollte er gemustert werden. Sollte sich der 52-Jährige als wehrtauglich erweisen, könnte er noch am Montag zum Militärdienst eingezogen werden. Von seinen Anwälten ließ Agca am Morgen ein auf Englisch verfasstes kurzes Schreiben an Journalisten verteilen, in dem er sich selbst als Messias bezeichnet.

Agca wurde in einem silbergrauen Auto zur Musterung gefahren war und für die Kameras nur kurz sichtbar. Die Musterung zog sich am Vormittag über mehrere Stunden hin und schloss vermutlich auch eine psychologische Untersuchung ein. Eine frühere Untersuchung hatte ergeben, dass er wegen anti-sozialer Persönlichkeitsstörungen voraussichtlich nicht wehrtauglich sei.


In seinem handschriftlich verfassten und fünf Punkte umfassenden Brief kündigt Agca an, eine neue «Bibel» zu verfassen, da die überlieferten Texte voller Fehler sei. Unter Punkt Vier verkündet er zudem das nahende Ende der Welt. «Alle Menschen werden binnen dieses Jahrhunderts sterben», schreibt er.

Über seinen Anwalt ließ Agca verbreiten, er wolle aus religiöser Überzeugung keine Waffe in die Hand nehmen. Die Türkei kennt allerdings kein Recht auf Wehrdienstverweigerung. Sollte Agca nicht sofort zum Wehrdienst eingezogen werden, will er sich nach Angaben seiner Anwälte ein paar Tage lang ausruhen und dann in Istanbul eine Pressekonferenz geben.

Agca, der 1981 auf dem Petersplatz den damaligen Papst Johannes Paul II. angeschossen hatte, war im Jahr 2000 nach 19 Haft in Italien begnadigt und in die Türkei abgeschoben worden. Dort saß er seither die Reststrafe für den 1979 begangenen Mord an dem türkischen Journalisten Abdi Ipekci ab, für den er zum Tode verurteilt worden war, bevor er aus dem Gefängnis floh. Die Todesstrafe wurde später in eine Haftstrafe umgewandelt.

Vor seiner Entlassung hatte Agca über seinen Anwalt Haci Ali Özhan angekündigt, das Grab von Johannes Paul II. in Rom besuchen zu wollen. Zudem wolle er mit Benedikt XVI. sprechen. Özhan gab an, in dieser Angelegenheit im März vergangenen Jahres in Rom persönlich mit Vatikansprecher Federico Lombardi gesprochen zu haben. Zugleich habe er die Bitte seines Mandanten schriftlich an Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone geschickt. Es gebe aber noch keine Klarheit darüber, ob das Gespräch auch zustande komme. Zudem sollen Agca verschiedene Angebote für Interviews, Filme und Bücher vorliegen.

(C) 2010 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Absurd

  1. Kräutlers-'Aufstand' gegen Papst Franziskus
  2. 'Seht, wie sie einander lieben!' (Tertullian)
  3. Kräutler möchte 'Pachamama' in katholische Liturgie integrieren!
  4. Jesus auf Elektro-Roller
  5. 'Solange Gott einen Bart hat, bin ich Feminist'
  6. „Wir sind Kirche“ lässt die Masken fallen
  7. Aufenthaltsverbot in Rom für Nackt-Aktivistin vom Petersplatz
  8. Vielleicht ist meine Theologie nicht allzu gründlich durchgearbeitet
  9. Neues aus Rot-rot-Grün-Absurdistan!
  10. Abtreibungsklinik will Berichterstattung über Prozess einschränken







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  3. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  4. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  5. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  6. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  7. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  8. Benedikt XVI.: „Wir fragen uns jedoch: Warum empfinden wir Angst vor dem Tod?“
  9. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  10. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  11. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  12. Allerheiligen oder Heilige für alle?
  13. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni
  14. „Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine unzählige Schar“
  15. „Wenn Gott uns erschaffen hat, so bedeutet dies, dass Er einen Plan für unser Leben hat“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz