Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  5. Glaubenspräfekt warnt vor "Internet-Theologen" und Selbstsicherheit
  6. „Jesus ja, Kirche nein? – Das ist wie: ‚Ich bin für Fußball, aber gegen Fußballvereine‘“
  7. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  8. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  9. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  10. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  11. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  12. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  13. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  14. USA: Breite Mehrheit für Massenabschiebungen – Neue Umfragen stützen Trump-Kurs
  15. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"

Papst vereinfacht Laisierung von Priestern

4. Juni 2009 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst Benedikt hat seiner Klerus-Kongregation die Vollmacht gegeben, Laisierungen und die Entbindung vom Zölibats-Versprechen schneller durchzuführen


Vatikan (kath.net/RV)
Die so genannte Laisierung von Priestern, also ihre Rückversetzung in den Laienstand, soll künftig einfacher werden. Das berichtet die katholische Nachrichtenagentur CNS. Nach ihrer Darstellung hat Papst Benedikt seiner Klerus-Kongregation Vollmacht gegeben, Laisierungen und die Entbindung vom Zölibats-Versprechen schneller durchzuführen. Das betreffe Priester, die mit einer Frau zusammenleben, ihren Dienst seit mehr als fünf Jahren aufgegeben haben oder mit ihrem Verhalten Anstoß erregen.

Die neuen Vollmachten gälten nicht für Fälle von Priestern, die Minderjährige mißbraucht hätten, so CNS; in diesen Fällen griffen vielmehr weiterhin die Regeln und Prozeduren, die die vatikanische Glaubenskongregation vorgesehen habe.

Die neuen Vollmachten an die Kleruskongregation in Sachen Laisierung habe der Präfekt, Kardinal Claudio Hummes, den Bischöfen in aller Welt schriftlich mitgeteilt – unter dem Datum 18. April. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur habe Hummes erklärt, die schnellere Prozedur sei nötig geworden, „weil das Kirchenrecht in vielen Fällen nicht mehr geeignet schien, neue Probleme zu beantworten“.


So sehe das Kirchenrecht zum Beispiel nicht die Möglichkeit vor, dass ein Bischof das Laisierungs-Verfahren beginne für einen Priester, der sein Amt aufgegeben habe.

Zwar bitte ein Priester, der sein Amt aufgebe, in der Regel um formale Dispens von seinem Zölibats-Versprechen. Aber, so Kardinal Hummes gegenüber CNS: „Einige gehen einfach, heiraten standesamtlich, kriegen Kinder – und die Bischöfe hatten keine Handhabe, weil die Person, die gegangen war, nichts in die Wege leitete. Wenn diese Person nicht daran interessiert ist, ihre Lage zu klären, dann liegt es im Interesse der Kirche und des bisherigen Priesters selbst, dass er dispensiert wird, damit er in einer korrekten Lage ist, vor allem, wenn er Kinder hat.“

Solche Kinder eines Ex-Priesters hätten „das Recht auf einen Vater, der in den Augen Gottes und vor seinem eigenen Gewissen in einer korrekten Lage ist“. Einer der Gründe für die neuen Richtlinien sei es, „diesen Menschen zu helfen“, so Kardinal Hummes. Immer wieder hätten Bischöfe seine Kongregation auf das Problem von Priestern angesprochen, die alles hinwürfen, ohne aber einen Antrag auf Laisierung zu stellen. Künftig dürfe da also der Bischof von alleine aktiv werden.

In seinem Brief an die Bischöfe räumt Kardinal Hummes nach CNS-Angaben ein, dass Sakramente wie die Priesterweihe lebenslang gültig blieben. Es gebe auch keinerlei Grund, vom Zölibat abzurücken – dieser sei „ein Geschenk an die Kirche und drückt den Dienst des Priesters für die Kirche in und mit Christus aus”. Die Kirche wolle als „Braut Christi“ „in derselben totalen und exklusiven Weise geliebt werden, mit der Jesus Christus sie geliebt hat”. Die überwältigende Mehrheit der Priester lebe „ihre Identität täglich in Treue zu ihrem Dienst”.

Wenn aber skandalöse Situationen entstünden – nicht nur in Sachen Zölibat, sondern generell in der Lebensführung eines Priesters –, dann müsse ein Bischof in die Lage versetzt werden, schnell und entschlossen zu handeln.

Allerdings müsse der Ortsbischof zunächst die Fakten sorgfältig untersuchen und den Betroffenen zunächst ermahnen. „Doch wenn das nicht genügt, um den Skandal zu beheben, Gerechtigkeit wiederherzustellen und die Person zu rehabilitieren, dann sollte der Bischof dazu übergehen, Strafen verhängen”, so der Brief, aus dem CNS zitiert, weiter. Die Agentur gibt an, dass Papst Benedikt die neuen Richtlinien am 30. Januar gebilligt habe.

„Die katholische Kirche will bei Priestern keine Grauzonen mehr zulassen“, kommentiert die italienische Nachrichtenagentur ansa. Sie weist darauf hin, was auch Kardinal Hummes gegenüber CNS betont: Priester hätten auch künftig das Recht, sich zu verteidigen und zu rechtfertigen. Allerdings müsse am Schluss „eine klare Wahl stehen“, so ansa.




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Klerus

  1. Ermutigung für die Priester
  2. Der Priester handelt in persona Christi
  3. Papst macht Priestern Roms Mut: Keine Zeit ohne Gnade
  4. Erzbischof Viganò warnt Hirten der Kirche vor Menschenfurcht
  5. Magazin Crux: Papst findet Buch über Schwule im Vatikan gut
  6. Keine Beamten oder Experten des Heiligen!
  7. Wie „Klerikalismus“ wirklich aussieht
  8. Klerikalismus und Homosexualität – ein Zweikomponentensprengstoff?
  9. Papstkritik: Bischöfe akzeptieren ungeeignete Priesterkandidaten
  10. Experte meint: Pädophile Neigung kein Ausschlussgrund vom Priesteramt






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  6. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  7. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  8. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  9. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  10. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  11. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  12. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  13. Neuerlich ein Vandalenakt im Petersdom
  14. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  15. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz