Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  7. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  8. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  9. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  10. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  11. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  12. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  13. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  14. Der Bischof und der Denunziant
  15. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

Theologe: Schuld nicht psychologisch entschuldigen

24. Oktober 2008 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Rolf Sons: Seelsorger neigten dazu, Schuldgefühle zu verharmlosen und die Betroffenen zu entlasten


Tübingen (kath.net/idea)
Die heutige psychologische Sichtweise menschlicher Schuld und das biblische Schuldverständnis lassen sich nicht miteinander vereinbaren. Darauf hat der Studienleiter für Praktische Theologe am Tübinger Albrecht-Bengel-Studienhaus, Rolf Sons, in einem Plädoyer „Wider die Psychologisierung der Schuldfrage“ aufmerksam gemacht.

Wie er im Informationsblatt der studienbegleitenden pietistischen Einrichtung für angehende Theologen schreibt, lassen die verschiedenen psychologischen Erklärungsmuster die Schuld in einem gänzlich anthropologischen Horizont erscheinen: „Schuld wird als Ergebnis eines kindheitlichen, sozialen oder auch innerpsychischen Konfliktes verstehbar und damit erklärbar.“


Da der Einzelne für diesen Konflikt nicht verantwortlich sei, werde seine Schuld letztlich entschuldbar. So werde etwa die intime Beziehung einer verheirateten Frau zu einem fremden Mann auf dem Hintergrund einer unerfüllten oder schwierigen Ehe verständlich.

Nicht selten rieten Therapeuten dazu, die bisherige Ehe zu verlassen, um zu größerer Freiheit und Lebenserfüllung zu gelangen. Hier werde das Defizit des psychologischen Erklärungsmusters deutlich, so Sons. Zwar könne eine humanwissenschaftliche Betrachtungsweise verdeutlichen, dass Schuld immer auch soziale und psychologische Aspekte besitze. Es reiche aber nicht, Schuld zu verstehen und zu erklären: „Schuld ist immer ein Verstoß gegen das Gebot Gottes.

Daher will sie bekannt und vergeben werden.“ Der Weg dazu führe über das Kreuz von Jesus Christus: „Jesus übernimmt die Schuld des Sünders als seine eigene.“ Am Kreuz ende die Schuld: „Hier wird ein echter Neuanfang möglich.“

Echte und unechte Schuldgefühle

Seelsorger neigten dazu, Schuldgefühle zu verharmlosen und die Betroffenen zu entlasten. Für diese könne es aber eine große Hilfe sein, ihre Schuldgefühle ernst zu nehmen und sie vor Gott zu bringen. In jedem Fall müsse man zwischen echten und unechten Schuldgefühlen unterscheiden: „Die echten beruhen auf realer Schuld und bedürfen der Vergebung durch Gott. Unechte können auch Ausdruck einer Ich-Schwäche oder gar einer tiefer liegenden Störung sein.“ Für die Praxis der Seelsorge gelte, dass echte oder auch nur vermeintliche Schuldgefühle nicht vorschnell bagatellisiert oder beschwichtigt werden sollten. Fazit des Theologen: „So sehr die Psychologie dazu beitragen kann, Schuldzusammenhänge zu erhellen, stößt sie doch an eine Grenze, wo es darum geht, Schuld als Sünde vor dem lebendigen Gott zu begreifen.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Beichte

  1. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  2. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  3. Umkehr – Beichte – Bußsakrament
  4. USA: Nach zehn Jahren Pause kehrt Social-Media-Influencer Willie Prince-Mata zur Beichte zurück
  5. Frankreich: Comeback der Beichte?
  6. Jesus Christus hat das Sakrament der Versöhnung eingesetzt, über das uns alle Sünden vergeben werden
  7. Bischof Schwarz: Sakrament der Versöhnung neu entdecken
  8. Beichtväter sollen die Liebe Gottes vermitteln
  9. Sechs Gründe, den Advent mit einer guten Beichte zu beginnen
  10. So ist Beichte!






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  5. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  6. Bistum Limburg: Franziskaner verlassen nach mehr als 150 Jahren Kloster Marienthal
  7. Kardinal Aveline: „Der christliche Glaube hat heute viel mit Widerstand zu tun“
  8. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  9. Ein Fall für den Staatsfunk: Wie Georg Restle Verschwörungsmythen als „Haltung“ verkauft
  10. Frankreich: Massenansturm auf Kartenreservierungen für die Papst Leo-Reise!
  11. Karekin II. – persönliche Erinnerungen und der Versuch einer nüchternen Bilanz
  12. Trauer im Bistum Hongkong: Ältester Trappist der Welt im Alter von 108 gestorben
  13. Jugendliche: Mladifest in Medjugorje "Tankstelle für den Glauben"
  14. Katholisches College erwirbt Freimaurertempel
  15. Generalstaatsanwalt von Texas: „Baby Gabriel verdient eine Chance auf Leben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz