Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  5. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  8. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  11. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  12. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  13. „Wir werden erwartet“
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. ‚Entschuldigung, aber … was?‘

Wo findet Europa seine 'Seele'?

vor Minuten in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Euro hat endgültig die alten Währungen abgelöst. Ist der Abschied von ihnen zugleich ein Symbol für die Verabschiedung bisher geltender Werte und Lebensformen? Ein Kommentar von Dr. Josef Spindelböck


Mit der Einführung des Euro wurde eine in ihren Folgen unabsehbare wirtschaftliche Dynamik verstärkt. Die friedliche Einigung des europäischen Kulturraums ist zu begrüßen, sofern sie nicht eindimensional erfolgt und bei aller Betonung der wirtschaftlichen Faktoren die geistig-kulturelle Identität neu zu begründen sucht.Alles wird davon abhängen, ob Europa seine „Seele“ findet. Diese kann von den Architekten des neuen Europa nicht ahistorisch aufgesetzt werden, sondern ist von den geistigen und kulturellen Wurzeln her zu entdecken, in Offenheit für neue Herausforderungen.

Weil faktisch das Christentum seinen prägenden Einfluß verloren hat, meinen manche, es habe sich grundsätzlich überlebt. Dabei wird vergessen, daß die freiheitlich-demokratische Kultur in ihrer Humanität von Voraussetzungen lebt, die sie nicht selber schaffen kann. Eine wesentliche Grundlage dafür ist ein mit innerer Überzeugung gelebtes Christentum. In der Botschaft dessen, den die Kirche als den menschgewordenen Sohn Gottes verkündet, steckt eine Dynamik und ein Feuer, das die Glut unter der Asche des müden Europa wieder neu entfachen kann. Es ist die Botschaft universaler Liebe aus jener Kraft, die der Glaubende allein bei Gott zu finden weiß.

Der christliche Glaube vermag Hoffnung zu vermitteln gerade in Zeiten der Krise und des Umbruchs: Wenn das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe (mit Einschluß der Feindesliebe) ernst genommen wird, sind im Ansatz und in Verbindung mit entsprechender sachlicher Kompetenz die wesentlichen Herausforderungen für die Menschen auch im 3. Jahrtausend zu bestehen. Sofern die Christen zu ihrer Glaubensidentität stehen und sie leben, werden sie als Partner im Dialog der Religionen geachtet. Dies gilt nicht zuletzt gegenüber dem Islam, der seine Wertüberzeugungen mit Entschiedenheit auch bei uns durchsetzen möchte.

Die Frage stellt sich: Wo findet Europa seine Seele? Papst Johannes Paul II., der große europäische Visionär, wird nicht müde, eine Antwort vorzuschlagen, die sich geschichtlich schon oftmals bewährt hat. Sie lautet: Das wirkliche Fundament für das neue Europa kann nur in der erneuten Besinnung auf den christlichen Glauben als Element einer umfassenden humanen Kultur gelegt werden. Dann wird er wie ein Sauerteig auch für die Zukunft ungeahnte positive Wirkkräfte entfalten!

Der Autor ist als Priester und Moraltheologe in der Diözese St. Pölten tätig.

Link-Tip: www.stjosef.at



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kommentar

  1. Wer will „auf Augenhöhe“ in leere Kirchen blicken?
  2. ‘Reaktionäre Affen‘ – ‚Parteiische Toleranz‘ in Aktion
  3. Katholisch - allumfassend
  4. Die Fundamente lösen sich auf
  5. Vom Territorial- zum Personalprinzip
  6. Stift Melk – Eine päpstliche Visitation ist überfällig!
  7. Antichristliche Karikatur zu Weihnachten
  8. Stars lassen sich anstrahlen, aber Christen strahlen ab!
  9. Warum sich Harald Schmidt nicht vor dem Tod fürchtet
  10. Steht die Selbstbestimmung der Frau über dem Leben des Mitmenschen?







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  3. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um
  4. Papst dankt Mercedes für "100 Jahre Papamobil"
  5. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  6. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  7. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  8. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  9. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  10. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  11. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  12. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  13. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  14. Erzbischof von Vilnius als CCEE-Präsident wiedergewählt
  15. US-Midterm-Wahlen: Katholiken stimmten mit knapper Mehrheit für Republikaner

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz