Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  3. Besser keine Laienpredigt
  4. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  5. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  6. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  7. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  8. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  9. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  12. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  13. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  14. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  15. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest

Britischer Oberrabbiner kritisiert Multikulti

23. November 2007 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gesellschaft ist aggressiver und intoleranter geworden - Politische Korrektheit werde zum Machtinstrument im Namen der Toleranz - Diese Toleranz ist aber weit intoleranter als die klassische Intoleranz


Berlin (kath.net/idea)
Der „ursprünglich gut gemeinte“ Multikulturalismus hat sich nach Ansicht des Oberrabbiners von Großbritannien, Jonathan Sacks (London), als „großer Irrtum“ erwiesen. Unter dieser Idee versteht man das gleichberechtigte Nebeneinander ethnischer, kultureller und religiöser Gruppen in einer Gesellschaft.

„Multikulturalismus hatte nicht Integration, sondern Abschottung bestimmter Gruppen zur Folge“, schreibt Sacks in der Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“ (Berlin). Statt Toleranz zu fördern, seien multikulturelle Gesellschaften aggressiver, gespaltener und intoleranter geworden. Der Oberrabbiner sieht deshalb die liberale Demokratie in Gefahr.

In Großbritannien sei die Meinungsfreiheit bedroht. Eine Mischung aus politischer Korrektheit und religiösem Separatismus nutze die Großzügigkeit der Zivilgesellschaft aus. Religiöse Gruppen übten mit Boykotten und Kampagnen zunehmend Druck aus.

Die Kultur zerfalle in verschiedene Glaubenssysteme, zwischen denen kein rationales Gespräch mehr möglich sei. Mit dem Multikulturalismus sind laut Sacks einheitliche Moral- und Wertvorstellungen schleichend verschwunden. Moral werde auf persönlichen Geschmack reduziert. Dies habe zur Folge, dass in Diskussionen „nicht das bessere Argument siegt, sondern der, der am lautesten schreit“. Bestimmte Ansichten würden tabuisiert, „nicht, weil sie falsch sind – es gibt ja keine Wahrheit – sondern weil sie angeblich die Würde derjenigen verletzen, die anderer Meinung sind“.

Die Träger dieser Ansicht würden dämonisiert: „Christen sind homophob (homosexuellenfeindlich/d. Red.), Konservative sind Faschisten, wer die traditionelle Ehe befürwortet, ist heterosexistisch, wer den jüdischen Staat verteidigt, ist Rassist.“

Politische Korrektheit werde zum Machtinstrument im Namen der Toleranz. „Diese Toleranz ist aber weit intoleranter als die klassische Intoleranz“, so Sacks.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kulturkampf

  1. Freispruch für deutschen Pastor Latzel: Kritik an Schwulenparade ist keine Volksverhetzung
  2. Friedrich Merz thematisiert Verbot der Gendersprache
  3. "Mainstream-Bischöfe sind das Letzte, was wir brauchen!"
  4. Nach der Synode laufen die Angriffe auf Kardinal Woelki
  5. Synodaltheater zweiter Akt
  6. Relativismus und Intoleranz. Das Ende der Bemühung um Objektivität.
  7. 'Je leerer die Kirchen, umso größer die Friday for Future Umzüge'
  8. Peter Hahne: "Der wahre 'Friday for Future' ist der Karfreitag"
  9. Deutsche trauen sich nicht, offen ihre Meinung zu sagen!
  10. "Ich bin ein Klimaaktivist wider Willen"







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  5. Besser keine Laienpredigt
  6. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  7. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  8. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  9. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  10. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  11. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  12. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  13. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz