Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  5. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  8. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  11. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  12. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  13. „Wir werden erwartet“
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. ‚Entschuldigung, aber … was?‘

Menschenrechtler kritisieren Anti-Missions-Gesetz in Algerien

25. August 2006 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Religionsfreiheit sei bedroht, sagt die "Internationale Gesellschaft für Menschenrechte".


Frankfurt/M. (www.kath.net)
Das Anti-Missions-Gesetz, das am 28. August 2006 in Algerien in Kraft treten soll, steht nach Meinung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) im Widerspruch zu UN-Menschenrechtsabkommen und zerstört die relative Religionsfreiheit in dem überwiegend von Muslimen bewohnten Land.

Artikel 11 des neuen algerischen Gesetzes besagt: „Wer einen Muslim anstiftet, zwingt oder mit verführerischen Mitteln beeinflusst, zu einer anderen Religion überzutreten“, muss mit zwei bis fünf Jahren Haft rechnen. Die gleiche Strafe wird für Herstellung, Verteilung und Lagerung von Dokumenten angedroht, die zum Ziel haben, den Glauben eines Moslems zum Wanken zu bringen. Zudem müssten alle Gottesdienste vorher den Behörden angezeigt werden.

Die Verteilung von Bibeln und religiösen Schriften wurde bisher in Algerien ebenso toleriert wie die Möglichkeit, vom Islam zu einer anderen Religion zu konvertieren. Offiziellen Stellungnahmen zufolge richtet sich der Erlass nur gegen illegale Missionierungskampagnen amerikanischer Freikirchen und Sekten.

Die IGFM befürchtet jedoch, dass insbesondere die in der gebirgigen Kabylei beheimateten Berber gemaßregelt werden könnten, die zahlreich aus dem Islam zum Christentum übergetreten waren. Aber auch die offiziell anerkannten Kirchen befürchten eine unkontrollierte Ausweitung der Bestimmungen.

Die Ankündigung, dass 30 schwarzafrikanische Studenten, Teilnehmer eines Bibelseminars, ausgewiesen werden, hat bereits zu internationalen Protesten geführt. Eine in Algerien lebende Ordensfrau erklärte gegenüber der IGFM: „Das Gesetz kann als Machtmittel zur Einschüchterung aller Nichtmoslems verstanden werden.“

Die IGFM fordert Algerien, das sich der Achtung der Religionsfreiheit durch Ratifizierung des Paktes über bürgerliche und politische Rechte verpflichtet hat, zur Rücknahme des Gesetzes auf. Die IGFM erinnert insbesondere an Art. 6 d der UN-Erklärung gegen Intoleranz aufgrund der Religion, nach der das Recht auf Gewissens- und Religionsfreiheit auch die Freiheit mit einschließt, „einschlägige Publikationen zu verfassen, herauszugeben und zu verbreiten. In Algerien ist der Islam Staatsreligion. Ihm gehören 99 Prozent der 33 Millionen Einwohner an.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Algerien

  1. Papst Leo besuchte die Ruinen der Augustinus-Stadt Hippo Regius
  2. Papst in Algerien auf den Spuren des heiligen Augustinus
  3. Algerien: Lokale Caritas muss alle Aktivitäten einstellen
  4. Algerien verbietet Burkas während der Arbeit
  5. Pläne für neues geistliches Leben im algerischen Tibhirine
  6. Antimissionierungsgesetz bedroht Christen in Algerien







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  3. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um
  4. Papst dankt Mercedes für "100 Jahre Papamobil"
  5. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  6. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  7. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  8. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  9. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  10. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  11. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  12. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!
  13. „Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“
  14. Erzbischof von Vilnius als CCEE-Präsident wiedergewählt
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz