Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  7. Der Bischof und der Denunziant
  8. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  9. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  10. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  13. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  14. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  15. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“

Menschenrechtler kritisieren Anti-Missions-Gesetz in Algerien

25. August 2006 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Religionsfreiheit sei bedroht, sagt die "Internationale Gesellschaft für Menschenrechte".


Frankfurt/M. (www.kath.net)
Das Anti-Missions-Gesetz, das am 28. August 2006 in Algerien in Kraft treten soll, steht nach Meinung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) im Widerspruch zu UN-Menschenrechtsabkommen und zerstört die relative Religionsfreiheit in dem überwiegend von Muslimen bewohnten Land.

Artikel 11 des neuen algerischen Gesetzes besagt: „Wer einen Muslim anstiftet, zwingt oder mit verführerischen Mitteln beeinflusst, zu einer anderen Religion überzutreten“, muss mit zwei bis fünf Jahren Haft rechnen. Die gleiche Strafe wird für Herstellung, Verteilung und Lagerung von Dokumenten angedroht, die zum Ziel haben, den Glauben eines Moslems zum Wanken zu bringen. Zudem müssten alle Gottesdienste vorher den Behörden angezeigt werden.

Die Verteilung von Bibeln und religiösen Schriften wurde bisher in Algerien ebenso toleriert wie die Möglichkeit, vom Islam zu einer anderen Religion zu konvertieren. Offiziellen Stellungnahmen zufolge richtet sich der Erlass nur gegen illegale Missionierungskampagnen amerikanischer Freikirchen und Sekten.

Die IGFM befürchtet jedoch, dass insbesondere die in der gebirgigen Kabylei beheimateten Berber gemaßregelt werden könnten, die zahlreich aus dem Islam zum Christentum übergetreten waren. Aber auch die offiziell anerkannten Kirchen befürchten eine unkontrollierte Ausweitung der Bestimmungen.

Die Ankündigung, dass 30 schwarzafrikanische Studenten, Teilnehmer eines Bibelseminars, ausgewiesen werden, hat bereits zu internationalen Protesten geführt. Eine in Algerien lebende Ordensfrau erklärte gegenüber der IGFM: „Das Gesetz kann als Machtmittel zur Einschüchterung aller Nichtmoslems verstanden werden.“

Die IGFM fordert Algerien, das sich der Achtung der Religionsfreiheit durch Ratifizierung des Paktes über bürgerliche und politische Rechte verpflichtet hat, zur Rücknahme des Gesetzes auf. Die IGFM erinnert insbesondere an Art. 6 d der UN-Erklärung gegen Intoleranz aufgrund der Religion, nach der das Recht auf Gewissens- und Religionsfreiheit auch die Freiheit mit einschließt, „einschlägige Publikationen zu verfassen, herauszugeben und zu verbreiten. In Algerien ist der Islam Staatsreligion. Ihm gehören 99 Prozent der 33 Millionen Einwohner an.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Algerien

  1. Papst Leo besuchte die Ruinen der Augustinus-Stadt Hippo Regius
  2. Papst in Algerien auf den Spuren des heiligen Augustinus
  3. Algerien: Lokale Caritas muss alle Aktivitäten einstellen
  4. Algerien verbietet Burkas während der Arbeit
  5. Pläne für neues geistliches Leben im algerischen Tibhirine
  6. Antimissionierungsgesetz bedroht Christen in Algerien






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  4. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  5. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  6. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  7. Iranischer Christ warnt vor Ausbreitung des Islam im Westen
  8. Britischer Millionär finanziert Rechtskosten für Christen, die wegen Straßenpredigten angeklagt sind
  9. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  10. "Für kein Geld der Welt"
  11. Bartholomaios kritisiert Moskauer und Belgrader Patriarchen
  12. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  13. Der Bischof und der Denunziant
  14. In Zell am Ziller eröffnet ein Museum über den Heiligen Engelbert Kolland
  15. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz