16 Dezember 2004, 13:24
Bischof Küng: 'Rothe geht es wieder besser - wir sind im Kontakt'
 
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Der neue St. Pöltner Diözesanbischof im KATH.NET-EXKLUSIV-Interview über den ehemaligen Subregens Wolfgang Rothe, die neuen Seminaristen und die Visitation.

St. Pölten (www.kath.net)
KATH.NET-Exklusiv-Interview mit Bischof Klaus Küng:

KATH.NET: Wie ist der gesundheitliche Zustand von Dr. Rothe? Ist er bereits zu Hause? Wer kümmert sich um ihn?

Bischof Klaus Küng: Dr. Rothe geht es gesundheitlich bereits wieder besser, er ist schon wieder zu Hause, auch wenn er sich wegen eines Bruches am linken Handgelenk in ambulanter Behandlung befindet. Wir sind in Kontakt. Seine Eltern waren mehrere Tage in St. Pölten. Er hat auch Freunde und Bekannte, die sich um ihn kümmern.

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KATH.NET: In der Erklärung vom 7. Dezember heißt es: „Der ehemalige Subregens des Priesterseminars, Wolfgang F. Rothe, wird im Jahr 2005 zunächst eine geistliche Zeit wahrnehmen und dann sich der Seelsorge widmen.“ Was darf Dr. Rothe nach der „geistlichen Zeit“ machen. Wird er weiter in der Diözese St. Pölten tätig sein?

Bischof Klaus Küng: Vorgesehen ist, dass Dr. Rothe sich von neuem der Seelsorge widmet. Es ist noch nicht festgelegt, wo er zum Einsatz gelangt, ob im Bereich der Diözese St. Pölten oder zunächst in einer anderen Diözese.

KATH.NET: Ist es definitiv, dass der derzeitige Regens Werner Schmid von der “St. Josefs Gemeinschaft“ abgelöst wird? Was ist die Begründung? Bis wann soll spätestens ein neuer Regens gefunden werden?

Bischof Klaus Küng: Pater Werner Schmid bemüht sich um die bis jetzt zugelassenen Seminaristen und hilft bei der Suche nach geeigneten Hilfestellungen für jene bisherigen Priesteramtsanwärter, deren Eignung noch einer genaueren Abklärung bedarf. Es war von Anfang an klar, dass die Frage der Leitung des Seminars noch nicht definitiv entschieden ist. Ich hoffe, dass dies in den nächsten Wochen geschehen wird.

KATH.NET: Wie viele Seminaristen sind jetzt noch Mitglied des Seminars bzw. was machen diese Seminaristen derzeit? Wie viele Seminaristen sind seit Juli vom Seminar gegangen bzw. wurden nicht mehr aufgenommen?

Bischof Klaus Küng: Im Herbst haben sich 28 frühere Seminaristen darum beworben, als Anwärter für das Priesteramt in der Diözese St. Pölten aufgenommen zu werden, 14 wurden zugelassen. Bei mehreren der Nichtzugelassenen wurde damals festgelegt, dass sie sich nach einer Zeit genauerer Prüfung nochmals bewerben können. Inzwischen hat sich gezeigt, dass einerseits von dieser letztgenannten Gruppe einige durchaus für eine Zulassung in Frage kommen. Andererseits haben sich im Herbst einige nicht den Gesprächen mit den Mitgliedern der Zulassungskommission gestellt, aber trotzdem an der Theologischen Hochschule in St. Pölten inskribiert. Auch mit mehreren von ihnen werden inzwischen Gespräche geführt. Zusammengefasst: Die Abklärung der Eignung der verschiedenen Kandidaten ist weiterhin im Gange, das betrifft auch jene, die für das Propädeutikum bzw. das Seminar „zugelassen“ sind.

KATH.NET: Die Zeitung „Der 13.“ behauptet, dass es noch immer keinen Endbericht der Visitation gibt. Was sagen Sie dazu?

Bischof Klaus Küng: In Wirklichkeit sind entsprechende Berichte bereits im Verlaufe des Monats August erfolgt; in Absprache mit den zuständigen Kongregationen sind von mir den Medien gegenüber mehrere Erklärungen abgegeben worden. Die vorläufige Ruhigstellung des Priesterseminars war einer der ersten Schritte, die im Rahmen der Apostolischen Visitation gesetzt worden sind. Selbstverständlich sind nicht wenige der bei der Apostolischen Visitation aufgeworfenen Fragen jetzt zu vertiefen und unter Beachtung der weltkirchlichen und diözesanen Bestimmungen einer Entscheidung zuzuführen.

KATH.NET: Dürfen Küchl und Rothe den zivilrechtlichen Prozess gegen „Profil“ weiterführen? Kann man dies beiden überhaupt untersagen?

Bischof Klaus Küng: Ich habe in diesem Fall in Hinblick auf die konkreten Umstände und zu beachtenden Faktoren, die dabei eine Rolle spielen, persönlich davon abgeraten, diesen Prozess zu führen, aber ich habe es nicht untersagt. An sich wäre dies möglich.

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