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Bischof Küng: 'Rothe geht es wieder besser - wir sind im Kontakt'

16. Dezember 2004 in Österreich, keine Lesermeinung
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Der neue St. Pöltner Diözesanbischof im KATH.NET-EXKLUSIV-Interview über den ehemaligen Subregens Wolfgang Rothe, die neuen Seminaristen und die Visitation.


St. Pölten (www.kath.net)
KATH.NET-Exklusiv-Interview mit Bischof Klaus Küng:

KATH.NET: Wie ist der gesundheitliche Zustand von Dr. Rothe? Ist er bereitszu Hause? Wer kümmert sich um ihn?

Bischof Klaus Küng: Dr. Rothe geht es gesundheitlich bereits wieder besser, er ist schonwieder zu Hause, auch wenn er sich wegen eines Bruches am linken Handgelenk in ambulanter Behandlung befindet. Wir sind in Kontakt. SeineEltern waren mehrere Tage in St. Pölten. Er hat auch Freunde und Bekannte,die sich um ihn kümmern.

KATH.NET: In der Erklärung vom 7. Dezember heißt es: „Der ehemalige Subregens des Priesterseminars, Wolfgang F. Rothe, wird im Jahr 2005 zunächst einegeistliche Zeit wahrnehmen und dann sich der Seelsorge widmen.“ Was darf Dr.Rothe nach der „geistlichen Zeit“ machen. Wird er weiter in der Diözese St.Pölten tätig sein?

Bischof Klaus Küng: Vorgesehen ist, dass Dr. Rothe sich von neuem der Seelsorge widmet. Es ist noch nicht festgelegt, woer zum Einsatz gelangt, ob im Bereich der Diözese St. Pölten oder zunächst in einer anderen Diözese.

KATH.NET: Ist es definitiv, dass der derzeitige Regens Werner Schmid von der “St. Josefs Gemeinschaft“ abgelöst wird? Was ist die Begründung? Bis wann soll spätestens ein neuer Regens gefunden werden?

Bischof Klaus Küng: Pater Werner Schmid bemüht sich um die bis jetzt zugelassenen Seminaristen und hilft bei der Suche nachgeeigneten Hilfestellungen für jene bisherigen Priesteramtsanwärter, derenEignung noch einer genaueren Abklärungbedarf. Es war von Anfang an klar, dass die Frage der Leitung des Seminarsnoch nicht definitiv entschieden ist. Ich hoffe, dass dies in den nächsten Wochen geschehen wird.

KATH.NET: Wie viele Seminaristen sind jetzt noch Mitglied des Seminars bzw. was machen diese Seminaristen derzeit?Wie viele Seminaristen sind seit Juli vom Seminar gegangen bzw. wurden nichtmehr aufgenommen?

Bischof Klaus Küng: Im Herbst haben sich 28 frühere Seminaristen darum beworben, alsAnwärter für das Priesteramt in derDiözese St. Pölten aufgenommen zu werden, 14 wurden zugelassen. Bei mehreren der Nichtzugelassenenwurde damals festgelegt, dass sie sich nach einer Zeit genauerer Prüfungnochmals bewerben können.Inzwischen hat sich gezeigt, dass einerseits von dieser letztgenanntenGruppe einige durchaus für eine Zulassung in Fragekommen. Andererseits haben sich im Herbst einige nicht den Gesprächen mitden Mitgliedern der Zulassungskommissiongestellt, aber trotzdem an der Theologischen Hochschule in St. Pölten inskribiert. Auch mit mehreren von ihnen werdeninzwischen Gespräche geführt. Zusammengefasst: Die Abklärung der Eignung derverschiedenen Kandidaten ist weiterhin im Gange, das betrifft auch jene, die für das Propädeutikum bzw. das Seminar „zugelassen“ sind.

KATH.NET: Die Zeitung „Der 13.“ behauptet, dass es noch immer keinen Endbericht der Visitation gibt. Was sagen Sie dazu?

Bischof Klaus Küng: In Wirklichkeit sind entsprechende Berichte bereits im Verlaufe desMonats August erfolgt; in Absprache mit den zuständigenKongregationen sind von mir den Medien gegenüber mehrere Erklärungenabgegeben worden. Die vorläufige Ruhigstellung des Priesterseminars wareiner der ersten Schritte, die im Rahmen der Apostolischen Visitationgesetzt worden sind. Selbstverständlich sind nicht wenige der bei derApostolischen Visitation aufgeworfenen Fragen jetzt zu vertiefen und unterBeachtung der weltkirchlichen und diözesanen Bestimmungen einer Entscheidungzuzuführen.

KATH.NET: Dürfen Küchl und Rothe den zivilrechtlichen Prozess gegen „Profil“ weiterführen? Kann man dies beiden überhaupt untersagen?

Bischof Klaus Küng: Ich habe in diesem Fall in Hinblick auf die konkreten Umstände und zubeachtenden Faktoren, die dabei eine Rolle spielen,persönlich davon abgeraten, diesen Prozess zu führen, aber ich habe es nichtuntersagt. An sich wäre dies möglich.



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