Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Kardinal Koch möchte Versöhnung von Alter und Neuer Messe
  3. Der grosse Betrug
  4. Liebe Kirche, Du behandelst Deine Gläubigen als wären sie Aussätzige
  5. Corona-Ausbruch in Frankfurter Baptistengemeinde
  6. Papst Franziskus in Geldnot!
  7. Schwaderlapp: Forumsmehrheit ist auf Treibsand gebaut
  8. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  9. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  10. Österreichische Bischöfe bitten im Corona-Hirtenwort um Entschuldigung

'Dies ist ein Angriff auf die Menschenwürde'

13. Dezember 2004 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Heftige Proteste wegen Auftritt von Peter Singer in Düsseldorf - Singer fordert Tötung von Säuglingen und behinderten Menschen - "Skandal, dass ein solcher Philosoph eine Öffentlichkeit bekommt"


Düsseldorf (www.kath.net)
"Mit Entsetzen und Wut haben wir zur Kenntnis genommen, dass P. Singer im Rahmen einer Ringvorlesung der philosophischen Fakultät der Universität Düsseldorf einen populären Auftritt bekommt." Dies meinte die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben“ Deutschland (ISL) am Montag in einer Aussendung zum Auftreten des umstrittenen "Ethikers" Peter Singer auf der Universität Düsseldorf. Singer spricht sich seit Jahren für die aktive Tötung von Säuglingen und behinderten Menschen aus. Die ISL meint dazu: "Wer Positionen vertritt, die außerhalb des Grundgesetzes und der UN Menschenrechtscharta angesiedelt sind, kann nicht ein Recht auf Diskussion verlangen. Die unveräußerlichen Menschenrechte wollen und werden wir nicht in ihrer Substanz diskutieren. Nicht das Machbare definiert und bestimmt die Menschenwürde, sondern sie begründet sich aus dem Menschsein selbst. Auch die Kriterien, die Singer für seine Ideologie aufzustellen versucht, z.B. Freude als Lebenswert, Leid als Lebensunwert zu definieren, können wir nicht hinnehmen, da sie ein stigmatisierendes und eindimensionales Bild des Menschen zeichnet." Die ISL erinnerte daran, dass Singer wie kein anderer das Lebensrecht von Menschen mit Behinderungen angreift.

Auch das "Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik" verurteilt den Auftritt von Singer in Düsseldorf. In einer Stellungnahme heißt es:"Wir als Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik verurteilendie Einladung von P. Singer. Wir fordern die Veranstalter auf sich von P. Singer öffentlich zu distanzieren und ihm keine Präsentationsfläche zu geben. Weiterhin möchten wir unsere Solidarität mit den behinderten Menschen ausdrücken, die sich von solchen Auftritten bedroht und verletzt fühlen. Es ist ein Skandal, dass hier bei uns und mit den Erfahrungen aus unserer Geschichte, ein solcher Philosoph eine Öffentlichkeit bekommt, der sich gegen ein uneingeschränktes lebensrecht von behinderten Menschen ausspricht.“

Auch der Bundesverband Evangelische Behindertenhilfe (BeB) hat schwere Bedenken gegen Singer geäußert. "64 Jahre nach zigtausendfachem Mord an Menschen mit Behinderungen in Deutschland darf offensichtlich das Lebensrecht behinderter, schädelhirnverletzter und auch schwerstpflegebedürftiger alter Menschen wieder öffentlich in Frage gestellt werden!“, empört sich der erste Vorsitzende des BeB, Klaus-Dieter Kottnik. „Dies ist ein Angriff auf die Menschenwürde, die das Grundgesetz allen Menschen zuerkennt! Und es ist ein Schlag gegen die Grundlagen des christlichen Menschenverständnisses, das zu den Grundfesten des demokratischen Deutschland gehört!“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Euthanasie

  1. Belgien zählt 2.655 Euthanasiefälle im Jahr 2019
  2. Sterbehilfe schafft Mörder
  3. Deutsche Verfassungsrichter erlauben geschäftsmäßige 'Sterbehilfe'
  4. Schweiz: Häftling beantragt assistierten Selbstmord
  5. Neuer Trend: Euthanasie und Organspende
  6. Belgische Bischöfe zur Sterbebegleitung: Richtlinie lässt Fragen offen
  7. R. I. P. Vincent Lambert
  8. Kanada: Initiative für Gewissensklauseln bei Euthanasie
  9. Euthanasie in Belgien: Drei Personen unter 18 Jahren tot
  10. Bioethiker warnt vor ‚Grundrecht’ auf Euthanasie








Top-10

meist-gelesen

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Bistum Trier: Klobürsten-Segen durch Pfarrer Leick
  3. Kardinal Müller warnt vor Unterdrückung der katholischen Kirche
  4. Papst Franziskus in Geldnot!
  5. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  6. Der grosse Betrug
  7. Türkischer Botschafter in Wien: Weihnachten ist egoistisch
  8. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  9. Corona-Krise ist für George Soros die Krise seines Lebens
  10. Synodaler Weg: Voderholzer protestiert gegen autoritäre Alleingänge des Präsidiums

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz