Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  7. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  8. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  9. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  10. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  12. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  13. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  14. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  15. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“

‚Höchste Zeit, dass wir uns den zentralen Themen zuwenden’

9. Oktober 2004 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof Klaus Küng im ORF-Interview: Manchmal ist es wichtig, "dass man nicht zuviel redet und diskutiert, sondern ein bisschen mehr betet und nachdenkt".


St. Pölten (www.kath.net) Der neue St. Pöltener Diözesanbischof Klaus Küng hat für eine Ausrichtung auf wesentliche Fragen plädiert. Im Ö1-Mittagsjournal am Samstag betonte er, angesprochen auf die so genannten „heißen Eisen“ wie Sexualität und Zölibat: „Ich glaube, es wird höchste Zeit, dass wir uns den zentralen Fragen zuwenden, das ist die Beziehung zu Gott.“

Es müsse aufgehört werden, „schallplattenartig bestimmte Thesen“ zu wiederholen, sondern es gehe darum, „auf die Kirche hören“, auf Gott und aufeinander. Manchmal sei es wichtig, „dass man nicht zuviel redet und diskutiert, sondern ein bisschen mehr betet und nachdenkt, sonst läuft man Gefahr, dass man alles zerredet“.

Küng betonte, er wehre sich gegen „Schlagworte“ wie „konservativ“ oder „progressiv“: „Ich mag diese Klassifizierungen überhaupt nicht, ich halte sie auch für falsch, denn es gibt Bereiche, in denen wir sehr progressiv sein müssen.“ Das Opus Dei etwa sei „in vielen Dingen äußerst progressiv“, zum Beispiel bei der Zusammenarbeit von Priestern und Laien. Im Opus Dei werde der Priester nicht höher als die Laien eingestuft.

Zum Thema Laien meinte der neue St. Pöltener Bischof: „Ich kämpfe gegen eine Klerikalisierung der Laien, man meint immer, ein Laie ist nur dann etwas wert, wenn er Kommunion verteilt oder wenn er eine Predigt hält, also irgend etwas tut, was eigentlich der Priester tut. Jeder muss an seinem Platz sein und kann sehr viel wirken, wenn er seine Berufung entdeckt und seiner Berufung entspricht.“

Küng unterstrich: „Für mich ist die entscheidende Person Christus, für mich ist die Orientierung die Weltkirche, für mich ist wichtig, dass ich versuche, verbunden mit Gott zu leben und auch Jesus, den ich auch im Herzen tragen möchte, an die anderen weitergebe.“ Er würde auch anerkennen, „dass jeder seine Gaben und auch seine Schwächen hat, und wenn einer ein paar Schwächen hat, muss man deswegen nicht die Gaben leugnen“.

Zu seinem Vorgänger, Bischof Kurt Krenn, erklärte Küng, dieser habe „oft etwas gesagt, was einfach wahr ist“, und habe durch sein Wissen, seine intellektuellen Fähigkeiten, seine populäre Art und seinen Mut zum Widerstand eine wichtige Aufgabe wahrgenommen. Das Problem von Bischof Krenn sei gewesen, „dass er bestimmten Personen vertraute und einfach nicht wahrhaben wollte, was da geschehen ist“.

In der ZiB 2 am Freitagabend nahm Bischof Küng zum Thema wiederverheiratete Geschiedene Stellung. Küng kritisierte, das Thema werde reduziert auf den Kommunionempfang. Es gehe vielmehr darum, „dass jemand den Weg findet, der wirklich zur Erfüllung findet“. Es gehe darum, „dem einzelnen auf seine Lebenskrise auch Antwort zu geben, mit ihm zusammen zu überlegen, warum es eigentlich dazu gekommen ist, welches die Ursachen sind, dann auch darüber nachzudenken, was man tun könnte“

„Wir sollten schon auch ein wenig auf Gott hören und darüber nachdenken, was eigentlich Ehe bedeutet, was diese Entscheidung ist, dann gibt es auch für wiederverheiratete Geschiedene eine Hoffnung, eine große Hoffnung“, betonte Küng. „Aber das geht immer nur in Übereinstimmung mit der Wahrheit und auch im Wissen um die Barmherzigkeit Gottes.“ Das gelte für alle. Er sei zum Beispiel in Kontakt mit einer Gemeinschaft von Geschiedenen und wiederverheirateten Geschiedenen, „die in Übereinstimmung mit dem Evangelium sich bemühen um ein christliches Leben und die versuchen, sich entsprechend zu verhalten, und dann gibt es sehr wohl eine wahre Hoffnung“.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Küng

  1. Möge uns die Gottesmutter Maria in allem beistehen.
  2. Küng: Ohne Ehe und Familie verliert Gesellschaft Zusammenhalt
  3. Bischof Küng: Interreligiöser Dialog braucht Respekt und Klarheit
  4. 'Kasper hat hier etwas dünnhäutig reagiert'
  5. Das Konzil des Hans Küng
  6. 'Es besteht die Gefahr eines Kampfes'
  7. Für 2012 Gottes Beistand erbitten
  8. Gefahr eines großen Schadens
  9. 'Die wollen das hören, was die Kirche eigentlich lehrt'
  10. Signal in die völlig falsche Richtung






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ADIOS!
  4. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  10. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  11. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  12. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  13. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  14. Maria 1.0: Immer wieder Deutschland - „Deutsch-Synodale“ Reformatoren schaffen Realität
  15. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz