Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  10. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  13. Wir machen da was mit Medien
  14. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

‚Höchste Zeit, dass wir uns den zentralen Themen zuwenden’

9. Oktober 2004 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof Klaus Küng im ORF-Interview: Manchmal ist es wichtig, "dass man nicht zuviel redet und diskutiert, sondern ein bisschen mehr betet und nachdenkt".


St. Pölten (www.kath.net) Der neue St. Pöltener Diözesanbischof Klaus Küng hat für eine Ausrichtung auf wesentliche Fragen plädiert. Im Ö1-Mittagsjournal am Samstag betonte er, angesprochen auf die so genannten „heißen Eisen“ wie Sexualität und Zölibat: „Ich glaube, es wird höchste Zeit, dass wir uns den zentralen Fragen zuwenden, das ist die Beziehung zu Gott.“

Es müsse aufgehört werden, „schallplattenartig bestimmte Thesen“ zu wiederholen, sondern es gehe darum, „auf die Kirche hören“, auf Gott und aufeinander. Manchmal sei es wichtig, „dass man nicht zuviel redet und diskutiert, sondern ein bisschen mehr betet und nachdenkt, sonst läuft man Gefahr, dass man alles zerredet“.

Küng betonte, er wehre sich gegen „Schlagworte“ wie „konservativ“ oder „progressiv“: „Ich mag diese Klassifizierungen überhaupt nicht, ich halte sie auch für falsch, denn es gibt Bereiche, in denen wir sehr progressiv sein müssen.“ Das Opus Dei etwa sei „in vielen Dingen äußerst progressiv“, zum Beispiel bei der Zusammenarbeit von Priestern und Laien. Im Opus Dei werde der Priester nicht höher als die Laien eingestuft.

Zum Thema Laien meinte der neue St. Pöltener Bischof: „Ich kämpfe gegen eine Klerikalisierung der Laien, man meint immer, ein Laie ist nur dann etwas wert, wenn er Kommunion verteilt oder wenn er eine Predigt hält, also irgend etwas tut, was eigentlich der Priester tut. Jeder muss an seinem Platz sein und kann sehr viel wirken, wenn er seine Berufung entdeckt und seiner Berufung entspricht.“

Küng unterstrich: „Für mich ist die entscheidende Person Christus, für mich ist die Orientierung die Weltkirche, für mich ist wichtig, dass ich versuche, verbunden mit Gott zu leben und auch Jesus, den ich auch im Herzen tragen möchte, an die anderen weitergebe.“ Er würde auch anerkennen, „dass jeder seine Gaben und auch seine Schwächen hat, und wenn einer ein paar Schwächen hat, muss man deswegen nicht die Gaben leugnen“.

Zu seinem Vorgänger, Bischof Kurt Krenn, erklärte Küng, dieser habe „oft etwas gesagt, was einfach wahr ist“, und habe durch sein Wissen, seine intellektuellen Fähigkeiten, seine populäre Art und seinen Mut zum Widerstand eine wichtige Aufgabe wahrgenommen. Das Problem von Bischof Krenn sei gewesen, „dass er bestimmten Personen vertraute und einfach nicht wahrhaben wollte, was da geschehen ist“.

In der ZiB 2 am Freitagabend nahm Bischof Küng zum Thema wiederverheiratete Geschiedene Stellung. Küng kritisierte, das Thema werde reduziert auf den Kommunionempfang. Es gehe vielmehr darum, „dass jemand den Weg findet, der wirklich zur Erfüllung findet“. Es gehe darum, „dem einzelnen auf seine Lebenskrise auch Antwort zu geben, mit ihm zusammen zu überlegen, warum es eigentlich dazu gekommen ist, welches die Ursachen sind, dann auch darüber nachzudenken, was man tun könnte“

„Wir sollten schon auch ein wenig auf Gott hören und darüber nachdenken, was eigentlich Ehe bedeutet, was diese Entscheidung ist, dann gibt es auch für wiederverheiratete Geschiedene eine Hoffnung, eine große Hoffnung“, betonte Küng. „Aber das geht immer nur in Übereinstimmung mit der Wahrheit und auch im Wissen um die Barmherzigkeit Gottes.“ Das gelte für alle. Er sei zum Beispiel in Kontakt mit einer Gemeinschaft von Geschiedenen und wiederverheirateten Geschiedenen, „die in Übereinstimmung mit dem Evangelium sich bemühen um ein christliches Leben und die versuchen, sich entsprechend zu verhalten, und dann gibt es sehr wohl eine wahre Hoffnung“.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Küng

  1. Möge uns die Gottesmutter Maria in allem beistehen.
  2. Küng: Ohne Ehe und Familie verliert Gesellschaft Zusammenhalt
  3. Bischof Küng: Interreligiöser Dialog braucht Respekt und Klarheit
  4. 'Kasper hat hier etwas dünnhäutig reagiert'
  5. Das Konzil des Hans Küng
  6. 'Es besteht die Gefahr eines Kampfes'
  7. Für 2012 Gottes Beistand erbitten
  8. Gefahr eines großen Schadens
  9. 'Die wollen das hören, was die Kirche eigentlich lehrt'
  10. Signal in die völlig falsche Richtung







Top-15

meist-gelesen

  1. „Wir werden erwartet“
  2. Nach Anschlag in Paris: Kritik an Macrons Aussage über religiös motivierte Gewalt
  3. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  4. Fatima-Tag in Berlin
  5. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  6. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  7. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  8. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  9. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  10. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  11. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  12. Im Licht der Liebe
  13. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  14. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  15. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz