Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  2. Vatikan besorgt über Einbrüche im weltweiten Tourismus
  3. Kontroverse um die "Tagespost"
  4. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  5. Pseudokatholik Joe Biden wählt Katholikenhasserin als Vize-Kandidatin
  6. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  7. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"
  8. Corona: Ethikerin appelliert zu mehr Spielraum für Pflegeheime
  9. Ich glaube an … Engel?
  10. Unser Bischof hat sich nur einseitig informiert!
  11. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  12. Papst fordert Abschaffung der Atomwaffen
  13. Kamala Harris - gekauft von der Abtreibungsindustrie
  14. Parteizeitung: Peking und Vatikan werden Abkommen erneuern
  15. Benedikt XVI. und Franziskus haben offenbar dasselbe Grab gewählt

Pakistan: Islamischer Beistand für entführte Christin

11. Juli 2020 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Im Fall der entführten und zwangsverheirateten 14-jährigen Christin Maira Shahbaz aus Islamabad hat eine Rechtsauskunft (Fatwa) eines muslimischen Geistlichen die Hoffnung auf eine Befreiung gestärkt.


Wien-München (kath.net/KIN)

Im Fall der entführten und zwangsverheirateten 14-jährigen Christin Maira Shahbaz aus Islamabad hat eine Rechtsauskunft (Fatwa) eines muslimischen Geistlichen die Hoffnung auf eine Befreiung gestärkt. Der Großmufti der sunnitischen Rizvi Jammah Moschee in Faisalabad, Muhammad Asad Ali Rizvi Efi, hat in einer Fatwa die vom mutmaßlichen Entführer Mohamad Nakash vorgelegte Heiratsurkunde als falsch bezeichnet. Nakash behauptet, mit dem minderjährigen Mädchen gültig verheiratet zu sein.

Die Katholikin Maira Shahbaz war Ende April Zeugenaussagen zufolge von drei Männern auf offener Straße in ein Auto gezerrt und verschleppt worden. Mohamad Nakash habe sie anschließend zur Frau genommen und sie gezwungen, ihren christlichen Glauben aufzugeben.


In einem Schnellverfahren vor einem Gericht in Faisalabad, das die Familie des entführten Mädchens angestrengt hatte, bekam Nakash recht: Er hatte Unterlagen vorgelegt, die belegen sollten, dass er und Maira bereits im Oktober geheiratet hätten und sie bereits 19 Jahre alt sei. Eine Revisionsverhandlung am Obersten Gerichtshof in Lahore steht noch aus.

 

Führt das islamische Gutachten zur Wende?

Das islamische Rechtsgutachten könnte dabei eine wichtige Rolle spielen, betonte Lala Robin Daniel, Menschenrechtsaktivistin aus Faisalabad, gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“: „Die Stellungnahme des Großmuftis ist von Bedeutung. Die Heiratsurkunde ist zweifellos gefälscht. Die Unterschrift des Imams, der die Trauung angeblich durchgeführt hat, ist falsch. Die bestehende Ehe von Nakash wird nicht erwähnt. All das zeigt deutlich, dass es sich um einen Betrug handelt.“

Daniel zufolge habe die Polizei den Aufenthalt von Maira und ihrem Entführer noch nicht ausfindig machen können. Der christliche Anwalt der Familie hofft auf eine baldige Wiederaufnahme des Verfahrens, diese kann jedoch nicht vor September stattfinden.

 

Über 1000 Mädchen in Pakistan pro Jahr entführt

Die Fatwa eines hochrangigen islamischen Geistlichen im Fall ihrer entführten minderjährigen Tochter hat auch ihrer Mutter Nighat Shahbaz neue Hoffnung gegeben. Sie hatte nach der Entführung einen Herzanfall erlitten. „Kirche in Not“ beschrieb sie ihr Martyrium: „Ich wache jede Nacht auf und bete zu Gott um Marias Rückkehr. Niemand hat das Recht, ein Kind aus seiner Familie herauszureißen. Maira wurde ihre Jugend genommen.“

Der Menschenrechtsorganisation „Bewegung für Solidarität und Frieden“ zufolge werden in Pakistan jedes Jahr rund 1000 christliche und hinduistische Frauen und Mädchen entführt und zwangsverheiratet. „Kirche in Not“ unterstützt und begleitet aktuell den Fall eines weiteren 14-jährigen Mädchens, der Katholikin Huma Younus. Sie wurde im Oktober 2019 aus ihrem Elternhaus in Karatschi verschleppt. Auch hier läuft ein Revisionsverfahren.

Foto: Die entführte 14-jährige Christin Maira Shahbaz aus Faisalabad. © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 wedlerg 11. Juli 2020 
 

HIer schreit keiner Catholis live matter

"Catholis live matter" ist ein Slogan den niemand der scheinheiligen Linken und Liberalen auf der ganzen Welt anstimmen würden.

Im Gegenteil: hier ist man schnell bei der Hand "Rassismus" zu schreien, wenn man die islamischen Täter kritisiert.


6

5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pakistan

  1. Pakistan: Christ getötet, weil er in einem muslimischen Stadtviertel wohnte
  2. Durchbruch für verschleppte 14-jährige Christin?
  3. Pakistan: Corona-Nothilfen von „Kirche in Not“ zeigen Wirkung
  4. Pakistan: „Kirche in Not“ hilft christlichen Familien in der Corona-Krise
  5. Pakistan: Christen wird Corona-Hilfe verweigert
  6. Kurienkardinal würdigt vor neun Jahren ermordeten Minister Bhatti
  7. Asia Bibi: Treffen mit einer Ikone der Religionsfreiheit
  8. Asia Bibi: Treffen mit einer Ikone der Religionsfreiheit
  9. Pakistan: Christen schützen Kinder durch muslimische Namen
  10. Pakistan: Krankenschwester wegen Konversions-Weigerung ermordet








Top-15

meist-gelesen

  1. Kontroverse um die "Tagespost"
  2. Sommerspende für kath.net - Eine Bitte an Ihre Großzügigkeit
  3. Pseudokatholik Joe Biden wählt Katholikenhasserin als Vize-Kandidatin
  4. Benedikt XVI. und Franziskus haben offenbar dasselbe Grab gewählt
  5. "Wir brauchen eine Debatte über das jüngste Konzil"
  6. Unser Bischof hat sich nur einseitig informiert!
  7. „Penis-Brunnen“ vor katholischer Kirche
  8. Kolumnistin: Abtreibung, um im Urlaub Bikini-Figur zu haben, ist völlig berechtigt
  9. „Die Grundsatzfrage: Welchen Gott wollen wir?“
  10. LEHRMÄSSIGE NOTE zur Abänderung der sakramentalen Formel der Taufe
  11. Hartl: „Schau in den Spiegel. Du siehst den Menschen, der für Dein Leben verantwortlich ist“
  12. Benedikt XVI. auf dem Weg der Besserung
  13. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"
  14. Vatikan besorgt über Einbrüche im weltweiten Tourismus
  15. Hartl: „Wer außer mir teilt diese Wünsche?“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz