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12. Mai 2020 in Weltkirche, 81 Lesermeinungen
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Eine auch überraschende Geschichte zum Kommunionempfang. Das Leben der ‚Sprünge’ in der Geschichte der Kirche und die Zeit von #Covid19. Von Walter Kardinal Brandmüller


Rom (kath.net/as/wb) „Natura non facit saltus – die Natur macht keine Sprünge“, meinte schon Aristoteles, und auch der berühmte Erforscher der Pflanzenwelt Carl von Linné († 1778) sagte so. Nun gut – die Natur! Aber welche Sprünge von rechts nach links, oben und unten macht die Geschichte, sogar die Kirchengeschichte!

Bestes Beispiel der Kommunionempfang. Wann, wie oft, nach welchen Vorbedingungen, auf die Hand, die Zunge, in einer oder beiden Gestalten – auf jede dieser Fragen gab es nach Zeit und Ort verschiedene, ja widersprüchliche und dennoch gleichermaßen legitime Antworten. Und jede dieser Formen konnte mehr oder weniger fromm und andächtig vollzogen werden. Erhitzte Kontroversen, wie wir sie seit Jahrzehnten erleben – ob Hand oder Mund – verflüchtigen sich, verblassen im Licht der Geschichte.

Um schon ein Ergebnis unseres Ganges durch das Antiquitätenkabinett der Kirchengeschichte vorweg zu nehmen: Streitet, Brüder, Schwestern, doch nicht so erbittert, sogar verbissen, um jenes Sakrament, das der heilige Augustinus „vinculum caritatis – Band der Liebe“ nannte.

Doch machen wir uns auf den Weg durch Raum und Zeit: Wie wurde wann und wo etc. die heilige Kommunion gespendet und empfangen?

Da mag es etwa überraschen, dass schon zu Zeiten Tertullians, also Ende des 2. Jahrhunderts, die heilige Eucharistie mit den Worten „Leib des Herrn“ bzw. „Blut Christi, Trank des Lebens“ gespendet wurde, worauf mit „Amen“ geantwortet wurde. Auch pflegten, wie Cyrill von Jerusalem (313-386) berichtet, die Gläubigen die vom Blut Christi benetzten Lippen mit der Hand zu berühren, um damit Augen, Ohren etc. zu heiligen. Man empfing die Hostie auf die rechte, von der linken unterstützte Hand, wobei man peinlich darauf achtete, keine Krümel fallen zu lassen. Frauen bedeckten die empfangende Hand oft mit einem Seidentüchlein. Häufig küsste man auch die Hostie, bevor man sie aß. Sodann trank man aus dem Kelch, wozu bald kleine, aus Gold oder Silber gefertigte Röhrchen benutzt wurden. So geschah es noch zur Zeit Karls des Großen. Nun wurde allmählich die Mundkommunion eingeführt.

Übrigens war es in den ersten Jahrhunderten unter anderem wegen der Verfolgungen üblich, einen Teil des konsekrierten Brotes nach Hause mitzunehmen, um an den Werktagen zu kommunizieren. So hatten auch die in der Wüste lebenden Einsiedler die Eucharistie bei sich in ihrer Höhle. Auch auf Reisen nahm man das Allerheiligste Sakrament mit sich, besonders taten dies Priester, wozu z. B. der heilige Bonifatius Richtlinien erlassen hat.

Seit dem 16. Jahrhundert taten dies nur noch die Päpste. Man denke an die Verschleppung Pius‘ VI. nach Frankreich durch Napoleon. Es dürfte Pius IX. der letzte Papst gewesen sein, der bei seiner Flucht aus dem revolutionären Rom im Jahre 1848 die heilige Eucharistie in einer um den Hals gehängten Pyxis mit sich führte.

Nun aber ist auch zu fragen, wie oft denn nun unsere Vorfahren kommunizierten. Wenn da etwa in der Apostelgeschichte zu lesen ist: „Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl...“, so ist damit gewiss keine tägliche Eucharistiefeier gemeint. Im antiken Rom geschah dies am Sonntag, Mittwoch und Freitag. Schon Ende des 2. Jahrhunderts wurde die tägliche Kommunion üblich. Bemerkenswert ist, dass diese mit dem Ende der Verfolgungen nachließ. In Konstantinopel hatte sodann der heilige Johannes Chrysostomus (ca. 349-407) Anlass, zu dem Brauch der nur einmal im Jahr üblichen Kommunion Stellung zu nehmen.


Indes variierte die Häufigkeit der Kommunion beinahe von einem Land zum anderen. Selbst im Afrika des heiligen Augustinus herrschte darüber keine Einigkeit. Während man im Gallien des 6. Jahrhunderts nur an den Sonntagen kommunizierte, musste dies anderswo selbst für die Hochfeste vorgeschrieben werden. Kurzum: von einer einheitlichen eucharistischen Praxis war das Hochmittelalter weit entfernt.

Einen bis heute unverrückten Markstein setzte das 4. Laterankonzil Innozenz’ III. vom Jahre 1215. Es bestimmte mit dem Canon „Omnis utriusque sexus fidelis“, dass jeder Christ wenigstens einmal im Jahr, und zwar in der Osterzeit, die heiligen Sakramente der Buße und des Altars zu empfangen verpflichtet sei. Ganz gegen seine Absicht wurde späterhin oft nur noch die Osterkommunion empfangen. Es wäre indes ganz und gar verfehlt, daraus auf das Eucharistieverständnis Innozenz‘ III. und des Konzils zu schließen. Vielmehr ging es dabei um die Überwindung der Häresie der Katharer, die im Untergrund weite Verbreitung gefunden hatte.

Da die Katharer die Sakramente der Kirche verwarfen, konnten sie leichter entdeckt werden, wenn sie auch an Ostern fernblieben. Im Übrigen war im Hoch- und Spätmittelalter selbst in Klöstern und bei frommen Leuten der Kommunionempfang auf bestimmte Tage – deren Datum und Zahl stark variierte – beschränkt. So etwa gestattete der Beichtvater des heiligen Ludwigs von Frankreich dem König nur die sechsmalige Kommunion im Jahr.

Ähnliches ist von anderen Heiligen des Spätmittelalters bekannt. Die eucharistische Frömmigkeit fand hingegen in der andächtigen Schau und Anbetung der heiligen Hostie ihren Ausdruck. Dass in dieser Zeit auch das Fronleichnamsfest sich ausbreitete, war auch der Grund für die Einführung der Monstranz, jenes kunstvoll und kostbar gestalteten Gefäßes, in welchem die heilige Hostie zur frommen Schau dem gläubigen Blick dargeboten wurde. 

Schließlich war es das Konzil von Trient (1546-62), das in Auseinandersetzung mit der lutherisch-kalvinistischen Lehre den genuinen überlieferten Eucharistieglauben der Kirche neu formulierte. Damit wurde eine Welle eucharistischer Frömmigkeit in Anbetung und nun auch Empfang der heiligen Eucharistie ausgelöst.

Nicht wenigen anderen Heiligen der tridentinischen Epoche voran waren es Filippo Neri und Ignatius von Loyola, die die Gläubigen zum häufigen Sakramentsempfang einluden. Die Kommunikanten-Statistik der Jesuitenkirchen zeugt vom Erfolg der Patres.

So blieb es, bis um die Mitte des 17. Jahrhunderts im Anschluss an die einseitige Augustinusinterpretation des Holländers Cornelius Jansen eine Gruppe französischer Theologen der Sorbonne dessen Ideen auf die Kommunionfrömmigkeit übertrugen, mit dem Ergebnis einer übertriebenen Strenge bei der Zulassung zur Kommunion. Wegen ihrer Gelehrsamkeit und ihres religiösen Eifers beeindruckten sie die Öffentlichkeit nachhaltig. So bedeutende Geister wie Blaise Pascal, Erfinder der Infinitesimalrechnung, oder der bedeutende Dichter Jean Racine gehörten zu ihren Anhängern. Kurzum, es entstand eine weithin einflussreiche Bewegung selbst im Klerus und Episkopat, deren Propaganda eine drastische Verringerung des Kommunionempfangs zur Folge hatte.

Ihr stellten sich die Jesuiten entgegen, die die Bedingungen für den Kommunionempfang ganz im Sinne des Konzils von Trient vertraten. Ergebnis war eine wütende, bissige Polemik von beiden Seiten, die erst mit der Aufhebung des Jesuitenordens im Jahre 1773 ein Ende fand.

Nun aber brach der Sakramentenempfang europaweit ein – nicht infolge des Jansenismus, sondern unter dem Eindruck der – wiederum französischen – Aufklärungsphilosophie, deren Anhänger vielleicht einen Gott als Weltenschöpfer, nicht aber Jesus Christus und sein Evangelium akzeptierten. Erst im Gefolge der Romantik bahnte sich hier ein langsamer Wandel an: Noch bis zum 2. Weltkrieg war es in Deutschland üblich, dass die heilige Kommunion nicht während, sondern nach der heiligen Messe für jene wenigen gespendet wurde, die dem „Ite missa est“ nicht Folge geleistet hatten. Schließlich wurde die monatliche Beichte und Kommunion eingeführt. Das bedeutete, dass an je einem Sonntag im Monat die Männer, dann die Frauen, die Jugendlichen und die Kinder eingeladen, aufgefordert waren, die Sakramente zu empfangen.

Die berühmten Kommuniondekrete Papst Pius’ X. von 1905 und 1910 wurden – wenigstens in Deutschland – lange nicht beachtet. Das erste sollte die häufige Kommunion empfehlen und betonte, dass zu deren würdigem Empfang die Freiheit von schwerer Sünde – also der Stand der heiligmachenden Gnade, die Enthaltung von Speise und Trank seit Mitternacht und die rechte Absicht – erforderlich und ausreichend sei. Das weitere Dekret empfahl die Zulassung der Kinder zur Kommunion, sobald diese das Sakrament von gewöhnlichem Brot unterscheiden konnten.

Es hat lange gedauert, bis man auch in Deutschland an die Umsetzung dieser Weisungen ging. Im Laufe des 2. Weltkriegs und wegen der häufigen nächtlichen Bombenangriffe geriet alsdann das Nüchternheitsgebot ins Wanken – und als dieses schließlich nur noch für eine Stunde vor Kommunionempfang verpflichtete, war auch diese letzte Barriere beseitigt: Wer von da an sich nicht zum Kommunionempfang in die allgemeine Prozession einreihte, wurde eher als Asozialer betrachtet. Von der Notwendigkeit der Beichte im Fall von schwerer Sünde war ohnehin nicht mehr die Rede.

Da war es doch bezeichnend, dass man von der Apostellesung in der Gründonnerstagsmesse – 1 Kor 11, 23ff. – die in der früheren Leseordnung vorgesehenen 27ff. stillschweigend abgeschnitten hat, in denen der Apostel zur Gewissenserforschung vor der Kommunion ermahnt, „denn wer unwürdig isst und trinkt, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt“, Worte, die, als unbequem empfunden, mit kirchlicher Druckerlaubnis einfach unterschlagen wurden. Auch eine Art, mit Gottes Wort umzugehen.

Da standen wir also. Und nun brach Corona aus und stellte auch die Massenkommunion in Frage. Jetzt ist es nicht mehr die unbereute und ungebeichtete Sünde, die vom Kommunionempfang abhält, sondern die Angst vor dem Virus. Und da sage man nun, Gott schreibe nicht auch auf krummen Zeilen gerade.

Was lehrt uns nun dieser Blick auf die Geschichte?

In den sich im Laufe der Jahrhunderte wandelnden Formen des Kommunionempfanges spiegeln sich die Wandlungen im Eucharistieverständnis der Kirche, der Gläubigen. Wandlungen, nicht Veränderungen, wohlgemerkt. Die heilige Eucharistie ist – Herzmitte des katholischen Glaubens – einer Erdkugel, einem Globus zu vergleichen: Man kann ihn nicht in seiner Gänze mit einem einzigen Blick erfassen. Von den verschiedenen Seiten betrachtet, kommt jeweils einer der Erdteile in den Blick – wobei der Betrachter sich dessen bewusst ist, dass er jeweils nur einen Teil des Ganzen sieht. Wenn Afrika, dann eben nicht zugleich auch Asien! So also verhält es sich auch mit dem Mysterium Eucharistie, das der begrenzte menschliche Verstand ohnehin nie adäquat erfassen kann.

Nun waren es im Laufe der Geschichte die jeweils einzelnen Aspekte des „Mysterium fidei“, die ins Blickfeld kamen. Das war einmal die Eucharistie als Brot des Lebens, Heilmittel der Unsterblichkeit, sakramentale Weise der Gegenwart Christi – kurzum: es rückte einmal das „sachliche“, dann wieder das personale Moment in den Vordergrund – und fand in der konkreten Form des Umgangs mit dem Allerheiligsten seinen Ausdruck. So etwa auch in der Art und Weise, die heiligen Gestalten aufzubewahren. So schuf das Hochmittelalter die Monstranz aus dem Verlangen der gläubigen Schau und Anbetung. Genug damit.

Es ist also auch die Form der Kommunionspendung unter diesen Gesichtspunkten zu betrachten. Dann aber wird klar, dass es nicht auf die Form ankommt, sondern auf die gläubige, ehrfurchtsvolle Art und Weise, mit der das Sakrament gespendet und empfangen wird. Es möge also endlich der jahrzehntealte Streit darüber begraben und das Augenmerk auf die Haltung des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe gerichtet werden, in welcher wir – Spender oder Empfänger – dem „Geheimnis des Glaubens“ begegnen.


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Lesermeinungen

 Diadochus 17. Mai 2020 
 

@Ihr Priester lasst uns nicht allein!

Ihren Wortmeldungen entnehme ich, dass Ihnen die Kommunionspendung ein sehr wichtiges Herzensanliegen ist. Es ist in der Tat sehr wichtig. Wenn wir die Adjektive rein und unrein beiseite lassen, wird es einsichtiger. Die Adjektive sind Corona-verseucht. Den Leib Jesu Christie nehmen wir uns nicht, sondern wir empfangen Ihn demütig wie kleine Kinder kniend aus den geweihten Händen des Priesters. Da bin ich ganz bei Ihnen, zusammen mit Kardinal Sarah, der hl. Mutter Teresa, dem hl. Thomas von Aquin, die Sie zitiert haben, und all den Heiligen, an denen wir uns ein gutes Beispiel nehmen wollen.


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 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 16. Mai 2020 
 

Den Willen des Herrn erforschen III.

Warum sagte die hl.Mutter Teresa zu Pfarrer George William Rutler:"Wohin auch immer ich in der ganzen Welt komme,das,was mich am traurigsten macht,ist zu sehen,dass Menschen die Heilige Kommunion in der Hand empfangen." ?

Kardinal Sarah schreibt im Vorwort zum Buch von Pfr.Federico Bortali über die Kommunionspendung -und bezieht sich dabei u.a. auf die hl.Mutter Teresa:
"Die Zeichen Gottes annehmen-kniende Mundkommunion
Warum beharren wir darauf,stehend und auf die Hand zu kommunizieren? Warum dieses Verhalten des Mangels an Unterwerfung unter die Zeichen Gottes?Möge kein Priester es wagen,seine eigene Autorität in dieser Frage aufzuerlegen,in dem er es jenen,die die Kommunion auf den Knien und auf die Zunge empfangen wollen verweigert oder diese schlecht behandelt:Kommen wir wie Kinder und empfangen wir demütig auf den Knien und auf die Zunge den Leib Christi.Die Heiligen geben uns das Beispiel.Sie sind Modelle,die Gott uns zur Nachahmung anbietet."


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 SCHLEGL 16. Mai 2020 
 

Normen für byzantinische kath. Ostkirchen

2. TEIL
4.3 Zu entsorgender Löffel aus Holz
Zu entsorgende Löffel aus Holz können ebenfalls verwendet werden, wo die Gemeindepraxis dies nahelegt. Für jeden Kommunionempfänger muss der Priester einen neuen Löffel aus Holz verwenden. Gebrauchte Löffel aus Holz müssen vorsichtig in einem separaten Gefäß aufbewahrt werden, etwa in einem Becher aus Papier, und sind nach der Göttlichen Liturgie zu verbrennen. Zu entsorgende Löffel aus Holz können beispielsweise bei PAGRO DISKONT gekauft werden.
4.4 Wiederverwendbare Löffel aus Metall
Für jeden Kommunionempfänger wird ein eigener Metalllöffel verwendet, der von ihnen nach Empfang der Gaben abzulecken ist, damit vom diesen nichts übrigbleibt. Die Löffel werden sogleich in einen bereitstehenden Behälter getan und gewaschen, damit sie wiederverwendet werden können.
Regelung erstellt von Erzpriester Inž.-ékon. Mag. Lic. theol Y. Kolasa
Protosyncellus/Generalvikar


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 SCHLEGL 16. Mai 2020 
 

Rahmenordnung des Ordinariats für die Gläubigen der katholischen Ostkirchen

1.TEIL
4. Austeilung der Heiligen Eucharistie (Byzantinische Tradition)
4.1 Handkommunion (bevorzugte Option)
Analog zu der auch in der älteren byzantinischen Praxis üblichen Handkommunion, wird die
Hl. Kommunion in die Hand gespendet.
Unmittelbar nach dem „Mit Gottesfurcht und Glauben tretet herzu“ legt der Zelebrant den
Mund-Nasen-Schutz an. Dann nimmt der Zelebrant am Altar den Deckel
von der Hostienschale oder vom Diskos und teilt die Hl. Kommunion in die Hände
der Kommunionempfänger aus.Die Worte „Der Diener (die Dienerin) Gottes N. empfängt …“ entfallen. Die Hl. Kommunion kann entweder nur unter einer Gestalt (also als Leib Christi) ausgeteilt werden, oder unter beiden. Der Priester träufelt mit dem Löffel einen
kleinen Tropfen des Blutes Christi auf die Mitte der weichen (nach oben gekehrten) Seite
jedes Kommunionteilchen.
4.2 Entnahme durch die Gläubigen
Die Schale bzw. der Diskos mit der Eucharistie ist auf einem Tischchen mit Iliton vor der Ikonostase aufzustellen.


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 Diasporakatholik 16. Mai 2020 
 

Nun, ich persönlich glaube,

dass der Herr auch nichts gegen die würdig vollzogene Handkommunion einzuwenden hat.


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 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 15. Mai 2020 
 

Lieber Diasporakatholik,Sie gebrauchen das Wort `unrein´,deshalb möchte ich es auch tun,aber ich würde sagen:Meine Hände sind genauso `unrein´ wie mein Mund,darum sehne ich mich danach,Jesus so zu empfangen,wie es Ihm gefällt.


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 Diasporakatholik 15. Mai 2020 
 

Meine Hände sind aber nicht unreiner als mein Mund

Deshalb habe ich auch kein Problem mit der würdigen Handkommunion.

Grundsätzlich sollte es jedem gläubigen Katholiken freigestellt sein, wie er den Leib des Herrn empfängt.

Jetzt während der Pandemie müssen wir uns natürlich nach den zum Gesundheitsschutz erlassen Vorgaben richten.


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 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 15. Mai 2020 
 

Den Willen des Herrn erforschen II.

...aber es ist an unzähligen Stellen deutlich gemacht,dass der Herr sich durch den Empfang der heiligen Eucharistie ganz innig mit Seinen Geschöpfen verbinden will-also auch über den "ungeweihten Mund".


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 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 15. Mai 2020 
 

Den Willen des Herrn erforschen I.

Werte/r SpatzInDerHand,wie ich geschrieben habe, wird diese Aussage dem hl.Thomas von Aquin zugeschrieben und generell nehme ich mir Aussagen heilig gesprochener Menschen zu Herzen.
Er wird sie nicht ohne Grund gemacht haben.

Ich möchte Ihnen nichts empfehlen,aber ich kann Ihnen sagen,wie ich damit umgehe.
Ich nehme also diese Aussage ernst,dazu kommen die unschönen Umstände durch die die Handkommunion zustande gekommen ist und die mir daher ein ungutes Gefühl bereitet.Jetzt sprechen Sie von Ihrem ungeweihten Mund ...,da gebe ich Ihnen völlig recht,aber hier denke ich an eine Stelle aus einem der `Gottmensch-Bücher´ von Maria Valtorta,die ich leider nicht wörtlich wiedergeben kann,sondern nur aus der Erinnerung heraus:Jesus kommt in das Haus eines älteren Mannes,der erschrocken sagt,dass er nicht würdig sei,Ihn zu empfangen.Darauf antwortet Jesus sinngemäß:Ich trete ein,wo Ich will.
Es ist klar,dass kein Mensch würdig ist,den Allerhöchsten zu empfangen-auch der Mund nicht geweiht,...


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 lakota 15. Mai 2020 
 

@hape

ich habe selbst erlebt, wie ein junger Mann eine Reihe vor mir kaugummikauend zur Kommunion gegangen ist. Ich war so schockiert, daß ich nicht reagieren konnte. Aber als ich am Ende der Hl. Messe am Hinausgehen war, sah ich den Mann in der Bank sitzend, immer noch Kaugummi kauend. Ich weiß nur noch, daß ich ihn angefaucht und gefragt habe, was er denn für einen Glauben habe, daß er mit einem Kaugummi im Mund den Leib des Herrn empfange.
Mein Neffe sagte mir dann draußen, der Vater des Typen sei neben ihm gesessen und habe einen roten Kopf bekommen - und dieser Mann ist Kirchengemeinderat!
Wie Sie sagten:" Soviel zum würdigen Umgang mit der Hl. Eucharistie durch die ach so mündigen Christen!"


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 SpatzInDerHand 15. Mai 2020 

Werte @Ihr Priester lasst uns nicht allein! - Ich kann es bisher nicht vermeiden, bei der Kommunion

den Leib des Herrn mit meinem ungeweihten Mund zu berühren und ihn sogar in meinem Magen hinunterzuschlucken. Was empfehlen Sie mir? ;) ;)


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 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 15. Mai 2020 
 

hl.Thomas von Aquin

"Nichts berühre das Heilige Sakrament der Eucharistie,was nicht geweiht ist;Kelch und Schale sind geweiht,ebenso die Hände des Priesters,um dieses Heilige Sakrament zu berühren."

Das ist nicht die einzige Aussage dieser Art und ich denke,dass man damit nicht leichtfertig umgehen darf.
Die Art und Weise,wie die Handkommunion eingeführt wurde-so kann ich nicht mit gutem Gewissen kommunizieren.


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 Veritatis Splendor 14. Mai 2020 

Zeugnis

Wir durften heute das erste Mal wieder im kl. Rahmen an einer Hl. Messe mit Kommunion teilnehmen.

Es ist so wunderbar, endlich wieder real kommunizieren zu dürfen. Wir spüren so eine Freude ob der spürbaren Gegenwart in unseren Herzen :-) trotz unserer Schwäche...

Ich möchte allen Zögerlichen Mut machen: vergesst Eure Bedenken wegen der (sonst absolut richtigen) Form, Jesus empfangen ist einfach unersetzlich :-)

(Wir haben die ganze Durststrecke über missio.at Messen mit P. Karl Wallner geschaut)


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 Veritatis Splendor 13. Mai 2020 

Freiheit auch von Vorsätzen, wenn sie das höhere Gut verhindern

Liebe @vox coelestis, nach der "Pandemie" - wenn es also einen guten Impfstoff gibt, kehren wir sofort wieder zur würdigeren, knienden Mundkommunion zurück, na klar :-)

Die Kirche vermittelt Gnaden, wo Gläubigen der Zugang verwehrt ist (ecclesia supplet), ganz sicher auch bei der geistigen Kommunion...

Aber wir sollten uns selbst kein weiteres Hindernis in den Weg stellen, wenn wir aus vermeintlicher Treue zu unseren (sonst durchaus guten) Grundsätzen, die Chancen verstreichen lassen, Jesus real zu empfangen. Jesus brennt darauf, in sehnsuchtsvolle Seelen leiblich kommen zu können, ganz sicher!!

Maria und der Lieblingsjünger haben unter dem Kreuz fügsam nur auf IHN geschaut, sodass selbst die Gottlosigkeit der Umstände in den Hintergrund traten.

Erbauend finde ich immer wieder das Zeugnis von Pater Goldmann zur Eucharistie im II.WK:

youtu.be/fpUYx-qQmg4?t=1327


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 Mariat 13. Mai 2020 

@Rolando, Zeitzeuge und hape

eure Kommentare freuen mich sehr. Sicher auch das Hl. Herz Jesus!
Gottes reichen Segen
Mariat


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 Vox coelestis 13. Mai 2020 
 

@Veritatis Splendor

Nun ja, ganz verzichten wir ja nie auf ihn, denn wir vertrauen doch sehr darauf, dass er auch durch die geistige Kommunion zu uns kommt, die ohne Zweifel sehr wertvoll sein kann. Aber trotzdem ist ihre Frage vollkommen berechtigt. Ich denke viel darüber nach. Aber selbst die Priester sind in diesem Punkt in ihren Ansichten gespalten (wie z.B. P. Wallner von EWTN und Pfr. Schuler von K-TV).


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 Diasporakatholik 13. Mai 2020 
 

@ Herbstlicht

Ich gebe Ihnen dahingehend recht, dass die noch in meiner Jugendzeit einzig gebräuchliche und bis auf gesundheitsbedingte wenige Ausnahmen gestattete äußere Form des Kommunionempfangs (kniend an der Kommunionbank und ausschließlich direkt mit dem

Mund) sicherlich eine erheblich höhere Hürde gegen Missbrauch oder gar Schändung des Allerheiligsten Altarssakramentes darstellte, als es die heutige äußere Form der Handkommunion ist.

Die von user hape geschilderte Schändung des heiligsten Sakraments ist einfach unfassbar und kommt für mich als gläubigem Katholiken einer erneuten Misshandlung und Kreuzigung des Herrn gleich!


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 hape 13. Mai 2020 

Lieber @Zeitzeuge,

vielen Dank für den aussagekräftigen Bericht der Ärztin, den Sie da verlinkt haben. – Ein Mesner erzählte mir schon vor einigen Jahren, dass er eines Tages beim Putzen der Sitzbänke eine konsekrierte Hostie fand, die mit einem durchgekauten, ausgehärteten Kaugummi fest verbunden war. Beides zusammn wiederum klebte unter der Rückenlehne der Sitzbank derart fest, dass er einen Spachtel brauchte, um das Gebilde zu entfernen. – Soviel zum würdigen Umgang mit der Hl. Eucharistie durch die ach so mündigen Christen. Bei der Mundkommunion hat man wenigstens mit den äußeren Formen des Missbrauchs der Hl. Eucharistie nicht zu kämpfen.


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 Marie Madeleine 13. Mai 2020 
 

JP II hat alles bedacht; aber niemand hört(e) auf ihn

Redemptionis Sacramentum:
92. Obwohl jeder Gläubige immer das Recht hat, nach seiner Wahl die heilige Kommunion mit dem Mund zu empfangen,[178] soll in den Gebieten, wo es die Bischofskonferenz erlaubt und der Apostolische Stuhl rekognosziert hat, auch demjenigen die heilige Hostie ausgeteilt werden, der das Sakrament mit der Hand empfangen möchte. Man soll aber sorgfältig darauf achten, daß der Kommunikant die Hostie sofort vor dem Spender konsumiert, damit niemand mit den eucharistischen Gestalten in der Hand weggeht. Wenn eine Gefahr der Profanierung besteht, darf die heilige Kommunion den Gläubigen nicht auf die Hand gegeben werden.[179]


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 Zeitzeuge 13. Mai 2020 
 

Lieber Rolando,

danke für den Hinweis auf den Aufsatz von Prof.Dr.
Georg May(93) über die Hintergründe des von Papst
Paul VI. gemachten Zugeständnisses zum Empfang
der hl. Kommunion auf die Hand des Empfängers.


Wie ich bereits hier erklärt habe, geht es mir
nicht um die subjektive Absicht des Spenders oder
der Empfänger, sondern um die Art und Weise, wie dieses Indult dem damaligen Papst
abgerungen wurde, siehe auch Art. "Handkommunion"
in der kathpedia.

Es waren sicher nicht die "knieenden Theologen",
die dieses Zugeständnis erkämpften, allein der
Abriß der Kommunionbänke, in meiner Heimat fast
vollständig, spricht für sich, ist doch dadurch
der knieende Empfang des Leibes Christi unnötig
erschwert worden, mir ist kein Text des Konzils
bekannt, in dem dieses gefordert wird!

Im Link ein älterer Art. aus kath.net von einer
Ärztin bzgl. Kommunionempfang und Hygiene, der
jetzt wieder höchst aktuell geworden ist.

www.kath.net/news/37712


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 Veritatis Splendor 13. Mai 2020 

Herzkommunion :-)

Unter normalen Umständen ist die Handkommunion wirklich abzulehnen, schon wegen der Art der (Wieder-)Einführung nach dem Konzil.

Wenn es aber keine andere Möglichkeit mehr gibt, den Herrn zu empfangen, können wir IHM doch den Schmerz aufopfern und berühren IHN jetzt liebevoll mit unseren Händen und empfangen IHN in unser Herz.

Was wird IHM wohl besser gefallen, dass wir auf die (gewohnte + würdigere) Form oder auf IHN verzichten???

Liebende wissen es!


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 Vox coelestis 13. Mai 2020 
 

@Herbstlicht

Ich bin ebenfalls Ihrer Meinung.
Selbstverständlich ist die entsprechende innere Disposition und Einstellung das Wichtigste beim Kommunionempfang. Dennoch darf die äußere Form nicht zur Belanglosigkeit degradiert werden.
Wir sind nun mal keine reinen Geistwesen, keine Engel,sondern Menschen aus Fleisch und Blut.
Und wenn schon jene sich wie in Fatima vor dem Leib Christi mit der Stirn bis zum Boden niederknien, wieviel mehr geziemt es sich dann für uns schwache Menschenkinder, dasselbe zu tun!


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 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 13. Mai 2020 
 

Weihbischof Athanasius Schneider für kniende Mundkommunion

Unter diesem Titel findet man ein Video mit Weihbischof Schneider,das bestimmt sehr hilfreich sein kann.
Ich finde es tief berührend und es hilft mir sehr,die kniende Mundkommunion nicht aufzugeben,trotz der Sehnsucht nach dem Herrn.


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 Rolando 13. Mai 2020 
 

Oelberg

Es ist kein Widerspruch zu Kard. Brandmüllers Bericht, sondern eine Ergänzung. Zur Einführung der Handkommunion hier mehr,
http://kaskoh.de/Handkommunion_-_Prof._May.pdf


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 Hibiskus 13. Mai 2020 
 

begrifffen?

wer Haare in der Suppe sucht, findet auch die eigenen.
Ich sage nur JA zu Kardinal Brandmüller, er hat es auf den Punkt gebracht und dieser Punkt allein zählt.
Danke Eminenz


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 Herbstlicht 13. Mai 2020 
 

Die innere Haltung, die persönliche Beziehung zu GOTT - das ist selbstverständlich das A und O eines würdigen Kommunionempfangs.
Dennoch glaube ich -auch aus eigener Erfahrung- dass die Mundkommunion diese innere Haltung wesentlich fördert bzw. fördern kann. Dies wird m.E. noch verstärkt durch das Knieen an der Kommunionbank, wie das im a.o. Ritus üblich ist.


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 hape 13. Mai 2020 

Handkommunion: damals und heute. 2 Ende

Wie Kard. Brandmüller schon schrieb, gibt es viele gute Gründe, warum von der Kirche die Mundkommunion eingeführt wurde. Das war eine sehr erfolgreiche pastorale Weiterentwicklung. Die Frage ist, ob die heutige Praxis der Handkommunion nicht eher ein pastoraler Rückschritt ist. Wer sich nun wirklich für die historische Einführung der Handkommunion nach dem 2VK interessiert, dem sei die Arbeit von Prof. Georg May empfohlen:

https://kath-zdw.ch/maria/die.sogenannte.handkomunion.html


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 hape 13. Mai 2020 

Handkommunion: damals und heute. 1

Man darf die jüngere Praxis der Handkommunion, wie sie erst seit dem 2VK üblich geworden ist, mit der traditionellen Praxis nicht verwechseln. Soweit ich weis, wurde dabei der Leib Christi auf den flach ausgestreckten rechte Handteller gelegt, der einen Thron darstellte, auf dem der König den ihm zustehenden Platz hatte. Dieser Thron wurde von der linken Hand tragend unterstützt. Dann wurde der königliche Leib Christi zuerst geküßt, um ihn anschließend, mit aller Ehrfurcht, die die Liebe gebietet, vorsichtig mit der Zunge in den Mund zu heben. Allein das Küssen setzt schon ein tiefes Verständnis dessen voraus, was beim Empfang der Hl. Eucharistie eigentlich passiert. Was ist von diesem Verständnis heute noch da? Hat die heutige Handkommunion nicht vielfach mehr Ähnlichkeit mit dem lässigen Kauen eines Kaugummis? Jedenfalls von außen betrachtet?

–––
Forts.


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 SursulaPitschi 13. Mai 2020 

Weiß ein User, welche Rolle der ND hier, besonders nach 1945 gespielt hat ?


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 Vox coelestis 13. Mai 2020 
 

Wie schön....

Wie schön wäre es, wenn wir Jesus persönlich zum Thema Kommunionempfang in Corona-Zeiten befragen könnten.
Er würde uns seinen göttlichen Willen kundtun, alle wären sich einig und jegliche Diskussion darüber wäre verflogen.

Wie schön wäre es.......


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 Oelberg 13. Mai 2020 
 

@Rolando

Was Sie schreiben steht im Widerspruch zu dem, was Kard. Brandmüller schreibt!

Zumindest im 4.Jh. war die Handkommunion Usus.

Wer hat der Kirche die Handkommunion aufgezwungen?


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3
 
 Rolando 13. Mai 2020 
 

Nachtrag

Papst em. Benedikt XVI wollte die Handkommunion wieder anregen, ihm wurde nicht gefolgt. Somit wurde dem Ertrotzen der Handkommunion gefolgt, der versuchten Wiederherstellung der Mundkommunion durch die Kirche nicht.


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 Rolando 13. Mai 2020 
 

Was man nicht vergessen darf,

Die jetzige Handkommunion wurde nicht von der Kirche eingeführt, sonder ihr aufgezwungen, die Kirche hat sie um des Friedens Willen erlaubt. Dazu gehört die Ehrerweisung vor dem Empfang, Kniebeuge oder Verneigung, doch das ist alles unterblieben. Es ist z. B. für Außenstehende nicht ersichtlich, daß es ein heiliger Akt ist. Die Herzensgesinnung ist sicherlich der wichtigste Aspekt, doch das Zeugnis wurde durch die Handkommunion schwach.
Zum neuen Outfit von Kathnet, geben wir der Redaktion Zeit, sie wird es machen. Wir werden ja auch nicht an einem Tag heilig, :-)


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 hape 13. Mai 2020 

Wir tragen unseren Schatz in zerbrechlichen Gefäßen.

Diese Diskussion spiegelt das Für und Wider von Hand- und Mundkommunion, das sich an der äußeren Form ablesen lässt. Ich will die mehr oder weniger fruchtbare Wechselbeziehung zwischen Form und Inhalt nicht bestreiten. Kard. Brandmüller weist aber darauf hin, dass das Entscheidende, sozusagen der gemeinsame Nenner beider Praktiken, die innere Disposition des Kommunikanten ist. Er muss im Stand der heiligmachenden Gnade sein. Sonst ist er in Gefahr, sich das Gericht zu essen!

Da muß man beten, aus der Gnade nicht herauszufallen. Da muß man wach­sam sein, denn wir tra­gen unse­ren Schatz in zer­brech­lichen Gefäßen! Des­we­gen mahnt der Apostel: sei acht­sam, fürchte dich, sei nicht über­mü­tig. Wir­kt euer Heil in Furcht und Zit­tern! Achte auf das, was Gott in dich gelegt hat. Betrübe den Geist nicht, der in dir lebt. Ver­liere die hei­lig­ma­chende Gnade nicht! Ver­kaufe nicht dein Erst­ge­burts­recht! Befle­cke nicht das, was Gott in dir an Schön­heit geschaf­fen hat.


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 bücherwurm 13. Mai 2020 

@Toribio: Wir vermissen das Archiv auch - aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

Kommt noch, ein nach dem anderen :)


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 myschkin 12. Mai 2020 
 

Worauf wir uns alle einigen können,

das hat die Eminenz in diesem heiteren Text am Schluss formuliert: "Es möge also endlich der jahrzehntealte Streit darüber begraben und das Augenmerk auf die Haltung des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe gerichtet werden, in welcher wir – Spender oder Empfänger – dem „Geheimnis des Glaubens“ begegnen."

Das ist trostreich, in einer Zeit, in der Gläubige in Zeichen der gegenwärtigen Seuche verunsichert darüber sind, wie eine zum Lobe des dreieinigen Gottes angemessene Liturgie vollzogen werden kann, trotz aller medizinisch gebotenen Einschränkungen.


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 Diasporakatholik 12. Mai 2020 
 

@Vox coelestis - Nachtrag

Ich achte seitdem immer sehr genau direkt bei derm Kommunionempfang darauf, ob in der Innenräume meiner linken Hand, auf die ich mir die Hl. Kommunion legen lasse und von wo ich sie mit der rechten Hand entnehme und zum Mund führe, vielleicht ein kleines abgesplittertes
Partikelchen liegt.

In den vergangenen Jahren war das nach meiner Erinnerung in der Tat 1 -2mal der Fall.
Ich nehme solche Hostienreste dann direkt aus der Handfläche noch vor dem Altar direkt mit dem Mund (Zunge) auf.

Kann ich nur zur Nachahmung empfehlen.


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 SCHLEGL 12. Mai 2020 
 

@ greti

Das Problem mit den Händen ist ganz einfach zu lösen! Ganz dünne Handschuhe, die man mit 60° waschen kann. Sie werden unmittelbar vor der Kommunion ausgezogen. Der griechisch katholische Pfarrer hat sich weiße chirurgische Handschuhe zur Spendung der Kommunion besorgt.Übrigens muss das Desinfektionsmittel circa 30 sec. einwirken.
Ich habe es als Priester öfters erlebt, dass Gläubige bei der Kommunion nach vor schnappen und damit die Finger des Priesters mit ihrem Speichel benetzen. Jetzt besteht die Gefahr für den folgenden Kommunikanten. Ähnliches passiert manchmal auch mit dem Löffel im byzantinischen Ritus, manche Leute machen den Mund zu, bevor der Priester den Löffel entfernt hat. 100 % kann man sich sicher nicht schützen, aber das Risiko zu reduzieren ist möglich.


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 SCHLEGL 12. Mai 2020 
 

@Montfort

Interessant, dieser von mir verfassten Kommentar ist verschwunden!
Meine Information ist direkt aus der Ukraine in ukrainischer Sprache durch die dortigen Medien. Der ukrainisch griechisch katholischer Pfarrer hat es mir bestätigt.
Natürlich sind die Verantwortlichen in der Lavra von Kiew dem Patriarchat von Moskau zugehörig und möchten jetzt von dem Desaster ablenken. Ich habe genau von 3 Toten geschrieben,sowie von über 90 Gläubigen, die sich im Zug der Liturgie ohne Distanz und Massenkommunion mit einem Löffel angesteckt haben. Ich beziehe mich immer auf Quellen in der Originalsprache des Landes.


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 Toribio 12. Mai 2020 
 

Wo ist jetzt hier der Zugang zum Archiv?

Jetzt muss ich doch noch eine Frage zur neuen Seitengestaltung stellen: wo gibt's jetzt hier den Zugang zum Archiv?


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 carolus romanus 12. Mai 2020 

Vielen Dank Eminenza

Dieser Aufsatz ist wunderbar und fasst die 2000jährige Geschichte des Kommunionempfang prägnant und brillant zusammen (in der Medizin würde man dies „highlighted“ nennen): auf den würdigen Empfang kommt es an.
Ein sehr wichtiger Text für alle Katholiken, die heute in alle Richtungen verwirrt werden und sind. Der Kardinal spricht als ein Erzbischof mit höchster fachlicher Kompetenz - früherer oberster Historiker der Kirche sowie Lehrstuhlinhaber für Kirchengeschichte.

Kompliment auch an kathnet: hochkarätiger Beitrag zum neuen Layout.


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 Montfort 12. Mai 2020 

Werter Msgr. @SCHLEGL - zuerst: Schön, dass Sie wieder kommentieren!

Ihren Kommentar bzgl. Höhlenkloster konnte ich nicht finden, dafür dies:

"28 von 200 Mönchen des Kiewer Höhlenklosters mit positiver Corona-Diagnose - Abt weist überhöhte Zahlen von Corona-Infektionen zurück - Der Abt des Kiewer Höhlenklosters, Metropolit Pavel von Wyschhorod und Tschernobyl, hat Medienberichte mit überhöhten Zahlen von Corona-Infektionen zurückgewiesen. Es sei unzutreffend, dass sich mehr als 150 Brüder oder sogar die gesamte Bruderschaft mit dem Coronavirus infiziert hätten... "Es gibt mehr als 200 Mitglieder der Bruderschaft im Heiligen Kloster. 68 Menschen erkrankten, 19 hatten keine bestätigte Diagnose, 28 hatten eine positive Diagnose. 25 Menschen waren im Krankenhaus; heute sind nur noch zwei im Krankenhaus, der Rest befindet sich in Selbstisolierung"... Bisher seien drei Mönche verstorben. Unter den 25 im Krankenhaus behandelten Personen hätten sich auch solche befunden, die nicht am Coronavirus, sondern an Herzattacken und anderen Krankheiten litten."

www.kathpress.at/goto/meldung/1889121/kiewer-abt-weniger-moenche-an-corona-erkrankt-als-berichtet


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 Montfort 12. Mai 2020 

Lieber @Zeitzeuge, ich ergänze:

Durch das Entfernen der Kommunionbänke gibt es jetzt nur mehr Schlangestehen und "Einzelabfertigung" (fast wie beim "Drive-In"-Schalter).

Wo noch Kommunionbänke stehen, kann man die Erfahrung machen: durch das Niederknien ist man länger in ruhiger Vorbereitung auf den Empfang, zudem kniet/steht man nebeneinander und miteinander - das gemeinsame Mahl in der eucharistischen Opferfeier ist so viel stärker erlebbar.

Die würdige Mundkommunion hat Vorteile, die würdige Handkommunion aber auch, zumal wenn die Gefahr da ist, dass die Akzidenzien von Brot (und Wein) - also nicht die wesensmäßige Substanz des Leibes (und Blutes) Christi - eben auch verunreinigt werden könnten, auch durch Speicheltröpfchen, die Viren enthalten können. Verunreinigungen können Krankheit und Tod bewirken - der Leib Christi bringt, in rechter Weise empfangen, immer Heil, oft sogar wunderbare Heilung - was aber nicht mit einer "magischen Garantie" für Gesundheit und irdisches Wohlergehen verwechselt werden darf.


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 greti 12. Mai 2020 
 

Handkommunion

Also Entschuldigung!

Mit stinkenden Pfoten die Kommunion entgegennehmen, weil vorher große Handdesinfektion war.

Das ist eine Entwürdigung!


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 Marie Madeleine 12. Mai 2020 
 

@Schlegl

Nun, dann kann das Virus genauso über die Hand übertragen werden; der Gläubige tritt in die Kirche ein desinfisziert sich die Hand; aber oje jetzt juckt es ihn bei der Gabenbereitung am Kopf und vielleicht im Auge - (Augenschutz hat er keinen) oder vielleicht hat er ein Kind im Arm; na und dann...Handkommunnion? Entschuldigung die ganzen Maßnahmen sind einfach total Idiotisch, weil man ein Virus einfach nicht orten kann ist es unmöglich sich zu schützen;
Es gibt Klöster in denne sich das Virus durch die Küche verbreitet hat und nicht durch die Kommunion....


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 SCHLEGL 12. Mai 2020 
 

@bernhard_k

Natürlich gibt es normalerweise kein Argument gegen die Mundkommunion!
Medizinische Tatsache aber ist, das Covid 19 durch Körperflüssigkeiten (Speichel, Nasensekret) übertragen werden kann! Erinnern Sie sich an die Coronawelle im Seminar des außerordentlichen Ritus in Wigratzbad. Ein vermutlich infizierter Priester hat durch die Mundkommunion die Seminaristen angesteckt. Unter dem Artikel "Veritas liberabit vos!"finden Sie einen Kommentar von mir, in dem ich auf die katastrophale Ansteckungswelle im Höhlenkloster von Kiew (gehört zum orthodoxe Patriarchat von Moskau) hingewiesen habe. Bis jetzt mehr als 90 Patienten, 3 Tote!
Die Diözesen Österreichs schreiben jetzt vor:Mundschutz für den Priester, Desinfektion von dessen Fingern vor Kommunionspendung und Unterbrechung mit erneuter Desinfektion,wenn der Priester die Hand des Kommunikanten berührt haben sollte!Wir wissen einfach noch zu wenig über das Virus und möchten natürlich niemand einer Gefahr aussetzen.


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 Zeitzeuge 12. Mai 2020 
 

Werte(r) vox coelestis, Berichtigung und Ergänzung!

Den letzten Absatz ändere ich korrekterweise
wie folgt:

Alleine schon die Entfernung der Kommunionbänke in
fast allen Kirchen und Kapellen z.B. in meiner
Heimat zeigt m.E. schon die Geisteshaltung der
Verfechter der Handkommunion, ich sage nicht
aller Spender und Empfänger, auf.
Die eucharistische Frömmigkeit wurde jedenfalls
nicht allgemein dadurch gefördert.

Im Link jetzt auch der Art. "Mundkommunion"
aus der kathpedia.

www.kathpedia.com/index.php?title=Mundkommunion


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 Vox coelestis 12. Mai 2020 
 

@Diasporakatholik

Das ist dann eben sehr gut, wenn sie die kleinen Partikelchen im Blick haben. Aber die wenigsten haben Augen dafür, und darunter leide ich schon sehr.


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 Zeitzeuge 12. Mai 2020 
 

Werte(r) vox coelestis,

da ich hier bereits kürzlich meinen Standpunkt
bzgl. der Kommunionspendung kundgetan habe,
weise ich auf den unten verlinkten Artikel
"Handkommunion" aus der kathpedia hin.

Darin auch mehr über die Hintergründe der
Einführung der Handkommunion nach dem Konzil.

Ergänzend empf. ich den Art. "Mundkommunion"
aus der karthpedia und den neuen Artikel in

die-tagespost.de

Gewissensfrage Mundkommunion

Ich jedenfalls bin froh, daß ich
vergangenen Samstag in einem Kloster die
Osterbeichte nachholen konnte und am Sonntag
in einem anderen Kloster, nein, nicht bei
den Piusbrüdern, in einer hl. Messe im a.o.
Ritus die hl. Kommunion im o. Ritus empfangen
durfte unter Beachtung der z.Zt. COCID-19
bed. Präventionsmaßnahmen.

Alleine schon die Entfernung der Kommunionbänke
in fast allen Kirchen meiner Heimat z.B. zeigt
m.E. schon die Geistesgesinung der Verfechter,
ich sage nicht aller Empfänger, der Handkommunion
auf, die eucharist. Frömmigkeit wurde jedenfalls
nicht dadurch gefördert!

www.kathpedia.com/index.php?title=Handkommunion


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 Vox coelestis 12. Mai 2020 
 

@SCHLEGL

Ich versuche wirklich gelassen zu bleiben :)
Sorry wenn es anderst rüber kam.
Letztlich ist die Form des Kommunionempfangs eine Gewissensentscheidung, die jeder beim Anderen akzeptieren sollte.
Johannes Paul II war aber wirklich kein großer Freund der Handkommunion, auch wenn er sie zuweilen spendete/spenden musste.
Nein, sicherlich hat sich die Kirche nicht geirrt, aber die Frage sollte erlaubt sein, weshalb die Kirche dann im 5./6. Jahrhundert allgemein die Form der Mundkommunion bevorzugt und 1500 Jahre lang gepflegt hat.


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 bernhard_k 12. Mai 2020 
 

Jetzt mal an alle beinharten Logiker unter uns ...

Gibt es weltweit ein einziges Argument gegen die Mundkommunion?


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 Diasporakatholik 12. Mai 2020 
 

@Vox coelestis

Sie schrieben:
"Wer passt denn heutzutage beim Empfang der Handkommunion noch "peinlich" darauf auf, dass keine Krümelchen zu Boden fallen wie in der Urkirche??"

Nun, z.B. ich passe da peinlich genau drauf auf, dass mir kein Kleinstpartikel der hl. Hostie/dem Leib des Herrn in der Hand verbleibt oder gar zu Boden fällt.

Vor Jahren hat mir mal ein Kommunionhelfer etwas ungeschickt die hl. Kommunion auf die Hand gegeben, so dass ein winziges Teilchen abbrach und mir dann durch zusätzliche eigene Unachtsamkeit zu Boden fiel.

Ich stand mit einer langen Schlange hinter mir und hatte daher nicht die Geistesgegenwärtig und vor allem den Mut, mich zu bücken und a. d. schwarzen Steinboden danach zu suchen.


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 SCHLEGL 12. Mai 2020 
 

@Vox coelestis

Es wäre doch schön, wenn Sie ganz unaufgeregt den Artikel von Kardinal Brandmüller würdigen könnten.
Ich habe selbst den heiligen Papst Johannes Paul II 3x erlebt, als er die Handkommunion gespendet hat.
Wenn jetzt sogar in dieser Notzeit die orthodoxe Kirche und die griechisch katholische Ostkirche zu dieser Praxis zurückkehrt, möchte ich gerade den Orientalen NICHT Ehrfurchtslosigkeit unterstellen. Oder aber sind Sie der Meinung, dass die Kirche jahrhundertelang geirrt hat, als sie gemäß den Anweisungen des heiligen Kyrill von Jerusalem die Kommunion auf die rechte Hand legte, ja diese zeitweise sogar nachhause mitgegeben hat?


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 bernhard_k 12. Mai 2020 
 

Ceteris paribus, also unter sonst gleichen Bedingungen ...

... ist die Mundkommunion sicher am ehrfürchtigsten und auch am sichersten: erstens kann Jesus in event. Krümelchen nicht zu Boden fallen, und zweitens ist auch ein Missbrauch von vornherein unmöglich. Ich erinnere mich noch gut, als vor vielen Jahren im Wiener Stephansdom der Priester plötzlich "sofort essen" brüllte(!) als er bemerkte, wie jemand die geweihte Hostie in die Manteltasche steckte und ging ...


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 Vox coelestis 12. Mai 2020 
 

Kommunionempfang

Der Empfang der hl. Kommunion ist nicht eine Frage der Form, sondern des Glaubens und der Ehrfurcht.
Ich empfehle jedem eindringlich, bei kathpedia die Artikel zum Thema Handkommunion bzw. Mundkommunion zu lesen. Da gehen einem die Augen auf und man erkennt eindeutig die offizielle Linie der Kirche/der Päpste und damit auch den Willen Gottes.

Übrigens: Wer passt denn heutzutage beim Empfang der Handkommunion noch "peinlich" darauf auf, dass keine Krümelchen zu Boden fallen wie in der Urkirche??


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 Gandalf 12. Mai 2020 

Finis!

Bitte hier ab sofort zu diesem Artikel, wer noch Fragen hat, bitte wendet euch an kath.net, nur layout-diskussionen ab sofort nicht mehr hier. Danke


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 Montfort 12. Mai 2020 

Da fehlt eine Zeitangabe im Artikel:

"So blieb es, bis um die Mitte im Anschluss..."

Soll wohl heißen:
"So blieb es, bis um die Mitte DES 17. JAHRHUNDERTS im Anschluss..."


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 SCHLEGL 12. Mai 2020 
 

Ergänzung

Als Ergänzung zu meinem Kommentar von heute Morgen erreicht mich die Mitteilung, dass die griechisch katholischen Ukrainer in Österreich während der Zeit der Coronainfektion dazu übergehen, die heilige Kommunion nur unter der Gestalt des eucharistischen Brotes auf die rechte Handfläche zu spenden, wie es der heilige Kyrill von Jerusalem in seinen mystagogischen Katechesen beschrieben hat. Als einzige orientalische Kirche haben die Assyrer (früher Nestorianer genannt) diesen Brauch immer beibehalten!
Der Artikel von Kardinal Brandmüller beschreibt großartig die Geschichte des Kommunionsempfangs, ohne ideologische Verengungen. Es kommt auf die INNERE Haltung der Anbetung des Herrenleibes an,nicht so sehr auf die äußere Form. Auch der griechisch-orth.Metropolit von Wien möchte nach Aussage des ukrainischen Pfarrers in der Zeit der Pandemie die Eucharistie unter einer Gestalt auf die rechte Handfläche spenden, wie es auch schon der orth. Metropolit Epiphanios,in Kiew getan hat.


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 borromeo 12. Mai 2020 

@Philipp Neri

Das Forum ist ja irgenwann mangels Interesse und Nutzung eingeschlafen.

Aber wie hier bei einem aktuellen Anlaß wäre völlig ausreichend, das Thema (in diesem Fall das neue Layout) in einem kurzen Artikel vorzustellen und dann darunter die entsprechenden Leserkommentare zu sammeln, wie bei jedem anderen Artikel auch. Das reicht meiner Ansicht nach völlig. Aber die Redaktion von kath.net wird schon geeignete Wege finden, da bin ich sicher :-)


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 hape 12. Mai 2020 

Glückwunsch!

Schönes neues Layout!

Schade aber, dass durch die Diskussion darüber der wichtige Artikel von Walter Kardinal Brandmüller etwas in den Hintergrund tritt.


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 Einsiedlerin 12. Mai 2020 
 

Ein sehr interessanter Artikel

Danke für diesen aufschlussreichen Artikel! Da ist so viel Wissenswertes, dass ich mir bestimmt nicht mehr anmaßen möchte, welche DIE beste und reinste Form der Kommunionspendung ist. Ja, es kommt immer auf die Herzensreinheit und Sehnsucht nach dem Herrn an. Nicht jeder kann oder will mit seiner äußeren Haltung seine innere bezeugen.


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 Philipp Neri 12. Mai 2020 

Fragen:

- Was ist mit dem Archiv und der Suchfunktion?
- Kann man nachträglich jetzt seinen Kommentar noch einmal verändern, wegen Rechtschreibfehler o.ä.?
- Es wäree doch besser, wenn wieder das Datum und die Uhrzeit der Artikelhineinstellung dort stehen würde. Zum Aufsuchen wesentlich schöner, nicht wahr.
- Die verbleibenden Buchstaben werden beim Kommentar nicht mehr angezeigt - oder kann man nun ganze Romane schreiben?
- Die Texte an den Seiten sind zu schmal und somit nicht mehr gut lesbar.
- Bitte versteht das als positive Kritik, denn Kinderkrankheiten sind ja immer bei Umstellungen vorhanden.
Kritik wolltet Ihr ja hier sehen, nicht wahr?

www.tagesschau.de/ausland/corona-italien-kliniken-101.html


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 Gandalf 12. Mai 2020 

Mobile version kommt noch!

Bitte noch um etwas Geduld.. das ganze ist ein so eine Mammutaufgabe, kann sich kaum wer vorstellen


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 Philipp Neri 12. Mai 2020 

@borremeo

Wie früher im Forum!


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 Philipp Neri 12. Mai 2020 

Neues Layout!

Kommentare sind gut zu lesen, aber der eigentliche Text des Artikels ist so auf dem Handy (senkrechten Format) viel zu klein. Das Handy muss ich dann jedesmal drehen auf Breitformat. Dann geht es!
Aber das ist natürlich sehr umständlich!


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 Montfort 12. Mai 2020 

Hm, habe jetzt mit verschiedenen EInstellungen versucht...

Wenn ich die Seite in ihrer gesamten Breite sehen will (alle Spalten etc.), dann ist der Text so klein, dass ich Mühe habe, ihn zu lesen und fast am Bildschirm kleben muss...

Oje, vielleicht werde ich langsam zu alt für solches Layout...


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 ottokar 12. Mai 2020 
 

Dieser Artikel gibt zum Nachdenken Anlass

Wo auch immer ich an einem Sonntag die Hlg.Messe besuche, in D,CH oder A,immer gehen fast sämtliche Kirchenbesucher zur Kommunion.Müssen sich die wenigen, welche auf ihren Plätzen bleiben nun als besonders schwere Sünder betrachten oder sind es Protestanten ? Zu den offiziellen Beichtzeiten finden sich in der Regel nur wenige Gläubige ein. Man muss daher davon ausgehen, dass ein Sündenbekenntnis mit priesterlichem Sündennachlass für viele keine Voraussetzung mehr zum Empfang des Sakramentes ist. Kürzlich hatten wir im Familienkreis eine Diskussion über das regelmässige Beichten und bei fast allen Anwesenden, praktizierende Katholiken, lag die letzte Beichte mehr als 10 Jahre zurück.Es fiel eine Bemerkung , die erklären sollte, weshalb der Diskutant nicht mehr zur Beichte ging: Spricht der Priester nicht zum Messbeginn die Segensformel: " Der allmächtige Gott erbarme sich unser, er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben, Amen". Für manche scheint das zu genügen.


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 Montfort 12. Mai 2020 

Statt "Daumen rauf" und "Daumen runter" wären mir "weniger kategorisch urteilende" Symbole viel lieb

z.B. Stern und Fragezeichen - oder gleich eine Zustimmungsleiste, die Differenzierung erlaubt.

Nur eine Anregung - mit Gruß an die Redaktion!


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 Montfort 12. Mai 2020 

Oh, "neue Normalität" auch bei kath-net! Ein schönes Layout, eine neue Übersicht.

Mein Problem - was wohl am Alter liegt: der Text ist jetzt in eine breitere Spalte gesetzt, nicht mehr in einer schmalen Spalte schnell "überfliegbar", was für mich das Lesen schwerer macht. Wenn ich den Text schmäler bekommen will, wird er fuzelig klein - ob nicht schmälere Spalten das Lesen doch erleichtern?

Aber zum ARTIKEL von Kardinal Brandmüller: Ein hochaktueller historischer Überblick, vielen Dank!

Wesentlich der letzte Absatz, der ein geistliches Plädoyer enthält:

"Es ist also auch die Form der Kommunionspendung unter diesen Gesichtspunkten zu betrachten. Dann aber wird klar, dass es nicht auf die Form ankommt, sondern auf die gläubige, ehrfurchtsvolle Art und Weise, mit der das Sakrament gespendet und empfangen wird. Es möge also endlich der jahrzehntealte Streit darüber begraben und das Augenmerk auf die Haltung des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe gerichtet werden, in welcher wir – Spender oder Empfänger – dem „Geheimnis des Glaubens“ begegnen."

Deo gratias!


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 Gandalf 12. Mai 2020 

@borromeo

Kommt vielleicht noch, heute hier natürlich nur Notlösungs für erste Fragen usw..


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 borromeo 12. Mai 2020 

@Gandalf

Mobile Version wäre ausreichend.

Vorschlag: Vielleicht könnte für den Meinungsaustausch zum neuen Layout ein eigener Bereich aufgemacht werden? Dann müßte das nicht unter einem inhaltlich guten Artikel wie dem von Kardinal Brandmüller themenfremd diskutiert werden.


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 Gandalf 12. Mai 2020 

@ottokar

unter der headline zu finden!


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 ottokar 12. Mai 2020 
 

Finde leider keinen Hinweis zum Ausdrucken. Bitte um Hilfer.


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 la gioia 12. Mai 2020 
 

@Gandalf
Mobile Version reicht mir.


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 Gandalf 12. Mai 2020 

FRAGE an euch: mobile version und/oder APP?

KURZ ZUR INFO: Mobile Version kommt auch in einigen Tagen... wir haben auch die APP-Option. Wer von euch würde dies denn nützen? Oder genügt eine mobile Version? DANKE für eine Feedback..


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 Gandalf 12. Mai 2020 

@Zeitzeuge!

Die Redaktion hat hier aber keine 24-stunden-betreuung für die Kommentare, daher dürfen hier alle mitdenken und mitreden. Wer das aber missbraucht, fliegt raus. Ganz einfache Regel. Und VIP-USER usw. sind ohnedies SAVE...


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 Zeitzeuge 12. Mai 2020 
 

Lieber Gandalf,

natürlich ist das neue Outfit gewöhnungsbedürftig.


Maßstab für eine Entfernung von Kommentaren

sollten klare Verstöße (Häresien, Zweifel)

gegen die verbindliche, kath. Glaubens-

und Sittenlehre sein, nicht aber subjektive

Aversionen gegen User/innen.

Wenn hier z.B. unter dem Artikel "Ich vermisse

meine Kirche..." das Dogma von der Immortalität

der menschlichen Seele geleugnet wird und damit

implizit weitere Dogmen, sollte die Redaktion

sofort eingreifen, unter dieser Voraussetzung

neige ich zu der von unserem werten "Diaspora-

katholik" soeben hier vertretenden Meinung.


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 Gandalf 12. Mai 2020 

@Diasporakatholik

Warum? Ihr könnt mitreden, wer das aber missbraucht, der wird auch gesperrt.... dh. derzeit noch nicht scharf, diese Funktion...


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 Diasporakatholik 12. Mai 2020 
 

Hm, ich halte die Regelung, einen Kommentar ganz aus dem Forum rauszuwerfen, wenn ihn nur genügend Leser negativ bewerten, für nicht unproblematisch.
Das Entfernen und somit die Netzhygiene sollte einzig das Privileg und die Verantwortung der Redaktion von kath.net sein.

Sonst könnten sich hier ggf. best. Gruppen zusammentun, um ihnen missliebige Meinungen massiv negativ zu bewerten und ihnen genehme Meinungen zu fördern und zu pushen.

Das dürfte sich auf Dauer nicht günstig auf das Diskussionsklima und die freie Rede- und Meinungsäußerung auswirken.

Mal sehen, ob ich da noch weiter mitmache.


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 Gandalf 12. Mai 2020 

NEU ist bei den Kommentaren!

Alle können ab sofort Postings hier bewerten, gut oder schlecht. ab einer gewissen Anzahl von negativen Bewertung fliegen Postings hier wieder raus. Achtung. SAVE davon sind aber VIP-USER usw.. dh. Leute, die wir kennen oder die sich bewährt haben. Leute, die aber nur negativ bewerten, fliegen auch raus ;-)


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 Gandalf 12. Mai 2020 

Willkommen bei kath.net NEU!

Ab heute!
Bitte noch um etwas Geduld am Anfang, es könnten noch ein paar Kinderkrankheiten vorhanden sein, die wir aber schnell lösen wollen!


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