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Für Limburger Bischof ist Corona-Krise 'Glücksfall der Geschichte'

13. April 2020 in Deutschland, 27 Lesermeinungen
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Die Krise, so schlimm sie auch sei, habe laut Bätzing viel Gutes hervorgebracht. "So viel Freundlichkeit und Humor habe ich selten erlebt" - UPDATE: Predigt in voller Länge


Limburg (kath.net)
Die Corona-Krise kann nach Überzeugung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, zum „Glücksfall der Geschichte“ werden. Das sagte der Bischof am Sonntag in einer Ostermesse im Limburger Dom, wie der "Focus" berichtet. "Niemand, kein Volk, kein Land, keine Wirtschaft ist eine Insel. Alles hängt mit allem zusammen“, meinte Bätzing. Die Krise, so schlimm sie auch sei, habe laut Bätzing viel Gutes hervorgebracht. „So viel Freundlichkeit und Humor habe ich selten erlebt“, meinte der der neue DBK-Vorsitzende.

UPDATE - kath.net dokumentiert die ganze Predigt von Bischof Bätzing, da sie von manchen Medien verkürzend dargestellt worden war:

Limburg (kath.net/DBK) Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

so verschieden kann man nachzeichnen, was unbeschreiblich ist: die Auferstehung. Gestern in der Osternacht beim Evangelisten Matthäus (28,1–10) kam es mir vor wie der brausende Schluss einer großen Symphonie. Erdbeben, Blitz und ein Engel, der den gewaltigen Stein vom Grab wegwälzt; ein ganzes himmlisches Szenario wird aufgeboten, um deutlich zu machen: Hier habt ihr es mit Gott zu tun. Kein anderer steckt dahinter. Es ist völlig eindeutig: Christus ist von den Toten auferstanden. Darauf kann man nur mit Staunen, Furcht und großer Freude reagieren. Und wenn Gott sich offenbart im Auferstandenen, dann können Menschen nur auf die Knie gehen, wie man es damals für gewöhnlich tat: Sie warfen sich nieder und umfassten und küssten seine Füße. Für Zweifel bleibt kein Platz.

Ganz anders gerade eben. Die Ostererzählung bei Johannes (20,1–18) gleicht musikalisch eher einer Fuge. Die Stimmen setzen einzeln ein, Personen und ihre Erfahrungen sind wichtig. Sie laufen und entwickeln sich, mal treffen sie harmonisch aufeinander, mal ist einer hinten dran. Ein Suchen und Finden und wieder neu und intensiver Verstehen. Es ist nicht zu fassen. Mal gewiss und dann wieder zweifelnd ringen die Osterzeugen. Eindeutig ist da gar nichts. Erst als Maria am Grab ausharrt in aller Ungewissheit, da gibt sich ihr der lebendige Jesus zu erkennen. In der Behutsamkeit dieser Begegnung zwischen Jesus und Maria von Magdala bleibt die Diskretion gewahrt. Gott ist nicht zu fassen. Nähe durch Abstand. Das, was wir in diesen Wochen üben (müssen), das ist grundlegend wichtig für gelingende Beziehungen überhaupt, auch die zwischen uns und unserem Gott. Ganz nah und doch ganz anders, ganz frei. Er gibt uns großzügig alles in seiner Schöpfung, hat uns vor allem mit Freiheit begabt. Doch er selbst ist kein „Ding“ dieser Welt, er ist unendlich größer – so weit, dass man wie viele heute durchaus der Meinung sein kann, er sei abwesend. Das muss beileibe kein Unglaube sein. Denn tiefgläubige Menschen haben Gott als unerreichbar erfahren und diese Not ausgehalten; zuletzt Mutter Teresa von Kalkutta, der es jahrzehntelang so erging. Ja, Maria, du hast es mit Gott zu tun. Der Auferstandene ist bei dir und für dich da, aber durch die Erfahrung des Todes radikal verändert. Er ist nah, doch nicht zu fassen. Auch nach Ostern bedeutet Glauben nicht eindeutig wissen, wie man um das Ergebnis einer mathematischen Gleichung „weiߓ, sondern Entdecken im beständigen Suchen.

Liebe Schwestern und Brüder, der tschechische Priester und Religionsphilosoph TomᚠHalík (*1948) hat jüngst in einem Essay (Auf dem Weg in die Tiefe, Christ & Welt, 2. April 2020, 4–5) zu deuten versucht, wie wir angesichts der Corona-Krise die Sprache Gottes in den Ereignissen unserer Welt verstehen lernen. Und zwar nicht im Sinne der Unheilspropheten, die Angst verbreiten und aus der Situation religiöses Kapital schlagen wollen, sondern lernbereit und lernbegierig für die nahe Zukunft als Kirche an der Seite der Menschen. „Vielleicht“, so schlägt er vor, „zeigt diese Zeit der leeren Kirchen den Kirchen symbolisch ihre verborgene Leere und eine mögliche Zukunft auf, die eintreten könnte, wenn die Kirchen nicht ernsthaft versuchen, der Welt eine ganz andere Gestalt des Christentums zu präsentieren. Zu sehr waren wir darauf bedacht, dass die ‚Welt‘ (die anderen) umkehren müssen, als dass wir an unsere eigene ‚Umkehr‘ gedacht hätten – nicht nur an eine ‚Verbesserung‘, sondern an die Wende vom statischen ‚Christsein‘ zum dynamischen ‚Christwerden‘“. Halík sieht uns in Zukunft als suchende Menschen an der Seite der vielen Suchenden in unserer Zeit. Weg von den sicheren Gewissheiten geht der Fingerzeig des Auferstandenen und hin in die weite Welt der unruhig Bewegten, mit denen uns viel mehr verbindet als wir womöglich wahrhaben wollen. Dies ist das „Galiläa von heute“, wohin uns der auferstandene Herr vorausgeht und wohin wir gehen sollen, um den Gott zu suchen, der durch den Tod hindurchging. Ja, wenn Gott nah und nicht zu fassen ist, dann will er gesucht werden. Für diese aufrüttelnde Prognose bin ich dankbar.

Übrigens war die Prognose am ersten Ostertag denkbar schlecht. Nichts deutete auf eine hoffnungsvolle Wende im tragischen Schicksal des jungen Rabbi hin, außer vielleicht seine unverstanden gebliebenen Andeutungen zu Lebzeiten, er werde nach drei Tagen auferstehen. Man hatte Jesus verhaftet, vor Gericht gestellt und wegen Gotteslästerung zum Tod verurteilt. Mit seinem Kreuzestod waren auch alle Zukunftspläne derer zunichte gemacht, die ihm als Jünger und Jüngerinnen gefolgt waren – und die dafür viel aufs Spiel gesetzt hatten. Was blieb anderes übrig, als nun mit dem Gekreuzigten todtraurig zugleich die eigenen Hoffnungen würdevoll zu bestatten. Darauf waren Maria und die anderen eingestellt – ganz gewiss nicht darauf, mit einem lebendigen Jesus konfrontiert zu werden, mit einem, der deutlich erkennbar als der Gekreuzigte aus der Zukunft Gottes zu ihnen kam, mit ihnen sprach und ihnen Aufträge gab. Völlig unerwartet wurde dieser Ostermorgen zu einem Moment in der Geschichte, in dem die Zukunft ihre Richtung änderte – ja, ich bin überzeugt, dieser Morgen ist unter allen historischen Wendepunkten der bedeutsamste, der Glücksfall der Geschichte schlechthin.

Gerade jetzt erleben wir wieder einen historischen Moment. Die Welt, wie wir sie kannten, löst sich gerade auf (Matthias Horx). Die Zukunft, die sehr anders sein wird, als wir gedacht haben, erschließt sich noch nicht. Prognosen verheißen keinen einfachen Weg – eher lange und belastende Jahre, die nur im gemeinsamen Schulterschluss aller in Europa und weltweit so gemeistert werden können, dass sie die Ungleichheit und Ungerechtigkeit in den Lebensverhältnissen der Menschen dieser Erde nicht noch vergrößern. Das wird uns viel kosten und mit Einbußen unseres Wohlstands verbunden sein. Aber ich bin überzeugt: Wenn wir durch Corona so eng und schicksalhaft zusammengerückt wurden, wie es alle planbare Globalisierung nicht annähernd vermocht hat, dann tragen wir auch Verantwortung füreinander und vor allem für die Schwachen, die Armen und besonders hart betroffenen Regionen. Jetzt sind wir einander nah in der Krise. Wir haben es in der Hand, ob wir diese geschenkte Nähe festigen und zusammenrücken oder wieder auseinanderdriften. Hoffentlich lehrt uns die Krise, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind. Niemand, kein Volk, kein Land, keine Wirtschaft ist eine Insel. Alles hängt mit allem zusammen. Wenn es gelingt, die besten Kräfte und die mutigsten Ideen aller ins Spiel zu bringen, und wenn wir zu einem erheblichen, auch persönlich spürbaren Opfer und Einsatz von Mitteln und Instrumenten aus allen gesellschaftlichen Bereichen bereit sind, dann kann auch diese Krise zum Glücksfall der Geschichte werden. Wie sehr muss uns Christinnen und Christen das am Herzen liegen.

Es muss kein Traum bleiben, der bald zerplatzt, wenn wir uns nur die Aufmerksamkeit dafür bewahren, was uns selber in diesen anstrengenden Wochen stärkt: So viel Freundlichkeit und Humor habe ich selten erlebt; klar, auch die Anspannung nimmt zu und Konflikte entladen sich. Mit so vielen bisher Unbekannten habe ich nie zuvor unterwegs gesprochen. Selten nehmen andere meine guten Wünsche und Aufmerksamkeiten so gern an – und danken sie mir mit tollen Ideen. Wir nutzen die digitale Technik, um gut in Verbindung zu bleiben. Oft und lange wird telefoniert, kaum eine Nachricht ignoriert, selten jemand zappeln lassen, der eine Frage stellt. Ist das nicht schon der Anfang einer neuen Kultur von Achtsamkeit und Verbundenheit? Das ist alles nicht selbstverständlich, ganz und gar nicht. Da prägt sich aus, was unsere Zukunft ausmachen und zum Guten verändern kann.

Allen, die daran mitwirken wollen, widmen wir jetzt ein besonderes Osterlied. Kein geschmettertes Halleluja, viel leiser und behutsam wie das österliche Suchen nach dem Auferstandenen. Es will die gläubige Gewissheit stärken, dass ER da ist – besser noch, dass der Herr selber zu uns spricht und sagt: ICH BIN DA! Ein frohes und gesegnetes Osterfest Ihnen allen!


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Lesermeinungen

 Aschermittwoch 15. April 2020 
 

Wenn man solche Präsidenten hat....

Dieser Bischof ist kein Glücksfall sondern eine Strafe für die Deutsche Bischofskonferenz. Sie hat ihn zu ihrem Sprecher erwählt und muss nun zusehen wie er ihr Ansehen zu nichte macht.


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 proelio 15. April 2020 
 

Nach Golde drängt, am Golde hängt. Doch alles!

Gehälter zwischen 9.000,- und 12.000,-€ plus Dienstwagen reichen vollkommen aus, um die deutschen Bischöfe auf der Zeitgeistlinie zu halten und sie von der Glaubensverkündigung abzuhalten. Natürlich sind die Herren clever genug, den Katholiken mal was Katholisches zu sagen und den Andersgläubigen eben etwas Tolerantes. Hauptsache das (Geld-)System wird nicht infrage gestellt.
Insofern könnte "Corona" wirklich zum Glücksfall werden: die Wirtschaft bricht ein und dann auch das (Geld-)System.
Und wie stehen dann unsere Bischöfe da:
kein Geld, kein Glaube...
Beten wir für sie!!!


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 proelio 14. April 2020 
 

@girsberg74 Erst lesen, dann urteilen!

https://www.bild.de/regional/koeln/koeln-aktuell/rainer-maria-kardinal-woelki-macht-in-bild-zu-ostern-mut-69979446.bild.html
Bitte machen Sie sich wenigstens mal die Mühe und lesen Sie die sog. Osteransprache des Kardinals zu den Bild-Leser*innen. Ich persönlich finde diese Ansprache nicht nur inhaltlich außerordentlich schwach, ich frage mich vor allem, warum sich der Kardinal überhaupt an Ostern an ein solches antikatholisches Schundblatt wendet. Diese Blatt hat Kardinal Pell auch nach seiner endgültigen Freisprechung als "Skandal-Bischof" betitelt und ihn bereits vorher auf übelste Weise diffamiert. Da hieß es bereits, "Pell habe Blut an den Händen." Das müsste eigentlich auch ein Kölner Kardinal verstehen! Und man muss auch nicht alles nachmachen, was ein gewisser Bischof von Rom so den ganzen Tag veranstaltet (Scalfari-Interviews, TV-Sendung an Karfreitag anrufen etc.).


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 Hadrianus Antonius 14. April 2020 
 

@Alpenglühen

Hochgeehrter @Alpenglühen, erlauben Sie daß ich Sie etwas korrigiere: B. Bätzing hat Kard. Marx nicht "überboten" sondern "noch unterboten".
Das Niveau geht dort nämlich nur nach unten :-)
Tonika: wenn es nichts mehr in den Läden gibt wegen der Hamsterkäufe, können wir immer noch hoffen auf etwas Suppe bei Kard. Marx, der vor einigen Jahren noch bis zum Ende den Weltbildkatalog mit dem "Suppenma(r)XX" verteidigte (eine Art von mittelgroßen Gulaschkanone auf Rädern und mit einem Feuerchen dazwischen) ;-)


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 SalvatoreMio 14. April 2020 
 

Auch nach Ostern bedeute Glaube nicht Wissen, so Bätzing.

@stephanus 2: Danke für Ihr Glaubenszeugnis! Mancher Bischof, der jetzt schreibt oder Interviews gibt, vermag uns mit Glaubensgewissheit nicht mehr zu nähren! Aber mit Ihnen, stephanus2, bin auch ich mir sicher: "Die Apostel, erfüllt mit dem GEIST DER WAHRHEIT, waren keine Träumer und Spinner, sondern wussten, Christus ist wahrhaft auferstanden! Wir müssen ihn verkünden.


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 girsberg74 14. April 2020 
 

Doch!

@proelio „Woelki war leider auch nicht besser!“

Aus Gedanken des Vortages und den ersten beim Erwachen, widerspreche ich Ihnen. Ich finde, dass Sie Rainer Kardinal Woelki unter Wert gesetzt haben.

Es ist nicht so, dass ich Woelki nicht auch schon kritisiert hätte, etwa in politischen Fragen (Migrantenströme), wo ich Abwägungen treffe gegen ethische Forderungen, die als unbedingt daherkommen.

Den Artikel in Bild kenne ich nicht, erhalte von solchen aus solchen Blättern nur Wind aus zweiter Hand. Ich habe aber alle Gottesdienstübertragungen des Triduums gesehen, die Woelki gefeiert hat.

Rainer Kardinal Woelki ist durch und durch authentisch, völlig uneitel, ohne Falsch. - Vielleicht, dass ich an seiner Stelle den einen oder anderen Satz gelassen hätte, weil das zuvor Gesagte schon voll verständlich war und die Gefahr besteht, dass man sich verausgabt (auszieht) und dadurch verletzlich wird.

Nichts für ungut!


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 Tonika 14. April 2020 
 

Bätzing im Elfenbeinturm bekommt von rücksichtslosen Hamsterkäufe nichts mit . Peinlich!

„Ältere und kranke Menschen leiden derzeit besonders unter den Panikkäufen der anderen. Und auch frischgebackene Mütter sind betroffen. Seit  Ausbruch des Coronavirus  kaufen viele Menschen leider lebenswichtige Dinge in Massen ein, „hamstern“ sie sozusagen. Was Mamas wegen der Hamsterkäufe schon erlebt haben, lest ihr hier:

"Welche Ausmaße das hat, beschreibt Megan L. Hamilton, eine Mutter aus Australien, nun auf Facebook. Sie sei in einer Apotheke gewesen, als ein älterer Mann vor ihr fast zu weinen begann, während er Münzen für das Toilettenpapier zählte. Sie bot ihm an, dieses zu zahlen, und kam so mit dem Mann ins Gespräch. Er sagte ihr, dass er schon den ganzen Tag mit dem Bus unterwegs sei, um irgendwo Klopapier zu finden, das er sich zum einen leisten und zum anderen tragen könne."


https://www.echtemamas.de/egoistisch-hamsterkauefe/


https://i.dailymail.co.uk/1s/2020/03/20/09/26198680-0-image-a-29_1584697763240.jpg


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 Tonika 14. April 2020 
 

Bätzing scheint es egal zu sein, dass Gottesdienste verboten und Kirchen geschlossen wurden.

"Frage: Kann man zu Ostern noch ein größeres kirchliches Eigentor schießen?"

Wenn man ein Mietling ist, kann einem doch egal sein, ob man der Kirche mit dummes, sinnloses Geschwätz
SCHADET oder nicht. Vielleicht ist dieses dämliche Verhalten von manchen Bischöfen gewollt u. gezielt, damit die kath. Kirche vollends ins Abseits geschossen wird. Es ist halt Fakt, die Kirche ist voll von internen Feinden u. Wölfe, die nur ihre Zerstörung im Sinn haben. Was PF zu sagen hat, war auch mehr als dürftig. Er spricht nicht von Umkehr zu Gott, dem Evangelium, sondern er redet lieber über seine Lieblingsthemen, über Politik, über Häftlinge, die er gerne als Opfer darstellt. Ich habe bereits mehrfach geschrieben, dass ein Großteil der Hierarchie vom Glauben abgefallen ist. Daher kommen die führenden Hirten selbst in der Krise nicht zur Besinnung und sind weiterhin auf dem Holzweg. Nicht einmal zur Ostern und in der Krise können Papst und Bischöfe Christus voller Inbrunst der Welt verkünden.


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 Salvian 13. April 2020 

Heillose Salbadereien

Der DBK-Vorsitzende scheint, folgt man seiner Osterpredigt, den modischen Verschwörungstheorien zu folgen, die in der "Corona-Krise" ein Vehikel zur Durchsetzung einer Neuen Weltordnung sehen. Nur dass er sich von dieser Aussicht, anders als die Verschwörungstheoretiker, ganz begeistert zeigt. Selbst vor der Anrufung eines so dubiosen "Zukunftsforschers" wie M. Horx als Autorität schreckt er nicht zurück.

Früher zeichneten sich katholische Bischöfe durch große Menschenkenntnis aus, wohl nicht zuletzt infolge ihrer Erfahrungen als Beichtväter. Damit scheint es gründlich vorbei zu sein. Statt dessen gefallen sich manche von ihnen heute als Wegbereiter für eine rosarote Zukunft der Menschheit, die von sozialistischen Utopien oder New-Age-Träumereien nicht mehr zu unterscheiden ist.


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 stephanus2 13. April 2020 
 

Gott ist also..

...abwesend, unerreichbar und nicht zu fassen ?Herr Bätzing, wie konnten Sie Bischof werden ? Was ist mit Jesus, dem Gottessohn (er nennt ihn "den jungen Rabbi"), gegenwärtig in allen Tabernakeln der Erde ? In der gespendeten Eucharistie ? Unter uns, wenn zwei oder drei in Seinem namen zusammen sind ? Bei uns bis als Ende der Welt ? Und natürlich soll die neue Kirche eine "Suchende" sein, Seite an Seite mit der Welt..Diese kranken neutheologischen Sprechblasen, die die Wurzeln des katholischen Glaubens ständig und tief unterhöhlen und verletzen, ich habe sie so satt, und manchmal schlagen sie mir richtig aufs Gemüt.Ich weiß, am besten hilft Beten, dass diese Irregeleiteten nicht verloren gehen. Aber manchmal, so wie grade, möchte ich einfach nur "meckern"...- Auch nach Ostern bedeute Glaube nicht Wissen, so Bätzing.Doch, zu denen der Auferstandene sprach, die w u s s t e n und ganz besonders nochmal nach Pfingsten, als die Apostel vom Hl. Geist mit W a h r h e i t erfüllt wurden !!


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 Eselchen 13. April 2020 
 

Geschmacklos

leider weiß man nicht, woher HH Bischof Georg solche Ansichten nimmt. Wahrscheinlich ist er zu oft mit den Mächtigen zusammen. Das Leid der Kleinen findet er letztlich nützlich oder gar erbaulich. Man muß sich nur in die Not und das Leid der Angehörigen versetzen, denen auch noch ein ordentliches Sterbeamt von der Mutter Kirche verwehrt wird. Die Kirche macht ihren Job nicht und verhöhnt auch noch die Gläubigen. Einfach nur Pietätlos und schlechter Geschmack. Ich bete darum, dass uns solche Glücksfälle künftig erspart bleiben, Hochwürdigster. Heilige Maria Mutter Gottes OPN


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 edih 13. April 2020 
 

Man braucht sich nicht wundern.....

wenn diesen Bischöfen KEINER mehr zuhört.


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 agora 13. April 2020 
 

Dumm und zynisch

Bätzing ist ein Unglücksfall im Bischofsamt und auch als Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz.


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 Seeker2000 13. April 2020 
 

Leiden oder Genuss an Realitätsverlust?

Corona als Glücksfall zu bezeichnen, kann wirklich nur einer von sich geben, der die Realität nicht mitbekommen will oder kann. Zeitunglesen und vor die Türe gehen würde die Realtiät näher bringen. Neben so "dramatischen" Situation, wie, dass Konzerte (auch in Kirchen) ausfallen, ein Baumarkt oder ein Casino geschlossen sind, gibt es "Unbedeutendes" wie Kurzarbeit, Jobverlust, reihenweise Insolvenzen, Krankheit, Tod, Einsamkeit, Zunahme an psychischen Krankheiten und natür noch soetwas "ganz ganz Unbedeutendes für Christen" wie verschlossene Kirchen, Gottesdienstverbote, alleine gelassene Gläubige und betende Menschen, die durch den Staat auseinandergetrieben und mit Strafen belegt werden. Gemeinsames Gebet in einer Kirche ist strabar, mit Fremden auf der Parkbank zu plaudern, nicht! Dass man das in 2020 mit Zustimmmung der Bischöfe erlebt, das glaubt einem später sicher niemand mehr.
Ja, Corona schein wirklich ein Glücksfall zu sein, dass es diese Chance des Miterlebens bietet ...


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 SalvatoreMio 13. April 2020 
 

Mein Problem derzeit -

Dieses Leiden, dass die Lunge angreift, trifft viele Leute schwer.Trotzdem wage ich zu erinnern an Zeiten wie 30jähriger Krieg, Spanische Grippe, 2 Weltkriege usw., die weitaus furchtbarer waren. (Nach dem 30j. Krieg entstanden die schönsten Glaubenslieder). Das Betrachten des Leidens Christi, die Gewissheit der Auferstehung, gaben Halt und Kraft!- Ich wehre mich dagegen, jetzt nur an "Corona" zu denken und davon zu reden. Wir müssen sterben, heute oder morgen, aber ich lasse mir das Recht nicht nehmen, JETZT laut Halleluja zu singen! Heute gab es bei uns hinter verschlossenen Türen eine hl. Messe. Das Orgelspiel, als wäre der Weltuntergang nah ... Was ist das für ein Ostern! Die hier genannte Predigt ist für mich nur Geschwafel.


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 girsberg74 13. April 2020 
 

Es ist alles so, wie es ist – und es ist alles wieder ganz anders

Hatte den Text heute früh übergangen weil ich den Vorsitzenden der DBK zu kennen glaubte; bin inzwischen jedoch nachdrücklich zu lesen aufgefordert worden.

Nach den beiden ersten Absätzen habe ich kein Wort weiter gelesen, kann aber, ohne weitergelesen zu haben, hinreichend urteilen; den Mann (die Person) lasse ich mal beiseite.

Die Predigt führt eine Sprache (Logik), wie ich diese von Flyern über Urlaubsorte kenne; alles balsamig und letztlich gut.

In der Folge: Um gesellschaftliche Anerkennung zu erringen, rate ich dringend davon ab, den Posten des Vorsitzenden der DBK zu suchen; der war seit (nach) Höffner schon nicht mehr anständig besetzt - bezüglich katholischer Lehre und Identität.


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 Lilia 13. April 2020 
 

Das Gros der Bischöfe scheint in einem Elfenbeinturm zu leben,

jedenfalls weit weg von den Sorgen und Problemen der Menschen - sonst würden sie nicht so leichtfertig daherschwatzen.
Ihre Anteilnahme nimmt man Ihnen auch kaum ab, weil sie nicht wissen was es heißt, in Existenznöte zu geraten und um den Arbeitsplatz und den Unterhalt der Familie bangen zu müssen.
Nur wer seine Schäfchen im Trockenen hat, kann diese Krise "mit Humor" sehen und sich den Ernst der Lage schönreden.


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 Alpenglühen 13. April 2020 

Corona Virus „Glücksfall“ der Geschichte???

Nachdem Kard. Marx erklärte, für die Wahl des Vorsitzenden der DBK nicht mehr zur Verfügung zu stehen, kam mir der Gedanke: „Endlich. Schlimmer kann’s nicht unbedingt werden.“ Bf. Bode hat ja ebenfalls den Verzicht erklärt. Bf. Bätzing zeigt jedoch: er ist in der Lage, Kard. Marx zu überbieten u. immer weiter „noch eins draufzusetzen“.
Das BVerfG hat zwar die Eilanträge gegen das GD-Verbot abgelehnt. Hat aber, im Gegensatz zu manchem Oberhirten, auch klar einen "überaus schwerwiegenden Eingriff in die Glaubensfreiheit" festgestellt u. anerkannt. Das Verbot müsse daher bei jeder Verlängerung der zunächst bis 19. April befristeten Verordnung streng darauf geprüft werden, ob eine Lockerung unter Auflagen möglich ist.
Hoffentlich wird diese Forderung des BVerfG nicht genauso mißachtet, wie jene, die Wirksamkeit der Lebensschutzmaßnahmen (in Bezug auf Abtreibung) in regelmäßigen Abständen zu prüfen u. zu dokumentieren. Bis heute Fehlanzeige!

www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/bvg20-024.html


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 martin fohl 13. April 2020 
 

Das Kreuz und die Auferstehung

waren in Wahrheit der reinste Glücksfall der Geschichte!


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 carolus romanus 13. April 2020 

So ein Unglück!

Soviel Leiden und Leid, Todesängste, Ängste um die Zukunft.
Würde Bischof Bätzing die Patienten sehen mit Erstickungsgefühlen und Atemnot, das Sterben....

"wenn wir zu einem erheblichen, auch persönlich spürbaren Opfer und Einsatz von Mitteln und Instrumenten aus allen gesellschaftlichen Bereichen bereit sind, dann kann auch diese Krise zum Glücksfall der Geschichte werden."
Bestimmt nicht. Aber spürbare Mittel werden helfen, die sozialen Folgen zu mindern Herr Bischof. Ein guter Vorsatz, den Sie gefasst haben.


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 proelio 13. April 2020 
 

Woelki war leider auch nicht besser!

"Ostern ist ein Versprechen, dass alles gut wird." So titelte die "Bild"-Zeitung eine Ansprache, die der Kardinal eigens für dieses (Schund-)Blatt hielt. "Wir werden Corona gemeinsam besiegen," spricht der Kardinal hier weiter, ganz im Stile eines Staatsmannes, und er sieht dann auch in der Corona-Pandemie eine besondere Chance. "Nie gab es so viel Miteinander, nie so viel weltweite Solidarität unter den Menschen."
Kann mir einer sagen, was diese Herren so den ganzen Tag rauchen...?


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 Winrod 13. April 2020 
 

Sollen wir "Corona" Dank sagen,

dass es die Globalisierung vorangebracht hat?


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 wedlerg 13. April 2020 
 

@Stefan Fleischer: Ob das noch Deismus ist?

Mir kommt dieses harmlos seichte Beliebigkeitswerk von Bätzing eher vor wie das Werk eines Realitätsverweigerers, der immer noch nicht verstanden hat, dass die Schachtel mit dem bunten Papier das er anpreisen will, leer ist.

So seicht in ernsten Zeiten reden, kann man nur, wenn man nichts zu sagen hat.


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 lesa 13. April 2020 

Christus ist wirklich - gegen die "therapeutische" Betäubung

@Stefan Fleischer: Für jene, die, wie Sie, auf diese bedrohliche "therapeutische" Schlafkrankheit hinweisen wollen, zur Bestätigung und für jene, denen ein Wecker helfen kann, sei die Predigt von Pfr. Dr. Kocher empfohlen vom 22.3.2020 zum Evangelium der Heilung des Blindgeborenen.
Podcast Radio Horeb)


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 lesa 13. April 2020 

Real

Sehen wir es positiv: Ein Glücksfall, dass es hier auf kath.net auch die Predigt von Bischof Voderholzer zu lesen gab und die Ankündigung der Marienweihe in Mariazell als reales Fassen nach der rettenden Hand des Himmels in großer Not.


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 Stefan Fleischer 13. April 2020 

@ Gandalf

Je mehr unsere modernen Theologen die Welt durch die Brille des moralistisch-therapeutischen Deismus betrachten, desto mehr solche "freundlichen" Worte weden wir hzu hören bekommen.


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 Gandalf 13. April 2020 

Ein Glücksfall...

.. für die Toten, für die trauernden Familienmitglieder, für die vielen, die arbeitslos geworden sind und noch werden... für die vielen, die gerade verzweifeln... lauter Glücksfälle...
Frage: Kann man zu Ostern noch ein größeres kirchliches Eigentor schießen?


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