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Marx-Bätzing-Kurs: Neuer Rekord an Kirchenaustritten in Deutschland!

2. Juni 2020 in Deutschland, 72 Lesermeinungen
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Bischof von Limburg: 2019 so viele Kirchenaustritte wie nie zuvor. Starker Kirchensteuereinbruch für 2020 zu erwarten. Einige Bistümer können nur mehr durch "solidarische Maßnahmen" zwischen den Bistümern gerettet werden


Köln (kath.net)

Die katholische Kirche in Deutschland meldet für 2019 so viele Kirchenaustritte wie nie zuvor. Dies teilte Bischof Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, dem "Kölner Stadt-Anzeiger" mit.  "Wir wissen bereits, dass es im vorigen Jahr noch einmal einen erheblichen Anstieg gegeben hat." 2018 gab es 216.000, im bisherigen Rekordjahr 2014 circa 218.000 Austritte. Bätzing meint, dass sich die Austritte 2019 durch den wirtschaftlichen Druck im Zuge der Corona-Krise mit Sicherheit noch verstärken werden. Der Bischof rechnet mit einem "starken Einbruch" bei den der Kirchensteuer, einige Diözesen seien von Überschuldung bedroht und könnten laut Bätzing möglicherweise nur mehr durch "solidarische Maßnahmen" zwischen den Bistümern gerettet werden.



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Lesermeinungen

 Steve Acker 7. Juni 2020 
 

Rosaly-

schuld daran dass die Leut sich nicht mehr zum Arzt trauten hatten auch all die die ständig Panik geschürt haben: dazu gehören Politiker und Medien.
Ausserdem die völlig überzogene einseitige Fixierung des Gesundheitssysstems auf Corona.(auch mit von der Politik verantwortet).

Die offizielle Lesart: es wurden nur "nicht lebensnotwendige" Operationen verschoben. Ob das in der Praxis wirklich so war, da hab ich so meine Zweifel. Wo ist überhaupt die Grenze was lebensnotwendig ist? bsp; krebsvorsorgeuntersuchung: ein Krebs 2 Monate später erkannt, kann erheblich die Heilungs- und Überlebenschancen senken.

Wenn bei Ihnen die Leut händeringend aufgefordert wieder zum Arzt zu gehen, ist offensichtlich erkannt worden, dass das gehörig was schief lief.


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 Steve Acker 7. Juni 2020 
 

ich könnte mir vorstellen dass so manch einer noch Kirchenmitglied

blieb, weil ihm oder der Familie ein ordentliches Begräbnis wichtig war.
Corona hat gezeigt, dass man das auch nicht mehr erwarten kann.
Vielleicht ist das dann ein zusätzlicher Austrittskatalysator.


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 rosaly 6. Juni 2020 
 

@lakota

Bitte verzeihen Sie die Rückfrage: ja, was ist mit denen?

Wer trägt daran Schuld? Bill Gates, Merkel oder Söder?

Niemand kann dafür, wenn die Menschen so unvernünftig sind!

Bei uns wurden die Leute händeringend aufgefordert, sich mit Krankheiten in ärztliche Behandlung zu begeben. Wenn sie das nicht machen, kann man sie ja kaum gegen ihren Willen dazu zwingen.

Mir tun diese Menschen leid -

aber es handelt sich dabei definitiv nicht um die von der Userin Leibniz behaupteten Verstorbenen aufgrund von durch die Kliniken (!) abgesagten OPs.


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 lakota 6. Juni 2020 
 

@rosaly

"Wenn die Nachbarin Ihrer Freundin aus Angst nicht zum Arzt geht oder die Sepsis nicht erkennt (was auch ohne Corona vorkam), ist das tragisch, aber kein Fehler des Systems."
Und die, die aus Angst sich mit Corona anzustecken, nicht ins Krankenhaus gegangen sind? Und bei denen es jetzt um Leben ud Tod geht?


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 Aschermittwoch 6. Juni 2020 
 

Diese beiden......

Marx - Bätzing - Kurs: Das Bild kommt der Wahrheit am nächsten.


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 rosaly 5. Juni 2020 
 

@Flora

Sorry, auch ich arbeite in diesem Bereich.

Ja, es wurden OPs verschoben, aber eben solche, die relativ problemlos verschoben werden können. Ich mache keine Stimmubg, ich versuche gerade zu verhindern, dass hier offenbar mit aller Gewalt Stimmung gemacht wird.

Wenn die Nachbarin Ihrer Freundin aus Angst nicht zum Arzt geht oder die Sepsis nicht erkennt (was auch ohne Corona vorkam), ist das tragisch, aber kein Fehler des Systems.

Natürlich gibt es eine Opposition im Buntestag. Sie besteht aus 4 Parteien: Grüne, Linke, FDP und AFD.

Auch wenn Sie es bedauern mögen: unser GG sieht keine Möglichkeit eines ausserparlamentarischen Untersuchungsausschuss vor. Wer sollte den denn einberufen? Wem gegenüber sollte er verantwortlich sein? Es gibt den parlamentarischen Untersuchungsausschuss oder die Möglichkeit der Organklage zum BVerfG. Das ist eigentlich auch genug der Kontrolle.


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 Flora 5. Juni 2020 
 

@Rosaly
Kennen Sie John Ioannidis?
Er ist Professor an der Stanford University und der berühmteste Gesundheitswissenschaftler der Welt. Er ist Schulmediziner. Lesen Sie, was er über das Virus schon vor Monaten sagte. Googeln Sie zusätzlich: 250 Wissenschaftler zu Corona.
Natürlich gibt es im Parlament keinen Untersuchungsausschuss. Alle, auch die AFD, haben mitgemacht.Aber in Österreich wird es einen geben.


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 Diasporakatholik 5. Juni 2020 
 

@rosaly

Sie haben recht mit Ihren kritischen Anmerkungen - ein angeblicher "APO-Untersuchungsausschuss" ist anmaßend und lächerlich.
IM Parlament möchte die AfD gerne einen solchen zu den Coronamaßnahmen einrichten - ob es dafür aber die notwendige parlamentarische Unterstützung seitens anderer Oppositionsparteien geben wird, ist sehr zweifelhaft. Zumal es bislang in der bundesdeutschen Bevölkerung einen überwältigenden Konsens über die Richtigkeit und Notwendigkeit der erlassenen Corona-Schutzmaßnahmen gibt, mithin überwiegend kein Grund für einen Untersuchungsausschuss hier gesehen wird.

Die neu gegründete Gruppe "Ärzte für Aufklärung", die vor allem aus Homöopathen, Alternativmedizinern und Gegnern der Schulmedizin besteht, stellt sich offenbar entschieden gegen die Erkenntnisse der gängigen Forschung.

Jeder auch hier im Forum muss halt letztlich selbst entscheiden, wem er Vertrauen schenken will.


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 Flora 5. Juni 2020 
 

@rosaly

Es gibt keinen Beleg für verschobene Operationen?
Fragen Sie einfach Klinikärzte.
Ich arbeite in diesem Bereich.

1,2 Millionen Operationen wurden weltweit verschoben, in Deutschland viele Krebsoperationen.
40% weniger Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten kamen in die Klinik.
Herr Spahn forderte letzte Woche die Leute auf, wieder zum Arzt zu gehen.
Die Menschen trauen sich nicht mehr in die Praxen, weil sie Angst vor Corona haben. Deshalb wäre eine Nachbarin meiner Freundin fast an einer Sepsis gestorben!
Bitte informieren Sie sich, bevor Sie selbst Stimmung machen. Einfach googeln und Zeitungen lesen. Und natürlich gibt es auch außerparlamentarische Untersuchungsausschüsse. Es gibt im deutschen Parlament derzeit keine Opposition. Haben Sie das noch gar nicht gemerkt?


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 rosaly 5. Juni 2020 
 

@Diasporakatholik

Die Behauptung der Userin Leibniz ist allein deshalb mit Vorsicht zu genießen, weil das Instrument Untersuchungsausschuss der Legislative zur Hand gegeben ist, um die Exekutive zu kontrollieren. Er ist also immer parlamentarisch. Ein ausserparlamentarischer Untersuchungsausschuss existiert nicht, wer sollte ihn denn mit welcher Befugnis einberufen?

Für die absurd hohe Zahl der angeblich verschobenen lebenswichtigen Operationen gibt es auch keinen Beleg. Wird es vermutlich auch nie geben, weil ausschließlich planbare OPs verschoben wurden.

Ich finde es schade, dass in einem katholischen Portal auf diese Weise Stimmung gemacht wird.


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 Diasporakatholik 4. Juni 2020 
 

Ein kritischer Bericht des NDR u.a. über "Ärzte für Aufklärung" hier:

Ein Auszug aus der NDR-Sendung Panorama 3 v.12.5.2020 s.u.:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Coronavirus-Die-breite-Front-der-Verharmloser,corona2936.html ]:


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 SalvatoreMio 4. Juni 2020 
 

"Kabbeln, zanken" wegen der Gründe der Kirchenaustritte

Ich denke, die meisten Gründe wurden hier bereits genannt, und sie alle zusammen werden wohl stimmen. - Was mir aber auch richtig erscheint: dass die Mehrheit der Getauften bzw. die Mehrheit der Kirchgänger von den wahrhaft ernsten Strömungen der Kirche - von ihrem durch unsere Hirten erträumten oder geplanten "Umbau" noch fast nichts wahrgenommen haben, denn sie nehmen alles so hin, wie es dargeboten und uns bereits scheibchenweise "untergejubelt" wird.


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 leibniz 4. Juni 2020 
 

Test!

Mein Schwiegersohn hat gerade die Frage von MariaMutterderKirche beantwortet, weil einige posts von mir nicht veröffentlicht wurden.


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 Uzietzschm 4. Juni 2020 
 

@MariaMutterDerKirche

Bitte schauen Sie nach "Ärzte für Aufklärung" aus Hamburg. Einer dieser Ärzte, Dr. Heiko Schöning hat einen Vortrag auf Youtube veröffentlicht, in dem er den Untersuchungsausschuss erwähnt. In Dänemark ist bereits ein Untersuchungsausschuss geplant (Quelle: Video von Raphael Bonelli - 03.06.2020)


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 Fritz Prutzer 4. Juni 2020 
 

Verlogenheit

Dieses ganze Herumgerede über die Gründe, die Gläubige veranlassen, die Kirche zu verlassen, ist im höchsten Maße verlogen. Weder Einsparung der Kirchensteuer infolge Corona noch schwindende christliche Einstellung der Leute bewegt selbige, auszutreten. Ob die Gewaltigen der beiden größeren Kirchen in Deutschland es nun wahrhaben und zugeben wollen oder nicht, der Hauptgrund für das Verlassen der Kirchen ist das unsägliche Verhalten Führungskaste und ihrer klerikalen Mitläufer. Weder kritische Katholiken noch kritische Protestanten können ohne Verlust ihrer Selbstachtung, das üble Versagen eines Kardinal Marx oder/und eines Bischofs Bedford-Strom miterleben bzw. mittragen.
Also bleibt nur die Flucht in den Formalaustritt, das Glaubensbekenntnis bleibt dabei bei den wenigsten auf der Strecke. Der Herr wird es erkennen.


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 Diasporakatholik 3. Juni 2020 
 

@Diadochus

Wenn wie Sie mir schreiben: "Jeder Kommentar hat seine Berechtigung. Jeder Kommentar spiegelt eine wertvolle Empfindung wieder.", so müssten Sie das dann fairerweise gerade eben auch auf meine Kommentare in diesem Thread
anwenden und auch mir und meinen Kommentaren zugestehen.

Tun Sie aber nicht - sie finden meine kritischen Bemerkungen vielmehr "unangebracht".

Das ist natürlich Ihr gutes Recht, Sie bewerten ja sicher meine Kommentare auch negativ, nicht wahr?

Aber das freie Wort und meine kritische Meinung insbesondere zu hier auftretenden Bischofsbashern, die pauschal und populistisch "die deutschen Bischöfe" zum hauptsächlichen bzw. gar alleinigen Sündenbock für stark gestiegene Kirchenaustritte zu machen suchen, lasse ich mir von Ihnen nicht verbieten.

Solchem offensichtlichen Mumpitz widerspreche ich, denn das ist hier immer noch ein katholisches und beispielsweise kein AfD-Forum!


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 Diadochus 3. Juni 2020 
 

@Diasporakatholik

Sie reden gegen "unangebrachte und geradezu erbärmlich-lächerliche Scharfmacherei Einzelner" das Wort. Ihr Wort finde ich unangebracht. Jeder Kommentar hat seine Berechtigung. Jeder Kommentar spiegelt eine wertvolle Empfindung wieder. Die Statistik ist ein neuer Rekord. Es ist keine Statistik wie so viele andere Statistiken auch. Sie lässt aufhorchen. Es ist spürbar, wie langsam das System am Kippen ist. Die vielen schöngefärbten frommen Worte verlieren sich in der harten Realität. Das ist keine Überbewertung. Das ist der statistische Befund.


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 lesa 3. Juni 2020 

Es fehlt an Gebet und darum am Heiligen Geist

@Ad Verbum Tuum: Zeugnis geben kann vielfältige Formen annehmen, auch ganz unscheinbare. Gerade auch, dass Gott den glimmenden Docht nicht auslöscht. Aber es geht doch auch darum, den Menschen "Auskunft zu geben nach dem grund der Hoffnung, die uns erfüllt." (Petr). "Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben." Das Wort Gottes, das in der lebendigen Überlieferung bewahrt und weitergegeben wird, wie es im Katechismus dargelegt ist, hat Antworten zu bieten auf all die großen Fragen der Menschen hinsichtlich Glaube und Lebensgestaltung. Und das müssen die Hirten wieder lehren, anstatt all der selbstgemachten Ideen - man denke nur an die Verirrung und Verführung des synodalen Weges auf dem Gebiet der Sexualmoral. Hoffentlich gibt es bald Einspruch von der Glaubenkongregation gegen die Verstöße. Mit Ihrer Schilderung liegen Sie gewiss richtig. Die Schuldfrage überlasse ich Gott. Sicher ist, dass jeder von uns viel beten muss, damit die Verantwortolichen den Hl. Geist bekommen.


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 Ad Verbum Tuum 3. Juni 2020 

Verhalten - @Diadochus

ja, das ist das Bedrückende bzgl. der Gesellschaft. An vielen Stellen ist es ja heute schon spürbar: die Spaltungen, Unversöhnlichkeiten, der Verlust des Gemeinsinns, die Fehlentwicklungen in der Auslegung der Verfassung (zuletzt bzgl. Selbstmord) - es verschwimmt alles, der Mensch ist sich nur noch selbst Gesetz, verliert jedes Gespür für die Basis der ungeschuldeten Menschenwürde. Alles wird nichtig. Eine egoistische, kalte, unbarmherzige bunte Totalitärgeseschaft mit menschengemachten Glaubenssätzen steht bereit.


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 Ad Verbum Tuum 3. Juni 2020 

@hape und @lesa

Sicher ist es jedes Christen Aufgabe Zeugnis zu geben.
Aber von was? Das Problem ist - für mich jedenfalls recht häufig - dass das was ich zum Katholizismus zu vertreten gewohnt bin, mich in Widerspruch zu vielen Bischöfen setzt, ich mich also selbst für meinen Glauben rechtfertigen muss, da er doch nicht wahr sein kann, weil die Bischöfe anderes verkünden.
Die Bischöfe müssen die Fahne hochhalten, damit die Gläubigen ihr folgen können, Evagnelisation gegen die Aussagen der Bischöfe erschwert das alles. Gläubige - z.B. auch in öffentlichen Ämtern - müssen wissen können, dass sie im Schutz der Kirche für den Katechismus eintreten können und nicht dann noch der Rigidität oder Ähnlichem verdächtigt werden.
Die Hauptschuld liegt m.E. sehr wohl bei den Bischöfen, Ihrer Nichtkontrolle der theol. Hochschulen, Ihrem allgegenwertigen politisch willfährigen Laissez-fair, Ihrem Verschweigen der wahren Lehre.
Wahr ist doch, dass die PC in der Kirche Evangelisation verhindert.


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 lesa 3. Juni 2020 

Innerkirchliche Prpaganda für den Gang in die Finsternis anstatt in das erlösende Licht

[email protected]: Die Gründe für die Kirchenaustritte sind vielschichtig. Wahrscheinlich wird erst eine noch größere, auch materielle Not als es die Corona-Krise war, eine in Sattheit und Hedonismus abgestumpften Gesellschaft mehr Menschen zur Besinnung bringen und zum Beten bewegenund damit zum ang zur Quelle des Lebens.
Was die missionarische Kraft der Kirche betrifft haben Sie völlig recht mit den Voraussetzungen, die Sie nennen. Es gibt sie auch heute, die Heiligen, frohen Zeugen Christi. Die Agenda des synodalen Weges hingegen, wie Weihbischof Schwaderlapp ihn zur Sprache gebracht hat (kath.net u. Tagespost)die Wege von Sodom und Gomorrha gut zu heißen, ist der sichere Weg, das Licht Christi zum Verlöschen zu bringen und den Atem Gottes, den Heiligen Geist, zu ersticken. Eine bösartige Verstockung, Blindheit und Willkür gegenüber der Offenbarung der Gebote Gottes, die den Menschen zur Würde als Abbild Gottes führen würden und zum Licht, zu frohem Miteinander.


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 Diasporakatholik 3. Juni 2020 
 

@hape - Bin hier ganz auf Ihrer Linie

Was Sie in Ihren beiden Kommentaren "Nicht überbewerten" ausführen, deckt sich weitgehend mit meinem gestrigen ersten Kommentar in diesem Thread, und in gewissem Maße spiegeln auch die verschiedenen Beiträge hier die ganz unterschiedliche Bewertung der Tatsache verstärkten Kirchenaustritts durch unterschiedliche User.

Ich kann mich nur gegen gänzlich unangebrachte und geradezu erbärmlich-lächerliche Scharfmacherei Einzelner wenden und an sich nur einmal mehr zu Nüchternheit und Besonnenheit auch gerade in diesen Zeiten aufrufen.


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 Diasporakatholik 3. Juni 2020 
 

@MariaMutterDerKirche - Merken Sie was?

Userin leibniz schweigt und gibt Ihnen keine Antwort.

Warum wohl ...?


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 Critilo 3. Juni 2020 
 

Austretende

- sind entfremdet vom Glauben
- wollen Geld sparen
- treten trotz (räuber)synodalem Weg aus (würden dadurch wahrscheinlich aber auch nicht aktiver, siehe EKD als warnendes Beispiel, die trotz aller Modernisierung vor ähnlichen Problemen steht)
- treten wegen (räuber)synodalem Weg aus

Ob Herblicht es bewusst oder unbewusst in der Reihenfolge zusammengefasst hat, weiß ich nicht, aber ich fürchte, die Reihenfolge stellt sich tats. so und nicht anders dar, sprich die meisten Austretenden stehen dem Glauben gleichgültig bis feindselig gegenüber, während nur eine winzige Minderheit unter ihnen gern kath. bleiben würde.


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 Ulrich Motte 3. Juni 2020 
 

Hape- viel Zustimmung

Wir erleben zur Zeit verstärkt viel "Transferwachstum" - bisher kirchensteuerzahlende Minimalreligiöse wechseln zur informellen Gemeinschaft der nicht mehr kirchensteuerzahlenden Minimalreligiösen... Wären die beiden Volkskirchen strikt konservativ, würden eventuell noch mehr austreten: Man hätte dann ja eine gesellschaftlich noch eher akzeptierte Begründung... Und was passiert erst, wenn auch eher noch volkskirchlich geprägte Gebiete, etwa in Ostbayern, abbröckeln... Hat nicht etwa Herr Bischof Oster neulich mit anderen Worten das über sein Bistum gesagt, was der Präses der Westfälischen Kirche vor etwa 50 Jahren über seine Landeskirche sagte; Fast jeder gehört dazu, fast keiner geht hin... Wo ist im NT der "Kirche" Riesengröße vorhergesagt? Irland brach ein: Polen? Fragen, nicht Behauptungen von mir!


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 hape 3. Juni 2020 

Nicht überbewerten. - 2 Ende

Letzten Endes schafft es die Kirche seit einigen Jahrzehnten nicht mehr, der Welt ein glaubwürdiges Zeugnis der Liebe Gottes zu geben. Nicht die wegbrechende Kirchensteuer, sondern dieser Mangel an Bekenntnis der Liebe Gottes ist das Problem. Die Bekenntnisfähigkeit wiederum ist eine Frage der Heiligkeit, zu der alle Getauften berufen und befähigt sind. Jeder Einzelne muss sich also prüfen, ob er tatsächlich im Stand der heilig machenden Gnade lebt. Nur unter dieser Voraussetzung strahlt die Kirche eben jene Heiligkeit aus, die auf Kirchenferne anziehend ist. Nur so wird die Kirche zu jenem Licht, das man nicht in einen versteckten Winkel oder unter einen Scheffel stellt, sondern auf den Leuchter, damit alle, die eintreten, das Licht sehen. (Lk 11,33).


–––
Ende


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 hape 3. Juni 2020 

Nicht überbewerten. - 1

Man sollte diese statistische Meldung nicht überbewerten. Die Zunahme der Kirchenaustritte zeichnet sich seit langem ab. Diese Zahlen waren zu erwarten. Die synodalen Neoprotestanten werden nun sagen, dass die Leute austreten, weil ihnen der Synodale Prozess zu langsam voran geht. Sie werden deshalb ihre Anstrengungen verdoppeln. Die Traditionellen werden sagen, dass die Leute austreten, weil sie vom Experiment der innerkatholischen Reformation die Schnauze voll haben. Sie werden also jetzt erst recht nicht auf den Synodalen Weg einschwenken. Dann gibt es noch jene, die den Mut haben zu sagen, dass ihnen die Kirche völlig egal ist. Vermutlich ist das die größte Gruppe. Viele spenden die eingesparte Kirchensteuer irgendeiner NGO. Sie wollen etwas Gutes tun, erkennen das Gute aber nicht in der Kirche. Für sie spielt weder der Synodale Weg eine Rolle, noch die Tradition.


–––
Forts.


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 Elster 2. Juni 2020 

Bravo!!!

Super!
Solange die "Möchtegern- Kirche" an ihrem (neuen) Gott, dem Mammon festhält, werden ihr immer und immer und immer mehr Menschen davonlaufen! Das ist Ursache- und Wirkungsprinzip! Auf vielerlei Weise!
Selber schuld!
Ja maxima maxima maxima!!!!!!!!!! culpa!
Selber schuld.
Kann man nicht anders sagen!

Tragisch und so schlimm nur für die vielen Seelen, die dadurch in der Irre herumlaufen müssen. Eine solche Pseudokirche bietet keine Heimat, keinen Schutz, keinen Geist, sie ist ein dumpfes Grab. Da möchte kein normaler Mensch drin hausen.

Ich auch nicht!

Kardinal Meißner betete schon seinerzeit in Köln dafür, dass die (fatale, brutale und grauenhafte) Kirchensteuer endlich abgeschafft wird. Doch nö. Wir hängen so gerne im Hitlerkonkordat fest. Wohlmöglich mögen wir diese Bindung auch ganz gerne, oder??? - Kardinal Meisner erzählte es uns (Jugend 2000 in der Erzdiözese Köln) mal bei einer Gulaschsuppe als ein paar Jugendliche von uns und ich auch bei ihm zu Besuch waren.


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 KatzeLisa 2. Juni 2020 
 

Nicht "unsere Kirche" sondern Kirche Christi

Danke für den Hinweis auf die gute Pfingstpredigt von Kardinal Woelki. Ich hatte zeitweise das Gefühl, er predigte weniger für die kleine Schar der Gläubigen im riesigen Kölner Dom als mehr für seine "Bischofskollegen" und Teilnehmer am Synodalen Weg.


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 stephanus2 2. Juni 2020 
 

@Diasporakatholik

...ich habe diese Predigt von Kardinal Woelki zwar nicht angehört oder gelesen, aber mich interessiert die Reaktion der alten Dame darauf, die Sie schildern. Weil sie die Predigt als Ablehnung der Ökumene versteht, lehnt sie sie ab. Ihnen selbst hat die Predigt aber scheints sehr zugesagt.-Ist es nicht immer so ? Ein- und derselbe Sachverhalt, dieselbe Schilderung, dieselbe Aussage wird von verschiedenen Menschen auch ganz unterschiedlich wahrgenommen, ruft entweder Ablehnung oder Zustimmung hervor.Man steht oft da und wundert sich, wieso Andere denken, was sie denken. Nun, ihnen geht es wohl umgekeht genauso siehe auch hier im Forum.Wieviel Chancen haben wir wohl, eine Sache umfassend wirklich wahrheitsgetreu zu erfassen ? Der Disput und Austausch ist natürlich sehr wichtig und berechtigt. Doch im Grunde sind wir winzigklein, und Wahrheit ist nur bei und durch Gott (Jesus Christus), den wir um Erkenntnis bitten dürfen und sollen.


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 Lagretto 2. Juni 2020 
 

@girsberg74

Aber die zwei auf dem Balkon sind doch Müller und Brandmüller.


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 Norbert Sch?necker 2. Juni 2020 

Bistümer in Gefahr?

"Einige Bistümer können nur mehr durch "solidarische Maßnahmen" zwischen den Bistümern gerettet werden"

Was gemeint ist: Die Art des bisherigen Betriebs der Bistümer ist in Gefahr. In fast allen Ländern der Welt kommen aber die Bistümer, die Pfarren und auch die Priester selbst mit viel weniger Geld aus als in Deutschland. Bei weniger Einnahmen könnte sich die Kirche halt weniger Bildungshäuser, weniger Pastoralassistenten, weniger Seminare, weniger Jugendzentren, weniger Orgelneubauten, weniger Zeitschriften leisten. Um manches davon fände ich es sogar schade. Aber nichts davon ist für die Kirche wesentlich. Man sollte es nicht dramatisieren, wenn sich die Kirche in Deutschland finanziell an Spanien anpasst.

Dramatisch ist aber, was ein Kirchenaustritt für das Seelenheil des Austretenden bedeuten kann! Hier ist Aufregung angebracht!

Nicht die Bistümer sind in Gefahr, sondern das Seelenheil von Menschen!


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 Diasporakatholik 2. Juni 2020 
 

@JP2B16

Kardinal Woelki's Predigt habe ich genau wie Sie interpretiert.

Jedoch: Meine streng-katholische wesentlich ältere Schwägerin sah sie als Ablehnung der Ökumene und lehnte sie deshalb ab.

So schnell und leicht gibt's also völlig unterschiedliche Interpretationen des gleichen Predigttextes und dadurch auch u U. gravierende Missverständnisse und gar ggf. Dissonanzen.


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 JP2B16 2. Juni 2020 
 

Die richtige Antwort dazu von Kardinal Woelki

Die Antwort zur "deutsch-protestholischen" Marx-Bätzing Kirche gab S.E. Rainer Maria Kardinal Woelki vorgestern in seiner Pfingstpredigt im Hohen Dom zu Köln. Ein MUST-WATCH!

www.domradio.de/video/kardinal-woelki-am-hochfest-pfingsten


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 je suis 2. Juni 2020 

DIE HOFFNUNG STIRBT ZULETZT

Ich kann nur hoffen, dass unsere DBK-Bischöfe, unsere ZDK-Katholiken, die Masse von Pseudo-Theologen an unseren Unis, aber auch viele, viele Taufschein-Christen und auch Sie liebe Gläubige die Benedikt-Biographie Peter Seewalds lesen.
Nirgends kann man in so kompakter Form (trotz 1200 Seiten)die Geschichte unserer Kirche, vorallem in Deutschland, der letzten 100 Jahre nachvollziehen.
LESEN - MEDITIEREN - FEHLER ERKENNEN - FEHLER BEHEBEN!
Benedikt XVI. stellte die Missionierung wie kein anderer Theologe in den Mittelpunkt der Aufgabe eines Hirten - unsere haben (bis jetzt) weggehört!


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 Diadochus 2. Juni 2020 
 

@garmiscj

"oder wir beten sie (nicht alle) weg aus ihrem Amt."
Das ist ein gewöhnungsbedürftiger Gedanke, der mir dennoch ein Schmunzeln entlockte. Danke, dass Sie das so gesagt haben. Beten schließt Kritik nicht aus.


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 Diasporakatholik 2. Juni 2020 
 

@lakota

Ich verweise bzgl. Homo"ehen"segnung auf meine m.E. eindeutigen beiden Kommentare in http://kath.net/news/71772.

Im übrigen gibt es zu Bf. Bätzing genügend eindeutig kritische Kommentare, denen ich auch nicht meine dokumentierte Zustimmung jeweils nicht verweigerte noch verweigere.

Habe ich etwa irgendwo und irgendwie Bf. Bätzing oder Fürst in Schutz und für sie Stellung genommen? Nein - hab ich nicht.

Auch wenn es Sie vielleicht ärgert: Ich springe noch längst nicht über jedes mir von Ihnen oder anderen hingehaltene Stöckchen.

Wenn sich jeder um seinen ihm am nächsten liegenden Bereich kümmerte, ist m.E. dem Anliegen besser geholfen, als auf vermeintliche Versäumnisse des Mitchristen zu schielen und anzuprangern.

Pauschale Scharfmacherei finde ich allerdings nicht gut - MEINE Meinung halt...


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 lakota 2. Juni 2020 
 

@Diasporakatholik

"Das bedeutet nicht, dass man nötigenfalls auch mal im konkreten Fall(!) "Klartext" redet und berechtigte Kritik äußert, wenn es notwendig ist!"

Haben Sie Kritik geübt, als Bischof Bätzing in seiner Pfingstbotschaft dazu aufrief Homopaare zu segnen? Nein.
Haben Sie Kritik geübt, als Bischof Fürst auf die Demonstranten schimpfte, aber während der ganzen Wochen nicht ein einziges gutes Wort für die Gläubigen übrig hatte? Nein.
Haben Sie Kritik geübt, als Bischof Feige trotz Erlaubnis mit fadenscheinigen Ausreden keine Hl. Messen feiern wollte? Nein.

Sind das keine "berechtigten" Kritikpunkte?

Sie kritisieren nur die User hier und unterstellen ihnen "pauschales Bischofsbashing".
Das ist nicht in Ordnung!
Beten Sie, daß unsere Bischöfe ihrem Amt gerecht werden - dann kritisiert sie HIER bestimmt keiner!


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 Chris2 2. Juni 2020 
 

Kirchenaustritt oder Kirchensteueraustritt?

Ich kenne mehrere überzeugte Katholiken, die den Missbrauch von Kirchensteuermitteln nicht mehr vor ihrem Gewissen mittragen konnten und jetzt stattdessen direkt an gute katholische Gruppen spenden. Ich kann jeden verstehen, der dies tut und co-finanziere architektonische Kirchenschändungen oder das vielleicht letzte Zentralkommittee (das der KPdSU gibt es ja nicht mehr) auch nur noch aus familiären Rücksichten. Noch...


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 Diasporakatholik 2. Juni 2020 
 

@garmiscj

Hm, einen Bischof aus dem Amt zu beten o.ä., wäre m.E. Selbstüberschätzung.

So naiv bin wiederum ICH nicht, dass ich mir anmaße, dass mein Gebet solch quasi automatische Wirkung hätte.

Zumal auch andere Katholiken vielleicht ganz andere Gebetserwartungen haben könnten.

Aber ich werde durch das regelmäßige Gebet für unseren Bischof und andere Anliegen gelassener und zuversichtlicher und fühle mich seitdem nicht mehr ohnmächtig und frustriert oder gar wütend, was früher manchmal der Fall war.

Das mit dem Gebet für den Bischof wurde mir u.a. vor vielen Jahren während einer Beichte eingegeben. Nicht etwa vom Beichtvater, nein - ich glaube, es war der Hl. Geist.

Ich habe es seitdem beherzigt und bin gut damit gefahren und habe durch regelmäßiges Beten schon manche Änderungen zum Positiven feststellen dürfen.

Kann es nur zur Nachahmung weiter empfehlen.


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 Seeker2000 2. Juni 2020 
 

... und wiedermal geht´s nur um Geld!

Schade, dass
- man nicht bedauert, dass Leute scharenweise die Kirche(n) verlassen
- man sich in der "Führungsetage" nicht fragt: WARUM? Was machen WIR falsch?
- der Wert eines Katholiken offenbar nur nach dem gemessen wird, was er Einnahmen bringt
- die Hirten so taub sind für die Anliegen der Gläubigen (Gottesdienste, Seelsorge, pers. Kontakt, etc.)
- dass es für die Hirten nur darum geht, was der Gläubige bringt, NICHT, was man für ihn/sie tun kann und muss

Wann schaffen wir endlich den Zusammenhang zwischen Glaube/Religion und "staatlichem Geldeintreiben ab" (Ist nicht als generelles Plädoyer für die Abschaffung von Abgaben zu sehen!) und kümmern uns um Inhalte?
Geld ist heute wichtig, um etwas tun zu können, ja, es ist aber nicht DER Grund, warum etwas getan werden sollte.
Wenn die Verbindung (und das Vertrauen?!) zwischen Gläubigen und Hirten stimmen würde, wäre die finanzielle Unterstützung nicht mehr das Problem. Dann wären die Leute von sich aus bereit, sich zu beteiligen.


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 mark60georg 2. Juni 2020 
 

KIrchen-Austritt

Die Menschen brauchen keine Kirche mehr, sie sind Glaubenslos geworden. Sie werden erst wieder zurückkehren wenn sie wirkliche Not erleiden. Der Linke Zeitgeist der auch in der Kirche sich bereit macht, werden dann auch noch die treuen Gläubigen die Kirche verlassen. Kardinal Marx & Bätzing sind ja mehr Linke Politiker als Seelsorger. Was soll man dann noch diesen " Verein/Partei" unterstützen.


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 garmiscj 2. Juni 2020 

@ Diasporakatholik

"....als lautstark zu lamentieren oder zudem noch anonym denselben oder gar pauschal mehr oder weniger alle deutschen Bischöfe schlecht zu machen."
Es m a c h t niemand die Bischöfe schlecht, sondern sie s i n d schlecht (als Bischöfe). Wenn man nur nach Einzelfällen ginge, würde man nie fertig werden. Ich jedenfalls kritisiere deshalb, weil mir einfach der Werdegang der Kirche und damit auch verbunden der Gesellschaft, nicht Wurscht ist. Ich sehe die Kritik als Hilfeschrei und bin einfach naiv genug zu glauben, dass jeder kleine Hilfeschrei dazu beitragen kann, dass sich die Dinge zum Besseren wenden. Bzgl. Gebet bin ich bei Ihnen. Entweder wir beten für ihre Bekehrung und Besinnung, oder wir beten sie (nicht alle) weg aus ihrem Amt.


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 martin fohl 2. Juni 2020 
 

Die Austrittswelle

hat vielerlei Gründe und Motive. Als Kirche sollten wir uns nicht zu sehr an den aktuellen Zahlen orientieren, wie Politiker abhängig sind von den neuesten Umfrageergebnissen.
Auch eine mehr "traditionelle Kirche" würde sicherlich zu ähnlich vielen Austritten führen.
Die Missbrauchsskandale nehmen immer noch kein Ende und sind sicherlich ebenso für diese Entwicklung verantwortlich.
Einigkeit im Sinne von Joh 17 tut Not! Das ist der einzige Weg aus der Krise heraus und nicht die ständige Anpassung an den Zeitgeist wie es jetzt der Fall ist. Die Kirche wird zwar kleiner sein, dafür aber widerstandsfähiger und klarer in ihrer Verkündigung.


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 Diasporakatholik 2. Juni 2020 
 

Die Mahnung des hl. Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom

aus Röm 12,12 ist gerade auch in der jetzigen Zeit der Corona-Pandemie höchst aktuell und auch von uns einfachen Gläubigen zu beherzigen:

"Seid fröhlich [= (i.S. von) zuversichtlich] in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis und beharrlich im Gebet!"

Es ist allemal besser, IN der Kirche verbleibend - auch wenn es einem vielleicht (anfänglich) schwerfallen mag, für den eigenen Bischof regelmäßig zu beten, als lautstark zu lamentieren oder zudem noch anonym denselben oder gar pauschal mehr oder weniger alle deutschen Bischöfe schlecht zu machen.

Das bedeutet nicht, dass man nötigenfalls auch mal im konkreten Fall(!) "Klartext" redet und berechtigte Kritik äußert, wenn es notwendig ist!


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 garmiscj 2. Juni 2020 

@serafina

Ihr "Zitat" des Herrn bringt alles auf den Punkt!


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 Chris2 2. Juni 2020 
 

Der Ausverkauf geht weiter

und die 2000 Jahre lang mit Gläubigen und durch Gebet ge- und erfüllten Kirchen werden immer leerer. Die längst eher an eine NGO erinnernde Teilkirche, der das Geld der Regierung näher zu sein scheint, als die eigenen Gläubigen und der Fernste näher als der Nächste, "hat fertig". "Spiele wie Flasche leer". Bislang blieb immerhin noch der Mammon. Doch jetzt gehen auch die Gewohnheitstaufscheinchristen und die Gläubigen, die keinen Missbrauch ihrer Gelder wollen (Altarverwüstungen, BDKJ, ZdK, Untertützung von Schleppern etc.)


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 MariaMutterDerKirche 2. Juni 2020 
 

@leibniz:außerparlamentarischer Untersuchungsausschuß zur Corona-Krise

bitte Links zu weiterführenden Infos dazu. Vielen Dank vorab.


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 MariaMutterDerKirche 2. Juni 2020 
 

Konkretisierung:die DEUTSCHE KATHOLISCHE KIRCHE ist unmissionarisch

die Ursachen für das heutige deutsche Glaubensdesaster liegen in 1968 und den Folgejahren. Es wurde faktisch annähernd flächendeckend keine lehramtstreue Verkündigung mehr gehalten. Wo soll denn dann jetzt plötzlich nach mehr als 50 Jahren solchen Handelns das fundierte Glaubenswissen und eine verwurzelte Treugläubigkeit herkommen?


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 girsberg74 2. Juni 2020 
 

@breisgau „Umkehr“

Ich stimme Ihnen voll zu!

Nebenbei: „breisgau“? - Ego exex ...ex
47°57‘33.60“ N 7°58‘21.60“ O


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 Diadochus 2. Juni 2020 
 

Verhalten

Das Ergebnis ist keine Überraschung. Das war absehbar. Mir macht etwas ganz anderes Sorge. Mit dem Rückgang der kirchlichen Präsenz wird sich das Verhalten der Menschen massiv verändern. Hemmschwellen werden fallen. Wenn die 10 Gebote und die Tugenden keine Bedeutung mehr haben, hat das Auswirkungen auf das Verhalten und die Moral. Dadurch ändert sich insgesamt unsere Gesellschaft. Sie wird vom Christentum immer weniger durchsäuert. Die Pandemie und die kollektive Angst ist ein schönes Beispiel dafür.


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 topi 2. Juni 2020 

Glaubensfrage

Menschen treten aus bzw. lassen sich bei den Einwohnermeldeämtern nicht mehr als "katholisch" führen (Ist ein Unterschied). Warum? Meistens wohl wegen der Kohle (Kirchensteuer). Verstehe ich sehr gut. Ärgert mich auch. Nur: einer der Glauben hat, tritt trotzdem nicht aus. Also gibt es keinen Glauben. Was kann man denn da machen? Hm ....
Ach ja, NEUEVANGELISIERUNG. Der Begriff wurde von J.P.II geprägt, von Benedikt XVI oft wiederholt und den Katholiken in Deutschkand (! - also nicht nur den Bischöfen) von Franziskus sehr empfohlen.
Also, fangen wir mit der Evangelisation an.
Die Bischöfe reden ja praktisch nicht davon.


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 Diasporakatholik 2. Juni 2020 
 

Pauschales Bischofsbashing hier als angebliche Ursache für Kirchenaustritt nicht zielführend

Obwohl unser Hamburger Erzbischof sich z.B. aktiv und persönlich in den Synodalen Prozess einzubringen gedenkt, spreche ich ihm auf keinen Fall persönliche Glaubenstreue und etwa Zivilcourage gegenüber dem Staat ab.

Solche Vorwürfe sind ziemlich ungeheuerlich und eher dazu angetan, manchen Rechtgläubigen Leser dieses sich als glaubenstreu verstehenden katholischen Forums zu verunsichern oder gar zu verwirren.

Die Fragen von Dr. Bues nach dem scheinbar ausbleibenden missionarischen Charakter der hiesigen Teilkirche halte ich dagegen für durchaus berechtigt.

Aber es gibt sie auch hier noch - die Menschenfischer und Lehrer. Die Bekehrung unseres ungläubig aufgewachsenen Schwiegersohnes ist dafür ein Beispiel.

Da hat viel und haben viele dran mitgewirkt - auch ein ganz einfacher schwerkranker aber überzeugend lebender Gemeindepastor...


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 serafina 2. Juni 2020 
 

an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen!


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 SalvatoreMio 2. Juni 2020 
 

DANKE -

für die wunderbaren Glaubensaussagen, die einige hier präsentieren - so tief und groß! Möchten diese Wahrheiten uns doch von denen auf der Kanzel mitgeteilt werden - damit das Feuer des Geistes wieder entfacht wird!


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 Herbstlicht 2. Juni 2020 
 

viele individuelle Gründe

Die einen werden ausgetreten sein, weil sie sich inzwischen dem Glauben entfremdet haben und das ist traurig.
Andere vielleicht, weil sie tatsächlich Geld sparen wollen.
Wieder anderen mag die Kirche nicht angepasst und modern genug sein und steigen deshalb aus.

Jene aber tun mir aufrichtig leid, die die Kirche verlassen, weil sie sich in ihrem tiefen Glauben alleingelassen fühlen und sie die beobachtbaren Entwicklungen innerhalb der Kirche mit sehr großer Sorge erfüllt.
Dass sie sich hin und wieder sogar als "Fundamentalisten" bezeichnen lassen müssen -auch von Bischöfen- macht die Sache nicht besser und mag zur Entfremdung und schließlich zur Trennung beitragen.


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 breisgau 2. Juni 2020 
 

Umkehr- Fortsetzung

.....opfern auch wir uns mit ganzer Hingabe mit Leib und Seele!
Und diese Hingabe, sozusagen als "Antwort unserer ganzen Existenz", erfordert von uns ein Opfer, es geht nicht ohne Opfer, dass wäre zu billig.
Es ist dies der Preis, der uns in das große Mysterium Christi hineinnimmt, unsere Erlösung durch seinen Tod und der so in der heiligen Feier der Eucharistie in großer Danksagung mündet.
Begreifen wir mit großem Staunen und Ergriffenheit, was Kirche in ihrem tiefsten Wesen ist!?
Opfer und Hingabe unserer ganzen Existenz, weil Christus uns zuerst geliebt hat und sich für uns mit seinem Leben radikal hingegeben hat.


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 DrBues 2. Juni 2020 
 

Kirchenaustritte sind nicht das Problem!

Die derzeitige Glaubens- und Kirchenkrise in Deutschland zeigt sich nicht in Form der Kirchenaustritte. Da werden trockene und unfruchtbare Zweige vom Weinstock des Herrn abgeschnitten und "verbrannt", um die Worte Jesu zu zitieren.
Das Problem sind die fehlenden Kircheneintritte, Konversionen, Bekehrungen, Erwachsenentaufen. Schaut mal auf die Statistiken der Diözesen! Da sind winzige Zahlen zu lesen. Wo sind die Menschenfischer? Die "Netze" der Menschenfischer werden entweder nicht ausgeworfen oder bleiben eben "leer". Die katholische Kirche scheint missionarisch fast völlig ineffektiv zu sein. Woran liegt es? Hat der Geist Gottes aufgehört zu wehen, zu stürmen, Feuer zu legen jedenfalls in Deutschland? Oder lassen sich einfach zu wenig als Menschenfischer Christi, zu diesem Himmelfahrtskommando im doppelten Sinn, berufen?


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 ottokar 2. Juni 2020 
 

Corona hat gezeigt, dass sich die Kirchen dem Willen des Staates unterwerfen

Die dominierende und die Bürger beschützende Institution während der Seuche war der Staat mit seinen Anweisungen bz. Verordnungen. Der Staat hat den Kirchen das Heft aus der Hand genommen und die Kirchen haben sich nachordnen lassen. Sie haben vergessen (und somit versagt), dass sie es hätten sein müssen, die mit uns um Schutz hätten beten müssen. Aber es herrschte betretenes Schweigen. Damit ist die neue Form einer Säkularisation eingeleitet. Und Gandalf hat natürlich recht: Warum, so meinen sicher viele "bisher Gläubige", sollen wir in einer Kirche bleiben und Kirchensteuern bezahlen , die uns in Notzeiten alleine lässt? Das wird man bei der Steuerbewertung für 2020 merken.Und dann freue ich mich auf die Streitereien zwischen den Bistümern, wenn es darum gehen wird, einen Finanzausgleich zwischen bankrotten und noch wohlhabenden Bistümern zu erreichen.Bätzing baut da für sein bedürftiges Bistum vor.


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 breisgau 2. Juni 2020 
 

Umkehr

Allen voran ihr verweltlichten Bischöfe und Kirchenfunktionäre:

Kehrt um und glaubt an das unverfälschte- zeitlose Evangelium Jesu Christi,an die Offenbarung und Überlieferung des rechten, katholischen Glauben!

Es gibt letzlich keinen anderen Weg, auch wenn die Herde immer kleiner wird. Den Menschen und Gläubigen dieser Gemeinschaft der Kirche, muss wieder zutiefst- bewußt verinnerlicht werden, dass es hier um den mystischen Leib Christi selber geht und nicht um irgendeinen weltlichen Verein, wo man als Mitglied beitritt.
Dieser Gemeinschaft des mystischen Leibes Christi anzugehören, durch die hl.Taufe und die Sakramente der Kirche, die Spenderin dieser Gnaden, ist etwa kein Wohlfühlprogramm, wie es heute oft viele zeitgeistige Menschen erwarten.
Christus hat dafür am Kreuz sein Blut vergossen, für unser Heil und Leben, dieses Mysterium feiern wir in jeder heiligen Messe. Es geht also dabei um unsere ganze Existenz, in dieser unblutigen Feier des Opfers Christi, opfern auch wir uns.


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 leibniz 2. Juni 2020 
 

Unsere Bischöfe sind fast alle nichts anderes mehr als staatliche Funktionäre. Mit dem Glauben an Christus können sie selbst nichts mehr anfangen. In der Krise lassen sie die Gläubigen im Stich und verteidigen die antidemokratischen Maßnahmen des Staates. Wer dies vor einem halben Jahr noch nicht wusste oder nicht wahrhaben wollte, konnte es nun ausgiebig beobachten.
Es gibt einen außerparlamentarischen Untersuchungsausschuß zur Coronakrise. Ein Vermutung, die sich mit großer Wahrscheinlichkeit bewahrheiten wird, lautet: Weil Tausende von lebenswichtigen Operationen um Monate verschoben wurden, starben in Deutschland ca. 100.000 Patienten oder werden noch versterben.


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 wz 2. Juni 2020 
 

Heilige Messe

Nach einer Umfrage zufolge glauben nur noch 3% der Katholiken an die Transsubstantion. Dazu kommt, dass sie über die einfachsten Wahrheiten des KKK nicht Bescheid wissen, z.B. was die Eschatologie (Leben nach dem Tod) betrifft, nach dem Motto: Gott ist ja so barmherzig, und er wird uns schon alle zu sich nehmen, oder: Es gibt kein Leben nach dem Tod. Kard. Marx und Bischof Bätzing allein können nicht daran schuld sein.


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 Rolando 2. Juni 2020 
 

Ein falsches Gottesbild, kein Sündenbewusstsein

Das Problem ist, der Mensch hat kein Sündenbewusstsein mehr, die Kirche ist nur da, damit Gott das Gebet so beantwortet wie es persönlich gewollt ist. Wird das Gebet nicht so von Gott beantwortet, er kann es oft nicht, da die Sünde dazwischen steht, dann gibt es ihn entweder nicht, oder man braucht ihn nicht. Da aufgrund des Wohlstands eh alles da ist, wird er nicht gebraucht. Ich denke aber, es ist ähnlich wie beim goldenen Kalb, bei Mose, der Mensch wird verführt, schleichend, unbemerkt, die letzten Jahrzehnte sehr stark durch Medien, hat leider auch die Verkünder erfasst. Durch diese Zulassung Gottes wird er seine Allmacht zeigen, dann glauben auch Ungläubige.


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 Winrod 2. Juni 2020 
 

Aber sie halten stramm an Ihrem Kurs fest,

komme, was da wolle. Sie wollen ihr Gesicht nicht verlieren, weil sie schon zu viel versprochen haben.
Und der Herrgott ist weit weg, jedenfalls weiter als die "pressure groups" ( Maria 2.0, Wir sind Kirche und diverse Theologen, die sich ihren Namen machen wollen ).
Außerdem: Wer wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten aus der Kirche austritt, hat überhaupt nicht verstanden, was Kirche ist, dazuhin betrügt er sich selbst.


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 SalvatoreMio 2. Juni 2020 
 

Kirchenaustritte - warum?

Fatal ist - man erkennt es auch an unseren Äußerungen hier - dass KIRCHE weitgehend als "Verein" gesehen wird.- Wir sind GLIEDER des LEIBES CHRISTI - der Kirche, sagen jedoch meist "MITGLIEDER". - Aus meinem eher evang. Umfeld erlebe ich seit langem: "Warum Kirchensteuer zahlen? Ich glaube nicht an Gott!" Oder "Ich brauche die Kirche nicht!" KEIN GELD HABEN - ist nicht selten ein Vorwand, habe ich festgestellt. - Bei uns Katholiken verschärft sich ein ähnlicher Trend. Wer sowieso schon fern steht oder seinen Glauben kaum noch kennt, findet einen plausiblen Grund zur Trennung, z. B. durch das skandalöse pädophile Verhalten so mancher Geistlicher, das jetzt deutlich offenbar wurde. Kirche gilt immer öfter als verlogen, andererseits als völlig veraltet und unangepasst an die moderne Welt. Das will unsere Bischofskonferenz samt ZdK ändern, und somit wird der Kirche ein weiterer Todesstoß versetzt. CHRISTUS empfiehlt ein anderes Konzept: "Seid heilig, wie Euer Vater im Himmel heilig ist".


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 girsberg74 2. Juni 2020 
 

Ein wenig mehr an Respekt hätte ich doch erwartet.

Zum Verständnis: Es ist nicht so, dass ich die Personen auf dem Icon nicht erkenne, ich hätte diese aber – eben aus Respekt – lieber als Pressefotos gesehen.


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 Stefan Fleischer 2. Juni 2020 

@ Stephaninus

"Die Menschen glauben nicht mehr, weil für sie der Glaube keinen tieferen Sinn mehr gibt."
Die Frage ist einfach, weshalb der Glaube heute keinen tieferen Sinn mehr gibt. Doch wie kann er das, wenn er nur noch zur Lösung unserer irdischen Probleme und zur Förderung unseres irdischen Wohlbefindens verkündet wird. wenn niemand mehr "Worte des ewigen Lebens" hat? (vgl. Joh 6,68) Oder anders ausgedrückt, welchen Sinn macht der Glaube, wenn Gott in unserer Verkündigung vielleicht noch jemand, aber oft nur noch etwas ist, das man nur dann ernst zu nehmen hat, wenn man ihn/es braucht und sei es zur Rechtfertigung unserer Existenz als Kirche, als Aufhänger irgendwelcher schönen Riten und Ritualen, als Mittel zu unserer moralischen Aufrüstung etc.?


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 Diasporakatholik 2. Juni 2020 
 

Sorry, Schreibfehler

"behagen" statt "besagen" heißt es korrekt


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 Diasporakatholik 2. Juni 2020 
 

Doch, die wirtschaftliche Lage der Einzelnen dürfte mit entscheidend sein

für den Schritt zum erklärenden Vollzug des formalen Kirchenaustritts.

Zumal, wenn man vordem schon länger nicht mehr aktiv "praktiziert" hatte und es nun wegen "Corona" scheinbar nicht kann und nicht "darf".

Wozu dann noch weiter Kirchensteuer zahlen, wo ja die Kirche nichts erkennbar mehr für einen tut?

Persönliche Glaubenszweifel mögen bei den Einzelnen weniger im Glauben Gefestigten hinzutreten.

Manchem mag der derzeitige offizielle Kurs der Kirchenführungen auch nicht besagen - aber es gibt auch nicht wenige, denen die Kirche nicht liberal genug erscheint und die aus Ungeduld austreten.

Ich selbst, meine Frau und unsere Familie bleiben natürlich weiter drin, zahlen weiterhin brav unsere Kirchensteuern und halten treu und fest zum überlieferten Glauben - trotz aller äußeren Widrigkeiten.


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 Stephaninus 2. Juni 2020 
 

Schuld am Kirchenaustritt: So einfach ist die Sache wohl nicht

Ich glaube nicht, dass man den liberalen Kurs eines Bischofs für den massenhaften Kirchenaustritt in seinem Bistum hauptsächlich verantwortlich machen kann. Das wäre zu einfach. Zwar teile ich die Auffassung, dass Anpassungen an den Zeitgeist die Erosion des Glaubens befördert. Allerdings liegt der wesentliche Grund für diese historische Erosion quasi in den Genen unserer westlichen Gesellschaft, so wie sie sich seit der Aufklärung entwickelt. Es ist ein Megatrend, der sich auch in nächster Zeit kaum aufhalten lässt. Die Menschen glauben nicht mehr, weil für sie der Glaube keinen tieferen Sinn mehr gibt. Allerdings gilt auch: wer meint, er könne sich dem Zeitgeist anpassen und damit Gläubig gewinnen, wird doppelt verlieren.


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 Gandalf 2. Juni 2020 

2020 dürfte den 2019er-Rekord toppen!

Darauf kann man schon Wetten abschließen... 3 Stichwörter als Erklärung: Marx, Bätzing und Corona....


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 Lämmchen 2. Juni 2020 
 

Austritt wegen wirtschaftlicher Lage?

nein, wohl eher wegen der geistlichen Lage in der Kirche Deutschlands.
Ich gehe davon aus, dass nun die Gläubigen Konsequenzen ziehen werden und die Kirchensteuerzwangsgemeinschaft verlassen, um ihren Glauben in der Kirche leben zu können - freiwillige Zuwendungen an katholische Gemeinschaften, die den Glubigen in dieser Zeit beistehen, die Sakramente spenden und kein Gläubigenbashing betreiben, dürften vermutlich einen Spendenzugang erfahren haben - zumindest von meiner Seite ist dem so.
Welcher Gläubige will schon unfreiwillig den Synodalen Irrweg, ZD"K", BD"K"J" und ähnliche Zeitgeister mitfinanzieren?


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