Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  2. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  5. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  6. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  7. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  8. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  9. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  10. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  11. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  12. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  13. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  14. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  15. Katholische Kita in Hessen verzichtet auf Mutter- und Vatertagsgeschenke

Italien: Polizei löst Gebetsversammlungen in Kirchen auf

9. April 2020 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Versammlungen zum Gebet widersprachen den geltenden Ausgangsbeschränkungen. Das Recht auf freie Religionsausübung besteht, wer eine Kirche besucht, begibt sich in einen rechtlichen Graubereich.


Rom (kath.net/jg)
Die italienische Polizei hat Priester und Gläubige, die sich in Kirchen versammelt haben, wegen Verstößen gegen die geltenden Ausgangsbeschränkungen angezeigt.

Die Verstöße könnten zu Geld- oder sogar Haftstrafen führen. Unter Rechtsexperten ist die Gültigkeit der zugrunde liegenden Anordnungen angesichts des von der Verfassung garantierten Rechts auf Religionsfreiheit umstritten, berichtet CRUX.

In Italien ist es nur aus vier Gründen zulässig, das Haus oder die Wohnung zu verlassen: Einkäufe in Lebensmittelläden oder Apotheken, der Weg zum Arbeitsplatz, wenn die Arbeit als notwendig eingestuft ist, der Besuch eines Arztes oder Krankenhauses und der Weg zurück nach Hause.

Stefano Montesano, Professor für Kirchenrecht und Kanonistik an der Magna Graecia Universität in Catanzaro (Italien) bezeichnet die Situation hinsichtlich des Rechts auf freie Religionsausübung als „verwirrend“. Es gebe verschiedene Vorschriften, die einander überlappen: Gesetze, Verordnungen der Regierung, von Ministerien und von lokalen Behörden.

Einerseits sei es erlaubt, Gotteshäuser offen zu halten. Andererseits seien die Möglichkeiten, sich außer Haus zu bewegen, auf wenige notwendige Bedürfnisse eingeschränkt. Es sei den Bürgern grundsätzlich erlaubt, Gotteshäuser zu betreten. Im Rahmen der Ausgangsbeschränkungen sei es aber zweifelhaft, ob dies auch tatsächlich legal möglich sei. Wer sein Haus verlässt, muss ein Formular ausfüllen, auf dem er eine Begründung dafür angibt. In den meisten Fällen werde ein Weg in die Kirche von den Behörden nicht als Grundbedürfnis akzeptiert.

Das Vorgehen der Polizei gegen Versammlungen in Gotteshäusern sei nachvollziehbar. Bei Gottesdiensten sei die Gefahr der Ansteckung groß.

Carmine Petrilli ist ein Priester, in dessen Kirche die Polizei eine eucharistische Anbetung aufgelöst hat, obwohl die zehn bis zwanzig Teilnehmer nach seinen Angaben genügend Abstand voneinander gehalten haben. Er sieht in dem Eingreifen der Polizei keinen direkten Angriff auf die Religionsfreiheit. Die verschiedenen Erlässe der Behörden seien in Eile erfolgt, um die Ausbreitung der Krankheit Covid-19 unter Kontrolle zu bringen. Niemand habe Erfahrung mit Situationen dieser Art, betont er. Trotzdem hält er das Eingreifen der Polizei für übertriebene Strenge.

Er hält das Gebet für ein Grundbedürfnis des Menschen. Dazu gehöre auch das Gebet in Gemeinschaft mit anderen. Die Menschen brauchen die Unterstützung anderer, ein ermutigendes Wort, das ihnen Glauben und Hoffnung gibt, sagte er. In den Kirchen sei genug Platz, um Abstand zu halten und die Gefahr einer Ansteckung zu minimieren. In der Kirche sei das viel besser möglich als in einem Supermarkt oder sogar einem Krankenhaus, betonte er.


Foto: Symbolbild






Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Italien

  1. L'Avvenire sorgt für Confusione!
  2. Vatikan "sehr besorgt" wegen Sterbehilfe-Urteilen in Italien
  3. Erzbischof von Neapel lässt LGBT-Aktivisten während einer Messe sprechen
  4. Nach Verherrlichung der Hamas: Italien schiebt Imam ab
  5. Kirchen-Abgabe in Italien geht überwiegend in die Seelsorge
  6. Kardinal Zuppi: Wahltag in Italien kein "schwarzer Tag"
  7. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?
  8. Italienischer Bischof weist Priester nach unwürdiger Messfeier zurecht
  9. 'Ja zur natürlichen Familie! Nein zur LGBT-Lobby!'
  10. Italien: Militärbischof verurteilt kirchliche Verschwörungstheoretiker






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  3. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  4. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  5. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  6. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  7. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  8. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  9. Vertrauenskrise in der Kirche
  10. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  11. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  12. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  13. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  14. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  15. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz