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An den Kirchenbänken hängen Selfies - Gemeinde reagiert begeistert!

17. März 2020 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Corona-Initiative: Italienischer Pfarrer möchte die Messe nicht vor leeren Kirchenbänken feiern, bittet seine Gemeinde um die Zusendung von Selfies und wird von Fotos geflutet. Von Petra Lorleberg


Robbiano di Giussano (kath.net/pl) Die Lombardei ist wegen der Corona-Pandemie abgeriegelt, die Quarantänemaßnahmen zwingen auch die Priester, ihre Messen vor leeren Kirchen zu feiern. Pfarrer Giuseppe Corbari aus Robbiano di Giussano fand den Anblick niederschmetternd: „Zwar bin ich überzeugt, dass wir in der Gemeinschaft des Glaubens stehen, aber meine Augen sehen die Leere.“ Darüber berichtete RAI In einer via Radio übertragenen Messe rief er die Gläubigen dazu auf, ihm Selfies zuzusenden, er kündigte an, er werde sie ausdrucken und in den Kirchenbänken ankleben, „das ist für mich eine Möglichkeit, mich weniger allein zu fühlen“. Die Beteiligung war spontan derart hoch, dass dem Pfarrer der Druckertoner ausging, berichtete die italienische öffentliche Rundfunkanstalt weiter.

Der Pfarrer ordnete die Fotos ungefähr da an, wo die Menschen normalerweise sitzen: die Ministrantenbilder kleben an den Sedilien, die Orgel trägt das Foto des Organisten, in den Kirchenbänken sieht man vorn die Kinderfotos und weiter hinten die Erwachsenenbilder. In seinen Aufruf ließ er sogar einen Hinweis auf das derzeit nötige Abstand halten (#social distanzing) einfließen, denn er erläuterte eigens, dass er die Fotos mit Sicherheitsabstand aufhängen werde, um den derzeitigen hygienischen Standards zu entsprechen.

Das Fotomaterial von RAI zeigt den Pfarrer nun in einer Kirche, die mit Fotos übersät ist.

Link zur Fotostrecke auf RAI: Coronavirus, Don Giuseppe celebra la messa davanti ai ritratti e ai selfie inviati dai parrocchiani





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Lesermeinungen

 Chris2 17. März 2020 
 

Ein Problem, dass erst "versus populum"

in dieser Strenge geschaffen hat. Falls die Kirche einen Hochaltar hat, stattdessen einfach dort zelebrieren - oder auf der anderen Seite des Volksaltars und sich getrost Gott zuwenden, dem der Kultus ja auch gilt.
Dennoch: Originelle Idee, um die Leere zu ertragen. Not macht erfinderisch...


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 gloria.olivae 17. März 2020 

Die Superidee eines guten Priesters!

So können die Gläubigen ein Zeichen ihrer "Anwesenheit" setzen!

________________________

@Lilia: Ich glaube, dass sich der himmlische Vater über diese Idee sehr freut!


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 Kleine Maus 17. März 2020 
 

Keine schlechte Idee..

Ideen, wie man mit der jetzigen Situation umgehen soll - gerade auch unter Zuhilfenahme der heutigen technischen Möglichkeiten - sind jetzt notwendig. Hoffentlich hängen nicht nur die Bilder in der Kirche, sondern die Leute sind auch im Gebet mit ihren Herzen dabei. Auch Gebetsstunden fallen aus. Man könnte sich verabreden, um die selbe Zeit weiterhin zuhause zu beten. Auf der Internet-Seite von "Heilig Blut e.V. - Teletabor" gibt es Live-Gebete zum Mitbeten jeweils Mi.,Do. und Fr. um 21.00 Uhr, sonst auch als Video-Aufzeichnung.... Vielleicht haben junge Leute mit ihren Smartphones noch mehr Ideen...


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 SpatzInDerHand 17. März 2020 

@Lilia: Ich denke, das können wir durchaus dem Priester überlassen,

wie er mit dieser Situation umgeht, die ihn ja ganz offensichtlich belastet.


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 Lilia 17. März 2020 
 

Es wäre besser, die Priester würden die Hl. Messe "ad Orientem" feiern,

wenn sie jetzt ohne Gemeinde zelebrieren - und den Blick mehr auf den himmlischen Vater, als auf Menschen richten.
Die Fotos würden dabei übrigens nicht stören.


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