Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  6. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  7. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  11. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  14. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  15. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus

Sterbeforscher: "Gläubigen Menschen fällt es leichter zu sterben"

8. März 2020 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Leiter des Viktor-Frankl-Instituts, Batthyany: Beste Vorbereitung auf Tod beginnt im Alltag bei Einsicht, dass Leben begrenzt und "einmaliges Geschenk" ist


Linz (kath.net/KAP) Gläubigen Menschen fällt es am Ende ihres Lebens leichter zu sterben, weil sie sich eingebettet fühlen: Darauf hat der Sterbeforscher und Leiter des Viktor-Frankl-Instituts in Wien, Alexander Batthyany, im Interview mit der Kirchenzeitungs-Kooperationsredaktion (aktuelle Ausgabe) hingewiesen. "Sie fallen nicht ins Bodenlose, sondern in die Hände Gottes zurück", meinte der Kognitionswissenschaftler. So hoffe der religiöse Mensch bereits zu Lebzeiten, dass "sein Tun in einer gewissen Barmherzigkeit aufgehoben und dass er vom ersten bis zum letzten Augenblick gewollt ist", erklärte Batthyany, der u.a. an der Universität Wien lehrt und forscht.


Die beste Vorbereitung auf den Tod beginne - egal ob gläubig oder nicht - aber bereits im Alltag und der Einsicht, dass das Leben begrenzt und ein "einmaliges Geschenk" sei. Im Alltag würden Menschen jedoch eher dazu neigen, den Tod zu verdrängen und so leben, "als wäre jeder Tag korrigierbar", so der Autor zahlreicher Publikationen über Sterbeforschung.

Am Ende des Lebens wollten aber alle Sterbende auf ein gutes Leben zurückzublicken. Dazu gehörten auch Sinnfragen, wie "Wozu war ich da?" oder "War es gut, was ich gemacht habe?". Es gehe dabei weniger um ein gemütliches oder bequemes Leben, sondern die Frage nach den "ureingensten Fußspuren, die wir hinterlassen", erklärte Batthyany, der derzeit u.a. zu einem Hospizprojekt in Moskau forscht.
Einsicht bis zuletzt möglich

Der Kognitionswissenschaftler bezeichnete es als "das letzte Geschenk an das Leben, Schuldgefühle zuzulassen und zumindest innerlich ein anderer zu werden"; so würden die meisten Sterbenden gar mit Reue auf Dinge zurückblicken, die sie verabsäumt haben. Wachstumsprozesse seien bis zum letzten Atemzug möglich, betonte Batthyany. So sei ein Mensch durch das Einsehen seines falschen Handelns "damit weiser geworden als der, der damals falsch gehandelt hat".

Schon vor dem Tod sei es wichtig sich vor Augen zu führen, was alles "nicht schiefging, sondern gelungen ist, anstatt nur auf das zu schauen, was man gerne hätte oder glaubt, haben zu müssen". Dann werde einem bewusst, wie "beschenkt wir sind", so Batthyany. Und weiter: "Wir verarmen geistig und seelisch weniger durch das, was wir nicht bekommen, als durch das, was wir nicht geben - Liebe, Wohlwollen, Freundlichkeit, Dankbarkeit."

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Tod

  1. Der Umgang mit dem Tod
  2. Feuer oder Erde? -Urne oder Sarg?
  3. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 4
  4. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 3
  5. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 2
  6. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 1
  7. Der Tod - Meditationen über einen Lebensweg
  8. Zurück aus dem Jenseits - Leseprobe 4
  9. Zurück aus dem Jenseits - Leseprobe 3
  10. Zurück aus dem Jenseits – Leseprobe 2






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  5. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens
  8. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  9. Gott hingegen vergeht nie! Wir existieren, weil er uns liebt!
  10. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Italien: Niedrigwasser stoppt Marienprozession auf dem Po
  13. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  14. „Maria, du bist ‚die Freude des Himmels und der Erde‘; wache und bete für uns“
  15. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz