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Koch zu Ökumene: „Viele offene Fragen im Verständnis der Eucharistie“

21. Jänner 2020 in Weltkirche, 19 Lesermeinungen
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Kurienkardinal Kurt Koch grenzt sich gegenüber „Radio Vatikan“ vom ÖAK-Papier ab - UPDATE: Radio Vatikan korrigiert Formulierung, wonach der Kardinal nur eine "These" vertrete


Vatikan (kath.net) Kurienkardinal Kurt Koch grenzt sich vom Papier „Gemeinsam am Tisch des Herrn - Ökumenische Perspektiven bei der Feier von Abendmahl und Eucharistie“ des Ökumenischen Arbeitskreises (ÖAK) ab. Im Interview mit „Radio Vatikan“ (Vatican News) sagte der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen über den Versuch der wechselseitigen Anerkennung von katholischer Eucharistie und evangelischem Abendmahl, dass er in diesem Text „sehr viel Gutes“ fände, „vor allem, was die Geschichte der Entwicklung“ betreffe. Doch gehe er von einer Voraussetzung aus, die er nicht teilen könne, nämlich der In-Eins-Setzung von katholischer Eucharistiefeier und evangelischem Abendmahl: „Im Text wird von Abendmahl/Eucharistie gesprochen. Das ist eine Voraussetzung, in der gesagt wird, hier ist eigentlich schon alles klar“, doch das könne er nicht teilen.

Er listete die wichtigsten offenen Fragen zum Eucharistieverständnis auf: „zum Beispiel kommt der Gedanke des Opfers gar nicht vor. Dann die Frage des Amtes, hier sehe ich einen klaren Gegensatz zwischen dem, was im Text steht und dem, was in der evangelischen Kirche Praxis ist. In Deutschland beispielsweise, im Text, den die EKD anlässlich des Reformationsgedenkens herausgegeben hat, heißt es: Durch die Reformation sei ein völlig neues Verständnis von Kirche eingeführt worden. Das Neue bestehe darin, dass jeder Getaufte die Sakramente spenden könne. Es soll nur der äußeren Ordnung halber ein Ordinierter sein. Im Text steht etwas Anderes. Und ich glaube, über diese offenen Fragen muss man noch diskutieren.“

„Radio Vatikan“ bezeichnete es gut sichtbar im Untertitel als eine „These“ des Kardinals, dass es sich bei Eucharistie und evangelischem Abendmahl um zwei komplett verschiedene Dinge handle. Was hier in die Nähe einer privaten Lehrmeinung gerückt wird, ist allerdings die geltende katholische Lehre.

UPDATE 22.1.2010:
Radio Vatikan hat die Formulierung "These" im Untertitel inzwischen korrigiert. Der Untertitel lautet jetzt: "Im Interview mit Radio Vatikan hat Kardinal Kurt Koch nach einer Messe in Manoppello über die Ökumene gesprochen. Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates würdigt das Dokument des deutschen Ökumenischen Arbeitskreises (ÖAK) zu Abendmahl und Eucharistie. Allerdings sieht er noch offene Fragen zum Verständnis der Eucharistie."

Zur Dokumentation - Radio Vatikan/Vatican News bezeichnet gültige katholische Lehre als ´These´ von Kurienkardinal Kurt Koch


KIRCHE IN NOT-Interview mit Kurt Kardinal Koch auf der MEHR-Konferenz 2020


Archivfoto oben (c) kath.net/Lorleberg


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Lesermeinungen

 Rolando 22. Jänner 2020 
 

Thomas59

Wie Sie sagen, das „unterschiedliche Verständnis“, das ist die Problematik, denn daraus kann man schließen, es wäre das Gleiche, wird nur unterschiedlich gesehen und verstanden. Es ist jedoch ein himmelweiter Unterschied, diejenigen, die vom unterschiedlichen Verständnis reden haben absolut nichts verstanden.


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 Thomas59 22. Jänner 2020 
 

Sukzession

Der Schlüssel zum Verständnis ist, wie @Rolando schon ausgeführt hat, die Sukzession.
Fazit:"Feiert ein katholischer Priester "Abendmahl" ist es Leib und Blut Christi und beim evangelischen Pastor bleibt es Brot und Wein und ist ein Zeichen!"
Das Gerede vom unterschiedlichen "Verständnis" ist da nur irreführend, da es den Eindruck erweckt, als wäre das, was beim "Abendmahl" geschieht, abhängig vom Verständnis.


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 Winrod 22. Jänner 2020 
 

Es gibt nicht nur "offene" Fragen,

sondern auch "geschlossene", auf die es nur eine Antwort gibt. Und das muss man auch klar sagen und darf nicht den kleinen Finger reichen.


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 Salvian 22. Jänner 2020 

Vatican News

Gerade habe ich mir bei Vatican News das Interview mit Kardinal Koch durchgelesen. Und siehe da: Die Einleitung wurde umformuliert, die Bezeichnung seiner Darlegung einer (von Bischof Bätzing geleugneten) Glaubenswahrheit als "These" ist weggefallen. Gut, dass kath.net hier den Finger in die Wunde gelegt hat.


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 Adamo 21. Jänner 2020 
 

@ottokar, REALPRÄSENZ

Als Beweis der Realpräsenz Jesu in der konsekrierten Hostie führe ich an:

"Das Eucharistische Wunder von Liegnitz" am 25.Dezember 2013.

Den Bericht dazu hat kath.net mit Foto am 24.Dezember 2017 veröffentlicht.

Dies kann Jeder über Google unter obigem Titel abrufen.

Wer danach nicht mehr an die Realpräsenz Jesu in der konsekrierten Hostie glaubt, der ist mit totaler Blindheit geschlagen, genauso wie unsere katholischen Zweifler und unsere evangelischen Mitchristen.


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 HildegardW 21. Jänner 2020 
 

Ein großartiges Interview mit Kardinal Koch! Vielen Dank!

Hier geht's zum ganzen Interview:
https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2020-01/kardinal-koch-eucharistie-und-abendmahl-sind-nicht-das-gleiche.html


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 ottokar 21. Jänner 2020 
 

Eine These ist ein Gedanke, dessen Wahrheitsinhalt eines Beweises bedarf.

Die Realpräsenz Jesu Christi in der Heiligen Eucharistie ist die unverrückbare Wahrheit,das Wunder, das uns Jesus Christus in der Heiligen Messe schenkt. Wenn der Priester die eigentlichen Wandlungsworte, nämlich die Bitte an Gott Vater spricht: " Sende Deinen Geist auf diese Gaben hernieder, damit sie werden Leib und Blut Deines Sohnes Jesus Christus", dann wissen wir, dass die Hostie tatsächlich Leib und der Wein tatsächlich Blut Jesu Christi ist. Dass dieser Vorgang keine These ist, erfordert tiefen Glauben,der grosse Gnade ist.Man muss diese Tatsache glauben wollen, annehmen, ja dazu sagen.Das ist oft schwer, wohl auch für den Priester.Kardinal Döpfner erlitt einen Herzinfarkt, als man ihm das Ergebnis einer annonymen Umfrage unter den Priestern seiner Diazöse mitteilte: mehr als die Hälfte gaben damals an, nicht an die Realpräsenz zu glauben. Das Ergebniss wird heute wohl noch viel schlimmer ausfallen, wenn Realpräsenz vom Ökumenischen Rat bereits als These deklariert wird.


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 lesa 21. Jänner 2020 

Bevor du redest, unterrichte dich (Spr)

Gott sei Dank für Kardinal Koch!
Wie froh kann man um Kirchenmänner wie Sie sein!
Wie dringend wäre solides Studium für Bedienstete in Medien wie vatican news.
Nicht dass man dies allen dort absprechen wollte. Aber solche Aussagen lassen an Kenntnis des Katholischen Glaubens sehr vermissen!
(Siehe z.B. die drei WErke von Möhler im Link des ungewöhnlich versierten @Zeitzeugen. Danke!!)


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 Diadochus 21. Jänner 2020 
 

Offene Fragen

Offene Fragen gibt es nur bei den Protestanten. Sie sind mit Blindheit geschlagen. Sie sind verstockt in ihrem Unverständnis. Für Katholiken gibt es diesbezüglich keine offenen Fragen. Sie sind auf dem Konzil von Trient dogmatisch beantwortet worden, wie @Stanley bemerkt hat.


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 Rolando 21. Jänner 2020 
 

Fortsetzung

Das gibt es kein einziges Mal in den protestantischen oder freikirchlichen Denominationen. Im Blauen Buch von Don Gobbi mahnt die Gottesmutter vor dem Annehmen der protestantischen Lehre, sie verweist auf dem Gräuel am Hl. Ort, wie im Buch Daniel, Wenn der protestantische Gottesdienst, anstelle der Hl. Messe gefeiert wird. Es geht schon los mit Wortgottesdiensten am Sonntag, die Hl. Messe wird ersetzt, man mutet nicht zu, zum höchsten Gut ein paar km zu fahren.


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 Zeitzeuge 21. Jänner 2020 
 

Liebe Kirchental,

ich gestatte mir, wieder einmal einen
Literaturvorschlag zu unterbreiten.

Unübertroffen ist die Symbolik über die
dogmatischen Gegensätze der Katholiken und Protestanten des
großen Tübinger Theologen J.A. Möhler aus dem
19. Jahrhundert, die jezt nachgedruckt
wurde, siehe Link.

Der Verlag hat noch
andere, interessanten theol. Bücher,
so auch das Buch über den Zölibat von
J.A. Möhler, das als Gegenentwurf zu
einer Petition von 23(!) Freiburger
Professoren (keine Theologen), welche
die Abschaffung des Zölibats gefordert
hatten, verfaßt wurde und ebenfalls heute noch aktuell ist.

Ich wünsche ggfls. gute Lesefrüchte!

www.vb-sabat.de/verlagsprogramm/publikationen-der-verlagsbuchhandlung-sabat/m%C3%B6hler-johann-adam/#cc-m-product-14078243825


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 Rolando 21. Jänner 2020 
 

Es ist ein Riesenunterschied, Hl. Eucharistie und das protestantische Abendmahl

Hier eine gute Erklärung des Hl. Meßopfers,
https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/von-Cochem+Erkl%C3%A4rung-des-hochheiligen-Me%C3%9Fopfers-nebst-einem-Anhang-von-Morgen-Abend-und-Messgebeten/id/A01RtTMi01ZZV
Die Problematik kommt, weil die protestantischen, Bischöfe und Priester anerkannt wurden, obwohl sie keine sind, sie haben keine Weihe in apostolischer Sukzession. Es ist keine Erlösungshandlung Jesu im protestantischen Gottesdienst, Jesus ist nicht mit Leib und Blut anwesend, geht aufgrund fehlender Weihe nicht. Deshalb ist es egal, ob Mann oder Frau am Altar stehen, (ist es überhaupt ein Altar, ohne Reliquien??), ist nur ein Tisch. Unabhängig aller theologischen Erklärungsversuche, die eh oft nicht verstanden werden, hier die übernatürliche Bestätigung des kath. Meßopfers,

https://kathleben.de/michael-hesemann-ueber-eucharistische-wunder-teil-2/

https://kathleben.de/michael-hesemann-ueber-eucharistische-wunder-teil-3/


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 Stanley 21. Jänner 2020 
 

Welche "offenen Fragen"?

Spätestens auf dem Konzil von Trient wurden alle offenen Fragen geklärt, und zwar ein für alle Mal dogmatisch.
Unklarheiten kann es da auf katholischer Seite nicht geben.


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 Diadochus 21. Jänner 2020 
 

Angriffsziel

Die Hl. Messe ist das Hauptangriffsziel des bösen Feindes. Er lässt nicht locker. Nur in der Hl. Messe wird Gott ein würdiges Opfer dargebracht.


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 Kirchental 21. Jänner 2020 

Römischkatholisch

bezeichnete ich mich früher. Was aus Rom kam, war richtig und wichtig.

Jetzt steht dort die Filiale von Radio Eriwan.

Wie soll ich mich künftig nennen - benediktkatholisch?

Im Ernst - durch die Bezeichnung "These" wird aus der gültigen Lehrmeinung nicht nur eine private Meinung - unausgesprochen schwingt doch da "absurde These" mit!

Heiliger Erzengel Michael. ..!


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 siebenschlaefer 21. Jänner 2020 
 

Was hier von Vatican News verbreitet wird,

muss als das bezeichnet werden, was es ist: glatte Häresie! Was kommt als nächstes?


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 hortensius 21. Jänner 2020 
 

Zerstörung der Kirche.

Radio Vatikan dürfte den Standpunkt der Jesuiten und auch des Papstes Franziskus ausdrücken sowie den Standpunkt der deutschen Synodalen. Wenn sich ihre Meinung durchsetzt, werde ich aus der deutschen Synoden-Kirche austreten.


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 Herbstlicht 21. Jänner 2020 
 

einebnen?

Nicht nur der Abschnitt des Gartens in Castel Gandolfo, in dem sich Benedikt so gerne aufhielt, wurde eingeebnet.

Ist zu befürchten, dass Bestrebungen im Gange sind, auch das unterschiedliche Verständnis von Eucharistie und Abendmahl einzuebnen?

Der letzte Absatz des obigen Artikels hat mich diesbezüglich tief erschreckt, denn das Radio Vatikan eben dieses unterschiedliche Verständnis als "These" des Kardinals bezeichnet, ist schockierend.


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 ottokar 21. Jänner 2020 
 

Ohne gemeinsame Anerkennung der Sakramente kqnn es keine Ökumene geben. es keine


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