Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  12. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  13. Beschließen ohne zu entscheiden?
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. Die Nazi-Projektion

Folge der Wolke!

6. Jänner 2020 in Deutschland, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Johannes Hartl bei dritten Vortrag im Rahmen der #MEHR2020: "Es gibt genau eine Sache, die die Kirche attraktiv macht: Das ist die Gegenwart Gottes. Das was die Kirche attraktiv macht, ist Jesus." Von Roland Noé


Augsburg (kath.net/rn)
„Folge der Wolke“. So war der dritte Vortrag von Johannes Hartl im Rahmen der diesjährigen MEHR-Konferenz am Sonntagabend betitelt. Hartl erzählte zu Beginn die Geschichte vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten und wie sie dabei der Wolke folgten. Die Wolke bestimmte das Tempo. Jedes Mal, wenn sich die Wolke sich über dem Zelt erhob, brachen sie auf. Sie stoppen dort, wo die Wolke sich niedergelassen hat.

Heute gibt es laut Hartl viele Gründe, dieser Wolke nicht zu folgen. Dazu gehören die Erwartungen der anderen, Ängste, Bequemlichkeit und Enttäuschungen. „Viele Menschen ziehen die Bequemlichkeit der Sklaverei der Freiheit vor. Diese vier Dinge sind Berufungskiller, sie halten Dich im Gefängnis Ägyptens. Der Augsburger Theologe erinnerte daran, dass auch Jesus ständig Menschen enttäuscht hatte. Auch die Ängste um die natürlichen Ressourcen kennt jeder von uns. Sogar Jesus wurde in der Wüste in Versuchung geführt. Für Hartl ist die Angst, zu wenig Geld zu haben, heute der größte Verhinderer von Berufungen. „Nur wenige sind in diesem Punk schon ausgebrochen aus dem Gefängnis Ägyptens.“


Es gäbe auch kein Glaubensleben ohne Enttäuschungen. Johanns Hartl erzähle in dem Zusammenhang auch eine Geschichte vom kleinen Elefanten, der an dieses System angekettet ist und sich nicht losreißen könne. Eines Tages wurde dieser zu einem großen Elefanten, aber er denkt noch immer, dass er machtlos gegenüber dieser Kette sei. „Gott aber führt immer die Menschen in die Freiheit.“

Schließlicht stellte die Hartl die Frage, wie man denn Gott heute attraktiver machen könne. „Es gibt genau eine Sache, die die Kirche attraktiv macht: Das ist die Gegenwart Gottes. Das, was die Kirche attraktiv macht, ist Jesus.“ In allen anderen Dingen sind andere besser. Wie fühle sich die Gegenwart Gottes an? Der Theologe erinnert dazu an die zwölf Früchte des Heiligen Geistes (Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte ua.). „Jesus ist der Fürst des Friedens, wo seine Gegenwart ist, da trägt sie dieses Aroma.“

Für das Folgen der Wolke gäbe es laut Hartl kein Handbuch und keine Methode, denn hier gehe es um eine Beziehung. So sei es wichtiger, die Lektionen der Wüste gut zu lernen, als möglichst schnell ans Ziel zu kommen. „Du kannst so aktiv sein, dass Du dabei bist, die Gegenwart Gottes zu verlieren. Gott hat Zeit. Der Herr ist der Herr. Ist der Dienst am Herrn heimlich Dein Herr geworden. Dass der Dienst Dich diktiert und nicht mehr der Herr selbst?“

Bequemlichkeit fühle sich laut Hartl gut an, aber diese hält dich in Sklaverei. Ohne ein wenig Stress wird man nicht die Berufung bekommen. „Im Himmel werden wir ewig ruhen, aber die Jahrzehnte davor ist es manchmal stressig.“ Eine der Lektionen der Wolke ist laut dem Augsburger Theologen auch, dass es anders kommt. „Die Wolke ist nicht den direkten Weg vom roten Meer nach Israel gegangen.“
„Ich hab´ gelernt, dass ich sehr vieles nicht brauche. Ich brauche Frieden im Herzen, den habe ich in der Gegenwart von Gott. Alles andere kann kommen und gehen. Das, was Du wirklich brauchst im Herzen, ist Frieden mit Gott. Du bist zur Freiheit in der Gegenwart Gottes berufen. Du bist berufen, der Wolke zu folgen.“

Auszüge aus dem Vortrag als VIDEO




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ökumene

  1. „Diese Einheit ist zutiefst begründet im gemeinsamen Glauben und in der einen Taufe“
  2. „Mit den beiden Lungenflügeln atmen“, singen und beten
  3. Papst veröffentlicht Schreiben zur Einheit der Christen
  4. Der Augenblick Gottes: Die Begegnung von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras
  5. Die Ost- und Westkirche – „Schwesterkirchen“ - Die Brüder Andreas und Petrus treffen sich
  6. „Brückenbauer für die Einheit der Christen“
  7. "Einstellung von Patriarch Kyrill irritiert und erschüttert!"
  8. Kardinal Koch: Papstreise war Gewinn für Ökumene
  9. Churer Bischof Bonnemain möchte ‚Konfessionelle Eigenarten’ zugunsten der Ökumene ‚redimensionieren’
  10. Protest lehramtstreuer Katholiken: ‚Das kann nicht die echte Ökumene sein’







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  7. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  8. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  9. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz