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„Hier soll eine Agenda durchgebracht werden“

2. Jänner 2020 in Interview, 23 Lesermeinungen
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Kölner Weihbischof Schwaderlapp im kath.net-Interview zum Synodalen Weg: „Mit Kardinal Woelki mache ich mir Sorgen, dass wir dabei sind, in der Kirche in Deutschland einen Sonderweg zu gehen, der uns von der Weltkirche trennt.“ Von Petra Lorleberg


Köln (kath.net/pl) „Papst Franziskus hat uns völlig zu Recht den ‚Primat der Evangelisierung‘ ins Stammbuch geschrieben.“ Darauf weist der Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp im KATH.NET-Interview hin. Der Weihbischof teilt die mehrfach geäußerte Grundsatzkritik des Kölner Erzbischofs Rainer Maria Kardinal Woelki am Synodalen Weg, kath.net hat berichtet.

kath.net: Herr Weihbischof Schwaderlapp, für Basel lässt die Statistik vermuten, dass dort 2050 praktisch keine Christen mehr leben werden, wenn der bisherige Schwund des Christentums dort so weitergeht wie bisher. Nun liegt Basel zwar in der Schweiz, aber auch in Deutschland schreibt das Christentum derzeit wohl eher keine Erfolgsgeschichte. Papst Franziskus hat uns deutschen Katholiken den „Primat der Neuevangelisierung“ ins Stammbuch geschrieben. Was halten Sie davon?

Schwaderlapp: Gott sei Dank folgen Glaubensverkündigung und Evangelisierung nicht den Gesetzen der Demoskopie und Statistik. Wie die Zukunft des Christentums in Europa aussieht, das hängt von der Kraft des Heiligen Geistes ab, und die ist unerschöpflich.

Aber der Heilige Geist arbeitet nicht über unsere Köpfe hinweg, sondern in uns und durch uns. Insofern kommt es auf unser Mittun an.

Deshalb hat uns Papst Franziskus völlig zu Recht den „Primat der Evangelisierung“ ins Stammbuch geschrieben.

Evangelisierung, das ist aber nicht irgendeine äußere – gar lästige – Verpflichtung. Wenn Christsein wesentlich Freundschaft mit Christus bedeutet, dann kann ich unmöglich diese Freundschaft verschweigen. Was wäre das wohl für eine Freundschaft, die wir verschweigen würden? Sie würde den Namen nicht verdienen.

Wir können nicht wirklich Christen sein, wenn wir nicht in unserem Inneren den Drang verspüren, diese Botschaft mit anderen zu teilen.

kath.net: Zölibatsaufweichung, Frauenweihe, Strukturänderungen… Wir diskutieren in der katholischen Kirche in Deutschland derzeit über vieles. Wo sehen Sie im Synodalen Weg geeignete Ansätze für das von Papst Franziskus geforderte Engagement für den Primat der Neuevangelisierung und wo nicht?

Schwaderlapp: Manfred Lütz schlug vor Jahren einmal vor, bezüglich mancher diskutierter Themen – und die waren damals dieselben wie heute – die „Sterbebettprobe“ zu machen. Das heißt, sich die Frage zu stellen, welche dieser Themen sind für mich noch relevant, wenn ich auf dem Sterbebett liege. Ich halte die Anregung für gut, denn sie scheidet die wirklich existentiellen Themen von anderen, die zwar bedeutsam sind, aber nicht entscheidend für mein persönliches Glauben und Leben.

Ich befürchte, dass viele Themen, die wir auf dem sogenannten „Synodalen Weg“ bearbeiten, diese „Sterbebettprobe“ nicht bestehen.

Ich habe ohnehin Sorge, dass wir uns in unserer katholischen Gremienwelt längst von den tatsächlichen alltäglichen Glaubens- und Lebenssorgen der Menschen entfernt haben. Zu viele Themen dienen der kirchlichen Selbstbeschäftigung.

In Gesprächen mit Jugendlichen werden mir dagegen häufig ganz andere Fragen gestellt. So wurde ich einmal von einer Jugendlichen, einem Firmling, gefragt: „Wie würden Sie in aller Kürze Ihren Glauben jemandem erklären, der keine Ahnung davon hat?“ Eine kluge Frage, die mich immer wieder beschäftigt.

kath.net: Und welche Antwort haben Sie der Jugendlichen gegeben?

Schwaderlapp: Ich habe ihr in etwa gesagt: „Gott lässt die Welt nicht allein. Er hat uns seinen Sohn gesandt, der Immanuel, der Gott-mit-uns, der uns die Hand seiner Freundschaft reicht. Und Jesus Christus ist der Freund deines Lebens, auf den du dich immer verlassen kannst, der dich niemals im Stich lässt, der dich auch dann noch trägt, wenn dich nichts mehr trägt.“

Von diesem Kern unseres Glaubens her, lässt sich alles andere erst erklären und verstehen. Der Schlüssel für den gesamten Glauben der katholischen Kirche ist nach meiner Überzeugung die Freundschaft mit Christus.

kath.net: Wie erfolgsversprechend wäre denn die Einführung von verheirateten Geistlichen, von weiblichen Geistlichen, von weniger Hierarchie zugunsten von stärker demokratischen Strukturen. Würden solche Maßnahmen Ihrer Einschätzung nach überhaupt erbringen, was man sich von ihnen verspricht, nämlich neuen Schwung und bessere Mitgliedszahlen? Was folgern Sie, wenn Sie dazu auf unsere christlichen Geschwister in den evangelischen Landeskirchen blicken?

Schwaderlapp: Nun ja: „Schlimmer geht immer.“, Es wäre meines Erachtens zu billig, auf andere Kirchen und kirchliche Gemeinschaften hinzuweisen, in denen der Glaubensschwund noch größer ist. Das bleibt an der Oberfläche und führt uns nicht weiter.

Im Hintergrund vieler sogenannter heißer Themen steht doch die Frage: „Was ist die Kirche?“. Wenn ich der Meinung bin, dass die Kirche eine Veranstaltung von Menschen für Menschen ist, dann haben die Kritiker recht. Denn dann sollte die Kirche der Logik menschlicher Organisationen folgen, und die sind in unserer Zeit selbstverständlich demokratisch, und das ist auch gut so.

Nun ist die Kirche aber Bestandteil des Credos: „Ich glaube … die eine, heilige katholische und apostolische Kirche“. Die Kirche ist nicht Menschenwerk, sondern Gottesstiftung. Sie folgt seinen Gesetzen und nicht unseren. Die Kirche lebt von Voraussetzungen, die sie sich nicht selbst gegeben hat. Wort, Weisung und Handeln Christi sind für uns verbindlich – auch da wo sie scheinbar nicht in die Zeit passen.

Die Kirche ist weniger eine Organisation als ein Organismus, der von Christus her belebt wird. Ansonsten wäre sie schon längst untergegangen. Und in diesem Organismus sind alle Glieder aufeinander verwiesen und angewiesen. Das Amt steht im Dienst der Gläubigen, im Dienst ihres Glaubens. Und das Amt ist angewiesen auf das Zeugnis aller Getauften. Die „Expertise“ der sogenannten Laien ist daher auch für das Amt unverzichtbar. Daher ist Beratung in der Kirche auf allen Ebenen unverzichtbar.

kath.net: Kardinal Woelki hat vor wenigen Wochen gemahnt: „Wir sind und bleiben Teil der Weltkirche und können keinen deutschen Sonderweg initiieren.“ Teilen Sie die Sorge Ihres Erzbischofs über die Gefahr eines deutsch-katholischen Sonderwegs (und wie bewerten Sie dies)?

Schwaderlapp: Ich teile voll und ganz die Haltung unseres Erzbischofs. Mit ihm und anderen mache auch ich mir Sorgen, dass wir dabei sind, in der Kirche in Deutschland einen Sonderweg zu gehen, der uns von der Weltkirche trennt.

Jedenfalls sind die Fragen, die im Zentrum des „Synodalen Weges“ diskutiert werden, Fragen weltkirchlicher Natur. Sie sind keine deutschen Spezialfragen, ob Zölibat, Frauenpriestertum, Sexualmoral oder Strukturfragen.

Und wenn zudem, bevor dieser Weg überhaupt begonnen hat, das ZdK mit überwältigender Mehrheit, die Segnung homosexueller Paare fordert, dann verstärkt dies den Eindruck: Hier geht es nicht um ein Aufeinander-Hören. Hier soll eine Agenda durchgebracht werden.

Ich glaube allen Beteiligten, wenn sie sagen, sie wolle keine Spaltung der Kirche.

Dennoch bleibt in mir die Sorge, dass am Ende die bereits jetzt vorhandene innere Spaltung vertieft wird, und bei denen, die sich eine quasi neue Kirche erhoffen, viel Frust und Enttäuschung entstehen werden.

Bei allen Differenzen und Gegensätzen: Lassen wir uns nicht in ein Freund-Feind-Schema pressen! Wir sind alle Glieder des einen Leibes Christi. Nur in der Einheit dieses Leibes könne wir wirksam sein.

kath.net: Herr Weihbischof, Sie haben Ihr eigenes Leben in den Dienst der Kirche gestellt, deshalb können die aktuellen innerkirchlichen Konflikte nicht spurlos an Ihnen abperlen. Wo schöpfen Sie persönlich wieder neuen Mut?

Schwaderlapp: Für mich ist die entscheidende Kraftquelle die Feier der hl. Eucharistie, in der Christus auf unnachahmliche Weise sein Versprechen einlöst: „Ich bleibe bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Das Gebetsleben auch außerhalb der hl. Eucharistie fortzusetzen, ist Herausforderung und Auftrag, aber ebenso eine unerschöpfliche Quelle der Freude.

Zudem: Als Weihbischof darf ich – ob bei Visitationen oder anderen Gelegenheiten – immer wieder feststellen, wie viele gute, treue Katholiken es gibt, die sich mit Herzblut täglich bemühen, ihren Glauben zu leben. Auch unter jenen, mit denen ich mich zuweilen auseinandersetzen muss. Ich erlebe die vielen Begegnungen für mich immer wieder als Geschenk.

kath.net: Was wünschen Sie den Katholiken in Deutschland für das Jahr 2020?

Schwaderlapp: Ich wünsche uns allen das, was der Apostel Paulus den Römern geschrieben hat und ich mir als Lebensmotto gewählt habe: „Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!“ (Röm 12,12)

Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp/Predigt im Kölner Dom: ´Es ist Aufgabe der Kirche, auf die goldenen Kälber unserer Zeit hinzuweisen´


Fotos Weihbischof Schwaderlapp (c) Erzbistum Köln


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Lesermeinungen

 lesa 5. Jänner 2020 

Der Glaube ist ein großes Geschenk

[email protected]: Wenn Menschen sich verständigen wollen, müssen sie in der Regel die Sprache benützen. Wäre ich eine Chinesin und würde zu einem deutschsprachigen Gesprächspartner sagen: Du redest falsch, alle deine Wörter sind nichtssagend, also bemühe ich mich um dein Vokabular nicht - und umgekehrt - Keiner würde ein Wort verstehen, von dem, was der andere sagt.
Wir haben hier eine vergleichbare Situation. Die Ausgangslage, die Sprache ist der Glaube der Katholischen Kirche in seinem Gesamtzusammenhang, der berugt auf Schrift, Tradititon, Lehramt. Das ist die Ausgangslage. Wenn die geleugnet wird, ist ein Gespräch eigentlich nicht möglich. Aber es bleibt das Gebet. Denn die heutige Lesung aus dem Epheserbrief sagt in wundervollen Worten, dass das Licht VOM HERRN her kennen muss. "Der Herr mache die Augen eures Herzens hellsichtig, damit ihr erkennt … "(aus Eph 1)Der Glaube ist eine große Gnade!
Aber danke für die "jüngsten Literaturhinweise".


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 Zeitzeuge 5. Jänner 2020 
 

Liebe lesa,

ich werde mich hier nicht provozieren lassen, daher für Sie und alle hier,
die guten Willens sind, ganz kurze Hinweise zur Dogmengeschichte.

Diese wird in jeder kath. Dogmatik
mitbehandelt, ausführlich z.B.
zur Eschatologie im

Handbuch der Dogmengeschichte

allein 4 Teilbde. (IV/7a-d) über die
Eschatologie!


Joseph Barbel: Einführung in die
Dogmengeschichte

Leo Scheffczyk: Katholische
Dogmengeschichts-
forschung
Tendenzen-Versuche-
Resultate, 1988


Wir Katholiken sind wahrlich nicht abhängig von ausserkatholischen
Polemiken im Stil von Harnack & Co. sowie deren mehr oder weniger analogen "Nachbetern"!

Binnenkath. Probleme, wie
unbestreitbar die Krise der Uni-Theologie lassen sich nur innerkirchl.
lösen!

Gesegneten Sonntag!

P.S.: Ich werde diese Diskussion hier
nicht weiterverfolgen, denn,
frei nach Goethe:
"Man merkt die Absicht und man
ist verstimmt"!


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 Ulrich Motte 5. Jänner 2020 
 

Gerade der Katechismus

der kathlischen Kirche zeigt dren Spaltung: Zentralsten Thesen darin werden selbst von höchsten Geistlichen bekämpft und von weitesten Teilen der Gläubigen auch oder stiller abgelehnt oder ignoriert oder sind ihnen unbekannt. Selbst dem Papst wird (hier) Abwendung vom Katechismus vorgeworfen. Die Einheit einer Kirche kann ich nicht nur an dogmatischer Theorie messen, sonst wäre sie für evangelischen Landeskirchen ja auch durch ihr formales Bekenntnis zur Bibel und den Bekenntnissen erreicht... Einheit ist auch nicht nur äußerlich, sozusagen für alle Taufscheinmitglieder und Kirchensteuerzahler...


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 Ulrich Motte 5. Jänner 2020 
 

PS: Lehrunterschiede in zentralsten Fragen

in höchsten Kreisen der katholischen Kirche hat es schon viel früher gegeben als in der Gegenwart. Das Dogma vom ewigen Heil etwa änderte sich vom Konzil von Florenz zur (grob gesagt) Reformationszeit...


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 Ulrich Motte 5. Jänner 2020 
 

Lesa

Erstens war es eindeutig nicht der ganze Zwölferkreis. Und ess geht schon um die Anrede: Wird eine Vollmacht ausdrücklich an die Mitarbeiter erteilt, und eben gerade nicht nur an die Prokuristen, ist sie - selbst wenn nur Prokuristen anwesend wären- eben an Mitarbeiter erteilt. Gott nimmt es genau. Hätte er nur Aposteln eine Vollmacht gegen wollen, hätte er das durch seine Eingebung ja sagen lassen können. Das sollten Sie nicht Wortklauberei nennen. Und im übrigen gehen Sie nicht ein auf Matthäus 18,17. Auch "Das Evangelium nach Rom" beantwortet weiter(e) solche Fragen.


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 lesa 5. Jänner 2020 

Tradition, das ist der Hl. Geist, der der Kirche das Evangelium erklärt. (M. Thurian)

@Ulrich Motte: Es geht um den Zwölferkreis, ob da nun "Jünger" oder "Apostel" steht, ist in an der Stelle nicht relevant. Wir betreiben keine Wortklaubereien. Es geht immer um die Gesamtaussage. Sie sehen ja, wie viele Nominationen und Grüppchen sofort entstehen, wo man sich von der lebendigen Lehrüberlieferung verabschiedet. Dass innerhalb der Katholischen Kirche tragischerweise neuerlich Tendenzen dazu vorhanden sind, wie Sie anmerken, ist schlimm genug. Aber es ändert nichts am Glauben de Kirche, dessen Inhalte im Katechismus wunderbar zusammengefasst und nachzulesen sind.
Mehr Zeit, mit Ihnen zu diskutieren, steht mir nun nicht mehr zur Verfügung.
Ich werde Sie aber besonders in die Heilige Messe einschließen.
Noch eine Buchempfehlung: "Zur Gemeinschaft gerufen. Kirche heute verstehen" von Benedikt XVI. Dort werden Zusammenhänge über das Verständnis und den Kern des Katholischen Glaubens. Den bekanntlich nicht jeder teilt. (Teilen "muss" wäre nicht ganz richtig ausgedrückt)


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 lesa 5. Jänner 2020 

Geduld, die bittere Wurzeln hat und süße Früchte trägt. (Joh. XXIII.)

[email protected]: Erst jetzt sehe ich Ihre Eintragungen! Vielen Dank! Ihre Gedanken und Literaturhinweise sind sehr kostbar. Mit versöhntem Herzen (das das eine Arbeit ist, kann auch fruchtbar sein) "gelegen oder ungelegen" Argumente anführen. Es stimmt, Diskussionen mit Menschen, die die Offenbarung nicht akzeptieren, haben wenig Sinn. Manchmal hilft eine Entgegnung vielleicht doch, und außerdem kann es kathol. Mitlesern, die "zu wenig Zeit zum Lesen" haben, wieder neu die eine oder andere Glaubenswahrheit erschließen. Kath.net u. die anderen Neuevangelisationsmedien nehmen ihre Chance u. Aufgabe in dankenswerter Weise wahr. Eine "heile Leserforumswelt" dürfen wir nicht erwarten, aber gerade so sind wir veranlasst, die Dinge zu bedenken u. das Glaubensgut zur Sprache zu bringen. Ja, der Hl. Franz von Sales, wie aktuell! Danke für die Sprüchesammlung!
Das Buch von A. Theurer ist eine erstaunlich hilfreiche Einführung i.d. Kath.Glauben, u. kurz!
Tägl.im Gebet verb.! Ihre @lesa!


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 Ulrich Motte 4. Jänner 2020 
 

Zeitzeuge- Danke für Ihre Hinweise!

Evangelische Antworten findet man zahllos zu allen einzelnen Fragen im Internet- nur englischsprachig kontroverse Bibelstellen eingeben. Deutsche Antworten sind etwa solche von Hermann Hegger, Roland Sckerl, Wolfgang Bühne, Hans-Werner Deppe, Lothar Gassmann (alle außer Sckerl- Ex-Katholiken).


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 Ulrich Motte 4. Jänner 2020 
 

Beim Thema bleiben?

Das Thema sind nicht irgendwelche Konfessionsunterschiede, sondern vor allem, ob die Heiratsmöglichkeit für Geistliche einfach unter Hinweis auf den Glaubensschwund in evgl. Landeskirchen als nicht nützlich bezeichnet werden kann. Orthodoxe Priester dürfen auch heiraten wie solche in unierten katholischen Kirchen wie katholische Diakone, und zumindest im 1. Jahrtausend war die Priesterehe wohl üblich. Hindert(e) das Glaubenswachstum dort und damals? Damit will ich nur Hinweise zur Diskussion geben. Sicher gibt es auch Gegenargumente. Aussagen, die Priesterehe alleine werde keinen Aufschwung bringen, sind wenig hilfreich. Denn erstens behauptet das kaum jemand. Zweitens können Mängel in der EKD auch andere Ursachen als die Pfarrerehe haben. Zudem ist fraglich, ob ein kirchlicher Abschwung in der Moderne überhaupt vermeidbar ist. Das Christentum in seiner größtdenkbaren Gänze wird "im Westen" anscheinend schwächer und es wird - auch innerkirchlich- sehr plural! Ist das groß änderbar?


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 Elija-Paul 3. Jänner 2020 
 

Synodaler Weg ist nicht losgelöst von Rom

Vielleicht zeigt sich in dem synodalen Weg eher eine Art Vorhut von dem was bestimmte Kräfte in Rom sehen wollen. Es gibt ja das Beispiel von der hl. Kommunion für die nichtgläubigen Ehepartner. Zunächst von Rom (scheinbar?) gerügt, dann aber nach Besuch von K. Marx verschwand das Thema und es geht so wie es von der Kirche in Deutschland vorgegeben wurde. Was bedeutet Evangelisierung bei P. Franziskus? Steht hier im Vordergrund nicht eine rein horizontale Dimension?
Klimaschutz, Migrantenproblematik, Abu-Dhabi- Mission usw.! Verkündigung? Das Problem, verehrter Herr Weihbischof ist aus meiner sicht nicht primär die Kirche in Deutschland, so übel es dort ist, sondern der Kurs des gegenwärtigen Pontifikats. Amoris laetitia, Alleingänge beim Verändern des Katechismus, AbuDhabi-Erklärung, Pachmamaidolatrie: Das sind keine deutschen Alleingänge, sondern Vorgaben der Kirchenleitung.
Wir können uns nur auf den Heiligen Geist verlassen und dem Weg der Kirche zu allen Zeiten treu bleiben!


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 lesa 3. Jänner 2020 

Empfangt Heiligen Geist. Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch! (Joh 20, 19.23)

@Ulrich Motte: Was in der Bibel nachzulesen ist: Es waren die Apostel, die hinter verschlossenen Türen versammelt waren an jenem Tag, dem ersten der Woche als der Herr Jesus in ihre Mitte trat und sprach: "Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch." Und als er dies gesagt hatte, hauchte er sie an und spricht zu ihnen: Empfangt Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden nachlasst, dem sind sie nachgelassen. Wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten." (Joh 20, 23)
Zudem: Offenbarung meint nicht allein die Schrift - wie es der Protestantismus sieht, der dann schnell in einen heillosen Subjektivismus abgleiten kann, nicht muss! - sondern insbesondere auch die Auslegung durch die Kirche in aller Zeit. Was also in der Kirche zu allen Zeiten geglaubt wurde, muss auch im Gehorsam weiter geglaubt werden. Nur dann bleibt der Gehorsam in der Wahrheit des Heiligen Geistes.(aus einem Kommentar von @Bernhard Joseph)
Das entspricht dem GLAUBEN DER KATHOLISCHEN KIRCHE.


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 Ulrich Motte 2. Jänner 2020 
 

Chris 2- viel Abweichung vom Thema

Pfingstler (Charismatiker) und Evangelikale sind nicht identisch- konservative Evangelikale (die auch Frauen weniger Ämter geben als beide-!-Großkirchen, nie Predigt oder Leitung, sind im Unterschied zu den beiden deutschen Großkirchen strikt antipfingstlerisch. Und was hat mein Hinweis, daß Pfingstler verheiratete Geistliche, oft demokratischere Strukturen und teils weibliche Geistliche ohne Wachstumsverluste haben mit deren Unangepasstheit als Wachstumsursache zu tun? Die Unangepasstheit könnte "Rom" doch auch imitieren! Und Abstimmungen in demokratischen Kirchen sind selbst bei wichtigen Fragen nicht von bleibender negativer Wirkung für wahre Kirchen- man trennt man sich anders als die Großkirchen halt von Irrlehrern und von allen auf Sünde oder Irrlehre dauerhaft Beharrenden, schließt sich in bibeltreuen Gemeinden zusammen! Die Sündenvergebung (sogenannte Schlüsselgewalt) ist nach klarer biblischer Lehre auch der ganzen Gemeinde anvertraut, nicht nur Aposteln oder Geistlichen.


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 Winrod 2. Jänner 2020 
 

Eine "Agenda"

Das kennen wir doch aus der Politik. Aber die Kirche ist keine politische Institution, in der die stärkste Fraktion ihre Agenda durchzudrücken hat.
"Was ich von der Kirche erwarte? Dass sie uns das Übernatürliche nicht vorenthält und dass sie keine Angst jat" ( Eugene Ionescu ).
Also, liebe Kirche von Deutschland, kehre zurück zu deiner ureigenen Aufgabe! Du musst keine "Agenda" durchsetzen , sondern das tun, was der Herr dir aufgetragen hat! Sonst machst du dich überflüssig.


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 Chris2 2. Jänner 2020 
 

@Ulrich Motte

Die Pfingstkirchen sind sicher vor allem deswegen so erfolgreich, weil sie nicht so daherkommen, wie manche bei uns: "Was, mein Sohn: Du suchst den richtigen Weg? Oh, ich kenne ihn auch nicht, aber wir können ihn ja a schtückwaid gemeinsam suchen." Und wetten, über Glaubensinhalte wird bei den Evangelikalen auch eher selten abgestimmt, als über vermeintlich nebensächliche Strukturen? Wobei ich nicht nachvollziehen kann, wie man die Tatsache, dass Jesus ausschließlich Männer zu Aosteln berufen hat ignorieren kann (anderes Amts- und Eucharistieverständnis) oder z.B. das Bußsakrament ("Wem ihr die Sünden nachlasst, dem sind sie nachgelassen,wem ihr sie behaltet [!], dem sind sie behalten... [!]"


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 lesa 2. Jänner 2020 

Gut angefangen ...

Wieder die erfrischen, ehrlichen, froh machenden, weil völlig unverbogenen und wahren Äußerungen von Wb. Schwaderlapp! Danke!Wahrheit begeistert, nur sie. (Begeisterung ist nämlich etwas mehr als emotionale Ergüsse. Die vergehen, die Wahrheit bleibt.)


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 M.Schn-Fl 2. Jänner 2020 
 

Beten wir,

dass Bischof Schwaderlapp endlich auf einen der frei werdenden Bischofsstühle kommt. (z.B. Augsburg)


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 u-man 2. Jänner 2020 
 

Zu wenig vorgelebte Freude zur frohen Botschaft Christi

Es fehlt an: - Laut mitsingende Pfarrer,- Lächelnde Lippen der Verkündung, - Nächstenliebe in der Gemeinde, - Messwein für Alle (auch wg. erstes Wunder Christi), - Positives Zukunftsdenken, - Tanzabende und Hochzeitsfeiern, -....


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 Ulrich Motte 2. Jänner 2020 
 

Pfingstkirchen

Ich schätze die ganz und gar nicht. Aber sie wachsen von allen "Richtungen des Christentums" weltweit prozentual wohl klar am deutlichsten, sollen heute Hunderte von Millionen Menschen umfassen. Und sie haben durchgängig verheiratete Geistliche; oft, nicht immer, mehr Demokratie als die beiden deutschen Großkirchen; gar nicht so selten weibliche Geistliche (was ich ablehne)... Wer wegen dieser Themen auf andere Konfessionen blickt, muß sich also nicht unbedingt immer nur auf die evangelischen Landeskirchen (und ihre Schwesterkirchen weltweit) beschränken...


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 Stefan Fleischer 2. Jänner 2020 

Nur

Vergessen nicht auch wir, die wir keine Verweltlichung der Kirche wünschen, dass die Entweltlichung wohl am besten mit "Worten des ewigen Lebens" beginnt?
Vgl. Joh 6,68: "Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens."


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 Chris2 2. Jänner 2020 
 

Natürlich soll eine Agenda durchgesetzt werden.

Das war von Anfang an klar. Genauso wie der zwangsläufig vorprogrammierte Frust, wenn man / "frau" die Maximalziele nicht ohne eine Kirchenspaltung oder die Selbstexkommunikation erreichen kann, wie es Manfred Lütz in der Einführung zu "Der blockierte Riese" am Beispiel einer Bischofsvisitation so wunderbar geschildert hat. Besonders beim Thema "Frauenpriestertum", das schon seit der Auswahl der Apostel durch Gottes Sohn höchstpersönlich "durch" ist..


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 gebsy 1. Jänner 2020 

Vianney'scher statt Synodaler

Weg, um auf das Ziel ausgerichtet zu sein.
"Wie schön ist es und wie groß, Gott zu kennen und ihm zu dienen!
Wir haben nichts weiter als dies zu tun auf der Welt.
Alles, was wir sonst noch machen, ist verlorene Zeit." Pfarrer von Ars


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 gluteus maximus 1. Jänner 2020 
 

Danke, Herr Weihbischof Schwaderlapp!

Danke, daß du klar zum Erzbischof stehst, daß du für die Wahrheit und Einheit stehst, daß du für Jesus eintrittst. Bitte erzähle weiter, immer weiter (!) von Jesus und seiner wunderbaren Kirche!


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 nazareth 1. Jänner 2020 
 

Wenn der Ausgang ohnehin feststeht...

Sehr geehrter lieber Herr Bischof Schwaderlapp! Warum landet diese Information, dass es keinen deutschen Sonderweg für die kath. Kirche gibt, nicht bei den vielen die voller Aufbruchsbereitschaft und Enthusiasmus diese nichtkatholischen Positionen vertreten? Warum muss diese Enttäuschung vorprogrammiert sein, dass sie alle hoffen und enttäuscht werden? Wer hat zuallererst damit angefangen und wurde (von wem) nicht gebremst? Die ganze Energie fließt in die Diskussionen über längst empirisch und theologisch (evangelische Kirche hat mehr Austritte als wir Katholiken) widerlegte Positionen und "Wünsche", statt in Be-Geist-erte katholische Neuevangelisierung. Das ist schmerzlich und frustrierend,denn wir bräuchten dringend Einheit,kraftvolle Verkündigung und die begeisterte immer junge katholische Kirche als Ort der Hoffnung in einer immer verworreneren Welt! Es werden Positionen als katholisch präsentiert die katholisch schon tot sind, die Frage vom Totenbett erübrigt sich...


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