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Elijah dachte anders. Der Heilige Bonifatius ebenfalls

3. November 2019 in Kommentar, 35 Lesermeinungen
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Heidnische Götzen sind nicht harmlos und "Dialog" ist kein absolutes Ziel! Wenn die Pachamama ein heidnisches Idol ist, dann war es richtig und gerecht, es zu zerstören - Ein Kommentar von Phil Lawler /CatholicCulture


USA (kath.net/www.catholicculture.org/)
Die Geschichtsschreibung übernimmt im Falle einer Auseinandersetzung meistens der Sieger. Aus verständlichen Gründen haben die Priester des Baal keinen persönlichen Bericht über ihren Streit mit Elijah auf dem Berg Karmel hinterlassen. Hätten sie das jedoch, frage ich mich, wie dieser ausgesehen hätte.

Wir erinnern uns, dass Elijah es war, der die Konfrontation bewirkt hatte. Die Priester des Baal hatten keinen Grund, mit Elijah zu streiten, denn sie hatten totale Kontrolle über die Situation im Land- bis zu dem Zeitpunkt, als Elijah Ahab herausgefordert und ein Zusammentreffen verlangt hatte. Wenn sie gewusst hätten, was auf sie zukommt, hätten sie die Herausforderung vermutlich nicht angenommen. Sie hätten vielleicht gesagt, dass sie doch gut gleichzeitig mit Elijah existieren könnten, dass ihr bisschen Anbetung des Baal doch keine Bedrohung für Elijah sei. Sie hätten vielleicht damit argumentiert, dass sie doch geistesverwandt seien, dass sie letztlich die selbe Kraft anrufen würden. Ist das nicht meistens so mit Götzenanbetern? Sie verlangen von uns nicht, dem eigenen Glauben abzuschwören, sie wollen ihre falschen Götter nur einen ganz kleinen Platz in unserer Anbetung geben. Sie wollen nur ein klein wenig Verehrung. Nur eine ganz kleine Verbeugung, ein paar Körner Weihrauch.

Elisah aber wollte keinen Kompromiss eingehen. Er wollte keinen Dialog mit den Priestern des Baal. Wie so viele Helden unserer Tradition, die Makkabäer, wie auch die Märtyrer von Rom, wie Bonifatius, wollten den heidnischen Göttern auch nicht das kleinste bisschen Verehrung geben.
Die Kontroverse dieser Woche über das Bild der Pachamama in Rom zwingt uns dazu, über das Verbot der Idolatrie nachzudenken: ein Verbot, dass nicht aus irgendeiner engstirnigen traditionalistischen Theorie kommt, sondern vom „eifersüchtigen Gott“ des Dekalogs.

Wenn die Pachamama ein heidnisches Idol ist, das vor dem Altar einer katholischen Kirche aufgestellt wurde, dann war es richtig und gerecht, es zu zerstören.

Nun müssen wir uns die Frage stellen: was ist dieses Bild wirklich? Welchem Zweck dient es?
Durch offizielle Sprecher hieß es, die Pachamama sei kein Bild der Jungfrau Maria. Aber warum dann wurde diesem Bild so ein wichtiger Platz in der Synode gegeben? Warum haben sich einige Menschen tatsächlich vor ihr niedergeworfen in einer Zeremonie, die in den vatikanischen Gärten gehalten wurde? Niemand hat jemals gesagt, dass die Pachamama das Bild einer heidnischen Gottheit ist- manche Menschen haben sie mit Sicherheit so behandelt, und niemand in verantwortlicher Position hat sie dafür getadelt.

Wie denken wir, würde es aussehen, wenn Heiden versuchen wurden, Götzenanbetung in die katholische Kirche hineinzubringen? Würden sie eine Pressekonferenz halten, ihre Pläne bekanntgeben und im Kirchenschiff mit einer Statue des Baal prozessieren? Das glaube ich nicht. Vielmehr würden sie ein kleines Symbol ihres Götzen, ein zweideutiges vielleicht, irgendetwas, was man auch als eine neue Interpretation des christlichen Glaubens verkaufen könnte, hineinbringen und sehen, ob irgendjemand Einspruch erheben würde. Falls nicht, könnten sie es das nächste Mal mit noch mehr Nachdruck versuchen. Früher oder später müssten wir Katholiken die Gefahr erkennen, die davon ausgeht.

Paolo Ruffini, Präfekt des Dikasteriums für die Kommunikation des Heiligen Stuhls, kommentierte die Entwendung der Pachamama Statuen damit, dass diese Handlung dem Geist des Dialogs wiederspräche, der immer Grundlage sein sollte. Elijah dachte anders. Der Heilige Bonifatius ebenfalls.

Dieser Konflikt hätte vermieden werden können, wenn ein Verantwortlicher im Vatikan offiziell eine plausible Erklärung für die Ehrerbietung, die gegenüber der Pachamama gezeigt wurde, gegeben hätte. Die verständlichen Bedenken, Beschwerden und Befürchtungen, die die katholische Tradition lieben und hochhalten, wurden allerdings ignoriert.

Wenn die Männer, die die Pachamama in den Tiber geworfen haben, Verwirrte waren, dann war der Vatikan dafür verantwortlich. Aber waren sie verwirrt?

Übersetzung durch kath.net/ Linda Noé



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Lesermeinungen

 Federico R. 4. November 2019 
 

(Fortsetzung)

Wenn es Frühling wird, dann geht man in die Maiandachten und man tanzt am 1. Mai unterm Maibaum und trinkt sei Schöppla. So war’s jedenfalls schon immer auf dem Land, so wie man eben im Sommer unterm Linden- oder Kastanienbajm eine Maß Bier stemmt. Und zum Erntedank habe ich weiter unten schon was geschrieben.

Auch das Hexentreiben an Fastnacht ist doch reinste Volksbelustigung, niemand nimmt das ernst oder sieht‘s gar in religiösem Zusammenhang. Wenn schon, dann nur, um klarzumachen, dass Hexenglauben Unfug ist. Ähnlich verhält es sich mit dem unnötigen Holloween-Spektakel. Dafür ist eigentlich die Fastnacht da. Und damit: Helau!


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 Federico R. 4. November 2019 
 

O ihr liebe Leut‘, was soll all das Herumdischperieren ...

... über Selbstverständlichkeiten des menschlichen Lebensvollzugs. Dazu gehört das Schmücken der Gräber an Allerheiligen/Allerseelen mit Astern und Chrysanthemen. Sich Tannengrün in die Wohnung zu holen und es zu schmücken - Adventkranz und Christbaum -, ist ebenso per se nichts Heidnisches, sondern rein menschliche Hoffnung aufs ewige Leben. Im Glauben an Jesus, seiner Geburt an Weihnachten und seiner Auferstehung an Ostern, findet diese Allerseelenhoffnung für gläubige Christen ihre Bestätigung. Das gilt es zu feiern. Da muss gar nichts inkulturiert werden.


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 Wynfried 4. November 2019 

Wider den Mythos der Inkulturation

Dass im Winter keine Hirten mit ihrer Herde auf der Weide gewesen sein könnten, ist auch nicht zu beweisen. Das palästinische Klima erlaubt das durchaus, selbst wenn es nicht üblich gewesen sein mag.
Ich möchte hier aber vor allem darauf hinweisen, dass das Weihnachtsfest unabhängig von paganen Einflüssen entstanden ist. Das hat etwa der Wiener Papyrologe Hans Förster bestätigt. Es besteht kein Zusammenhang zu heidnischen Sonnwendfeiern. Alle überlieferten Weihnachtspredigten des vierten und fünften Jahrhunderts problematisierten den 25. Dezember nicht, sondern setzten ihn als den historisch korrekten Geburtstermin voraus, nicht nur als einen allegorischen.


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 Kirchental 4. November 2019 

Korrektur

Das ist missverständlich. Gemeint war:

Unsre Schulkinder verstehen die Botschaft von Weihnachten inclusive der religiösen Bedeutung ohne jedoch von Zuhause aus den nötigen Background mitzubringen.


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 Kirchental 4. November 2019 

@Aquilinus

Als absolutem Weihnachtsfan kann man mir die Freude nicht nehmen.

Weihnachten ist doch der Inbegriff der menschlichen Sehnsucht. Man müsste es erfinden, wenn es das Fest nicht schon gäbe. Das göttliche Kind im Stall, die Herbergssuche, die Hirten, der Stern - alles spricht direkt die Seele an. Man versteht ohne große Auslegung. Das spüre ich jedes Jahr aufs Neue bei unseren nichtchristlichen Schulkindern. Sie verstehen diese Botschaft ohne den religiösen Background.
Deshalb ist es mir persönlich völlig egal, ob die Geburt tatsächlich so stattgefunden hat. Lukas hat eine Sprache gefunden, die zu allen Zeiten und an allen Orten (außer vielleicht in Amazonien) die Menschen berührt.

Abt Odilo predigte gerne aus seiner Schulz. Ein Lehrer habe gefragt, welches das wichtigste Ereignis der Menschheit gewesen sei. Die Schüler rätseln - Nazizeit! Christi Geburt, sagte der Lehrer, weil danach sogar die Zeit berechnet wird.


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 proelio 4. November 2019 
 

Das muss man sich mal vorstellen!

Von den 224 Kardinälen und 5353 Bischöfen haben mit Kardinal Gerhard Müller, Kardinal Walter Brandmüller, Kardinal Jorge Urosa, Bischof Jose Luis Azcona Hermoso OAR, emeritierter Prälat von Marajó, Weihbischof Athanasius Schneider ORC von Astana, Weihbischof Marian Eleganti OSB von Chur gerade einmal sechs Würdenträger gegen den Götzendienst während der Amazonassynode protestiert. Der Rest schweigt wie die "Götzen am Ölberg"! Wäre die katholische Kirche nicht eine göttliche Stiftung, müsste man sagen: Ende, Aus, das war`s!


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 Aquilinus 4. November 2019 
 

@Wynfried

Ich möchte Ihnen nicht die Weihnachtsfreude nehmen. Es hat schon seine Berechtigung, dass die Christen in der längsten Nacht des Jahres das Geburtsfest feiern, weil Jesus in die Dunkelheit unsere Lebens gekommen ist. Er ist der wahre "Deus invictus", der unbesiegbare Gott, Er ist das Licht der Welt (Tage werden wieder länger). Parallel dazu wird Johannes seine Geburt bei der Sommersonnwende gefeiert, wenn die Tage wieder kürzer werden, weil Johannes gesagt hat, dass er abnehmen müsse und Jesus wachsen müsse. Die Wahl des Weihnachtsdatums ist also symbolisch gut begründet meiner Ansicht nach auch sehr gut ausgewählt.


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 Wynfried 4. November 2019 

@ Aquilinus

Ob das mit der Umdeutung ursprünglich heidnischer Kulte in christliche Symbole historisch immer so stimmt, kann mit Recht bezweifelt werden. Dass Weihnachten seinen Urspung in einem angeblichen Kult des Sol invictus hat, gilt als historisch wiederlegt. Christus soll tatsächlich am 25. Dezember geboren sein (warum auch nicht? ;-) )


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 griasdigott 4. November 2019 

Danke! :-) @ Aquilinius

Danke für die prompte Antwort!
Hatte gerade angefangen, mich aufzuregen! Da kommen einem schon so einige Gedanken in den Sinn.
Das sind ja auch immer wieder Vorwürfe, die an die katholische Kirche herangetragen werden.

Es ist sehr gut, dass jetzt auch dieses Thema diskutiert wird!


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 Aquilinus 4. November 2019 
 

@griasdigott

Beides stimmt. Darum ist die Adaption des heidnischen Brauches in ein christliches Gewand auch so gut gelungen:).
Ein weiteres Beispiel für gelungene Inkulturation ist übrigens Guadalupe. Das Wunderbild ist voller aztekischer Symbole, die die Indigenen verstanden haben und so erkannten, dass Maria die Mutter eines göttlichen Kindes ist und dennoch Jungfrau blieb.


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 griasdigott 4. November 2019 

Kräuterweihe

Ich habe gelernt, dass das Grab Mariens leer gefunden wurde, bzw dort waren nur Kräuter und Blumen, nicht aber der Leichnam der Gottesmutter. Es soll wiederum Thomas gewesen sein, der zu spät kam und Maria nocheinmal sehen wollte.

Von daher die Kräuterweihe an Maria Aufnahme in den Himmel.

Dann stimmt die Geschichte wohl nicht, oder?!


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 Zeitzeuge 4. November 2019 
 

Alles klar, Aquinlinus, es gibt deswegen keine Probleme

mehr zwischen uns!

Ich wünsche eine gesegnete, gute restliche
Woche!

Ihr

Zeitzeuge


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 proelio 3. November 2019 
 

Diktatur des Relativismus

Es wird immer klarer: bis auf wenige Ausnahmen ist die komplette kirchliche Hierachie der "Diktatur des Relativismus" verfallen. Die Herren wissen offensichtlich nicht mehr, was "Wahrheit" und was "Sünde" bedeuten. Wann hat es in der Kirchengeschichte einen Glaubensabfall in diesem Ausmaß gegeben? Gott alleine kann es und wird es richten!


5

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 Aquilinus 3. November 2019 
 

@Frederico R.

Beim Tanz um den Maibaum wie auch bei Halloween lässt sich der heidn. Ursprung nicht mehr lückenlos zurückverfolgen, weil die Christen diese Bräuche sehr erfolgreich viele Jahrhunderte unterdrückt haben. Allerdings ist der urspr. heidnische Hintergrund keineswegs verloren gegangen und erlebt wieder eine neuheidn. Renaissance. Googeln sie einmal "Maibaum Irminsul". Von Christen werden sie dort keinen Zusammenhang finden, aber umso mehr von Esoterikern und neogermanischen Heiden. Diese wissen sehr wohl um diese geistigen Zusammenhänge Bescheid. Uns Christen fehlt heutzutage der nötige Background, um solche versteckten, heidn. Riten zu erkennen. Z. Bsp. gibt es in manchen Gegenden auf der alemannischen Fastnacht nur 2 Kostüme: Hexen und Waldgeister. Aber kein Christ juckt das….

@Zeitzeuge
Danke! Ich muss zugeben, dass ich mich undeutlich ausgedrückt habe. Entschuldigung!


4

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 Zeitzeuge 3. November 2019 
 

Sehr geehrter Aquilinus!

Danke für Ihre erläuternde Mitteilung.

Damit hat sich auch mein Einwand zu Ihrem
Beitrag unter der Predigt von Bischof
Voderholzer erledigt!

Daß ich zu grob war, bedauere ich!

Ich hatte mich zusehr auf das "....sind
wir keinen Deut besser....." fokussiert
und dann Ihren Beitrag falsch interpretiert!

Ich freue mich, daß wir ja dann eigentlich in der Sache vollständig einig sind bzgl. der Kritik am neuheidnischen "Halloween"-Unwesen,
den Auswüchsen an Karneval oder der
Verkommerzialisierung des hl. Weihnachtsfestes, in einer guten Predigt
im verg. Jahr sagte der Priester u.a.:
"Wir sollen uns selbst GOTT zum Geschenk
darbringen - aber die Verpackung dabei
nicht vergessen."

Der 1. Advent wäre gut geeignet für ein
Mahnschreiben der Bischöfe im vorgenannten Sinn, aber es ist leider
höchstens mit Einzelstimmen zu rechnen.

Ich wünsche Ihnen von Herzen einen besinnlichen Sonntagabend und eine
gesegnete, gute Woche!

Laudetur Jesus Christus!

Ihr

Zeitzeuge


7

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 Authentisch 3. November 2019 

(2)
Wir wissen als Kinder Gottes, dass "die Wünsche von uns Kindern nicht immer erfüllt werden." - Nicht, weil Gott uns nicht liebt!
Beten wir weiter um gute Hirten! Hirten, die ihre Herde lieben, für sie einstehen, (Lebens-)Hingabe erkennen lassen.
Danke kath.net für diesen sehr guten (wahren) Beitrag.
Danke Herrn Phil Lawler /CatholicCulture.


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 Aschermittwoch 3. November 2019 
 

Der Zauberlehrling

...die Geister, die sie rief, bringt sie nun nicht mehr los...
Was für eine Synode!!!
Und der weisse Mann stand daneben und hatte Gefallen an dem Bild....


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 Aquilinus 3. November 2019 
 

@Zeitzeichen

Werter @Zeitzeuge, Sie haben bedauerlicherweise meinen Text völlig missverstanden.
Mir ging es zunächst darum, dass wir (=die Leser) unser Augenmerk nicht nur auf die schlimmen Missstände in anderen Ländern richtigen, sondern auch auf unser eigenes Land schauen. Da liegt ebenfalls vieles im Argen.
Im 2. Teil ging es nirgends um Synkretismus. Im Gegenteil, ich finde es gut, wie die Missionare die heidnische Feste durch christliche Feste ersetzt haben, oder wenn die Mariensäulen den Irminsul bzw. den germanischen Baumkult ersetzt haben. Im Schlusssatz habe ich eigentlich ganz deutlich gemacht, worum es mir ging: Wenn der Glaube verdunstet, werden die ganzen Mühen unserer hl. Missionare wieder zunichte gemacht. Es läuft praktisch alles wieder rückwärts. Die heidnischen Bräuche werden genau an den christlichen Festen wieder aufgerollt, welche eigentlich diesen Heidenspektakel ein Ende setzen sollten.


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 Federico R. 3. November 2019 
 

Jetzt möchte ich aber doch einmal eine schöpferische Pause einlegen.
allen Usern hier ein "Gott befohlen"!


2

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 Federico R. 3. November 2019 
 

(2)

Mit Synkretismus hat das also absolut NICHTS zu tun. Der Tanz unterm Maibaum etwa ist weder heidnischen noch sonstwelchen Ursprungs, sondern entspringt schlicht und ergreifend der menschlichen Lebenslust. Oder: Das Erntedankfest ist in allen Kulturen der Welt Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber dem „Spender aller guten Gaben“, also gegenüber Gott.

Deshalb ist es bezeichnend, dass in allen gottlosen Diktaturen stets versucht wurde, die christliche Bedeutung bestimmter Feste und Bräuche zu beseitigen und durch heidnische oder nichtssagende atheistische Inhalte zu verhunzen. Aus St. Nikolaus wurde in der Ostzone „Väterchen Frost“, Engeldarstellungen (auch wenn sie kitschig sind) zu Jahresendzeitfiguren usw. So kommt es auch, dass ideologisch verblendete „Volkskundler“ eine Mariensäule kurzerhand zur Irminsul erklären konnten.

Ich gehe aber aufgrund seiner von mir geschätzten bisherigen Posts fest davon aus, dass @Aquilinus das alles weiß und dies eigentlich auch mitteilen wollte.


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 Federico R. 3. November 2019 
 

@Zeitzeuge - Danke für Ihre informative Replik. (1)

Mit meinen beiden „Beispielen aus dem Leben“ wollte ich illustrieren, wohin es führen kann, wenn der Glaube schwindet. Der dabei entstehende Leer-Raum wird dann gefüllt mit allerlei Esoterik, Humbug oder (neu-)heidnischem Quark.

Nichts davon ist bei inkulturativen Vorgängen im Zuge der Ausbreitung des Christentums zu spüren. Der vom Schöpfer festgelegte Ablauf der kosmophysikalisch bestimmten Jahreszeiten, den alle Naturvölker instinktiv erkannt hatten und noch verspüren, wurde bereits im Judentum und dann endgültig durch Jesus Christus mit den wahren Inhalten versehen. Und deshalb darf man guten Gewissens sogar davon ausgehen, dass die Geburt Jesu tatsächlich am Tag der Wintersonnwende, die Geburt seines Vorläufers Johannes am Tag der Sommersonnwende stattgefunden hatte. Auch andere wesentliche Tage der Christenheit folgen bestimmten kosmischen Konstellationen, die kalendarisch festgelegt wurden und heute für alle Regionen dieser Welt gültig sind. (Fortsetzung)


2

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 Zeitzeuge 3. November 2019 
 

Lieber Federico R. !

Danke für Ihre Mitteilung.

Hoffen wir, daß Aquilinus sich unklar ausgedrückt hat, er wird sich dann
bestimmt noch hier entsprechend erklären.

Das "Wir" sollte nur verwendet werden,
wenn von Gleichgesinnten die Rede ist
sonst wird daraus undifferenzierte, pauschal klingende Kritik.

Auch sollte
betont werden, daß die heidnischen Feste
purifiziert wurden ohne Vermischung mit den wahren, christl. Feiertagen, das wäre Synkretismus, sondern
an die Stelle dieser heidnischen Feste traten, z.B. Christus
als wahre Sonne der Gerechtigkeit nach
Mal. 3,20 anstelle, nicht vermischt mit
"Sol Invictus"!

Ihre persönlichen Erfahrungen entsprechen natürlich leider auch
unserer traurigen, postkonziliaren
kath. Wirklichkeit. Der letzte, konservativere Pfarrer(seit 1954) wurde hier 1978
verabsch., danach kamen nur noch
mehr oder weniger "progressive", wir
fahren i.d.R. in Nachbarpfarreien bzw.
etwas weiter in eine a.o. Ritus-Messe.

Ich wünsche Ihnen u. Ihrer Gattin gerne
einen gesegneten Sonntag!


9

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 Federico R. 3. November 2019 
 

Lieber @Zeitzeuge. Vom „wir“ des Mitusers @Aquillinus ...

... möchten auch meine Frau und ich etwas Abstand nehmen. War wohl diesmal leicht unüberlegt von ihm.

Vor drei Tagen erlebt: Gerade als wir uns fertigmachten für die Vorabendmesse zum Allerheiligenfest, läutete es von draußen Sturm. Über die Sprechanlage hörten wir Kindergekreisch. Aha, Halloween. Ich bat um Namensnennung. Unverständliches Geschrei. Ich sagte, dass wir jetzt gleich in die Kirche gehen wollen, und fragte, ob sie nicht auch... Wieder Geschrei. Auf dem 15min. Fußweg zur Kirche sahen wir, nur hundert Meter vom Haus entfernt, die Truppe, ca. 6-7-Jährige in Begleitung einer jüngeren Frau. Unterwegs trafen wir noch mehrere solcher Trupps, auch ältere Kinder waren dabei.
In der Kirche: Etwa zu einem Drittel besetzt, im vorderen rechten Teil insgesamt drei Leute, darunter ein etwa 3-jähriges Kind mit seiner Mutter. Sonst kein weiteres junges Geschöpf. Vermutlich alle bei Halloween. Wenn ich da an frühere Zeiten denke ...

(Fortsetzung)


10

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 Federico R. 2. November 2019 
 

Etwas rätselhaft ist sie schon: ...

... die Geschichte dieser geheimen und dann doch wieder nicht so geheimen Entfernung der Pachamamafiguren aus der Titelkirche eines einflussreichen Kurienkardinals. Immerhin ist Kardinal Marc Ouellet Präfekt der Bischofskongregation und galt beim letzten Konklave sogar als papapile.
Zuerst: Aus welchem Grund sind die anstößigen Hölzer überhaupt gerade in diese Kirche gelangt? Dann weiter: Sie wurden zwar unerlaubt entfernt (scheinbar), aber nicht geraubt und (leider) auch nicht zerstört. Da Holz bekanntlich schwimmt, muss es ein leichtes für die Carabinieri gewesen sein, sie – vielleicht schon nach wenigen Metern – wieder aus dem Wasser zu fischen und umgehend in polizeiliche Obhut zu nehmen. (Fortsetzung)


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 Zeitzeuge 2. November 2019 
 

Aquilinus! Meinen Sie mit "Wir" auch gläubige Katholiken?

Oder nur die Auswüchse v. "Taufschein-Katholiken"??

Ich wurde noch in den 50er Jahren kath. sozialisiert.

Daß die christl. Missionare bzw.
die Kirchenleitung anstelle der heidn. Feste die wahren christl. Feiertage gesetzt haben,
ist doch kein Synkretismus!

Ich habe noch nie einen gläubigen Katholiken gesehen, der gleichz. Weihnachten (Christus als
wahre Sonne der Gerechtigkeit) in
Verb. mit "Sol Invictus" usw.
gefeiert hat!

Auch kenne ich keinen Marien-Verehrer,
der bei der Patrona Bavaria an die
"All-Säule" Irminsul denken würde.

"Halloween" ist gläubigen Katholiken ein gr. Ärgernis!

Ich könnte die Vergl. noch forts., die Beisp. reichen aus um zu zeigen,
daß gläubige Katholiken, im Unterschied
zu z.B. Pachamama-Verehrern niemals
einen symbiotischen Synkretismus treiben würden.

Die Unvergänglichkeit der kath. Kirche,
mit dem Herrn als Haupt, ist jedem gläubigen Katholiken etwas selbstverständliches!

Eigentl.Neopaganismus, Esoterik u. echter Synkretimus sind zutiefst unchristl.!


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 Philipp Neri 2. November 2019 

Das 1. Gebot gilt auch heute noch!

Liebe Bischöfe,
wäre es nicht besser gewesen, auf dieser Synode mal die 10 Gebote Gottes gründlich zu meditieren und zu ergründen, was sie uns heute noch zu sagen haben?
Ja und unsere Lebenswirklichkeiten haben tatsächlich etwas mit diesen Geboten zu tun!


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 girsberg74 2. November 2019 
 

Ein erstklassiger Beitrag zur Sache.

Die Männer, die diese Figuren in den Tiber geworfen haben, handelten wie Elijah und wie Bonifatius und wie noch andere.

Der Präfekt des Dikasteriums für die Kommunikation des Heiligen Stuhls, Paolo Ruffini, darf sich glücklich schätzen, dass er nicht vor einem Elijah Rede und Antwort stehen muss.

Vielleicht aber ist seine Rede zu entschuldigen, dass er auf höhere Weisung agierte.


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 Herbstlicht 2. November 2019 
 

Rom = Orientierung, Halt, Stärkung?

Wie kann der Vatikan die Gläubigen so sehr im Dunkeln lassen?
Keine nachvollziehbare Erklärung, noch viel weniger eine Entschuldigung!
Wie im Artikel schon gesagt: Warum "das zu Boden werfen" -selbst eines Franziskaners- vor solchen Figuren in den Vatikanischen Gärten?
Wo doch häufig genug nicht einmal mehr während der Wandlung gekniet wird, da man ja schließlich "auf Augenhöhe" mit dem Höchsten ist.
Warum das Aufstellen der Figuren in einer Kirche und der Synoden-Aula?
Ist das einer der als nötig empfundenen Schritte, um die "Eine Welt-Religion" zu etablieren?

So viel Verunsicherung, so viele Fragen!
Und der Vatikan nimmt -so scheint es- die Verwirrung oder auch die Empörung so vieler Gläubiger billigend in Kauf.
Von mir kann ich sagen, dass ich weniger verwirrt bin als vielmehr sehr traurig über die Verfassung der katholischen Kirche.
Und manchmal bin ich auch zornig!


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 hortensius 2. November 2019 
 

Verwirrung

Die Vatikan-Leute zeigen in der Pachamama-Affäre wie verwirrt sie bereits sind. Da ist nichts Gutes mehr zu erwarten.


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 lesa 2. November 2019 

Pachamama als Wecker

Danke für diesen hellsichtigen Artikel. Diese Vorfall mit der Pachamama, den man als harmlos erklären könnte, zeigt in Wirklichkeit die ganze Gefährlichkeit des Relativismus auf, in dem wir auf vielfache Weise leben und kann auf vieles übertragen werden, was so psychologisch plausibel und nett in der Kirche alles nach gutmenschlicher Manier als mit dem Glauben vereinbar mit schönem Mäntelchen verkauft und gepflegt wird.
Von daher könnte er für wache Mitchristen ein hilfreicher Hinweis sein. Jahwe oder Baal, Tod oder Leben. Nach beiden Seiten hinken geht auf die Dauer nicht. Wähle das Leben, damit du lebst.


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 Callixtus 2. November 2019 
 

... wenn du dich vor mir niederwirfst...

Also mal ganz pragmatisch gedacht. Der Versucher in der Wüste versprach doch eigentlich eine winwin-Situation. Für das bischen Niederwerfen hätte Jesus schon einiges bekommen... (Weltherrschaft...)
Jesus war einfach nicht auf der Höhe der heutigen Theologie...


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 Aquilinus 2. November 2019 
 

Das Problem der Inkulturation

Die berechtigte Verurteilung des Pachamamakultes sollte auch die Verurteilung des Neuheidentums in Deutschland mit einschließen.
Wenn wir die Auswüchse an Allerheiligen durch das neopaganische Fest „Halloween (=Allerheiligen Abend)“ oder an Fasching (ursprünglich: Fastnacht: Nacht vor dem Fasten) oder die „Bescherung“ am Heiligen Abend (Abend vor dem Geburtsfest Jesu) oder der Walburgisnacht (Abend vor dem 1. Mai: Tanz um den Maibaum bzw. Irminsul) betrachten, sind wir keinen Deut besser als die Indigenen des Amazonasgebietes! Unsere frühen Missionare versuchten zwar die heidnischen Feste durch christliche Feste zu ersetzen:
Wintersonnwende; Sol Invictor (25.12.) --- Weihnachten
Disting; Winteraustreiben --- Fasching
Varblot; Frühlingsfest --- Ostern
Hohe Maien --- Fest Patrona Bavariae (1.5.: Mariensäule ersetzt Irminsul?)
Sommersonnwende --- Johannisfeuer
Ernting (15.8.); Erntefest --- Mariä Himmelfahrt; Kräuterweihe
usw.
Wenn der christl. Glaube verdunstet, was kommt wieder?


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 CALIFAX 2. November 2019 

Michael Del Bufalo

Die neuen Helden Roms haben das katholische Ansehen wehrhaft verteidigt.

Immer wenn wir jetzt des päpstlichen Götzenkultes bezichtigt werden, können wir auf diese aufrechten Katholiken verweisen.

S P L A S H


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 Eremitin 2. November 2019 
 

Was ist nur in diese Synodalen gefahren,

sich diesem Götzendienst hinzugeben? Früher hat Rom einen Bonifatius ausgesandt, die Heiden zu christianisieren und heute kommen die Heiden zurück und "missionieren" Rom. Da kann sich jeder vernünftige Katholik nur noch die Haare raufen.....


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 Herbert Klupp 2. November 2019 
 

Ja, hätten sie die Pachamamas

nur verbrannt. Es wäre das klarere und eindeutigere Signal gewesen.


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