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Jesuitengeneral: Satan ist nur eine ‚symbolische Realität’

27. August 2019 in Weltkirche, 42 Lesermeinungen
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Er ist keine Person, betonte Arturo Sosa, der Oberste des Jesuitenordens. Damit widerspricht er der Lehre der katholischen Kirche, wie die Exorzistenvereinigung AIE feststellt.


Rom (kath.net/lifesitenews/jg)
Der Teufel ist keine Person, sondern eine Symbol für das Böse, sagte Arturo Sosa der Jesuitengeneral in einem Interview mit dem italienischen Magazin Tempi Mitte August.

Der Teufel exisitere „als das Böse das in verschiedenen Strukturen personifiziert ist aber nicht in Menschen, weil er keine Person ist“. Er sei vielmehr „eine Weise der Umsetzung des Bösen“. Wörtlich wiederholte Sosa „Er ist keine Person wie eine menschliche Person. Er ist eine Weise, wie das Böse im Leben der Menschen gegenwärtig ist.“


Im menschlichen Gewissen herrsche ein ständiger Kampf zwischen Gut und Böse, sagte Sosa. Die Menschen hätten verschieden Weisen, diese beiden zu bezeichnen. „Wir erkennen Gott als gut, vollständig gut. Symbole sind Teil der Wirklichkeit, der Teufel existiert als symbolische Wirklichkeit, nicht als personal Wirklichkeit“, erläuterte Sosa.

Bereits 2017 hatte Sosa in einem Interview mit der spanischen Zeitung El Mundo gesagt, der Teufel sei eine „symbolische Gestalt“. kath.net hat hier berichtet: Existenz Satans: Diözesanexorzist kritisiert Jesuitengeneral Sosa

Die katholische Kirche lehrt, dass der Satan ein gefallener Engel ist, der sich in einer freien Entscheidung gegen Gott und sein Reich gestellt hat. (KKK 391 – 395). Als rein geistige Geschöpfe haben die Engel Verstand und Wille, „sie sind personale und unsterbliche Wesen“. (KKK 330)

Die Internationale Vereinigung der Exorzisten (Associazione Internazionale Esorcisti, AIE) hat die Ausführungen Sosas zurückgewiesen. Angesichts der „schwerwiegenden und verwirrenden Aussagen“ des Jesuitengenerals seien „einige doktrinelle Klarstellungen“ erforderlich. „Die reale Existenz des Teufels als personales Subjekt, das denkt und handelt und sich für eine Rebellion gegen Gott entschieden hat, ist eine Glaubenswahrheit, die seit jeher Teil der christlichen Lehre ist“, heißt es in einer Stellungnahme der AIE, die mit einer Reihe von Verweisen auf lehramtliche Äußerungen unterstützt wird.


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Lesermeinungen

 Montfort 30. August 2019 

Werter @hape! Danke...

fur Ihre wertvollen Ausführungen zur kirchlichen Lehre!

"Liturgischen Ausdruck findet der Glaube der Kirche in den Taufzeremonien."

Wahrscheinlich ist EIN Grund der derzeitigen schweren Krise der Kirche, dass bei vielen Taufen und in deren Vorbereitung gar nicht oder nicht ausreichend darauf geachtet wird, wie wichtig Umkehr und Befreiung vom Bösen und seinen Versuchungen und Verstrickungen (z.B. durch kleine Exorzismen) für ein befreites christliches Leben ist. Nur wenige kennen noch den Reichtum des Glaubens und der Liturgie, wie er uns in der Tradition der Kirche geschenkt ist, aber immer wieder entdecken auch junge Menschen ihn neu. Gott sei Dank!


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 hape 30. August 2019 

Werter @OStR Peter Rösch, 4

Werter @OStR Peter Rösch, bei allem Respekt für Ihre Auslegung des Vaterunser, so spiegelt sich darin doch „nur“ Ihre Privatmeinung, nicht aber die verbindliche Lehre der Kirche. Ein intellektuelles Schlaglicht auf das Vaterunser kann die Lehre der Kirche auch nur unvollkommen beleuchten. Man macht sich das Glaubensleben ungeheuer schwer, wenn man meint, jedes Detail der Lehre sezieren und bis ins Letzte verstehen zu wollen. Manche Wahrheiten erschließen sich nur langsam, Stück für Stück. Aber letztlich gibt nur die Lehre der Kirche als Ganzes ein Maximum an Sicherheit in der Erkenntnis Gottes. Der einfache Glaube, das Hören mit dem Herzen, die Stille des Gebetes, das simple Vertrauen in das, was uns die Kirche zu glauben vorlegt, ist oft sehr heilsam gegen jede Art von Glaubenszweifel.

Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie vom Herrn mit der Gnade des Glaubens reichlich beschenkt werden und bitte Sie zugleich flehentlich, lassen Sie sich von IHM beschenken.

hape

–––
Ende


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 hape 30. August 2019 

Werter @OStR Peter Rösch, 3

(c) Besessenheit: Eine besondere Art der teuflischen Infestation ist die Besessenheit (obsessio, possessio), bei der der böse Geist gewaltsam vom menschlichen Leib Besitz ergreift, so daß die körperlichen Organe und die niederen Seelenkräfte, nicht aber die höheren Seelenkräfte, von ihm beherrscht werden. Die Möglichkeit und Wirklichkeit der Besessenheit steht durch das ausdrückliche Zeugnis Christi fest, der selbst böse Geister austrieb (Mk 1, 23ff; Mt 8, 16; 8, 28ff; 9,32; 12,22; 17,18) und seinen Jüngern Gewalt über die bösen Geister verlieh … Vgl. die kirchlichen Exorzismen. – Soweit Ludwig Ott.

–––
Fortsetzung


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 hape 30. August 2019 

Werter @OStR Peter Rösch, 2

(2) Formen der Betätigung der Teufelsherrschaft
(a) moralische Schädigung: Die bösen Geister suchen den Menschen moralisch zu schaden durch Verführung zur Sünde. … Der Wille des Menschen wird durch die Versuchung des Teufels nicht genötigt, sondern behält seine natürliche Freiheit. Der böse Feind kann den Menschen nur insoweit versuchen, als Gott es in seiner Weisheit zulässt. Vgl. 1 Kor 10,13: „Gott wird euch nicht über eure Kräfte versuchen lassen.“
(b) physische Schädigung: Die bösen Geister suchen den Menschen auch physisch zu schaden durch Verursachung physischer Übel. Vgl. Tob 3,8; Job 1,12; 2,6; 1 Kor 5,5.

–––
Fortsetzung


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 hape 30. August 2019 

Werter @OStR Peter Rösch, 1

@Montfort und @Zeitzeuge haben das Wesentliche schon gut dargestellt. Da Sie Ihren Zweifel aber so vehement vertreten, habe ich noch in der Dogmatik von Ludwig Ott nachgeschlagen und zitiere wie folgt (§ 31 Die Wirksamkeit der bösen Engel; S. 188 f):

(1) Herrschaft des Teufels über die Menschen
Der Teufel besitzt auf Grund der Sünde Adams eine gewisse Herrschaft über die Menschen – (De fide). Das Konzil von Trient nennt als Folge der Sünde Adams die Gefangenschaft unter der Gewalt des Teufels. DH 1511, 1521. Liturgischen Ausdruck findet der Glaube der Kirche in den Taufzeremonien. Christus bezeichnet den Teufel als den Fürsten dieser Welt (Joh 12,31; 14,30). Paulus nennt ihn den Gott dieser Welt (2 Kor 4,4). Durch die Erlösungstat Christi wurde die Herrschaft des Teufels prinzipiell überwunden. … Beim Weltgericht wird die Herrschaft des Teufels vollständig und endgültig gebrochen werden Vgl. 2 Petr 2,4; Jud 6)

–––
Fortsetzung


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 griasdigott 30. August 2019 

NT im griechischen Original

Werter Zeitzeuge, herzlichen Dank für den Link! Es wird sehr ausführlich dargelegt, was PONEROS (gr) auf deutsch bedeutet und was MALO (lt) auf deutsch bedeutet. Das lateinischen Wort ist nicht gleichbedeutend mit dem griechischen. Man sollte darum immer den griechischen Originaltext zu Rate ziehen.

Danke auch für die Kurzfassung. Mir kam sofort der Gedanke von den 7 Himmelsstufen, die im apokryphen Buch Henoch stehen. Paulus berichtet ja im dritten Himmel gewesen zu sein. Im siebten Himmel ist der Thron Gottes.

Danke für Ihre Nachfrage wegen der Gesundheit. Die Heilung verläuft regelrecht, wie die Ärzte das nennen. Bald beginnt die Reha und dann hoffe ich, schnell wieder auf den Beinen zu sein, ohne Krücken!

Meine Kinder helfen mir auch mit dieser Technik! Grüße an Ihre Tochter!

Interessant ich auch die Schreibweise vor 145 Jahren! Aber gut lesbar! Werde noch ein bisschen darin stöbern. Sehr fundierte Texte!


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 Zeitzeuge 30. August 2019 
 

Liebe griasdigott!

Entschuldigung, der Text wäre auf den
Seiten 205-207 nachzublättern.


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 Zeitzeuge 30. August 2019 
 

Versuch einer Kurzfassung der kath. Glaubenslehre über den Teufel und die Dämonen

Es ist natürl. unmöglich, hier ein theol. Traktat zu präsentieren, daher
ganz kurz:

Die Engel waren nach ihrer Erschaffung
noch nicht im Himmel, der von Ihnen als
Anschauung Gottes auch nur im Gnadenstand erreicht werden konnte, daher war auch Ihnen ein Abfall von Gott möglich. Das kirchl. Dogma besagt dann auch, daß sich ein Teil der Engel
von Gott und damit von ihrer ewigen Bestimmung im Himmel im freien Entschluß abgewendet hat und dadurch in
ewiger Feindschaft gegenüber Gott in die Hölle verbannt wurde und versucht,
auch die Menschen zu verführen um sie in das ewige Verderben zu stürzen.
Diese Lehre ist in Schrift u. Lehrtradition begründet und Bestandteil
der verpfl. kath. Glaubenslehre.

Im übrigen verweise ich auf das von mir weiter unten gen. Lehrdokument und
die Fachaufsätze i.d. MThZ von Scheffczyk u. Ziegenaus, online!

Zusätzl. empfehle ich auf der
Internetseite von Prof.Dr. Joseph Schumacher theologie-heute.de den
Artikel "Der Teufel und die bösen Gei-
ster" anzuklicken.


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 Montfort 30. August 2019 

@OStR Peter Rösch - Woher käme denn die Versuchung des Menschen zum Bösen,

wenn es "den Bösen" nicht gäbe? Da der Mensch als irdisches Geschöpf die Konsequenzen seiner Entscheidungen nicht absehen kann, müsste man erklären, woher die Versuchung zum Bösen (und in dessen Konsequenz die Möglichkeit der ewigen Selbstverdammnis) denn kommt.
Aus dem endlichen Geschöpf kann sie nicht kommen, da dieses sonst fehlerhaft bzw. nicht nur gut geschaffen wäre. Aus Gott kann die Versuchung auch nicht kommen, sonst wäre er ein Sadist. So muss sie aus einem Geschöpf kommen, das - gut geschaffen und fähig, die Konsequenzen der Entscheidung gegen Gott vollständig abzusehen - sich frei und bewusst gegen die Anerkennung und Verehrung Gottes gestellt hat und nach seiner Selbstverurteilung zur ewigen Gottferne (="Hölle") "nur mehr" versuchen kann, möglichst viele Geschöpfe mit in seine Gottferne zu ziehen. Da aber alle Geschöpfe von Gott mit Freiheit begabt sind, hat der "Gegner" (="Satan") über diese nur die Macht der Versuchung zur Selbstverdammung.

Heiliger Erzengel Michael...


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 griasdigott 30. August 2019 

@Zeitzeuge

Werter Zeitzeugen, ich wollte Ihre Quellenangabe zu HO PONEROS lesen, habe aber nur die Fabel von der Geis gefunden. Hat sich irgendein Zahlendreher bei Ihrer Quellenangabe eingeschlichen?


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 Diadochus 30. August 2019 
 

@Surrexit

Ihre Angst ist unbegründet. Im Himmel werden wir in der ewigen Anschauung Gottes sein. Wir sind eingeladene Gäste beim Hochzeitsmahl des Lammes. Dort gibt es keine Versuchungen mehr, da nichts Böses mehr. Die böse hinterlistige Schlange wird, entgegen dem ehemaligen Paradies, keinen Zutritt mehr haben. Wenn Sie die Mutter Gottes, die Himmelskönigin, anschauen dürfen, dann haben Sie das Größte Glück und möchten nichts anderes mehr wollen. Wenn wir eine kleine bildliche Vorstellung davon hätten, wären alle Bedenken unbegründet. Hier im Diesseits ist der Ort, wo wir uns entscheiden müssen, für oder gegen Gott. Hier streiten wir, im Himmel triumphieren wir.


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 Surrexit 30. August 2019 
 

Ewiges Paradies mit höllischen Vorbehalten?

Was ich mich schon als Kind gefragt habe: Wenn es den Satan wirklich gibt und er zuvor ein Engel Gottes war mit freiem Willen und Verstand, haben dann auch wir Menschen noch selbst im Paradies die andauernde Möglichkeit, uns gegen Gott zu entscheiden? Das würde für alle geretteten Seelen bedeuten, eine Ewigkeit "lang" die Möglichkeit/Gefahr zu haben, sich wie Satan selbst im Zustand der Gemeinschaft mit Gott im Himmel noch gegen Gott zu stellen, sprich: entweder selber in die Hölle zu geraten und/oder geliebete Seelen an die Hölle zu verlieren. Diese Vorstellung war für mich nie sehr paradiesisch.


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 bücherwurm 30. August 2019 

Die Moderation erinnert aus gegebenem Anlass daran, dass Sachargumente weitaus überzeugender sind

als Argumente ad personam. Ich bitte um Berücksichtung!


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 Critilo 30. August 2019 
 

Früher...

... verstand es sich von selbst, dass die SJ bedeutende Kirchenmänner wie Franz Xaver oder Petrus Canisius hervorbrachte.
Aber heute muss man dies dazu sagen.


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 OStR Peter Rösch 29. August 2019 
 

Dieses Übel!

Das Vaterunser wird wie jeder Fließtext erst verständlich im Zusammenhang der Zeilen. Wenn es da heißt: "Führe uns nicht in Versuchung" und es folgt "sondern erlöse uns von dem Übel", dann ergibt die Sentenz einen Sinn, wenn man "die Versuchung" als "das Übel" versteht. Die Versuchung ist das Übel! Es geht nicht um den Satan. Das Gebet Jesu lässt die Quelle der Versuchung offen, die Bitte an Gott ist, dass man diese Situation der Versuchung nicht zu erleben braucht. Nix mit "dem Bösewicht"!


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 Zeitzeuge 29. August 2019 
 

Ho Poneros

verstehen die griechischen Kirchenväter
als d e n Bösen, also den Teufel.

Cyrill v. Jerusalem:

"Der Böse aber ist der feindseligste Geist, der Widersacher, von welchem wir erlöst zu werden bitten."

Quelle: Zeitschrift für Philosophie und
kath. Theologie, Jg. 6, 1845,
Heft 3, S. 205-206

Dieser Artikel ist online verfügbar und
beinhaltet weitere Erklärungen, die auch heute noch Gültigkeit besitzen.


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 lakota 29. August 2019 
 

@OStR Peter Rösch

Jesus war "wahrer Mensch und wahrer Gott", er hatte eine menschliche Mutter.
Wie ein gefallener Engel aussieht weiß ich nicht.
Um das Aussehen geht es hier auch gar nicht, Sosa leugnet, daß es den Teufel in Person gibt, daß er nur eine Art Idee ist und damit widerspricht er allem was vom Satan im Evangelium steht.
Hat nicht Jesus z.Bsp. zu Petrus gesagt:"Satan hat verlangt, euch sieben zu dürfen..."


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 griasdigott 29. August 2019 

Erlöse uns von dem Bösen - Poneros (griechisch)

Laut Elberfelder Studienbibel steht im griechischen Original des Vaterunsers: erlöse uns von PONEROS.

Poneros bedeutet böse in ethischen und geistlichen Sinn, übel, boshaft. Poneros beinhaltet die Wirkung des Bösen nach aussen.

Der Satan wird HO PONEROS genannt, der Böse, weil er der Urheber alles Bösen in der Welt ist (Mt 13,19.38, 1.Kor5,13,
Eph6,16, 1Joh2,13, 5,18; vielleicht auch Mt,6,13; 2.Thess3,3)

Die Elberfelder Studienbibel sieht also im Vaterunser Mt6,13 vielleicht doch den Bösen (Satan) gemeint, jedenfalls seine böse Wirkung nach außen.


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 OStR Peter Rösch 28. August 2019 
 

@myschkin

Im Vaterunser hieß es traditionell "Erlöse uns von dem Übel". "Der Böse" kommt im wichtigsten Gebet der Christenheit original gar nicht vor!


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 myschkin 28. August 2019 
 

Das Böse, auch als den Bösen

zu begreifen, heißt noch lange nicht, dass der Begriff der Person nur auf Menschen bezogen werden kann. Darin liegt m. E. der Denkfehler von Arturo Sosa. Nicht jede Person muss ein Mensch sein. Auch ein Engel lässt sich als Person begreifen, obwohl er kein Mensch ist.

Aber es ist besser, vom Teufel nicht zuviel Aufhebens zu machen. Die Beschäftigung mit ihm tut nicht gut. Der Glaube an Jesus Christus bietet den besten Schutz gegen das Böse und den Bösen. Hierauf sollten sich die Christen konzentrieren. Mit dem Vaterunser ist dazu das Wesentliche gesagt, was uns Menschen hilft.


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 OStR Peter Rösch 28. August 2019 
 

@Nazarener

Also wenn Sie sich auf Elvis beziehen: So gesehen ist mir "the devil in disguise" wirklich schon - und nicht nur einmal! - begegnet. Gottseidank!


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 OStR Peter Rösch 28. August 2019 
 

@lakota

Wir haben Jesus als unseren Gott, und da haben wir vom Aussehen schon eine gewisse Ahnung überliefert. Also, suchen wir doch die Gegentsprechung zu unserem Gott! Wie sieht sie aus?


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 OStR Peter Rösch 28. August 2019 
 

@Fleischer

Und was ist das für eine Figur, die da auf dem Gemälde im Antexter zu sehen ist?


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 Zeitzeuge 28. August 2019 
 

Die verbindliche Glaubenslehre über die Existenz und Wirkweise

des Teufels und der Dämonen ist für wissenschaftl. Interessierte nachzulesen
z.B. in der i.A. der
Glaubenskongregation 1975 im OR veröffentl. fachtheol. Ausarbeitung "Christlicher Glaube und Dämonenlehre"!

Der unvergessene Dogmatiker und spätere
Kardinal Prof.Dr. Leo Sceffczyk veröffentlichte dazu unter dem gleichen
Titel einen Kommentar in der MThZ 26,
Heft 4, 1975, S. 387-396.

Später kam ebenfalls in der MThZ 32,
Nr. 4, 1981, S. 271-290 eine Ausarbeitung von Prof.Dr. Anton Ziegenaus hinzu unter dem Titel
"Wirklichkeit und Wirkweise des Bösen"

Die gen. Titel stehen online zur Verfügung, beim fe-Verlag ist die eingangs erwähnte Verlautbarung der GK
sehr preiswert heute noch erhältlich.

Pater Sosa SJ müsste dringend von der
Glaubenskongregation vernommen werden, aber z.Zt. sind
an den führenden Stellen in Rom ja ebenfalls Jesuiten!

Zumindest liegt hier eine materielle Häresie vor
bei einer formellen Häresie wäre er
ipso facto exkommuniziert lt. § 1364(1) CIC!

Custos quid de nocte?


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 pjka 28. August 2019 

Was hätte Jesus denn sagen sollen?

Die These des Jesuiten ist nur möglich, wenn man Jesu wörtliche Rede uminterpretiert und/oder nicht an die Authentizität der Hl.Schrift glaubt. Da kann ich nur entgegnen: ist Gott etwa nicht in der Lage eine derart entscheidende Frage in der Hl.Schrift in seinem Sinne zu platzieren. Und alternativ: wie hätte Jesus das formulieren müssen, damit derartige Theologen das Gesagte auch wörtlich nehmen?


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 Nazarene 28. August 2019 
 

OStR Peter Rösch

Haben Sie noch nie 2. Korinther 11.14 gelesen, wo Paulus schreibt, dass Satan sich als Engel des Lichts verkleidet??? Oder“ den Elvis-Song gehört „You are the devil in disguise“? (Du bist der Teufel in Verkleidung/Tarnung)
Übrigens die Satanisten glauben sehr wohl an Satan und für sie ist er nicht nur ein Symbol!!


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 Adamo 28. August 2019 
 

@OSTR Peter Rösch

Sie können sich den Teufel nicht so recht vorstellen?

Na dann lesen Sie einmal den "Engelsturz" in der Bibel.

Sie können auch Engelsturz oder Erzengel Michael googeln.


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 Stefan Fleischer 28. August 2019 

@ OStR Peter Rösch

Solchen Quatsch hat man uns nicht einmal im Religonsuntericht vor rund 60 Jahren erzählt!


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 OStR Peter Rösch 28. August 2019 
 

Man muss aber doch . .

. . zugeben, so richtig vorstellbar ist der Teufel nicht. Die Vorstellung, dass da ein Gehörnter bocksbeinig und pfeilschwänzig durch die Lande zieht, um seine Opfer in Schwierigkeiten zu bringen, ist letztlich nicht wirklich überzeugend.


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 Rechner 28. August 2019 
 

@Chris2

"Mögen sich diese verwirrten Geister bekehren", bevor sie zur Hölle hinabgestoßen sind- würde ich Ihren Satz zusätzlich ergänzen.
Bei solchen Geistlichen braucht es den Teufel tatsächlich als urgrundböse Realität nicht mehr.


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 Chris2 28. August 2019 
 

Die Jesuiten sind nach wie vor "Speerspitze"

des Papstes. Allerdings 'ihres' Jesuiten-Papstes. Viele von ihnen stehen leider nicht mehr an der Seite Christi, sondern richten ihre Lanze gegen die Seite Christi. Mögen sich diese verwirrten Geister bekehren, bevor sie noch mehr Seelen mit sich reißen.


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 richrose 28. August 2019 
 

Die Jesuiten scheinen inzwischen ihren eigenen Katechismus zu lehren

Wenn es nach ihrer Ansicht den Teufel nicht gibt, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass sie auch jegliche Einhaltung von Tugend und Moral über Bord geworfen haben. Dann ist a l l e s erlaubt und nichts mehr Sünde.
"Lasst uns also essen und trinken, viel Spaß und freien Sex haben, denn morgen sind wir tot!" (Frei nach 1Kor 15,32b).
"Tu was du willst" ist übrigens das Gesetz des Satanismus.

Wer die Existenz des Teufels leugnet, der ist ihm längst auf den Leim gegangen. Wie man sieht, leistet der Diabolos in unserer Kirche momentan ganze Arbeit.


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 Montfort 27. August 2019 

So, so, Herr Sosa...!

"Der Teufel ist keine Person, sondern ein Symbol für das Böse...", so P. Sosa.

Nur dumm, dass er dann erklären müsste:

Wenn ein Symbol für etwas steht - hier angeblich für "das Böse" -, was ist dann dieses "Böse", woher kommt es, wer hat die Macht darüber?

Wenn "das Böse" existiert, dann müsste es seinen Ursprung also im Schöpfer haben. Dann aber wäre Gott als Ursprung des Bösen eben nicht "vollständig gut" und der "ständige Kampf" zwischen Gut und Böse würde in Gott stattfinden.

Luther hat mit solchen Verdrehungen schon Schiffbruch im Glauben und Leben erlitten - der Jesuitengeneral ist auf dem "besten Weg", ihm nachzufolgen, zusammen mit dem Papst, vielen Bischöfen, Priestern und getauften wie ungetauften Ungläubigen.

Denn sie haben die Offenbarung Gottes längst über Bord geworfen, haben das Segel des Gebetes eingeholt, den Kompass des Gewissens manipuliert, das Steuerruder des Lehramts abmontiert und den Anker des Glaubens in den Wellen der zeitgeistigen Meinungen versenkt.


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 Katholik 27. August 2019 

Der Einfluss von P. Sosa ist nicht symbolisch

Zur Erinnerung: Die Auseinandersetzung um P. Wucherpfennig als Rektor der Hochschule St. Georgen wurde dadurch (schein)gelöst, dass der Jesuitengeneral eine Garantie für die Rechtgläubigkeit seines Untergebenen ablegte. Das war die Grundlage für die Zustimmung der Bildungskongregation.

Und wie schon nach den Protesten und Einwänden im Jahr 2017 (siehe Artikel) wird P. Sosa auch dieses Mal seine Aussage nicht korrigieren und ihn auch niemand autoritativ dazu auffordern. Was kümmert es ihn und andere Hirten der Kirche, wenn sich ein paar "erzkatholische Extremisten" aufregen?

Herr, bewahre uns Glaube, Hoffnung und Liebe!

www.kath.net/news/65625


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 Stefan Fleischer 27. August 2019 

Ich fürchte,

dass der Jesuitengeneral heute die oberste, auch Lehrautorität, in der Kirche ist. Niemand wird ihm widersprechen, weder die Glaubenskongretation noch Papst Franziskus, selbst wenn diese es (noch?) nicht wagen, solche Irrlehren in den Katechismus zu schreiben.
Gebe Gott, dass ich mich irre.


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 Ebuber 27. August 2019 
 

Es ist schon tragisch,

dass selbst ein Jesuitenpater auf die satanische List hereinfällt.
Der "Durcheinanderwerfer" hat doch gerade seine große Freude daran, den Menschen einzureden, dass es ihn gar nicht gäbe.
Doch wir - die wir die Evangelien kennen und daran glauben - sollten das besser wissen. Jesus hat immer wieder auf Satan hingewiesen, der wie ein brüllender Löwe umher geht und sucht, wen er verschlingen könne. Für SOSA kann man wohl wirklich nur noch beten!


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 Diadochus 27. August 2019 
 

Jesuitenweisheit

Der Jesuitengeneral Arturo Sosa leugnet die Lehren der katholischen Kirche. Mit seinen Aussagen stellt er sein Priesteramt auf den Kopf. Wie kann er da noch Priester sein? Wie kann er da noch die hl. Beichte hören? Ihm ist nicht bewusst, dass der Teufel durch ihn selber sprechen könnte, der Teufel ihn selber als Werkzeug benutzen könnte. Das ist die Tragik. Unwissend dient der dem bösen Feind, dem Satan, dem Menschenmörder von Anfang an, dessen Existenz er leugnet. Unwissend hört er auf den Vater der Lüge. Hl. Erzengel Michael, bitte für uns, bitte für Arturo Sosa.


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 wedlerg 27. August 2019 
 

Ich hoffe Arturo Sosas Einfluss auch reine Fiktion bleibt

Sosa lebt in seiner eigenen Welt. der Mann ist mehr als peinlich. Offensichtlich fehlen ihm nicht nur Bildung, sondern auch Vernunft und Realitätssinn. Aber das scheint bei den Jesuiten der Gegenwart höchste Priorität zu sein: Leben im Narrativ, den man als Pragmatismus bezeichnet - fern aller Realitäten.

Das Leben in einem Narrativ scheint auch in D heute in Mode zu sein. Heße, Bode, Marx und Bedford....

In der Kirche lebt man offenbar in einer Märchenwelt, die an die Manichäer im 3.Jh. erinnert. Das passt allerdings zum Zeitgeist, denn unsere Politiker leben auch in ihrer eigenen Traumwelt. Klimawandel, Gender, Migration: alles auf jene Märchen-Welt begrenzte Wahrheiten. In der Realität gibt es vieles nicht, was unsere Politiker glauben.

Vielleicht sollte man wieder mal Thomas von Acquin lesen, um den Irrsinn dieser Gegenwart zu begreifen. Man hat das Gefühl, dass der Wahnsinn um sich greift.

Vielleicht ist das aber genau der Beweis für die Existenz des Satans.


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 Herbstlicht 27. August 2019 
 

Frage an Jesuitengeneral Arturo Sosa:

Ist Gott für Sie auch nur eine "symbolische Realität"?

Wer und was ist Jesus Christus für Sie?
Nur ein Mensch?
Ein guter, zugegeben!


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 Adamo 27. August 2019 
 

Ich bin sprachlos dass sich der Jesuitengeneral Arturo Sosa

so wenig im NT auskennt. Er leugnet mit seiner verrückten Äusserung, dass Jesus nach seinem 40-tägigen Fasten in der Wüste vom personifizierten Teufel versucht wurde. Das ist doch Evangelium!

Wer den Teufel nur als "symbolische Realität" bezeichnet, der hat vom heutigen Zeitgeist mit dem offensichtlichen Wirken des Teufels überhaupt nichts begriffen, weil er nicht erkennt, dass der Teufel ein Meister der Tarnung und der Täuschung ist.

So schädigt Arturo Sosa von seiner hohen Position aus unseren christlichen Glauben und sät Zweifel am Evangelium, wenn wir am Aschermittwoch das Aschenkreuz auf die Stirn bezeichnet bekommen mit den Worten: "Glaubt an das Evangelium!"


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 Stephaninus 27. August 2019 
 

Wenn ich das hier lese

und dann die Meldung über das Vorwort des Erzbischofs von Hamburg / des Bischofs von Osnabrück und gleichzeitig das heute publizierte Interview von Gygiel, dann folgt nur noch eins: die Kirche steht in Gefahr, in den Nihilismus zu stürzen. Sie fällt von ihrer eigenen Lehre ab.


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 Aschermittwoch 27. August 2019 
 

Das sind unsere Hirten????

....und die Hölle ist ein Raum, ausgefüllt mit Symbolen....


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  5. Benedikt XVI. wird nicht am Begräbnis von Georg Ratzinger teilnehmen!
  6. Anglikanischer Erzbischof: ‚Statuen werden entfernt, Namen geändert’
  7. Der synodale Weg funktioniert nicht
  8. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  9. Bischof von Hildesheim erwartet für 2021 noch mehr Kirchenaustritte
  10. „Herr, ich bin da!“ – Georg Ratzinger über seine Primiz
  11. Schwedischer Kardinal zieht gemischtes Fazit zu Corona-Sonderweg
  12. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  13. Wir knien nur vor dem allmächtigen Gott nieder!
  14. #alllivesmatter - Unser kath.net-Sommer-T-Shirt 2020
  15. „Das Bekenntnis zur Wahrheit betrachtete Kardinal Meisner als heilige Pflicht“

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