Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  2. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  3. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  4. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  7. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  8. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  9. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  10. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  11. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  12. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  13. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  14. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  15. 'Nicht mehr zeitgemäß': Katholischer Kindergarten aus Österreicht streicht Muttertagsgedichte

McCarrick-Opfer klagt gegen Erzdiözese New York: ‚Tag der Abrechnung’

21. August 2019 in Weltkirche, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


James Grein gab bekannt, dass er 1988 Papst Johannes Paul II. persönlich informiert habe, dass er von McCarrick als Kind missbraucht worden sei.


New York City (kath.net/jg)
James Grein, ein Opfer des mittlerweile in den Laienstand zurück versetzten ehemaligen Kardinals Theodore McCarrick, klagt gegen die Erzdiözese New York. Er war nach eigenen Angaben von McCarrick missbraucht worden, als dieser Priester der Erzdiözese war.

Bei einer Pressekonferenz am 14. August vor der St. Patricks Kathedrale in New York City sagte Grein, dass er 1988 Papst Johannes Paul II. persönlich über den Missbrauch informiert habe, den er durch McCarrick erlitten habe. Dies berichten mehrere US-Medien.


Greins Klage wurde durch eine gesetzliche Regelung möglich, welche die Verjährungsfrist bei Zivilklagen für den Missbrauch Minderjähriger deutlich verlängert. Für ein Jahr ist die Verjährungsfrist überhaupt aufgehoben, was es dem jetzt 61jährigen Grein ermöglicht, die privatrechtliche Klage einzubringen.

Der Skandal gehe bis zur obersten Spitze der Kirche, sagte Mitchell Garabedian, ein Anwalt von James Grein. Grein sagte, er habe 1988 darauf bestanden, McCarrick auf einer Reise nach Rom zu begleiten. Er habe mit dem damaligen Erzbischof von Newark an einer Privataudienz bei Papst Johannes Paul II. teilgenommen. Als der Erzbischof den Raum verlassen habe, habe er dem Papst berichtet, dass er bereits als Kind von McCarrick missbraucht worden sei. Neben Johannes Paul II. seien weitere Zeugen im Raum gewesen, darunter Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano. Johannes Paul II. habe ihm die Hände aufgelegt und gesegnet. Sonst sei nichts passiert, berichtete Grein bei der Pressekonferenz.

Der Vorfall im Vatikan ist Teil der Klageschrift. Greins Anwälte wollen Vertreter des Vatikan unter Eid aussagen lassen und Zugang zu vatikanischen Dokumenten erhalten. Der Vatikan habe gewusst, dass McCarrick Grein missbraucht habe und die Anwälte wollten das nun zeigen, sagte Garabedian.

Die Möglichkeit zur Klage sei eine „historische Chance“, viele Übel in der Erzdiözese New York ans Licht zu bringen, sagte Grein in einer Stellungnahme für Church Militant. „Die Führungspersonen dieser Erzdiözese sind für den Aufstieg von Theodore McCarrick verantwortlich“, sagte er wörtlich.

Grein wirft McCarrick vor, ihn ab dem Alter von 11 Jahren sexuell missbraucht zu haben. Die Übergriffe hätten sich über zwei Jahrzehnte erstreckt. Bei der Begegnung mit Johannes Paul II. im Vatikan war er dreißig Jahre alt.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Schisma auf leisen Sohlen
  4. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  5. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  6. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  7. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  8. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  9. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  10. Kennen Sie schon das Martinshorn-Gebet?
  11. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  12. Kardinal Müller: Geld war bei Papstwahl nicht entscheidend
  13. Der blinde Fleck: Wieviel Epstein steckt in uns?
  14. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  15. Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. wird Mitte Mai erwartet

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz