Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  11. Was eine Messe wiegt
  12. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  13. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'

Halte mich nicht fest - Hilfe, wir haben Gott verloren!

15. August 2019 in Spirituelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein geistlicher Impuls von Stefan Fleischer


Linz (kath.net)
Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. (Joh 20,17)

Als mir jüngst diese Stelle im Auferstehungsbericht des Apostels Johannes wieder einmal unter die Augen kam, da erinnerte ich mich an einen Aphorismus, den ich mir vor längerer Zeit einmal notiert hatte: "Hilfe! Wir haben Gott verloren! Wir wollten ihn hier bei uns festhalten, statt ihm in die Ewigkeit zu folgen." (Joh 20,17)

Was sich damals als Entwicklung in unserer Kirche abzeichnete, das scheint heute immer mehr «Lebensrealität» zu werden. Wir wollen Gott bei uns hier in der Welt festhalten. Wir wollen ihm nicht mehr in sein ewiges Reich folgen, beziehungsweise wir wollen sein ewiges Reich hier auf unsere Erde herabholen, obwohl uns das Leben immer und immer wieder vor Augen führt, dass wir damit einer Illusion aufgesessen sind.


«Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen.» Ich glaube, für hier und heute heisst das: «Ja, ich bin bei euch, alle Tage bis ans Ende der Welt. (Mt 28,20) Ich bin bei euch und mit euch auf eurem Weg durch diese Zeit. Und noch mehr, ich bin ganz real gegenwärtig unter euch im Allerheiligsten Sakrament des Altares, mit Leib und Seele, mit Gottheit und Menschheit. Aber bemüht euch nicht, mich im hier und jetzt festzumachen. Bemüht euch vielmehr mir zu folgen auf dem Weg zum Vater, den ich euch vorangegangen bin, und den ich nun mit euch gehen will. Eure Heimat ist im Himmel. Von dort her erwartet mich als euren Herrn und Retter aus aller Not. (vgl. Phil 3,20)»

So wie Christus damals seinen Weg durch unsere Welt gegangen, im Gehorsam seinen Auftrag erfüllt und dann heimgekehrt ist zum Vater, so will er jetzt mit uns unseren Weg durch diese Welt gehen, bei uns sein und uns helfen unseren Auftrag zu erfüllen, damit auch wir einst dort seien, wo er ist. (vgl. Joh 14,3). Wir sollen das Beste aus unserem Leben machen. Das Beste aber ist, wenn wir dieses Ziel erreichen. Dieses Ziel wiederum erreichen wir, wenn wir es möglichst nie aus den Augen verlieren einerseits, aber andererseits auch unsere Aufgabe hier und jetzt nicht vernachlässigen oder gar vergessen. Das ist nicht immer leicht. Deshalb müssen wir Christus sozusagen immer einen Schritt vor uns hergehen lassen, damit wir immer auf ihn sehen und ihm folgen können, und immer in seiner Nähe bleiben, damit wir auf ihn hören und nötigenfalls zu ihm schreien können wie damals Petrus: «Herr, rette mich!», damit er dann seine Hand ausstrecken und uns Kleingläubige ergreifen kann. (vgl. Mt 14,29-31)

Aus einer solchen Haltung wird dann unser Leben spannend, sicher auch fordernd, aber voll von Errettungs- und Erlösungserlebnissen, und voll Vertrauen auf Ihn für unsere Zukunft hier und jetzt wie auch für jener Zukunft, die keine Ende mehr kennt. Und dann werden wir auch zu unseren Brüdern gehen können und ihnen sagen: «Kommt, folgen wir Christus, unserem Herrn, hinauf zu Gott, unserem Vater, der mit dem Sohn und dem Heiligen Geist als gleicher Gott lebt und herrscht in alle Ewigkeit.»


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gott

  1. "Am Ende wartet Gott – warum Denken in die Anbetung führt"
  2. Gott in Frankreich
  3. Meine Liebe ist ansteckender als jede Pandemie - Leseprobe 2
  4. Meine Liebe ist ansteckender als jede Pandemie
  5. Die Lehninsche Weissagung
  6. Gott und die Welt
  7. Gott und die Welt
  8. Gibt es einen Gott oder keinen?
  9. Verteidigung des Primats des Allerhöchsten - Worte des ewigen Lebens
  10. Gott macht unruhig







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 100. Stadt in den USA verbietet Abtreibungen
  3. „Taste the North“ - kulinarischen Reise durch den Norden Europas. Ein Kochbuch vom Bonifatiuswerk
  4. Vatikan sagt alle Papstaudienzen bis 20. Oktober ab
  5. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  6. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  7. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  8. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  9. Was auch immer Synodalität sein soll
  10. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  11. Europa „entseuchen“?
  12. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  13. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  14. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  15. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz