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Umsturz im Päpstlichen Institut Johannes Paul II für Ehe und Familie

25. Juli 2019 in Familie, 40 Lesermeinungen
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Neue Statuten des von Franziskus neu gegründeten Instituts in Rom approbiert: zentraler Lehrstuhl Fundamentalmoral gestrichen, langjähriger Vorstand Melina und weiterer maßgeblicher Moraltheologe fristlos entlassen. kath.net-Hintergrundbericht


Rom (kath.net) Die Neugründung, die Papst Franziskus vor zwei Jahren an dem von Johannes Paul II. gegründeten Institut für Studien zu Ehe und Familie in Rom vornahm, beginnt zu greifen: Vor einigen Tagen wurden die neuen Statuten vom Vatikan approbiert, jetzt wurde der frühere Institutsvorstand und Professor für Moraltheologie, Msgr. Livio Melina, fristlos entlassen und sein Fach Fundamentalmoral (Grundlegende Moral) vom Studienplan gestrichen. Fristlos gekündigt wurde auch der Moraltheologe P. José Noriega, dessen Lehrstuhl für Spezielle Moral ebenfalls eliminiert wurde. Beide Professoren waren am Institut fest angestellt gewesen. Davon berichtet die italienische Onlinezeitung „La Nuova Bussola Quotidiana“ am Dienstag.

Riccardo Cascioli bezeichnet in seinem Beitrag Melina als die „Säule, die abgerissen werden musste, um das gesamte Gebäude zum Einsturz zu bringen“. Melina gilt als geistiger Erbe von Kardinal Carlo Caffarra, welchen Johannes Paul II. bei der Gründung des Instituts 1981 als ersten Institutsvorstand persönlich einsetzte. Der Papst übertrug Caffarra den Lehrstuhl für Fundamentalmoral, auf dem ihm Melina nachfolgte. Der am 6. September 2017 unerwartet verstorbene Caffarra war auch einer der vier „Dubia-Kardinäle“, wie kath.net berichtete.

Mit dem Motu proprio „Summa familiae cura“ vom 8. September 2017 hatte Papst Franziskus angeordnet, ein neues „Päpstliches Theologisches Institut Johannes Paul II. für Ehe- und Familienwissenschaften“ zu gründen, das auf das vorherige folgen sollte, das hiermit offiziell aufgelöst wurde. Vor wenigen Tagen wurden nun die Statuten des neuen Instituts von der Kongregation für das katholische Bildungswesen genehmigt. Mit dem in Kraft Treten der Statuten werden maßgebliche Veränderungen wirksam.

Am Montag vor einer Woche erhielten alle Professoren des Instituts ein Schreiben, in dem sie offiziell suspendiert wurden, bis über den Studienplan für das kommende akademische Jahr entschieden werde. In wenigen Tagen würde dann jeder über sein Schicksal Bescheid erhalten. Auf der Website des Instituts waren zu diesem Zeitpunkt die Kurse für das Folgejahr bereits angekündigt gewesen, inklusive Grundlegende und Spezielle Moral.


Msgr. Melina wurde mitgeteilt, dass sein Fach Fundamentalmoral gestrichen wurde und dass es daher am Institut keine Verwendung mehr für ihn gebe. Dies galt auch für P. José Noriega und sein Fach Spezialmoral.
Im neuen Studienplan ist das Fach Moral als "Moraltheologie der Liebe und der Familie" sowie "Theologische Ethik des Lebens" vorgesehen, aber in reduziertem Umfang.
Beide fristlos entlassenen Theologen gehörten zu den unbefristet angestellten Professoren des Instituts (im Unterschied zu jenen Lehrenden mit einem befristeten, jährlich zu erneuernden Vertrag).

Melina war zu Beginn des Lehrbetriebs 1982 als Student ans Institut gekommen und hatte dort 1985 als erster promoviert (über die Tugend der Klugheit bei Thomas von Aquin); bei der Diskussion der Arbeit war auch der damalige Kardinal Ratzinger anwesend. Bis 1991 war Melina auch Mitarbeiter der Glaubenskongregation. Seit 1986 unterrichtete er Fundamentalmoral am Institut, seit 1991 als Ordentlicher Professor und Lehrstuhlinhaber.

Im Jahr 2002 wurde er zum Stellvertretenden Institutsvorstand ernannt, 2006 zum Institutsvorstand. Am 17. August 2016 übertrug Papst Franziskus dieses Amt Msgr. Pierangelo Sequeri (*1944), einem renommierten Mailänder Fundamentaltheologen. Melina (*1952) blieb Professor, während alle früheren Institutsvorstände danach Bischöfe geworden waren.

Die Präsidentschaft Melinas war die Zeit der größten Expansion des Instituts, das in seinem letzten Jahr 516 Studenten in Rom und 3200 Studenten in den sechs Sektionen und in den sechs zugehörigen Zentren auf der ganzen Welt hatte, wobei die Zahl der Studenten im Laufe des Jahrzehnts gewachsen war. Die Forschung intensivierte sich im Bereich der Moral- und der Sakamententheologie, es gab zwei jährliche Kongresse, zahlreiche Publikationen und Kontakte auf internationaler Ebene. Ein Karol Wojtyla-Lehrstuhl wurde errichtet und dem polnischen Philosophen Stanislaw Grygiel, einem Schüler von Karol Wojtyla, übertragen.

Zeitgleich mit Sequeri als Institutsvorstand wurde Bischof Vincenzo Paglia mit dem Amt des Großkanzlers des Instituts betraut – entgegen den Statuten, dass der Großkanzler des Instituts stets der Kardinalvikar der Diözese Rom sein müsse. Paglia gilt als hauptverantwortlich für die Veränderungen und führt sie durch. Er eliminierte nun ausgerechnet den Lehrstuhl des ersten Vorstands Caffarra, der nach Absicht des heiligen Johannes Paul II. grundlegend für die Studien über Ehe und Familie war.

Johannes Paul II. nahm persönlich an den ersten Ratsversammlungen des Instituts teil und betonte immer wieder, dass die pastorale Krise - insbesondere in Bezug auf die Lehre von Humanae Vitae - und der fortschreitende Zerfalls der Familie ihre Wurzeln in einer noch tieferen Krise haben, die mit den Grundlagen der christlichen Anthropologie und Moraltheologie verbunden ist. Seinem Auftrag nach sollte das Institut den Plan Gottes für Ehe und Familie wissenschaftlich vertiefen und für die Kirche fruchtbar machen.

Der jetzige Ansatz hingegen sucht nach den Worten Sequeris in Avvenire „umfassenderen Dialog und Auseinandersetzung mit allen Denkschulen der katholischen Kirche“. Er geht stärker von den Humanwissenschaften aus, um mehr auf die verschiedenen Lebenswirklichkeiten einzugehen.

Der ebenfalls entlassene Moraltheologe P. José Noriega war Herausgeber eines kürzlich erschienenen Lexikons über Sex, Liebe und Fruchtbarkeit (Dizionario su sesso, amore e fecondità, Verlag Cantagalli) und herausgebender Leiter sowie Redaktor der halbjährlichen Institutszeitschrift Anthropotes (deren wissenschaftlicher Leiter Melina war); die Doppelausgabe 2018 widmet sich zum Anlass des 50-jährigen Jubiläums von Humanae Vitae in zahlreichen Beiträgen der Bedeutung der Enzyklika. Mit der Eliminierung von Msgr. Melina und P. Noriega hat Msrg. Paglia daher dem Institut und dem Vermächtnis des Heiligen Johannes Paul II. einen entscheidenden Schlag versetzt, wie Cascioli ausführt. Er sagt auch dem Wojtyla-Lehrstuhl keine lange Lebensdauer mehr voraus.

Vor wenigen Tagen, also gut zwei Monate vor Beginn des neuen Studienjahres waren noch nichteinmal die neuen Studienpläne bekannt, sodass Dutzende Studenten bereits einen besorgten Brief an den Institutsvorstand unterzeichnet haben, in dem sie um Aufklärung über die Vorgänge bitten. Und das, obwohl der Zeitpunkt der Mitteilung die Kommunikation unter den Studenten erheblich erschwert. Seit kurzer Zeit sind die neuen Statuten und Studienpläne (aber ohne Kursbeschreibung und Kursleiter) auf der Institutswebsite veröffentlicht.

Statuten überraschend approbiert

Im Mai 2018 präsentierte Großkanzler Paglia dem Rat des römischen Instituts und im Juni darauf dem Internationalen Rat Statuten, die ihm freie Hand bei der Auswahl der Lehrenden und der Fächer geben und die alten Verfahren aufheben, bei denen das Lehrpersonal an den wichtigsten Entscheidungen des Instituts beteiligt war. Der Vorschlag Paglias stieß auf heftige Ablehnung des Lehrpersonals. Angesichts eines drohenden öffentlichen Skandals zog Paglia den Vorschlag zurück und akzeptierte die Bildung einer internen Kommission – unter dem Vorsitz des Institutsvorstands Sequeri - zum Zweck der Arbeit an den neuen Statuten.

Im vergangenen März wurde Paglia der Gegenvorschlag zur endgültigen Genehmigung vorgelegt. Der Großkanzler habe zugesichert, den Institutsräten die Neufassung der Statuten vorzulegen, bevor er die Zustimmung der Kongregation für das Katholische Bildungswesen einhole. Diese Zusage habe er aber nicht eingehalten. Hingegen wurde vor einigen Tagen überraschend die bereits erfolgte Approbierung der Statuten mitgeteilt, in der Vatikanzeitung Osservatore Romano und der italienischen Tageszeitung Avvenire.

Im September 2017 hatte der neue Institutsvorstand Sequeri dem katholischen US-amerikanischen Nachrichtendienst „Crux“ auf die Frage, ob er Personal abziehen oder eher aufstocken werde, noch geantwortet: „Etwas hinzufügen bedeutet nicht, irgendetwas wegzunehmen von dem, was zuvor da war. Ich habe mich verpflichtet, mit diesem Werk zu arbeiten, und mit diesen Menschen. Ich habe das gesagt, es ist eine Garantie. Ich arbeite mit diesen Leuten.“


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Lesermeinungen

 Fides Mariae 1 29. Juli 2019 
 

Warum so stumm

Nicht nur Feigheit lässt unsere Hirten, ob Priester oder gute Bischöfe, so stumm sein. Es ist auch die hierarchische Verfassung der Kirche. Wenn man ein Leben lang dieser Kirche gedient hat, kann man es schier nicht glauben, dass die obersten Anführer plötzlich in die Irre führen wollen. Aber die Augen werden ihnen noch aufgehen. Die Kirche wird gerade gekreuzigt, und wir müssen den Schmerz annehmen und aufopfern.


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 Steve Acker 27. Juli 2019 
 

Erschütternd

Ein Wahnsinn auch, wie mit den Mitarbeitern umgegangen wird.
Das könnte sich hier kein normaler Arbeitgeber erlauben.
Fristlos entlassen, das setzt vorraus wie
"Griff in die Kasse".


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 Diasporakatholik 27. Juli 2019 
 

Wichtigkeit unseres beharrlichen Gebetes gem. Röm12,12

Mir wird einmal mehr bewusst, wie wichtig für uns Laien unser persönliches Gebet ist.


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 Hadrianus Antonius 27. Juli 2019 
 

@Stefan Fleischer @Bernhard Joseph

Herzlichen Dank für Ihre letzte Postings.
Die gestellte Frage induziert natürlich die Antwort nach den interessierten Kreisen und Personen.
Ihre Aussage ist für mich persönlich enorm wichtig und eine große Hilfe für den weiteren Weg.


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0
 
 Chris2 27. Juli 2019 
 

Ach, lieber guter Papa Emeritus,

wäret Ihr doch nur nicht zurückgetreten. Denn Euer Nachfolger wird es nicht von sich aus tun. Gerade, wenn man als Katholik in Deutschland erlebt, wie der (christliche) Glaube und die Vernunft geradezu explosionsartig verdampfen und durch aggressive Ideologien und Ersatzreligionen ersetzt werden: Ja, jetzt ist wirklich die Zeit, um zu beten.


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0
 
 Herbstlicht 26. Juli 2019 
 

@Mr. Incredible

Dass starke Gefühle von Angst das eigene Verhalten bestimmen und innere Freiheit beeinträchtigen können, ist mir schon klar und kann ich auch gut nachvollziehen.

Aber wenn es den noch verbliebenen glaubenstreuen Bischöfen gelänge, sich zusammenzutun, könnte dies einiges bewirken und ihnen dabei helfen, eventuell vorhandene Gefühle der Angst vor Isolierung geringer werden zu lassen.
Sich gegenseitig den Rücken stärken, kann die eigene Angst vermindern.

Einzelne mahnende Stimmen mögen evtl. untergehen oder kann man unterdrücken, ein vielstimmiger Chor jedoch dringt durch.
Doch selbst wenn die mahnenden Bischöfe trotzdem übergangen würden - dem treuen Kirchenvolk bliebe dies nicht verborgen.
Es würde sich in seinen Sorgen wahrgenommen fühlen.


4

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 Mr. Incredible 26. Juli 2019 
 

@Herbstlicht

Es ist wohl Angst.
Die Wahrheit ist mit Leiden verbunden, wie uns Jesus gezeigt hat.
Was nun die Bischöfe zu erleiden hätten, kann ich nur erahnen, aber alleine zu sein ist nicht einfach, wenn du keine Gemeinschaft im Rücken hast, die dich trägt.
Ich hoffe, Melina und Noriega et al. haben einen Rückhalt in Jesus und Menschen, die treu in Freundschaft zu ihnen stehen. Das bekommt schon allmählich den Charakter eines weissen Martyriums, würde ich sagen.


10

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 Herbstlicht 26. Juli 2019 
 

@SalvatoreMio

Warum bleiben sie so stumm?
Das ist eine Frage, die mich wirklich umtreibt.
Im Bereich der Kirche, wo die Bischöfe in der Mehrzahl schweigen.
Im Bereich der Politik, in der fast alles gutgeheißen wird, was von oben kommt.
Gesellschaftliche Entwicklungen, die Sorge bereiten, aber über die nicht oder kaum diskutiert wird.
Auch der Journalismus kommt kaum seiner Verpflichtung nach, wirklich unabhängig über alles so zu berichten, wie es angemessen wäre.
Empörung wie auch Zustimmung wird geschürt, wo sie jeweils erwünscht sind.
Der Wahrheit und den wirklichen Hintergründen auf die Spur zu kommen, damit hat der derzeitige Journalismus wenig zu tun.


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0
 
 hape 26. Juli 2019 

Werter @Bernhard Joseph und @Sagittarius,

wenn der Glaube dann überflüssig geworden ist und wenn sowieso alle in den Himmel kommen, wäre damit zugleich das tiefste Ökumenehindernis aus dem Weg geräumt. Die Ökumene des Unglaubens wäre vollendet.

Paradoxer Weise müsste diese bizarre Ökumene aber garnicht erst mühsam auf einem synodalen Weg hergestellt werden, denn sie liegt schon vor. Sie wird landauf und landab verkündigt und praktiziert. Übrigens in trauter Übereinstimmung mit den Medien und der Humanistischen Union ;-)


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 SalvatoreMio 26. Juli 2019 
 

Warum so stumm?

@Herbstlicht
Warum bleiben sie stumm, unsere Hirten, fragte ich mich, als Frau Merkel den Startschuss gab für die "Ehe für alle". Ich schrieb an alle Abgeordneten der CSU und viele antworteten: Wir stimmen mit "Nein". Die anderen Parteien brauchte man gar nicht mehr bemühen.
Und kein Laut zu hören von der Kirche Christi Deutschlands, vielleicht, weil wir uns mittlerweile moralisch unmöglich gemacht haben. Doch durch das Schweigen versündigen wir uns noch mehr. Schweigen heißt: o.k.! Damit aber verleugnen wir Christus, seine Werte, führen andere in die Irre und uns selbst ins Verderben.


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0
 
 Bernhard Joseph 26. Juli 2019 
 

@Sagittarius

"...dann stürzt in logischer Konsequenz daraus auch die restliche Theologie völlig in sich zusammen, dann wird z. Bsp. auch die Moraltheologie völlig überflüssig"

Nicht nur die Moraltheologie sondern der Glaube selbst würde überflüssig, denn ein Glaube, der keinen Inhalt hat, aus dem irgendwelche Konsequenzen für mein Handeln erwachsen, ist ein völlig entleerter Glaube.

Wenn alle in den Himmel kommen, dann ist eben der Himmel gleichbedeutend mit der Hölle und umgekehrt, dann wird, konsequent logisch gedacht, auch niemand errettet, weil es von nichts zu Erretten gibt, da ja Gut und Böse ein und dasselbe sind.


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0
 
 Stefan Fleischer 25. Juli 2019 

@ Bernhard Joseph

Ich sehe auch keine andere Erklärung.


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 Sagittarius 25. Juli 2019 
 

@Mr. Incredible

Hier gibt es genauere Details zu dem abscheulichen Gemälde in der Kirche, von dem sie gesprochen haben:
https://t1p.de/3m8n
Alle Menschen kommen demnach in den Himmel, „ohne Unterschied der Rasse, der Religion, der politischen Überzeugung oder der sexuellen Orientierung“, wie es in der offiziellen Beschreibung heißt. Wenn die Eschatologie verfälscht wird (Lehre von den letzten Dingen: Himmel, Fegefeuer, Hölle), dann stürzt in logischer Konsequenz daraus auch die restliche Theologie völlig in sich zusammen, dann wird z. Bsp. auch die Moraltheologie völlig überflüssig.


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0
 
 Mr. Incredible 25. Juli 2019 
 

Eine Botschaft von Fatima war,

dass der Kampf um die Ehe und die Familie entbrennen würde.
Na dann. Lassen wir's krachen, so wie wir können.


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 Bernhard Joseph 25. Juli 2019 
 

@Stefan Fleischer

Und wer kann an der Zerstörung der christlichen Ehe nur ein Interesse haben?

Könnten das die Kreise in der Kirche sein, die die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschen wollen(Röm 1,25)?


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0
 
 Stefan Fleischer 25. Juli 2019 

Um was es geht

ist die "Befreiung" der Ehe aus den "Fesseln" der krichlichen Morallehre. Das ist der sicherste Weg zur Zerstörung der christlichen Ehe.


32

0
 
 hape 25. Juli 2019 

Wessen Geistes sind die Humanwissenschaften?

Der neue Ansatz „geht stärker von den Humanwissenschaften aus, um mehr auf die verschiedenen Lebenswirklichkeiten einzugehen.“ – Dagegen stelle ich folgende Aussage von Papst JPII:

"Der 'Geist der Wahrheit' und der 'Geist des Irrtums' (vgl. Joh 4,6) kämpfen um den Geist derer, die die Wahrheit suchen. Während eine richtig verstandene und notwendige Freiheit der Forschung unbedingter Bestandteil des Fortschritts in den theologischen Wissenschaften ist, sollten diejenigen, die theologische Forschung betreiben, diese Freiheit nicht als eine Übertragung von methodischen Kriterien anderer Wissenschaften auf das Gebiet der Theologie verstehen. Christliche Theologie hat als besonderen Ausgangspunkt das Wort Gottes, wie es von der Tradition und der Heiligen Schrift überliefert worden ist, und sie besitzt als ständigen Bezugspunkt das kirchliche Lehramt, das der authentische Hüter und Interpret der vollen Lehre Christi ist.

(Papst Johannes Paul II. am 18.8.85; Nairobi, Kenia)


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 Zeitzeuge 25. Juli 2019 
 

Noch ein Buchtipp:

Der aufgelöste Päpstliche Rat für die Familie gab unter dem verstorbenen Kardinal Trujillo, einem Bekämpfer der
der "Befreiungstheologie", der aus Kolumbien stammte, das

Lexikon Familie

mit 860 Seiten heraus.

Vgl. die Artikel "Päpstlicher Rat für die Familie" und "Lexikon Familie" in der kathpedia!

Die deutsche Ausgabe dieses Lexikons
ist bei Schöningh in Paderborn für

20,90 EUR

ebenfalls als Restexpl. erhältlich!

Ich wünsche ggfls. gute Lesefrüchte!


13

0
 
 Herbstlicht 25. Juli 2019 
 

Warum so stumm?

Wo bleiben die Bischöfe, die Kardinäle, die ihre Stimme erheben - wenn nötig auch gegen Franziskus?
Wie ist das Schweigen über all´ die Vorkommnisse zu erklären?


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 Mr. Incredible 25. Juli 2019 
 

@Aegidius: Danke.

Sie haben recht. Mein Latinum ist schon etwas her.


1

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 Aegidius 25. Juli 2019 
 

Mr. Incredibile, stimmt beinahe. Profiteor = ich bekenne mich (profiteri, professus sum). Sie dürften diese Deponens-Familie vom "Confiteor" kennen.


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 Bernhard Joseph 25. Juli 2019 
 

@Mr. Incredible

Nun, in Zeiten, in denen in unserer Kirche Bischöfe nächtlich lüstern durch Priesterseminare schleichen und gelegentlich auch mal Nacktselfies von sich verschicken, passt ein solches Fresco doch perfekt ins Bild.


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 schlicht 25. Juli 2019 
 

die Heiligsprechung

von Johannes Paul II. soll eine Kontinuität im Amt vorspielen, wobei gleichzeitig sein Lebenswerk zerstört wird. Gerade Veritatis Splendor ist unter "progressiven" Klerikern regelrecht verhasst. Vermutlich nimmt man an, dass der konservative Christ zu dumm ist sich über diese subversiven Aktionen zu informieren und ich habe leider den Eindruck, dass das bei Einigen auch stimmt. PFs Rolle in all diesen kirchenzerstörerischen Aktivitäten sollte auch dem Letzten endlich aufgehen!


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 Christa.marga 25. Juli 2019 
 

Alles ist erlaubt

Der Zeitgeist hat Einzug gehalten in der römisch-katholischen Kirche. Mir fällt dazu das Wort "Gender" ein.

Moraltheologen braucht es nicht mehr, den heutzutage ist ja ALLES erlaubt. Die Schwulen-Lobby im Vatikan und unter den Bischöfen weltweit hat wohl gesiegt.


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 Nazarene 25. Juli 2019 
 

@ Mr. Incredible

Hab mir gerade das Gemälde in der Kirche von Terni-Narni-Amelia angesehen, das von Paglia in Auftrag gegeben wurde, Das ist ja ekelhaft! Paglia soll ja auch der Initiator der Assisi-Treffen gewesen sein. Das ist ja alles bald nicht mehr zum aushalten! Herr, erbarme Dich unser!


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 Mr. Incredible 25. Juli 2019 
 

Die entlassenen Professoren sind echte Asse,

Melina und Noriega haben hervorragende Veröffentlichungen und Bücher verfasst, die auch noch jeder verstehen kann (!!!). Ich empfehle sehr, diese zu lesen.

Davon können doch diese geistigen Seifensieder nur träumen.

Wie elend ist es wahrscheinlich ausserdem für die "Nachfolger" dieser hervorragenden Professoren und Lehrer, zu wissen, das man relativ dazu nur 3.Wahl sein kann.

Nebenbei: Die "Professoren" heissen so, weil sie mit ihrem Leben bekennen sollen (professo: "ich bekenne"), was sie lehren. Siehe Melina und Noriega et al.

Das tun die Paglias und Sequeris auch. Nur: WAS sie damit bekennen ist zum schämen.


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 wedlerg 25. Juli 2019 
 

Paglia wird ja eine homophile Neigung nachgesagt

Wenn ein Vertreter der Homo-Ausrichtung Sexualmoral umgestaltet, dann ist das am Ende ein Pakt mit der Dekadenz.

Das ganz ist typisch links.

Linke glauben nicht viel, linke sind nicht leistungsbereit, linke sind nicht leidensfähig.

Aber linke haben jede Menge politischer Energie, Politik zu machen, Wertvolle Errungenschaften zu trivialisieren und jeden Unsinn zu glauben.

Der PAkt mit dem Hedonismus ist also willkome Möglichkeit gegen verhasste Eckpfeiler des Evangeliums vorzugehen. Das ganze immer unter dem Deckmantel der "Menschlichkeit" und dem Aufkleber der "Humanwissenschaften". Letztlich ist das der Marxistische Ansatz: Sich durch (Pseudo-)Wissenschaft zu immunisieren, Brot und Spiele fürs Volk und Macht und Bürokratie für die eigenen Leute.

Insofern ist alles hier sehr konsistent: Beliebigkeitsmoral (Sex und Fun) für den Plebs, Posten für die eigenen Leute und Glaubensumdeutungen durch Soziologie immunisieren.

An Dekadenz scheitert das ganze regelmäßig.


31

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 Montfort 25. Juli 2019 

Ein Skandal!

Unglaublich, aber leider der Linie von PF entsprechend. :-(

Eine kleine Korrekturanmerkung:
"Der ebenfalls entlassene Moraltheologe P. José Noriega war Herausgeber eines kürzlich erschienenen Lexikons über Sex, Liebe und Fruchtbarkeit (Dizionario su sesso, amore e fecondità, Verlag Cantagalli)..."

Der Titel wäre im Sinne des Autors im Deutschen wohl eher wiederzugeben mit "Lexikon über Geschlecht, Liebe und Fruchtbarkeit".


21

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 Smaragdos 25. Juli 2019 
 

Dekonstruktion

Diese "Neugründung" des Instituts JPII ist übrigens ein weiterer Beweis, dass AL alles andere als in Kontinuität zu JPII und speziell FC (Familiaris Consortio) zu bewerten ist. Das Pontifikat von PF ist eine einzige Dekonstruktion der Pontifikate von JPII und BXVI! Ein Alptraum.


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 Smaragdos 25. Juli 2019 
 

Soviel zur "Dezentralisierung" unter PF... Kardinal Paglia macht es vor!

Nein, in Wirklichkeit geht es nicht um Dezentralisierung, sondern um die Dekonstruktion der Kirche. Und nur wenn die Dezentralisierung dieser Dekonstruktion dient, wird sie angewandt, ansonsten eben nicht.


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 Mr. Incredible 25. Juli 2019 
 

Das stinkt zum Himmel!


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 Mr. Incredible 25. Juli 2019 
 

Das ist noch nicht alles.

Vincenzo Paglia als Großkanzler hat mit den neuen Statuten absolute Verfügungsgewalt, er ist niemandem Rechenschaft schuldig, d.h. er kann tun und lassen, was er will.
Wie man sieht, tut er das auch.
Pierangelo Sequeri ist seine rechte Hand, Präsident des Institutes.

So:
Jetzt googelt mal die beiden, dann wird es interessant. Ich deute einmal an: Schaut euch mal das Gemälde in der Kirche in Terni-Narni-Amelia an, das Paglia erstellen liess. Weiterhin: Welche Qualifikationen haben die beiden für diese Jobs?
Es geht offensichtlich darum, die Moraltheologie faktisch umzustürzen, d.h. veritatis splendor möglichst verschwinden zu lassen/aufzuheben. Da keine Argumente dieser Strömung der Wahrheit standhalten würden, tut man es einfach durch zukippen/ertränken mit/in geistigem Abfall.

Situationsethik usw. wird vermutlich fröhliche Urständ' feiern. Und das angesichts der ganzen nicht gelösten Missbrauchsgeschichte. Vigano hat wohl doc recht.

Diese Feigheit geht mir extrem auf den Zeiger.


37

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 MSM 25. Juli 2019 
 

@Critilo

Eine von unzähligen Nebelkerzen, die seit 2013 gezündet wurden.


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 gebsy 25. Juli 2019 

Werden Grundwahrheiten

mit dem kleinsten Fehler weiter gelehrt und bezeugt, kommt alles ins Wanken und wird die Menschheit über den Abgrund hinaus führen.
Wie konnte die Dekadenz derartig zunehmen?


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 Critilo 25. Juli 2019 
 

@Eisenherz

Bei allem berechtigten Unbehagen angesichts dieser umstürzlerischen Maßnahmen eine kleine Korrektur:
Die Heiligsprechung JP2 erfolgte WÄHREND des lfd. Pontikfikats.


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 elisabetta 25. Juli 2019 
 

Die Gründung des neuen

„Päpstlichen Theologischen Instituts Johannes Paul II. für Ehe- und Familienwissenschaften“ durch Papst Franziskus (Motu proprio „Summa familiae cura“) verdient wohl nicht mehr die Weiterführung des alten Namens. Wie vieles andere geht auch diese Institution den Bach hinunter, Moral und Theologie haben im derzeitigen Pontifikat eine völlig andere Bedeutung bekommen, die bisherige passt nicht mehr in das der Wert zugewandte Konzept, deshalb muss es rigoros ausgemerzt werden.


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 Eisenherz 25. Juli 2019 
 

Vermutlich ist dieser "Karneval", wie Papst Franziskus die ihm angebotene päpstliche Robe

bezeichnete, wohl auch vorbei. Gut, dass Johannes Paul II schon zur Ehre der Altäre gekommen ist, er hätte unter diesem Pontifikat keine Chance - worauf er vermutlich auch wenig Wert legen würde. Bei aller Zuversicht bin ich nun wirklich etwas besorgt angesichts dieser Machenschaften, die hier zutage treten. "Passt euch nicht dieser Welt an!", das scheint Papst Franziskus wohl zu vergessen...ich bin überzeugt, dass diese päpstlichen Vollstrecker es nicht schaffen werden, die Wahrheit dieser Moraltheologie zu unterdrücken. Traurig nur, dass man anscheinend nichts Besseres zu tun hat, als alle konservativ anmutenden Mitbrüder wie in einer Hexenjagd aufs Korn zu nehmen. Hier ist wohl Schluß mit Lustig!


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 Philipp Neri 25. Juli 2019 

Gesunde Lehre!?

2. Timotheus 4.3
Liebe Bischöfe, wie versteht Ihr eigentlich noch diesen Bibelvers?
Gilt der überhaupt nicht mehr?
Bisher war nämlich in der Lehre der Kirche immer die innere Logik gegeben und begründbar in den Texten der Bibel, die nun aber anscheinend bewusst verändert werden soll?


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 Zeitzeuge 25. Juli 2019 
 

Ich erinnere an Gal. 1, 6-9, gilt für die Glaubens- und Sittenlehre!

Die fünf nie beantworteten Dubia enthalten Kernfragen der christl. Fundamentalmoral, die Streichung des
Lehrstuhls könnte man durchaus als
(falsche) Antwort auf diese Dubia werten!

Im übrigen schliesse ich mich Bernhard Joseph an!

Und nochmals:

Allein den Betern kann es noch gelingen!

Täter werden n i e den Himmel zwingen!!

Literaturempfehlung:

Livi Melina: Liebe auf katholisch,

Restexemplare beim fe-Verlag für

nur 5,00 EUR erhältlich!


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 Bernhard Joseph 25. Juli 2019 
 

Nur Konsequent

Wo der Glaube gänzlich verfällt und die Dekadenz tönend Einzug hält, wie derzeit in unserer Kirche überdeutlich zu sehen, da wird natürlich das Sittliche nur als störend empfunden. Also entfernt man einfach die "Störenfriede" sprich die Moraltheologen!

Wer noch behauptet, dass alles sei Werk des Hl.Geist und nicht seines Widersachers, der ist entweder längst glaubensblind oder bösartig.

Unter diesem Pontifikat löst sich die heilige Wahrheit, die bisher in unserer Kirche noch immer unangetastet blieb, sukzessive in einen ideologischen Nebel auf, in dem bestimmte Lobby-Gruppen ihr böses Tun verschleiern.

Die Kirche ist, das muss man wohl so sagen, buchstäblich unter die Räuber gefallen.

Vielleicht kommt ja ein "Samariter" und hilft dem Geschlagenen wieder auf die Beine?


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  1. R.I.P. Georg Ratzinger
  2. Dümmer geht nimmer!
  3. Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder
  4. Neues Parteiprogramm der Grünen für Abtreibung und Gender-Ideologie
  5. Die Sprache der Engel
  6. Benedikt XVI. wird nicht am Begräbnis von Georg Ratzinger teilnehmen!
  7. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  8. Anglikanischer Erzbischof: ‚Statuen werden entfernt, Namen geändert’
  9. „In dieser Stunde der Trauer…“
  10. Der synodale Weg funktioniert nicht
  11. Abschied von Prälat Georg Ratzinger
  12. Bischof von Hildesheim erwartet für 2021 noch mehr Kirchenaustritte
  13. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  14. Schwedischer Kardinal zieht gemischtes Fazit zu Corona-Sonderweg
  15. Gender-Ideologie widerspricht Natur und Offenbarung

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