Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  3. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  4. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  7. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  8. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  9. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  12. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  13. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  14. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden
  15. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'

Vatikan zu Tod von Koma-Patient Lambert: Lebensschutz ist Pflicht

11. Juli 2019 in Prolife, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präsident der päpstlichen Lebensakademie beklagt "Niederlage für die Menschlichkeit"


Vatikanstadt-Paris (kath.net/KAP) Der Vatikan hat bestürzt auf den Tod des französischen Koma-Patienten Vincent Lambert reagiert. Der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, Erzbischof Vincenzo Paglia, sprach in einer Erklärung am Donnerstag von einer "Niederlage für die Menschlichkeit". Mit Blick auf Papst Franziskus' Sicht zu dem "schmerzhaften Fall" zitierte Vatikansprecher Alessandro Gisotti den Papst mit den Worten, Herr über das Leben sei alleine Gott: "Es ist daher unsere Pflicht, es immer vom Anfang bis zum natürlichen Ende zu bewahren und keiner Wegwerfkultur zu erliegen."

Im Vatikan werde für den Verstorbenen und seine Familie gebetet, sowie für alle "die sich bis zum Schluss mit Liebe und Entschiedenheit um ihn kümmerten", so Gisotti weiter. Kurienkardinal Robert Sarah schrieb auf Twitter, Lambert sei "als Märtyrer und Opfer des furchterregenden Wahnsinns der Menschen unserer Zeit" gestorben.


Der Bischof von Limoges, Pierre-Antoine Bozo, mahnte am Donnerstag Zurückhaltung und Respekt an. "Wir müssen weiterhin unser Verhältnis zu Krankheit, Tod und Menschenwürde in Frage stellen." Man solle "nicht die verschiedenen Akteure dieser langen und schmerzhaften Angelegenheit beurteilen, nur Gott ist Richter". Die Frage laute, was "ein lebenswertes Leben" sei und wie mit Betroffenen umzugehen sei.

Der 42-Jährige Lambert, der seit einem Motorradunfall 2008 in einer Art Wachkoma lag, war laut Medienberichten Donnerstagfrüh in der Universitätsklinik von Reims gestorben. Zuvor hatte es jahrelange Rechtsstreitigkeiten bis vor den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof darum gegeben, ob die lebenserhaltenden Maßnahmen abgebrochen werden könnten oder nicht. Während Lamberts Ehefrau Rachel als Vormund ihres Mannes die Behandlung beenden lassen wollte, legten die Eltern des des Wachkoma-Patienten dagegen zuletzt noch Beschwerde beim UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein.

Ende Juni hatte Frankreichs oberstes Gericht den Weg für einen erneuten Stopp der Behandlung freigemacht. Am Dienstag voriger Woche stellte das behandelnde Ärzteteam die künstliche Ernährung des Wachkoma-Patienten ein. Zuvor waren im Mai die lebenserhaltenden Maßnahmen nach einem vorübergehenden Abbruch wieder aufgenommen worden.

10.000 Wachkoma-Patienten in Deutschland

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz verwies in einer Reaktion auf die rund 10.000 Wachkoma-Patienten in Deutschland. Diese seien "keine Sterbenden", sondern hätten Anspruch auf medizinische und pflegerische Versorgung, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Der einzig sichere Weg, Einfluss auf die Behandlung zu nehmen, sei die Patientenverfügung. "Andernfalls kann es zu jahrelangen Streitigkeiten kommen, die nicht selten von Gerichten entschieden werden müssen", so Brysch. Ein automatisches Mitspracherecht von Eltern oder Ehepartnern gebe es nicht.

Noch am Mittwoch hatte der Pariser Erzbischof Michel Aupetit zum Gebet für Lambert aufgerufen. "Jetzt ist die Zeit für Erinnerung, Mitgefühl und Gebet für Vincent Lambert", twitterte Aupetit. Daher sollten in diesen Tagen Gottesdienste für den Verstorbenen gefeiert werden. Auch Papst Franziskus hatte sich am Mittwoch indirekt zu dem Fall geäußert. "Beten wir für die Kranken, die im Stich gelassen und dem Tod ausgeliefert werden. Eine Gesellschaft ist menschlich, wenn sie jedes Leben schützt, ohne bestimmen zu wollen, wer würdig ist zu leben und wer nicht", hieß es auf dem Twitteraccount des Papstes. Ärzte sollten "dem Leben dienen und es nicht nehmen."

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensschutz

  1. Dezidiert pro-Life: Papst erhebt Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben zum Bischof
  2. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  3. Linksradikaler Anschlag auf Veranstaltungsort eines Lebensschutz-Treffens
  4. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“
  5. Christdemokraten für das Leben (CDL): Lebensschutz ist nicht verhandelbar
  6. Jesse Jacksons wechselnde Positionen zum Lebensschutz
  7. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  8. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  9. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  10. Die US-Bischofskonferenz lädt zur 14. Pro-Life-Novene ein







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  5. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  6. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  7. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  8. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  9. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  10. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  11. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  12. Der Kreuzweg mit Papst Leo
  13. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  14. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  15. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz