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Voderholzer: „Christus hat ausschließlich Männer als Apostel berufen“

24. Juni 2019 in Familie, 24 Lesermeinungen
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Regensburger Bischof Voderholzer bei Wolfgangswoche über Zugangsvoraussetzungen zur Priesterweihe und zur Ehe: „Nur die Frau kann den Mann zum Vater, nur der Mann die Frau zur Mutter machen.“


Regensburg (kath.net/pbr) Am Sonntag hat Bischof Rudolf Voderholzer in der Regensburger Basilika St. Emmeram zusammen mit Domdekan Johann Neumüller, Stadtpfarrer Roman Gerl und den mitfeiernden Gläubigen die Wolfgangswoche eröffnet. Dazu wurde der Schrein des Bistumsheiligen aus der Wolfgangskrypta erhoben und von Diakonen in das Kirchenschiff getragen. Die gesamte Woche über werden Gottesdienste zu Ehren des Heiligen gefeiert, der zu seiner Zeit „vorausschauend, klug und gegen manche Widerstände“ das Bistum in die Zukunft geführt hat, wie es Bischof Voderholzer formulierte.

Die Wolfgangswoche, die von Bischof Rudolf Graber ins Leben gerufen wurde, mündet in die Feier der Priesterweihe. Am 29. Juni wird Bischof Voderholzer im Dom St. Peter sechs Männer weihen. Ihnen, die sich in dieser Woche auf die Weihe vorbereiten, wünschte der Bischof, dass sie ihren Dienst der Vergegenwärtigung Christi immer tiefer verstehen und ausüben. Das Priesteramt sei keine „Machtposition“, sondern ein „Dienst an der Freude“.

Das Priesteramt und die Bedeutung der Frauen

„Christus hat ausschließlich Männer als Apostel berufen“ – das betonte der Regensburger Bischof in seiner Predigt. Sie vergegenwärtigen Christus in besonderer Weise. Dabei habe die Zuordnung des geistlichen Dienstamtes „mit seiner seinsmäßigen Aufgabe der Christusrepräsentation von allem Anfang an die Bedeutung von Frauen in der Kirche nicht geschmälert“.

Bischof Voderholzer erinnerte beispielsweise an die Gottesmutter, der höchste Verehrung zuteil wird, an die Bedeutung der Frauenorden als Orte der Bildung und Innovation, oder an Frauen wie die Regensburgerin Maria Theresia Gerhardinger, die gemeinsam mit dem späteren Bischof Wittmann Großes leistete.

All diese Beispiele zeigen, wie sich Frauen seit Beginn der Kirche mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten eingebracht haben. Sie tun dies auch heute, wie der Bischof hervorhob, wenn Frauen in Politik, Wissenschaft, caritativen Aufgaben oder im Bildungsbereich für das Evangelium wirken.

Mann und Frau – ein „wunderbarer Zusammenklang“

Die Beziehung Christi, des Bräutigams, zu seiner Braut, der Kirche, werde vergegenwärtigt in der Ehe zwischen Mann und Frau. Die Gegensätzlichkeit und Verwiesenheit von Mann und Frau bilde wie die Männer- und Frauenstimmen in der Musik einen „wunderbaren Zusammenklang, eine Symphonie“, so Bischof Voderholzer: „Nur die Frau kann den Mann zum Vater, nur der Mann die Frau zur Mutter machen.“

kath.net dokumentiert die Predigt von Bischof Rudolf Voderholzer am Sonntag, 23. Juni 2019 in voller Länge:

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!
Am kommenden Freitagabend wird der scheidende Domkapellmeister Roland Büchner zum letzten Mal in dieser Funktion in der Domstadt die Domspatzen, unseren Domchor, im Rahmen eines Konzertes dirigieren.

Anlässlich der Feier von 50 Jahre Städtepartnerschaft Regensburg Brixen wird im Audimax der Universität Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ gegeben, und die Domspatzen werden zusammen mit dem Domchor Brixen, namhaften Solisten und dem Kammerorchester Regensburg musizieren.

Die Schöpfung von Joseph Haydn gehört zu meinen Lieblingsstücken aus der klassischen Musik und ich freue mich schon sehr auf diesen Abend gegen Ende in einer ereignisreichen Wolfgangs-Woche, am Vorabend der Priesterweihe und dann der Feier von „150 Jahre Vollendung der Domtürme“.

Das Libretto dieses Oratoriums „Die Schöpfung“ orientiert sich ganz am Ersten Schöpfungsbericht aus dem Buch Genesis. Besonders beeindruckend ist, wie die Erschaffung des Lichtes in Töne umgesetzt wird. Unter den vielen bemerkenswerten musikalischen Akzenten ragt dann für mich heraus, wie Haydn die Krone der Schöpfung, den Menschen, geschaffen als Mann und Frau, musikalisch ehrt. Das Duett Adam und Eva und der Lobpreis der Ergänzung, der gegenseitigen Verwiesenheit von Mann und Frau, ihre gegenseitige Attraktivität zur Eröffnung von Geschichte bewegt mich immer wieder tief. Es ist geradezu eine Hymne auf die Schöpfung des Menschen als Mann und Frau.


Schon vom musikalischen her wird deutlich, dass es schön und gottgewollt ist, dass es nicht nur Männerstimmen, sondern auch Frauenstimmen gibt, und dass Bass und Tenor auf der einen und Alt und Sopran auf der anderen Seite einen wunderbaren Zusammenklang, eine Sym-Phonie ergeben.

Mann und Frau sind aufeinander verwiesen. Nur die Frau kann den Mann zum Vater, nur der Mann die Frau zur Mutter machen.

Man hat Haydn hin und wieder angekreidet, dass er die Schöpfung – ganz im Geiste der Aufklärung – zu optimistisch darstellt und den Bruch, der durch die Sünde die gute Schöpfung beeinträchtigt und belastet, auch das Verhältnis der Geschlechter zueinander überschattet, zu wenig berücksichtigt. In der Tat wird nur ganz am Schluss des Oratoriums die Gefahr angedeutet, dass der Mensch seine Freiheit auch missbrauchen kann.

Aber das stellt den Wert und die Größe dieses Werkes nicht infrage. Denn es ist und bleibt unsere Glaubensüberzeugung, dass die Sünde die Gottebenbildlichkeit des Menschen nicht aufgehoben hat. Seiner Erlösungsbedürftigkeit kommt Gott selbst in der Menschwerdung seines Sohnes entgegen.

Das Oratorium ist eine Auslegung, eine Predigt über die Gutheit von Gottes Schöpfung als Grundlage der Geschichte des Heils. Und in dieser Schöpfung spielt die Polarität von Mann und Frau, ihre Gegensätzlichkeit und Verwiesenheit aufeinander, eine fundamentale Rolle.

In dieses Gegenüber zeichnet sich gerade auch noch einmal der Fortgang der Heilsgeschichte ein. Das Alte Testament durchzieht wie ein roter Faden die Glaubensüberzeugung, dass sich das Miteinander Gottes zu seinem Volk verhält wie die Beziehung von Braut und Bräutigam. „Wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so freut sich Dein Gott über Dich“ (Jes 62,5), darf der Prophet Jesaja dem Volk Israel ausrichten.

Dieses Gegenüber wird vertieft in der Beziehung Christi zur Kirche. Christus lässt mehrfach im Evangelium erkennen, dass in ihm der Anspruch Gottes des Vaters erfüllt und er der Bräutigam des neuen Bundesvolkes ist.

Diese realsymbolische Vergegenwärtigung der Beziehung von Christus zu seiner Kirche in der Ehe zwischen einem getauften Mann und einer getauften Frau ist bekanntlich auch der Grund, weswegen die Kirche die Ehe als eines der sieben Sakramente betrachtet; also als eines der von Gott geschenkten Zeichen seiner Gegenwart und Nähe. Und weil das kirchliche Dienstamt in der Nachfolge der Apostel zuallererst in der Vergegenwärtigung dieses Voraus Christi seiner Kirche gegenüber besteht, hält sich die katholische Kirche ebensowenig wie die orthodoxe Kirche für berechtigt, von der Praxis Jesu abzuweichen, nur Männer für diese Aufgabe für geeignet zu halten.
Widerspricht dem nun aber nicht die 2. Lesung aus dem Galaterbrief, die wir gerade gehört haben? Ist nicht die darin enthaltene Aussage, es gebe nicht mehr Mann und Frau – „männlich und weiblich“ sagt die neue Übersetzung –, eine klare Weisung hin zur Öffnung der Weiheämter auch für Frauen, wo es doch nicht mehr darauf ankomme, ob jemand Mann oder Frau sei?

Doch hier gilt es, genau hinzuhören. Der Kontext des Galaterbriefes ist die Auseinandersetzung des Apostels mit dem Wunsch der Galater, wieder unter das jüdische Gesetz zurückzukehren. Ihnen gegenüber ruft Paulus das Geschenk, die Gnade der Taufe in Erinnerung. Die Taufe hebt alle soziologischen und nationalen Unterschiede auf. In der Kirche gibt es keine Fremden und keine Ausländer. Und auch die Herrschaft des Mannes über die Frau ist abgelöst durch eine gegenseitige Unterordnung und eine gemeinsame Unterordnung unter Christus. Zielsatz des Abschnittes ist: Ihr alle seid „einer“, „unus“, nicht „eins“, ihr seid „einer in Christus“. Durch die Taufe werden wir zu einem Leib mit den vielen Gliedern auferbaut, zum Leib Christi, dessen Haupt der Herr selbst ist. Und als Getaufte sind wir zur Freiheit befreit.

Die Worte des Paulus wären missverstanden, wenn man sie so deuten würde, als habe Paulus die Geschlechterpolarität aufgehoben und die Tatsache geleugnet, dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat.

Paulus sagt denn auch nicht: Es gebe nicht mehr Braut noch Bräutigam, oder, es gebe nicht mehr Vater und Mutter. Im Gegenteil. In anderen seiner Briefe zieht er die in die Schöpfung hineingelegte Unterschiedenheit von Mann und Frau und ihre Verwiesenheit aufeinander heran, um das Geheimnis der Liebe zwischen Gott und seiner Schöpfung, zwischen Christus und der Kirche zu verdeutlichen.

Die Zuordnung des geistlichen Dienstamtes mit seiner seinsmäßigen Aufgabe der Christusrepräsentation hat von allem Anfang an die Bedeutung von Frauen in der Kirche nicht geschmälert.

Neben Maria, der Mutter Jesu, der in der Kirche von den Uranfängen her höchste Verehrung zuteilwurde, gab es im Umfeld Jesu etliche Frauen, die ihm folgten, die ihn unterstützten und die vor allem am Karfreitag viel mutiger und treuer zu ihm standen als die Männer. Jesus hat sich über viele gesellschaftliche Schranken hinweggesetzt und einen ganz unbefangenen Umgang mit Frauen gepflegt. Wir wissen, wie ihm das nicht nur einmal zum Vorwurf gemacht wurde. Umso mehr muss es aber doch zu denken geben, dass er – das bezeugen alle Evangelien, und ich verstehe nicht, wie man das bezweifeln kann – dass er ausschließlich Männer als Apostel berufen hat. Sie sollten ihn in besonderer Weise vergegenwärtigen: Wer euch hört, hört mich. Wer auch aufnimmt mich auf und den, der mich gesandt hat.

Dies hat seinen Grund in der sakramentalen Struktur der Kirche. Noch einmal: Beim geistlichen Dienstamt geht es nicht zuerst um eine Funktion, die beliebig ersetzbar wäre, sondern um die Darstellung einer Seinswirklichkeit. Die Kirche ist nicht eine Gewerkschaft, nicht eine Partei und auch nicht ein (gar noch monarchisches) Staatswesen, das im letzten nur eine irdische Wirklichkeit ist, eigene Zwecke und Ziele verfolgt und von gewählten Repräsentantinnen und Repräsentanten vertreten wird.
Die Kirche ist, wie wir es vom Apostel Paulus gehört haben, „einer“, ein Leib, der „Leib Christi“ zur Vergegenwärtigung seines Wortes und seiner heilbringenden Erlösungstat am Kreuz. In dieser Kirche gibt es verschiedene Dienste und Ämter. Und von Anfang haben Frauen sich in der Kirche mit all ihren Gaben und Fähigkeiten eingebracht. Soziologisch gesehen haben Frauen in der Antike und im Mittelalter vor allem durch die Kirche Entfaltungsmöglichkeiten bekommen. Der Stand der Witwen etwa bot Schutz vor der im römischen Reich selbstverständlichen Wiederverheiratungspflicht. Die Frauenorden waren über die ganze Geschichte hinweg Orte der Bildung und der Innovation gerade auch in gesellschaftlichen Entwicklungen. Wer hat denn das Krankenpflegewesen, das Kindergartenwesen, die Mädchenschulen usw. erfunden? Ich erinnere hier nur an die selige Mutter Maria Theresia Gerhárdinger, eine Stadtamhoferin. Zusammen mit dem späteren Bischof Wittmann hat sie wahrhaft Großes geleistet und gezeigt, wie die verschiedenen Dienste und Ämter in der Kirche zusammenwirken, wenn sie sich nicht in eine ungeistliche und unfruchtbare Konkurrenzsituation hineindrängen lassen, sondern im Hören auf Gottes Wort zum Heil der Menschen arbeiten.

Und so gibt es auch heute in der Politik, in der Wissenschaft, im Bildungsbereich, im sozialcaritativen Bereich, usw. usw. eine Fülle von Aufgaben, in denen wir in der Verschiedenheit und im Reichtum der unterschiedlichen Begabungen und Charismen für das Evangelium wirken können und wo gerade auch Frauen ihre Begabungen einbringen können.

Im Blick auf das geistliche Dienstamt, das ja beileibe nicht allen Männern, sondern den von Christus berufenen, zukommt, schärft uns das heutige Evangelium ein:
Es geht zuallererst um das Zeugnis. Petrus als exemplarischer Jünger bekennt Jesus als den Messias Gottes. Das Einstehen für den Glauben und das Bekennen des Glaubens an den gekreuzigt-auferstandenen Herrn ist erste und wichtigste Aufgabe. Dass dies nicht unbedingt der Selbstverwirklichung dient und einem nicht in erster Linie Beifall und gesellschaftlichen Ruhm einbringt, dafür gibt es tagtäglich Beispiele.
Und der Herr sagt es ausdrücklich: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst und nehme er sein Kreuz auf sich.

Deutlicher kann das Besondere und Spezifische des Christseins und der Kirche nicht zum Ausdruck gebracht werden. Sich ganz in den Dienst Christi stellen, und ihn mit seiner ganzen Existenz bezeugen, das ist der Anspruch an die, die zum apostolischen Dienst gerufen sind. „Sie werden auf den schauen, den sie durchbohrt haben.“
In dieser Woche bereiten sich sechs Diakone auf die Priesterweihe vor. Nehmen wir sie ins Gebet, dass sie das Amt, das ihnen übertragen wird, als Dienst der Vergegenwärtigung Christi immer tiefer verstehen lernen und ausüben, nicht als Machtposition, sondern als Dienst an der Freude, als Dienst der Vergegenwärtigung Christi, des Bräutigams seiner Kirche, als Dienst der Vergegenwärtigung Christi als Haupt des „einen“ Leibes, der die Kirche ist in ihren vielen Gliedern, die alle berufen sind, Männer und Frauen, den Armen sein Evangelium zu verkünden, Amen.

Bischof Voderholzer Wolfgangswoche 2019


Bischof Voderholzer und Regensburger Priester - Erhebung des Wolfgangschreins


Foto Bischof Voderholzer (c) Bistum Regensburg


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Lesermeinungen

 Charlene 25. Juni 2019 

Es gab genau 12 Apostel. Ihnen übertrug Christus priesterliche Vollmachten.


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 winthir 24. Juni 2019 

distinguo.

1) Jesus, der Gründer unserer Religion, hatte Jüngerinnen und Jünger.

2) in der frühen Christenheit gab es männliche und weibliche Apostel, was übersetzt werden kann mit "Gesandte". ich will hier nicht lostreten eine Diskussion über Junia, und schon gar nicht über diese Frau, die - meiner Meinung nach zu Recht - "apostola apostolorum" genannt wird,

3) "Die Zwölf". Die Vertreter der Zwölf Stämme Israels. Natürlich konnten das nur Männer sein.

---

klingt kompliziert? ist es auch.


2

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 Wunderer 24. Juni 2019 
 

Mehr ist nicht zu sagen

Ach @oelberg: Sie erzählen die alten abgestandenen Sachen der Intellektualisten und Modernisten.
Sie entlarven sich als Kirchefeind schon durch Ihre Sprache, indem Sie von "Voderholzer" sprechen. Dieser Mann ist Bischof, also heißt wird er Bischof Voderholzer genannt. Respektlos ist das von Ihnen.
Und respektloser sind Sie gegenüber dem Herrn und Erlöser. Mehr ist nicht zu sagen. Ein Eingehen auf Ihre verkehrten Gedanken und Worte erspare ich mir.

Ein Lob für Herrn Bischof Voderholzer, der ein wahrhaftiger Bischof für uns in Deutschland ist und dem ich meines Gebetes versichere.


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 Stefan Fleischer 24. Juni 2019 

Priestertum ist Berufung,

nicht einfach ein Beruf. Der Herr ruft wen er will. Dabei ist er uns Menschen keine Rechenschaft schuldig. Es gibt viele gute Gründe, weshalb die jezige Lösung die richtige ist. Der letzte Grund aber ist die Überzeugung, dass das so Gottes Wille ist.

www.stefanfleischer.ch/EINZELTEXTE/priestertum.html


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 bernhard_k 24. Juni 2019 
 

Jesus hat Männer berufen ... aber nicht, weil sie besser sind als Frauen

sondern weil sie eben Männer sind.

Wollte Jesus die Beste, hätte er seine Mutter berufen, die alle Männer haushoch überragt ...


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 Ebuber 24. Juni 2019 
 

Wie schön formuliert

Einfach nur "Danke" an Bischof Voderholzer - und Gott vergelte ihm all seinen Einsatz!


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 Sebi1983 24. Juni 2019 
 

@Oelberg

1. Fakt ist, dass Jesus nur Männer zu Aposteln berufen ist. Er hat nirgends gesagt, dass die Kirche das künftig anders handhaben soll.
2. Gesellschaftliche Umstände: Woher wollen Sie wissen, dass die gesellschaftlichen Umstände ausschlaggebend für Jesu Handeln waren? Das ist Spekuation und Vermutung, mehr nicht. Dagegen gibt es viele Beispiele eines gesellschaftunkonformen Handelns Jesu; z.B. sein ungezwungener Umgang mit Frauen, der nicht nur gesellschaftlich ungewöhnlich war sondern für manche sogar anstößig. Trotzdem hat er keine Frauen zu Aposteln berufen.
Ihre Behauptung "Es gibt keinen Hinweis darauf, dass er heute nicht anders handeln würde" führt ebenfalls in den Bereich der Spekulation. Oder haben Sie einen Beleg dafür, dass er heute anders handeln würde?

Für mich folgt daraus: Ihre Argumente sind nicht stichhaltig und bilden keinerlei Basis dafür, dass die Kirche den im Handeln Jesu begründeten Weg verlassen sollte.


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 agora 24. Juni 2019 
 

Stichhaltig

Natürlich sind die Argumente von Bischof Voderholzer stichhaltig, weil sie auf Schrift und Tradition und nicht auf gendermodischer Vernünftelei beruhen.


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 lesa 24. Juni 2019 

Sich ergänzende Charismen

Das NT setzt als selbstverständlich voraus, dass Frauen nicht für Ämter zugelassen werden. Das ist kein Mangel an Gleichberechtigung, sondern Mann und Frau haben einander ergänzende Charismen u. Aufgaben. "Für Frauen bieten sich schon in neutestamentlicher Zeit eine Vielzahl an Möglichkeiten, als Christinnen in Kirche und Welt Verantwortung zu übernehmen. In unserer Zeit gibt es viele wichtige Aufgaben für christliche Frauen: Einsatz für den Lebensschutz, Kritik am in Europa immer weiter um sich greifenden und das christliche Menschenbild und die Schöpfungsordnung in Frage stellenden Gender-Mainstreaming, Einsatz für die Stärkung der Familie im christlichen Verständnis, Kampf gegen die Ausbeutung von Frauen und so weiter.
Frauen sind heute in der Kirche in vielen wichtigen Positionen tätig: zum Beispiel in Schulen, in der Katechese, als Referentinnen, in Frauenorden und neuen geistlichen Gemeinschaften, als Äbtissinnen, als Leiterinnen von Referaten und Abteilungen...(Lothar Wehr)


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 lesa 24. Juni 2019 

Repräsentation Christi

"Die Repräsentation Christi verlangt nun den Mann als Priester, denn wie bei den anderen Sakramenten muss das äußere, sinnenhafte Zeichen der unsichtbaren Wirklichkeit des Sakramentes (der bewirkten Gnade) entsprechen. Das Wasser der Taufe weist hin auf die von Sünden reinigende Wirkung der Taufe, die Salbe auf die heilende Kraft der Krankensalbung usw. Christus ist zwar als Mensch in die Welt gekommen, um alle Menschen, Männer und Frauen, zu erlösen. Aber er war ein Mann und ist als Mann am Kreuz gestorben. Wer Christus repräsentiert, muss ein Mann sein, da nur so eine Entsprechung besteht zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Wirklichkeit des sakramentalen Amtes. Eine solche Argumentation ist heute schwer vermittelbar, weil weithin ein Verständnis für die Symbolik der Geschlechter fehlt." (Dr. Lothar Wehr Prof. f. Neues Testament)


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 lesa 24. Juni 2019 

Sakramentale Wirklichkeit 1

@oelberg:Wir haben es hier nicht mit „einem Argument von Bischof Voderholzer" zu tun. In seinem Beitrag in der Tagespost vom 6.Juni 2019 zitiert der Dogmatiker Karlheinz Menke Papst Joh Paul II: „Die Kirche, die dem Beispiel des Herrn treu bleiben möchte, schreibt sich nicht die Vollmacht zu, Frauen zum Sakrament des Ordo zuzulassen.“ Und er erläutert: Dieser Satz ist kein Affront gegen die Gleichberechtigung der Frau, sondern ein Bekenntnis des kirchlichen Lehramtes zu einer sakramentalen Ekklesiologie und Anthropologie. Und was viel zu selten gesehen wird: Diese Aussage des Papstes ist auch ein Bekenntnis des Lehramtes zu seinen eigenen Grenzen."
Forts. in Teil 2


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 lesa 24. Juni 2019 

Sakramentale Wirklichkeit 2

„Das nachapostolische Amt ist Sakrament und also eine der Kirche von Christus eingestiftete Wirklichkeit, über die auch der Papst oder ein Konzil nicht frei verfügen können. Aus meiner Sicht gibt es einen logischen Zusammenhang zwischen der Funktionalisierung des sakramentalen Ordo und einer funktionalistischen Betrachtung der Geschlechterdifferenz.
Wie zeigt er sich?
Wenn der Leib des Menschen nicht mehr als symbolischer beziehungsweise sakramentaler Ausdruck der Verschiedenheit von Mann und Frau, sondern von bestimmten Gender-Ideologen als veränderbares Instrument erklärt wird, ist das Mann-Sein des Mensch gewordenen Logos bedeutungslos. Funktionales Denken erklärt alles Kontingente für austauschbar – zum Beispiel die eucharistische Materie von Brot und Wein durch andere Speisen und Getränke. Eben diesem funktionalistischen Denken wollte Papst Johannes Paul II. mit dem viel kritisierten Dokument „Ordinatio sacerdotalis“ (22.5.1994) begegnen. (Prof. Menke)


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 Kirchental 24. Juni 2019 

@oelberg

Christus ist Gottes Sohn. Wir dürfen ruhig davon ausgehen, dass er nicht versehentlich in Galiläa zur Regierungszeit des Augustus als Mann zur Welt kam. Ebensowenig ist es Zufall, dass er nur Männer berufen hat.

All das ist Teil seines Heilsplanes.

Wenn Gott es für richtig erachtet hätte, wäre er als Suffragette zur Jahrhundertwende, als Hippie in San Francisco oder in der Christopher Street in NY zur Welt gekommen.


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 Aegidius 24. Juni 2019 
 

Alle "Argumente" gegen die Tradition beruhen auf Gefälligkeitsmythen

Zum einen hat das Priestertum in der frühen Kirche durchaus im Kern so bestanden wie später, auch wenn für die Spendung der Sakramente und das sonntägliche Meßopfer/Brotbrechen/Eucharistie durch Handauflegen pro Stadt zunächst nur eineinziger "Bischof" mit einem einzigen Altar bestellt wurde (die Theorie unabhängiger "Hauskirchen" wurde von S. Heid endgültig und umfassend widerlegt). Zum anderen bestand in der antiken Welt - mit Ausnahme des Judentums - eben gerade überhaupt keine Konvention dahingehend, daß Priester- und geistliche Leitungsfunktionen Männern vorbehalten seien. Jesu Heimat Galiläa war seit 300 Jahren so durchhellenisiert, daß Jesus diese Tatsache bewußt gewesen sein muß. Und sie war es auch in den Missionsgemeinden im griechischen Kleinasien, in Rom. Und dennoch hielt die Urkirche inmitten einer Welt, in der es von heidnischen Priesterinnen wimmelte, an dem Modell fest, das Jesus gestiftet hat. Wie kommen wir heute dazu, eine Abweichung überhaupt nur zu erwägen!


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 Fatima 1713 24. Juni 2019 
 

@Oelberg

Sie glauben doch nicht im Ernst, dass Jesus sich nicht getraut hätte, Frauen zu Priesterinnen zu weihen, weil Er sich an gesellschaftliche Konventionen hielt und dafür heute gemäß unserer Vorstellungen handeln würde?
Er hat die Apostel zum letzten Abendmahl gerufen und ihnen den Auftrag gegeben "Tut dies zu meinem Gedächtnis!" - das ist es, was der Priester bei jeder hl. Messe vollzieht. Man kann davon ausgehen, dass er die Apostel dort auch schon zu Priestern geweiht hat.
Wenn Er es gewollt hätte, hätte Er selbstverständlich Seine Mutter dort mit einbeziehen können (wer wenn nicht sie wäre am meisten würdig gewesen) oder einige von den anderen heiligen Frauen, die ihn und die Jünger treu begleitet und unterstützt haben (am besten gleich mit einer Quote von 50 zu 50 ...).
Hat Er aber nicht!


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 amor crucificada 24. Juni 2019 
 

Glaube an die Gottheit Christi

Ich bin mir nicht sicher, aber inzwischen frage ich mich immer mehr, ob bei all diesen abgelutschten Diskussionen das eigentliche Problem der mangelnde Glaube an die Gottheit Christi ist.


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 amor crucificada 24. Juni 2019 
 

@Herbstlicht
Sie sprechen mir aus der Seele.


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 Herbstlicht 24. Juni 2019 
 

@Oelberg

Ich bin sicher, Jesus verfügte trotz seiner Demut über soviel Souveränität und Selbstsicherheit, dass er den Mut aufgebracht hätte, sich über bestehende Gepflogenheiten hinwegzusetzen und auch Frauen zu berufen.
Wenn er es gewollt hätte!
Soviel innere Unabhängigkeit darf man dem Sohn Gottes schon zutrauen.

Mein eigenes Selbstbewusstsein als Frau hängt auch nicht davon ab, ob ich Priesterin sein darf oder nicht.
Ich bin dankbar und glücklich, katholisch zu sein, das genügt mir vollauf.
Das gilt auch dann, wenn so manche Entwicklung in der Kirche mir Kummer bereitet.


12

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 Mr. Incredible 24. Juni 2019 
 

@Couperin

Ja, es ist anwendbar.

Dieses und andere Dokumente können beim Verständnis hilfreich sein.
http://w2.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_exhortations/documents/hf_jp-ii_exh_25031992_pastores-dabo-vobis.html

Die Lehre der Kirche dazu ist schon des Öfteren vom Lehramt klar dargelegt worden. Warum die "Priester-Frage" (die 3-4 Klassiker halt) immer wieder hochkommt, ist erklärbar, aber nicht in einem post.


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 Couperin 24. Juni 2019 
 

Apostel

Dass Jesus nur Männer zu Aposteln berufen hat, bestreitet niemand. Die Frage ist: lässt sich diese Tatsache 1:1 auf das heutige Priestertum anwenden, das anfangs in der späteren Form gar nicht bestanden hat.


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 Rolando 24. Juni 2019 
 

Oelberg

Jesus spricht heute durch seine Kirche, (nicht irgendeine Kirche, sondern seine eine heilige katholische und apostolische Kirche), die sein Leib ist. Nicht die Schrift allein, sondern die Überlieferung und die Tradition, die sich durch die Kirchenväter, den Nachfolgern der Apostel, hieb und stichfest, geführt durch den Hl. Geist, gefestigt hat, auf sie ist zu hören, es ist die Stimme Jesu.
Lk 10, 16 Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.
2 Kor 5,18 Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat.
Die Männer sind beauftragt, von Jesus, was er sagt hat Gültigkeit über die Zeiten.


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 Oelberg 24. Juni 2019 
 

sorry

für eine Anzahl Schreibfehler.
Muss mir eine neue Tastatur zulegen.


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 freya 24. Juni 2019 
 

Voderholzer ist der einzige deutsche Bischof, der noch Klartext spricht

und dem man voll und ganz vertrauen kann. Alle anderen sind inzwischen reine Mietlinge, bzw. Wölfe im Schafspelz geworden, die das Volk mit Fleiss in den Abgrund führen.


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 Oelberg 24. Juni 2019 
 

Wenn Voderholzer sagt:
„Christus hat ausschließlich Männer als Apostel berufen“
und das als den Grund dafür angibt, dass eine Weihe von Frauen nicht möglich ist, so unterschlägt er, dass
1. Jesus nichts gesagt hat, das darauf hindeutet, dass er das so vür immer verstanden haben wollte und
2. konnte aufgrund der gesellschaftlichen Zustände und Umstände damals keine Frauen berufen, das diese vom Volk nicht anerkannt worden wären. Leitungsfunktionen waren ausschließlich Männern vorbehalten.
Es gibt keinen Hinweis darauf, dass er heute icht anders handeln würde.

Voderholzers Argument ist nach wie vor nicht stichhaltig


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