Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ein unvermeidliches Schisma?
  2. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  3. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  4. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  5. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  6. „Die große Würde des Priestertums besteht …“
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  9. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  10. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  11. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  12. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  13. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  14. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  15. Bereits vierte Kirchenübergabe an Kopten in Wien

George Weigel: Viganò hat den Papst über McCarrick informiert

8. Juni 2019 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das habe ihm Viganò bei drei verschiedenen Gelegenheiten bestätigt, sagte der Papstbiograph.


Washington D.C. (kath.net/LSN/jg)
Erzbischof Carlo Maria Viganò habe ihn bei drei verschiedenen Begegnungen darüber informiert, dass er Papst Franziskus über die Missbrauchsvorwürfe gegen den damaligen Kardinal McCarrick aufgeklärt habe, sagte der katholische Autor und Papstbiograph George Weigel (Foto).

Das erste Mal habe ihm Viganò 2013 davon erzählt, kurz nachdem dieser dem Papst darüber berichtet hätte, in späteren Jahren noch zweimal. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich das ausgedacht hat“, sagte Weigel wörtlich im Interview mit Raymond Arroyo in der Sendung „The World Over“ auf EWTN.

Papst Franziskus hat in einem Interview mit der mexikanischen Journalistin Valentina Alazraki erst vor kurzem erneut behauptet, nichts von den Vergehen von McCarrick gewusst zu haben.

Der Gedanke, dass die Vorwürfe von Viganò eine Intrige reicher amerikanischer Konservativer sei, sei völliger Unsinn. Diese Ansicht werde aber im Umfeld von Papst Franziskus weithin geglaubt und werde weiter verbreitet. Weigel sprach wörtlich von einer „Lüge“, die dazu verwendet werde, um die Kirche in den USA zu untergraben und der Debatte vor dem nächsten Konklave eine bestimmte Richtung zu geben. Er forderte die amerikanischen Bischöfe dazu auf, diese falsche Behauptung noch deutlicher zurück zu weisen.


Arroyo und Weigel begannen ihr Gespräch mit der Diskussion über die Dokumente, die Msgr. Anthony Figueiredo vor wenigen Tagen veröffentlicht hat. Diese zeigen, dass es die Sanktionen gegen McCarrick gegeben hat und dass Kardinal Donald Wuerl davon gewusst hat.

Die von Figueiredo veröffentlichte Korrespondenz bestätige die Behauptungen von Viganò, dass Benedikt XVI. dem damaligen Kardinal befohlen habe, sich zurück zu ziehen. Benedikt habe kurz nach seiner Wahl das formelle Rücktrittsgesuch von McCarrick, damals Erzbischof von Washington D.C., erstaunlich schnell angenommen. McCarrick habe erwartet, dass er noch einige Jahre in seiner Position bleiben werde, erinnerte Weigel.

Die disziplinären Maßnahmen gegen McCarrick seien aber offenbar nicht weiter verfolgt und durchgesetzt worden, fuhr Weigel fort. McCarrick habe auf Zeit gespielt und abgewartet, bis sich die Dinge beruhigt hätten. Dann habe er wieder das getan, was er vorher auch schon getan habe und sich in eine ganze Reihe von Angelegenheiten eingemischt, die ihn eigentlich nichts angingen, kritisierte Weigel.

McCarrick habe sich als eine Art „Parallel-Außenminister des Vatikan“ positioniert. Ein Teil seiner Aktivitäten könne auf Ersuchen des Vatikan geschehen sein. Er gehe jedoch davon aus, dass der Großteil davon McCarricks eigener Initiative entsprungen sei. Die von Figueiredo veröffentlichten Dokumente würden beweisen, was Insider schon lange gewusst hätten: dass McCarrick – wie Weigel formulierte – ein permanenter Selbstdarsteller sei, der sich geschickt einflussreichen Personen anbiedern könne.

Die Durchsetzung der Sanktionen wäre Aufgabe des Heiligen Stuhls gewesen, also des Nuntius und des vatikanischen Staatssekretärs. Das war damals Kardinal Tarcisio Bertone.


Nicole - Alles, was DU über Pfingsten wissen musst! from kath.net on Vimeo.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Missbrauch

  1. Papst an Italiens Kirche: Bei Missbrauch Mut zur Wahrheit
  2. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  3. Papst spricht drei Stunden mit Missbrauchsopfern aus Belgien
  4. Causa Rupnik: Papst bittet um Geduld für laufenden Vatikan-Prozess
  5. Massive Kritik am „Spiegel“ nach skandalösem Artikel über „Dragqueen“ Jurassica Parka
  6. „Kardinal Marx und Bischof Bätzing werden voraussichtlich in der Trierer Studie berücksichtigt“
  7. Vatikan ernennt Richterinnen und Richter im Fall Rupnik
  8. New Mexico klagt Meta, Mark Zuckerberg wegen Ermöglichung der sexuellen Ausbeutung von Kindern
  9. Synode über Synodalität verwendet Bilder von Marko Rupnik
  10. Missbrauchsexperte Zollner: ‚Keine Kultur der Rechenschaftspflicht’ in der Kirche






Top-15

meist-gelesen

  1. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  2. Beichten und Eheschließungen ungültig!
  3. Bischof Würtz ist offen für Frauenordination
  4. Nach Schisma der FSSPX: Frankreichs altrituelle Katholiken stehen zu Papst Leo XIV.
  5. König Charles III. nicht mehr ‚Verteidiger des Glaubens‘?
  6. Universität Aberdeen prüft intern Hasskommentar eines Angestellten gegen Ann Widdecombe
  7. Heute ist es eine finnische Abgeordnete und Großmutter; morgen könnten es leicht Sie sein!
  8. Ein unvermeidliches Schisma?
  9. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  10. Ann Widdecombe, britische konservative Ex-Ministerin (78), wurde zu Hause ermordet
  11. „Priesterberufungen in Europa: Wachstum in Frankreich, Krise in Deutschland“
  12. „Abgeordnete, die das Gesetz zur Sterbehilfe unterstützen, können nicht mehr zur Kommunion gehen“
  13. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  14. Kardinal Rouco/Madrid: Der Synodale Weg in Deutschland umgeht das Kirchenrecht
  15. „Was, wenn sich herausstellt, dass Ann Widdecombe eine Märtyrerin war?“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz