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Kalifornien - Beichtgeheimnis soll eingeschränkt werden

28. Mai 2019 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
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Neues Gesetz in Kalifornien würde die Freiheit der Kirche massiv angreifen. Gastbeitrag von Martin Bürger


Sacramento (kath.net) Ein am Donnerstag, 23. Mai 2019, mit großer Mehrheit im Senat von Kalifornien verabschiedeter Gesetzesentwurf würde das Beichtgeheimnis einschränken und damit die Freiheit der Kirche massiv angreifen. Bereits jetzt sind Kleriker in Kalifornien verpflichtet, dem Staat offiziell Meldung zu machen, falls sie vom Missbrauch oder der Vernachlässigung einer minderjährigen Person wissen oder dies zumindest „begründet vermuten“. Ausdrücklich ausgenommen davon war bisher alles, was im Rahmen der Beichte in Erfahrung gebracht wurde.

Das neue Gesetz würde nach Inkrafttreten von Geistlichen verlangen, auch dann mit den staatlichen Behörden in Verbindung zu treten, wenn sie von Kindesmissbrauch oder der Vernachlässigung eines Kindes im Rahmen der Beichte erfahren, solange die beichtende Person in derselben Pfarrei oder anderweitigen Institution arbeitet wie der Geistliche, oder solange die beichtende Person ebenfalls ein Geistlicher ist. Andere Beichtgespräche wären nach wie vor durch das Beichtgeheimnis geschützt.


Bill Donohue, Präsident der „Catholic League“, der größten katholischen Bürgerrechtsorganisation in den Vereinigten Staaten von Amerika, sagte in einer Presseerklärung: „Das Gesetz ist absolut nicht durchsetzbar. Kein Priester wird es respektieren und die Heiligkeit des Beichtstuhls verletzen. Außerdem müssen Katholiken keine ungerechten Gesetze respektieren – und dies ist ein klares Beispiel für ein solches Gesetz.“

30 Senatoren hatten für den Gesetzesentwurf SB-360 gestimmt, bei nur vier Gegenstimmen und vier Enthaltungen. Im nächsten Schritt geht der Text an das Unterhaus der kalifornischen Legislative. Auch dort haben die Abgeordneten der Demokraten, die tendenziell eher für ein derartiges Gesetz stimmen würden als die Republikaner, eine klare Mehrheit.

In Deutschland ist das Beichtgeheimnis auf verschiedene Arten gesetzlich geschützt. Zunächst heißt es im neunten Artikel des bis heute gültigen Reichskonkordats von 1933: „Geistliche können von Gerichtsbehörden und anderen Behörden nicht um Auskünfte über Tatsachen angehalten werden, die ihnen bei Ausübung der Seelsorge anvertraut worden sind und deshalb unter die Pflicht der seelsorgerlichen Verschwiegenheit fallen.“ Die Strafprozessordnung berechtigt „Geistliche über das, was ihnen in ihrer Eigenschaft als Seelsorger anvertraut worden oder bekanntgeworden ist“, zur Verweigerung des Zeugnisses. Ähnlich heißt es auch in der Zivilprozessordnung, Geistliche seien „in Ansehung desjenigen, was ihnen bei der Ausübung der Seelsorge anvertraut ist“, zur Verweigerung des Zeugnisses berechtigt.


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Lesermeinungen

 lakota 29. Mai 2019 
 

@Ehrmann

"Zu erwarten ist der Zwang im Zeugenstand oder die Verurteilung wegen "Vertuschung".
Wie soll es denn dazu kommen, wenn nur der Priester und der Beichtende etwas wissen und beide nichts staatlichen Stellen mitteilen?
Da müssten ja schon vorher andere Bescheid gewußt und das angezeigt haben, und dann wäre die Aussage eines Priesters wiederum unnötig.


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 Ehrmann 29. Mai 2019 

@lakota: Zu erwarten ist der Zwang im Zeugenstand oder die Verurteilung wegen "Vertuschung"

Leider war (ist) diese Konsequenz zu erwarten - und auch die Verführung zum Bruch mit allen Konsequenzen des Bruches des Geheimnisses und des Vertrauensverlustes des Pönitenten. Ich denke, es droht die Untergrundkirche, ärger als in der Sowjetunion


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 petrafel 28. Mai 2019 
 

Immer wieder der gleiche Quark

Kein Priester, der noch einen Rest von Glauben und Verstand in sich trägt, wird das Beichtgeheimnis brechen. Von der praktischen Umsetzung der Kontrolle ganz zu schweigen. So ein Quark!


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 lakota 28. Mai 2019 
 

Wie soll dieses Gesetz denn funktionieren?

Da müsste doch die beichtende Person, also einer der ein Kind vernachlässigt oder mißbraucht, selber zu einer staatlichen Stelle gehen und sich und den Priester anzeigen. Denn außer diesen beiden weiß doch niemand, was in der Beichte besprochen wurde.


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 elmar69 28. Mai 2019 
 

Unsinniges Gesetz

Mitarbeiter der Gemeinde müssen dann ggf. auswärtig zur Beichte gehen, Priester dorthin wo sie keiner erkennt. Und schon wird kein Beichtvater in die Verlegenheit gebracht das Gesetz zu missachten.


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 dalet 28. Mai 2019 

Wie früher

Wenn man in Kalifornien unbedingt Märtyrer produzieren will, dann muss man dieses Gesetz beschließen.


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 hape 28. Mai 2019 

Das wird heiligmäßige Priester hervorbringen.

Ich halte es für eine Illusion zu glauben, das andere Beichtinhalte vor dem Zugriff des Staates geschützt bleiben. Viel wahrscheinlicher ist doch, das dies der Einstieg in die vollkommene Preisgabe des Beichtgeheimnisses ist. Es ist klar, dass der Staat à priori vom gläsernen Bürger träumt, insbesondere wenn der auch noch katholisch ist und somit kirchenfeindlichen Behörden ziemlich suspekt sein muss.

Unterm Strich aber wird das Ganze nach hinten los gehen. Denn dieses gottlose Umfeld wird, kraft des Hl. Geistes und der Fürsprache der seligen und allzeit reinen Jungfrau Maria, zunehmend heilige Priester hervorbringen. Priester, die lieber in den Knast gehen, die sich lieber foltern lassen und die lieber sterben werden, als das Beichtgeheimnis preiszugeben. Das war immer schon der wahre Nährboden der Kirche. Auf dem Blut solcher Märtyrer wird die Kirche auch diesmal wieder strahlend hell auferstehen. – Preiset den Herrn!


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