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Europa unterwegs in die Gottlosigkeit

26. Mai 2019 in Spirituelles, 25 Lesermeinungen
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Rückblick auf 75 Jahre eines tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbaus - Von Christof Gaspari / VISION 2000


Wien (kath.net/VISION 2000)
Wer aufmerksam das gesellschaftliche Umfeld beobachtet, erkennt, dass der Wind rauer weht: Die Umgangsformen nehmen Schaden, die Darstellungen in Bild und Film werden entwürdigender und obszöner, Debatten im Fernsehen werden als Schaukämpfe aufgezogen, die Sprache wird allgemein brutaler, ja ordinär… Das Internet ist diesbezüglich eine Fundgrube. Wer wie ich während des Zweiten Weltkriegs geboren ist, hat eine gigantische Veränderung der Lebensumstände miterlebt. Ein Rückblick lohnt sich, nicht um nostalgisch alte Zeiten heraufzubeschwören, sondern um Anhaltspunkte für die Abwendung heutiger Bedrohungen ausfindig zu machen.

Groß geworden bin ich in einer Zeit, in der in vielen Schichten der Bevölkerung, auch in den nicht gläubigen, die gesellschaftlichen Spielregeln vom christlichen Geist geprägt waren. Wer wie ich daheim kein Glaubensleben erlebte, wurde dennoch getauft, gefirmt und er wuchs mit dem Selbstverständnis auf, dass Familie wichtig ist und Ehen fürs Leben geschlossen werden. Er war überzeugt, dass Kinder zu einem halbwegs gelungenen Leben gehören und daher schwangere Frauen guter Hoffnung waren und dass man älteren Menschen mit Respekt zu begegnen habe.

Unsere Eltern standen stark unter dem Eindruck der umfassenden Not in der Nachkriegszeit und richteten einen Großteil ihrer Kräfte auf den Wiederaufbau sowie die materielle Verbesserung des Lebens. Wir Kinder sollten es einmal besser haben und dementsprechend wurden wir auch motiviert, alles zu unternehmen, damit einerseits nicht wieder so eine Katastrophe passiere und damit es andererseits weiter aufwärtsgehe.

In den sechziger Jahren standen wir dann im Banne des Wirtschaftsbooms, unbegrenztes materielles Wachstum schien möglich, die Wissenschaft stellte dauernd neues Wissen bereit, die Technik entwickelte am laufenden Band immer neue, verbesserte Wunderdinge, die das Leben angenehmer, abwechslungsreicher machten. Der Fernseher zog in die Heime ein, man freute sich über schicke Kleidung und die neu eingerichtete Küche, liebevoll gepflegte Autos entführten nicht nur nach Italien auf Urlaubsreisen. Die Welt veränderte sich laufend vor unseren Augen – zum Guten, wie wir meinten.
Es boomten auch die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Sie betrachteten den Menschen, ohne das besonders hervorzuheben, als Rädchen im Getriebe der großen gesellschaftlichen Maschinerie. Ihr Erfolg wurde zum Maßstab für den Fortschritt. „Auf dem Rathausplatz verkündete der Bundeskanzler die Frohbotschaft vom Aufschwung,“ konnte man damals im Kurier lesen.


Das Wirtschaftswachstum als neues Evangelium.

Die leistungsmotivierte Nachkriegsgeneration machte begeistert mit, überzeugt, jetzt habe die Menschheit endlich das notwendige Instrumentarium in der Hand, um das Glück aus eigener Kraft zu zwingen. Auch die aufkommenden Alarmmeldungen von der Umweltfront konnten den Glauben der Machbarkeit nicht wirklich erschüttern. Wir würden auch diese Probleme meistern, hieß es und heißt es im Grunde genommen immer noch.

Genau dieser in der Elite seit der Aufklärung propagierte Glaube, der Mensch sei sein eigener Meister, verdrängte langsam auch in der breiten Masse die Botschaft, die an der Wiege unserer abendländischen Kultur stand: nämlich, dass alles vom Segen Gottes abhänge. Persönlich wirklich lebendig war dieser Glaube in breiten Schichten ja längst nicht mehr gewesen. Sehr viele aber hatten von Restbeständen der christlichen Tradition gezehrt. So ging etwa eine meiner Tanten einmal im Jahr zur „Auferstehungsfeier“ – und ich wuss­te als Kind nicht, was da vor sich ging. Am Land nahmen die Frauen und Kinder an der Sonntagsmesse teil, während die Männer vor der Tür tratschten und bei der Wandlung den Hut lüfteten.
Parallel zur Fokussierung auf den gesellschaftlichen Erfolg fand die Auflösung des – zwar materiell bestens ausgestatteten – Privatbereichs statt: Erleichterte Scheidungen destabilisierten die Ehen, Verhütung und Abtreibungen verringerten die Zahl der Kinder, die zunehmend als Kos­tenfaktor und als Karrierehindernis für Frauen angesehen wurden, die Mehrgenerationen-Familie starb aus und die Alten landeten in – materiell immer besser ausgestatteten – Heimen… Das einst selbstverständliche Lebensmodell Familie wurde im öffentlichen Diskurs und in den Medien madig gemacht und als Auslaufmodell dargestellt. Immer mehr Menschen wuchsen heran, ohne daheim Geborgenheit erlebt zu haben, auf sich selbst gestellt.

Und die Kirche? Auch sie geriet in den Sog dieser Entwicklungen. Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil wollte sie nicht mehr Trutzburg zur Rettung des antiquierten Modells christliches Abendland sein. Man würde mit der Zeit gehen, die Fenster für die Welt öffnen. Das war es auch, was mich bei meiner Bekehrung zunächst auch angesprochen hat: Mit Jesus Christus würden wir an der Spitze des gesellschaftlichen Fortschritts mitmarschieren.

Erst später erkannte ich, dass man damit zwar mit christlicher Fahne, aber in die falsche Richtung, nämlich in die vom Menschen gemachte Welt unterwegs war. Denn der auf Produktion, Konsum und Umbau der Welt ausgerichtete Fortschritt betet einen Götzen an, das goldene Kalb. In diesen Karren lässt Jesus sich nicht einspannen.
Er ist selbst der Weg, die Wahrheit und das Leben. Auf Seinen Wegen müssen wir gehen. Und auf ihnen stehen dieselben Wegweiser wie vor 2000 Jahren. Viele in der Kirche aber verloren diese Tatsache aus den Augen und standen im Banne der Scheinerkenntnisse der Sozialwissenschaften, ließen sich von Psychologen wie Sigmund Freud, Alfred Kinsey, Wilhelm Reich beeindrucken und wandten sich gegen die Lehre der Päpste in Fragen von Sexualität und Familie. Der Feminismus hielt Einzug in kirchliche Laienorganisation, aber nicht nur dort. Die Forderungen nach Priesterinnen gehört mittlerweile zum Kanon auch von einigen Priestern und Bischöfen.

Und bis zum Überdruss hören und lesen wir von Christinnen und Christen, Katholikinnen und Katholiken, Pilgerinnen und Pilgern…

Und wir, die vielen, die das eigentlich ablehnen, haben das stillschweigend über uns ergehen lassen. Haben – trotz der päpstlichen Lehrschreiben – zugesehen, wie in Erstkommunion- und Firmvorbereitung Mandala-Malen, Basteln und Wohlfühlaktionen Einzug hielten, wie man Gläubige, die dort über Beichte, Tod und Auferstehung Christi, die Realpräsenz des Herrn in der Eucharistie sprechen wollten, ins Abseits drängte. Gab es doch viele Theologen, die aufgrund „neuester Erkenntnisse“ zentrale Glaubenswahrheiten in Zweifel zogen. Klar, dass unter diesen Umständen die Kirche kein Bollwerk gegen diese Fehlentwicklungen sein konnte.

Sicher, all das ist eine sehr verkürzte Darstellung eines hochkomplexen Geschehens. Aber einige kennzeichnende Phänomene werden erkennbar. Viele sehen die Entwicklung ähnlich, etwa der französische Journalist Geoffroy Lejeune, der kürzlich in First Things (May 2019) feststellte:
„Wenn man die letzten Jahrzehnte resümiert, könnte man sagen, dass die Kirche nach dem Verlust der weltlichen Macht zu überleben versuchte, indem sie sich damit begnügte, nur geduldet zu werden, – sich hauptsächlich den Fehlentwicklungen einer Welt anzupassen, die sie eigentlich retten soll. Diese Umkehr der Rollen führt sie tatsächlich in den Selbstmord. Um das zu retten, was sie sein kann, müsste man vielleicht mit dem Relativismus brechen, der seit den 60er Jahren Mode ist. Vielleicht fände die Kirche ein wenig zu ihrem Glanz zurück, wenn sie aufhörte, cool sein zu wollen und wenn sie wieder die Furcht Gottes lehrte, ohne die es keine Liebe gibt.“

Als katholische Christen müssen wir eingestehen, dass wir lau geworden sind, auch deswegen, weil wir stark beeinflusst sind von dem Geist, der rund um uns herrscht. Die Welt hat sich mittlerweile häuslich in ihrer Gottlosigkeit eingerichtet.

Öffentliches Eintreten für den Glauben wird entweder belächelt oder für unangebracht angesehen. Mehr noch: Langsam wird diese antichristliche Grundposition abgesichert. Das geschieht nicht durch eine blutige Revolution wie unter dem Kommunismus und nicht mit brutaler Verfolgung wie unter dem Nationalsozialismus, sondern Schritt für Schritt, auf subtile Weise, in kleinen Dosen verabreicht – aber konsequent. Als Christen bekommen wir Gegenwind zu spüren. Eine Art „Christianophobie“ macht sich breit. Auf den folgenden Seiten wird das illustriert.
Das gilt es, endlich zur Kenntnis zu nehmen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ein Leben nach christlichen Werten allein – so gut gemeint das auch sein mag – reicht auf Dauer nicht. Parteien, die sich auf diese Werte beriefen, haben diese Stück für Stück dem gesellschaftlichen Fortschritt geopfert, bis heute dann fast nichts mehr davon übrig ist. Und weite Kreise der Bevölkerung sind auf diesem Weg gefolgt.

Was also tun? Auf das Erfolgsrezept der Heiligen zu allen Zeiten zurückgreifen: All unsere Erwartungen und unsere ganze Hoffnung auf Jesus Christus zu richten. Gott an die erste Stelle in unserem Leben zu setzen. Und das nicht in der Theorie, sondern im alltäglichen Leben. Erschreckend, wie weit ich davon in meinem Leben entfernt bin!

Daher ist es so wichtig, was uns Kardinal Sarah in dem in der Einleitung erwähnten Buch zuruft: „Liebe Mitbrüder im Bischofs­amt, ihr Priester und Ihr Getauften alle, wir müssen in Liebe für unseren Glauben entbrennen. Sein Glanz darf nicht verloren gehen, wir dürfen ihn nicht verfälschen und verderben. Es geht ja um das Heil der Seelen, unserer und der unserer Mitmenschen! ,An dem Tag, an dem ihr nicht mehr aus Liebe brennt, werden andere in der Kälte erfrieren,’ schrieb François Mauriac. Sobald wir nicht mehr für unseren Glauben brennen, wird die Welt erfrieren, weil man ihr das kostbarste Gut vorenthält. Unser Auftrag ist es, den Glauben zu verteidigen und zu verkünden.“
Vor dem Hohen Rat erklärte Petrus jenen, die Jesus ans Kreuz gebracht hatten, also seinen Feinden, die ihn bedrohten: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!“ Um denselben Mut, um dieselbe Haltung sollten wir beten. Wenn wir Ihn darum bitten, wird der Herr sie uns in dieser zunehmend bedrohten Zeit schenken.


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Lesermeinungen

 Anton_Z 31. Mai 2019 

Gottlosigkeit bedeutet Orientierungslosigkeit

Der christliche Glaube kann Kraft, Trost und Hoffnung spenden. Ein Mensch ohne Glaube ist daher wie ein Blatt im Wind. Es weht völlig orientierungslos mal hierhin mal dahin, bis es schließlich unter die Räder kommt.


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 Chrissi Bohm 28. Mai 2019 
 

Wo der Herr nicht das Haus baut...

da bauen die Bauleute umsonst, wo der Herr nicht die Stadt bewacht, wachen die Wächter umsonst.
In de sogenannten EU Verfassung kommt Gott nicht vor, die Parteien wollen uns unserer über tausendjährigen Tradition entkoppeln. Der Baum EU, dem man die Wurzeln abschlägt, muss fallen, das ist ein Naturgesetz.

Als ich hörte und später nachlas, dass die Schweiz in ihrer Präambel stehen hat:-Im Namen Gottes, des Allmächtigen-
ging mir im selben Moment ein Kronleuchter auf.
Alle paar Jahre wird das bis jetzt auf einer Abstimmung bestätigt.


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 Herbstlicht 28. Mai 2019 
 

@Nußknacker

Es ist sicher so, dass, wenn Stille uns umgibt, Gedanken und Gefühle hochkommen, die wir nicht immer wahrhaben wollen.
Aber Stille kann andererseits doch auch tiefe Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit schenken und zu Erkenntnissen führen, die uns im Leben weiterhelfen.
Aber in unserer Zeit ist Ablenkung das Gebot der Stunde. Alles - nur nicht nachdenken müssen. Und diese Ablenkung wird auch massiv von aussen gefördert.

Den Menschen ablenken, ihn am Nachdenken hindern, das scheint das Wichtigste.
Was geht dadurch nicht alles verloren?


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 Nussknacker 28. Mai 2019 
 

@Herbstlicht

Die gegenwärtige Situation allgemein ist so, wie Sie sie anhand Ihres Erlebnisses in Ihrem Dorf beschrieben haben.

Die Begegnung mit dem Herrn, dem wahren Wort in der Stille der Anbetung, ist für den Einzelnen oftmals gerade am Anfang, ein schmerzlicher Prozeß der Selbsterkenntnis.

Ist das auch gleichzeitig ein sehr heilsamer Prozeß, wird doch versucht, durch alle möglichen verschiedensten Ablenkungen, die Ruhe und Stille zu vermeiden, in der der Herr zu uns spricht.

Jes 30,15
Denn so spricht der Herr, der Heilige Israels: Nur in Umkehr und Ruhe liegt eure Rettung, nur Stille und Vertrauen verleihen euch Kraft.


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 ThomasR 27. Mai 2019 
 

keine Spur von Gottlosigkeit an Orten wo die alte Messe gelesen wird

(selbst als zweite liturgische Form neben der neuen Messe)
und an Orten, wo die neue Messe nicht cum Populo zelebriert wird (z.B. communaute st martin über youtube)
Jeder Gruppe der Gläubigen (in jeder Pfarre der Welt) steht es zu (ich empfehle stets den offiziellen Weg über Einschreiben Rückschein) das regelmäßige Lesen der alten Messe in eigener Pfarre (z.B. einmal in der Woche )zu beantragen.


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 schlicht 27. Mai 2019 
 

Aufgepasst!

An wen erinnern die folgenden Warnungen dieses Textes?:
"Viele in der Kirche aber verloren diese Tatsache aus den Augen und standen im Banne der Scheinerkenntnisse der Sozialwissenschaften" und "Gab es doch viele Theologen, die aufgrund „neuester Erkenntnisse“ zentrale Glaubenswahrheiten in Zweifel zogen. Klar, dass unter diesen Umständen die Kirche kein Bollwerk gegen diese Fehlentwicklungen sein konnte."

Mögen Woelki und sein GV diesen Text lesen, verstehen und umkehren!


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 Herbstlicht 27. Mai 2019 
 

Realität

Auch in dem relativ kleinen Dorf, in dem ich lebe, ist es so wie in der Welt.
Gestern abend 18 Uhr:
Anbetung in der Kirche, anwesend fünf ältere Frauen, einschl. mir.

Zeitgleich auf der Dorfwiese, in Sichtweise der Kirche:
Konzert des örtl. Musikvereins,
rappelvoll.

Damit ich nicht falsch verstanden werde - ich möchte mich hier nicht gegen das Konzert aussprechen, das Engagement der Musiker erkenne ich ausdrücklich an.
Vielleicht hätte man ja auch eine einvernehmliche Terminabsprache ins Auge fassen sollen.
Durch diese Gegenüberstellung wollte ich nur zeigen, wie es selbst schon in einem Dorf ausschaut.
Denn wenn einige mehr zur Anbetung gekommen wären, hätten diese ja auch danach zum Konzert gehen können, um so den Tag musikalisch ausklingen zu lassen, aber das war wohl keine Option.


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 kurz 27. Mai 2019 
 

Das Blut an der Schwelle! Verantwortung für alle Gläubigen in Christus! b

ZB die Kinderbibel und den Katechismus unseren Kindern vorlesen. Bibelgruppen und Gebetsgruppen in den Gemeinden einrichten nur eine perfekte Messe in der Woche zu organisieren reicht da nicht aus.


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 kurz 27. Mai 2019 
 

Das Blut an der Schwelle! Verantwortung für alle Gläubigen in Christus! a

So wie die Israeliten die Pfosten ihrer Türen mit dem Blut markiert haben, damit der Verderber nicht die Erstgeburten der Israeliten schlägt so müssen wir uns auch mit dem Blut unsers Osterlamms besprengen. Ich glaube, dass wir 3-4 Generationen verschlafen haben. Wir hätten unsere Kinder das Evangelium und die Kirchenregeln näher bringen müssen. Nur eine Messe am Sonntag, wenn überhaupt von den Mitgliedern besucht, reißt das Steuer auch nicht herum. Mir müssen vor allem an die Konsequenzen für unsere Kinder in den Familien aber auch für die Glaubenskinder in den Kirchen bedenken. Es ist dieselbe Konsequenz als wenn die Israeliten damals vergessen hätten, das Zeichen an die Pfosten zu setzen. Ihre Erstgeborenen wären vom Verderber getötet worden. Deshalb sollten wir unsern Glauben offen leben und auch versuchen alle in der Familie alle Glaubensschwestern und Brüdern mitzubegeistern. ZB die Kinderbibel und den Katechismus unseren Kindern vorlesen.


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 padre14.9. 27. Mai 2019 

"die Männer vor der Tür tratschten und bei der Wandlung den Hut lüfteten"

ja aber warum haben unsere Priester diese Männer, die ja wohl Katholiken waren, nicht energisch in die Kirche geholt. Man muß auch kämpfen für den Herrn!
Die Kirche ist verbürgerlicht. So kommen nie mehr richtige Männer dazu.
Aber ich sehe es etwas anders, wie der Autor. Der Niedergang in Mitteleuropa ( DE und Österreich) ist schon lange vorbei. Es geht seit den 1960er Jahren aufwärts. Das was unser Kardinal Sarah beschreibt, nämlich Inseln bilden, von da aus wir wieder mehr werden, findet statt. Auch was Rod Dreher in seinem Buch beschreibt. Ich kenne christliche Künstler, die alleine arbeiten. Ohne Unterstützung von Staat und Kirche. Der kath. Boden lebt.


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 Authentisch 27. Mai 2019 

Danke, Danke, Herr Christof Gaspari!

Ja, beten wir und gehen voll Vertrauen, dass Gott, der Vater, Jesus Christus, Gottes Sohn DURCH den Heiligen Geist, SEINEM Beistand bei uns und mit uns ist! Glauben wir es und gehen wir mutig, den nächsten Schritt! Stehen wir zur Wahrheit, dort, wir wir leben und gegenüber dem, dem wir begegnen: "mit Starkmut und in der Sanftmut (Worte Kardinal Sarahs)". Vertrauen wir der Zusage Jesu: "Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem bekenne ich mich vor meinem Vater"! "Wenn Gott für uns ist ...". Bitten wir Gott um Mut, um Beharrlichkeit, um Beherztheit. Und halten wir dabei uns an der Hand der Muttergottes (Maria 1.0!) fest.


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 dulcedo 27. Mai 2019 
 

Ora et Labora

die Benedikt-Option!

Als Gefirmte sind wir STREITER CHRISTI!

Von uns gefordert sind Mut,
Bekenntnis und Taten!

Wir müssen unsere Bequemlichkeit und Feigheit abwerfen wie alte, schlaffe Haut!

Nur so kann das christliche Abendland eine Renaissance erleben.

Mit Gottes Hilfe und Mariens Beistand!

Matteo Salvini, der sich der Muttergottes geweiht hat,
macht es vor!


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 kurz 27. Mai 2019 
 

Leider findet man das auch in der Kleinen Zeitung!

Am Sonntag lese ich immer mit Begeisterung das Evangelium in der Kleinen Zeitung. Leider kommt es immer häufiger vor, dass es durch den beiliegenden Kommentar verdreht wird. So wurde kommentiert, dass man die Liebe zur Welt suchen soll, damit es Frieden gibt.
Es steht aber genau das Gegenteil in der Bibel. Sieh 1 Joh. 2:15 Liebt nicht die Welt und was in der Welt ist! Wer die Welt liebt, hat die Liebe zum Vater nicht.
So auch im Evangelium am Sonntag in der Kirche. Wenn ihr mich liebt, dann haltet meine Gebote! Wer sollen nichts in der Welt lieben sondern so handelt und tun wir Jesus Christus es uns vorgibt im Evangelium. Was soll man da nur machen. Sollen wir einen Leserbrief an die Kleine Zeitung schreiben. Ich schreibe lieber hier einen Kommentar dazu!
Alles Gute und eine gesegnete Woche!


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 lesa 26. Mai 2019 

Nichts nützen die Rosse zum Sieg (Psalm)

Wie immer sehr klar und ansprechende Analyse der Situation inklusive " Ursachen und Werdegang - und Hoffnungspersspektive. Danke!


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 Paissios 26. Mai 2019 
 

Ein guter Artikel!


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 Einsiedlerin 26. Mai 2019 
 

Gott brauchen

Leider ist es heute so, dass viele Getaufte einfach nicht an Gott glauben können und wollen. Auch nicht an ein ewiges Leben. Wozu also vom "Heil für die Seelen" predigen, wenn sie gar nicht daran glauben. Es ist die Verblendung die der Durcheinanderbringer anrichtet, indem er die Menschen glauben macht, es gäbe ihn nicht.
Trotzdem bin ich voller Hoffnung, dass die nächste Generation die Sehnsucht nach dem Wahren, Schönen und Guten zur Suche nach dem wahren Gott führen wird. Unsere Neupriester, von denen ich schon viele gute, tiefgläubige Diener Christi kennenlernen durfte, bestätigen mich in dieser Hoffnung. Beten wir mit Maria, der Mutter der Priester, um Berufungen!


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 Herbstlicht 26. Mai 2019 
 

begriffsstutzig!

Das berühmte Motto des Ordens der Karthäuser:
"stat crux dum volvitur orbis" -
"das Kreuz steht, während die Welt sich weiter dreht."

Diesen Leitspruch sollten wir uns stets vergegenwärtigen.

Aber wer sich dessen nicht mehr bewusst ist oder erst gar nicht daran glaubt, der ersetzt Gott durch Anderes, was auch immer das sein mag.
Und da nichts, überhaupt gar nichts in dieser Welt größer ist als Gott, kann auch alles das, was als Ersatz für IHN dienen soll, niemals so gut sein wie ER selbst.
Es gibt in dieser Hinsicht keine "Qualitätssteigerung".
Warum begreifen das so viele nicht?
Warum so begriffsstutzig?


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 zeitblick 26. Mai 2019 

Gib Zeugnis und setz Dich selbst in Brand

Was aber macht uns brennen? Ich ging in die Schule von Dr. Madinger Herbert dem Begründer der Katholischen Glaubensinformation Wien. Schon vor 30 Jahren sprach er über all das, was heute in diesem Artikel bestätigt wird. Er rüstete uns fast in jeder Predigt über für diese Zeit der Christenverfolgung, wie wir sie jetzt haben. Mehr noch: Er lehrte uns eindringlichst den täglichen Rosenkranz zu beten. Die Heilige Messe als Priorität jeden Tages zu leben. Die Heilige Schrift eifrig zu lesen. Und, und das ist jetzt wichtig für uns sich zu erinnern als Stärkung: Gebetsgruppen zu gründen, damit das Feuer entfacht bleibt. Genauso unerlässlich sind die persönliche Glaubensweitergabe. In der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz auf der Straße in der Politik und auch in der Kirche selbst. Madinger wurde nicht müde uns zu sagen, dass wenn wir nicht mehr verkündigen, unser Feuer erlöschen wird. Überall in der Kirche, wo kleine Zellen das leben,brennt der Glaube und ist ansteckend.


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 nazareth 26. Mai 2019 
 

Danke für den Artikel. Wir dürfen ohne Nostalgiedenken bewusst vorwärtsschreiten. Jeder ist gewollt zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort geboren. Und das bedeutet Gott stattet uns aus für das Heute. Und ER ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit! Und Er hat immer einen Plan. Einfach hörend auf Gott durch den Alltag und das Ziel vor Augen werden wir mit Ihm sammeln! Ermutigen wir auch unsere Hirten! Stärken wir sie und beten wir für sie. Damit sie uns vorangehen und uns stärken! Und wir wissen:wer glaubt ist nie allein. Auch wir hier sind eine Gemeinschaft! Viele sehnen sich nach Gottes Wirken und Ordnung in dieser Welt. Machen wir es den anderen durch unser Lebenszeugnis durch Gottes Hilfe schmackhaft! Ich staune oft wie Gott in unser banales Alltagsleben hineinwirkt. Und in dieser dankbaren Haltung liegt unsere Zuversicht, dass Gott, und niemand anders, das Heft in der Hand hält, ER lässt es sich auch nicht aus der Hand nehmen, von niemandem, das ist fix!


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 lakota 26. Mai 2019 
 

Sehr treffender Artikel

Wer auch schon älter ist, hat diese Entwicklung miterlebt. In meiner Kindheit waren es schon einige, die meinten, sie bräuchten Gott nicht. Aber jetzt hat sich das ins Gegenteil verkehrt, es sind nur noch wenige, die wirklich glauben, die mit Gott leben.
@Stefan Fleischer und @Gipsy: ich kann Ihnen voll zustimmen!


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 Diadochus 26. Mai 2019 
 

Bestandsaufnahme

Das ist eine schöne Bestandsaufnahme, so wie es hier schon viele zu lesen gab. Jetzt sind wir schon bei der "Christianophobie" angelangt. Da dürfen wir nicht stehen bleiben. Je mehr Gott verleugnet wird, umso mehr müssen wir beten, umso mehr müssen wir brennen aus Liebe zu Gott, umso mehr muss unser Herz überfließen. So viele erkaltete Seelen gehen verloren. Stopp. Heute ist wieder Sonntag. Gehen wir zur Hl. Messe und erflehen die Gnade Gottes vom Himmel herab. Komm Herr Jesus. Nur in Ihm finden wir Heil. Nur in Jesus Christus kann die Welt zum Besseren verändert werden.


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 Storydog 26. Mai 2019 
 

Kompromisse

Viele Christen sind sicher in der Lage zwischen dem was wirklichen Glauben ausmacht und ihrem säkularen Umfeld einen Standpunkt zu finden. Als ich klein war, war es schon die Post-68er Ära und die Frommen wurden nachsichtig belächelt von den meisten Leuten.


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 Gipsy 26. Mai 2019 

Sehr gut beschrieben

dieser relativ kurze Weg in die Gottlosigkeit (der breite Weg).

Wir sind bereits in der Gottlosigkeit angelangt und die fühlt sich für viele sogar gut an, daher wird es schwer werden vielleicht sogar unmöglich, die Menschen auf einem schmalen steinigen Weg, wieder da herauszuführen, denn nur ein solcher führt zu Gott und wer will diesen schon gehen.Ohne starke Hirten als Vorbilder und Vorgeher ,geht es nicht.

Die Jakobspilger machen es vor. Je steiniger der lange Weg um ,so schöner erscheint das erreichte Ziel .
Dies ist ein ganz kleiner Abglanz des Weges, der zum Herrn führt.


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 Ginsterbusch 26. Mai 2019 

Danke für diesen Artikel !

Ich bin erst Ende der Sechziger geboren, empfinde aber genauso.
Vielen vielen Dank.


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 Stefan Fleischer 26. Mai 2019 

Gottlosigkeit der Welt - und im Christentum?

"Die Welt hat sich mittlerweile häuslich in ihrer Gottlosigkeit eingerichtet."
Was aber das Christentum betrifft, so hat es sich - nach meiner persönlichen Meinung - häuslich in ihrer Beziehungslosigkeit Gott gegenüber eingerichtet. Gott ist irgendwie gleichgültig geworden. Es ist nicht mehr nötig, eine konkrete, persönliche Beziehung zu ihm zu pflegen. Es genügt, wenn er uns liebt. Wo man ihn brauchen kann, o.k. Sonst aber fragt man nicht mehr gross nach ihm. Und wo er stört, da soll er uns gefälligst in Ruhe lassen. Wir wissen genauso gut wie er, was richtig und was falsch, was gut und was böse ist.


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