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Der Friede Jesu – wie die Ruhe in den Tiefen des Meeres

21. Mai 2019 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Franziskus in Santa Marta: ‚ertragen’ – das christliche Wort. Jesu Frieden im täglichen Leben, Jesu Frieden in den Drangsalen. Und mit der Prise Humor, die uns gut atmen lässt. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Der Friede Jesu: in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Dienstag der fünften Woche der Osterzeit ging Papst Franziskus vom Tagesevangelium aus (Joh 14,27-31a): „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht“. Gleichzeitig stelle sich Franziskus die Frage, wie damit die Drangsale und Verfolgungen vereinbar seien, die Paulus erleide, wie in der ersten Lesung aus der Apostelgeschichte berichtet werde (vgl. Apg 14, 19-28)

„Das Leben der Verfolgung und der Drangsal scheint ein Leben ohne Frieden zu sein“, erinnerte sch der Papst, der auch die letzte der Seligpreisungen zitierte: „Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen!“:

„Der Friede Jesu geht mit diesem Leben der Verfolgung, der Drangsal einher. Ein Friede, der weit unten ist, weit unten, sehr tief in all diesen Dingen. Ein Friede, den niemand wegnehmen kann, ein Friede, der ein Geschenk ist, wie das Meer, das in der Tiefe in der Ruhe ist, und an der Oberfläche sind die Wellen. In Frieden mit Jesus zu leben bedeutet, diese Erfahrung in sich zu haben, die während aller Prüfungen, aller Schwierigkeiten, aller ‚Drangsale’ bestehen bleibt“.


Nur so, fügt der Papst hinzu, könne man verstehen, wie viele Heilige, die „den Frieden nicht verloren haben“, die letzte Stunde erlebt hätten, so sehr, dass die Zeugen gesagt hätten, sie seien „wie Hochzeitsgäste zum Martyrium gegangen“. Dies sei das Geschenk des Friedens Jesu, das wir nicht mit menschlichen Mitteln haben könnten, „indem wir zum Beispiel zum Arzt gehen oder angstlösende Mittel nehmen“.

Es sei dies etwas anderes, das „aus dem Heiligen Geist in uns kommt und das die Kraft mit sich bringt“. Wie jene eines Mannes, der es gewohnt sei, viel zu arbeiten, den Franziskus vor ein paar Tagen besucht hätte, und der plötzlich aufgrund der beginnenden Krankheit gezwungen gewesen sei, all seine Pläne aufzugeben. Dennoch sei es ihm gelungen, in Frieden zu bleiben. „Das ist ein Christ“, kommentierte der Papst, der dann erklärte:

„Der Friede lehrt uns, dieser Friede Jesu lehrt uns, im Leben voranzugehen. Er lehrt uns, zu ertragen. Zu ertragen: ein Wort, von dem wir nicht gut verstehen, was es bedeutet, ein sehr christliches Wort, es heißt, auf unseren Schultern zu tragen. Zu ertragen: das Leben, die Schwierigkeiten, die Arbeit, alles auf den Schultern zu tragen, ohne den Frieden zu verlieren. Mehr noch, auf den Schultern tragen und den Mut haben, voranzugehen. Das versteht man nur, wenn der Heilige Geist da ist, der uns den Frieden Jesu gibt“.

Wenn wir uns dagegen im Leben von „brennender Nervosität“ ergreifen ließen und den Frieden verlören, so bedeute dies, dass „es etwas gibt, das nicht funktioniert“.

Wenn wir also die „von Jesus verheißene Gabe“ in unseren Herzen hätten und nicht das, was von der Welt „oder vom Geld auf der Bank“ komme, könnten wir uns auch den hässlichesten Schwierigkeiten stellen, „wir gehen voran und tun dies mit einer zusätzlichen Fähigkeit“ – der Fähigkeit, „das Herz zum Lächeln zu bringen“:

„Die Person, die diesen Frieden lebt, verliert nie den Humor. Sie lacht über sich selbst, über die anderen, sogar über ihren eigenen Schatten, über alles... Dieser Sinn für Humor, der der Gnade Gottes so nahe steht. Jesu Frieden im täglichen Leben, Jesu Frieden in den Drangsalen. Und mit der Prise Humor, die uns gut atmen lässt. Möge der Herr uns diesen Frieden schenken, der vom Heiligen Geist kommt, diesen Frieden, der ihm eigen ist und der uns hilft, so viele Schwierigkeiten im Leben zu ertragen, in die Höhe zu bringen“.

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